Schlimmer als die Economy? Bewertung der Air France Premium Economy in der Boeing 777

Air France Prem Eco 777 Sitze Fenster

In der Premium Economy bieten die meisten Fluggesellschaften ein sehr ähnliches Hard Product. Egal, ob Lufthansa (vor Allegris), KLM, United, Delta oder Singapore Airlines: Die Eckdaten wie Recline, Sitzabstand und Co schwanken oft nur um wenige Prozentpunkte ab. Abheben kann sich eine Airline dann eher mit Service, Mahlzeiten und ähnlichem.

Eine Ausnahme ist hier Air France. Das SkyTeam-Mitglied setzt (wie auch Swiss und neuerdings die Lufthansa) auf kaum verstellbare Schalensitze. Ich hatte schon viele Horrorberichte zur Premium Economy der Franzosen gelesen und wollte mir endlich selbst ein Bild davon machen.

Die Gelegenheit hatte ich nun auf einem Flug von Osaka (Japan) nach Paris. Und ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Wiederholen möchte ich die Erfahrung nicht.

Info

Im Sinne der Transparenz: Der Flug wurde – wie immer – aus eigener Tasche bezahlt und wir haben auch niemandem erzählt, dass wir ein Review schreiben würden.

Zuerst aber ein kurzer Blick auf die Flugdetails:

  • Flug: AF 291 Osaka KIX – Paris CDG
  • Sitzplatz: 12K (Gang)
  • Fluggerät: Boeing 777-200(ER) F-GSPU (Auslieferung Februar 2002)
  • Planm. Abflug: 11:30 Uhr
  • Planm. Ankunft: 19:25 Uhr
  • Blockzeit: 14h 55min
  • Reisezeitpunkt: Juni 2024

Buchung

Im März 2024 boten Air France & KLM sehr günstige Premium-Economy-Tickets nach Japan an. Von Italien ging es für rund 700€ nach Tokio oder Osaka und wieder zurück.

Wir suchten lange nach einer Verbindung mit KLM, um eine Reise mit Air France vermeiden zu können. Letztlich klappte das aber aufgrund der Verfügbarkeiten nicht. So wurde es für 717€ ein Hinflug Mailand – Amsterdam – Osaka mit KLM mitsamt Rückflug Osaka – Paris – Mailand an Bord von Air France.

Bei der Buchung zeigte sich das Dynamic Pricing bei KLM/Air France von seiner besten Seite. Einerseits kosteten die identischen Flüge bei Air France deutlich weniger als bei KLM. Zum anderen galt der beste Preis nur für Buchungen mit maximal einer Person. Das lag aber nicht etwa (wie sonst üblich) an den Buchungsklassen, sondern an der flexiblen Preisgestaltung seitens der SkyTeam-Airlines.

Letztlich konnten wir das Preissystem austricksen, in dem wir genau zeitgleich Tickets für je eine Person buchten. Ein Ticket für zwei wäre rund 200€ teurer gewesen.

Die Flugkarte dient – wie immer – nur der Veranschaulichung. Tatsächlich nahm der Flug eine Route über Alaska und den Nordpol.

Bei KLM / Air France gibt es in der Premium Economy einen Light-Tarif. Standardmäßig sind zwar zwei Stück Handgepäck (+ Personal Item), aber keinerlei Aufgabegepäck inklusive. Nur aufgrund des SkyTeam Elite (Plus) Status konnten wir jeder einen Koffer bis 23 kg kostenfrei aufgeben.

Check-in

Bei Air France kann ab 30 Stunden vorab online eingecheckt werden. Der Online Check-in funktionierte reibungslos mitsamt mobiler Bordkarte. So wäre der Gang zum Schalter nur dann notwendig, wenn Gepäck aufzugeben ist.

Ärgerlich ist aber, dass sich die Vielfliegernummer nicht zuverlässig online ändern lässt. Daher konnte ich nicht prüfen, wie viele Flying-Blue-Meilen ein Upgrade in die Business-Class gekostet hätte. Denn die Prämienmeilen ließ ich bei Delta gutschreiben.

Angeboten wurde beim Check-in ein Upgrade in die Business Class für 400€ (pro Person). Ein vergleichsweise fairer Preis für die knapp 15 Stunden Flug, aber wir lehnten nach kurzer Bedenkzeit ab.

Bei Air France beinhaltet die Premium Economy die SkyPriority-Annehmlichkeiten. In Osaka konnten bevorzugter Check-in und Priority Boarding (in Gruppe 2) genutzt werden. Eine Klassentrennung an der Security gibt es dort jedoch nicht.

Für den Abflug um 11:30 Uhr sind wir 90 Minuten vorher am Flughafen aufgeschlagen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Schlangen offenbar bereits geleert und es war kaum etwas los am Check-in. Wir waren in kürzester Zeit die Koffer los und erhielten als SkyTeam Elite Plus Vielflieger zwei Gutscheine für die Air Side Lounge. Normalerweise ist der Zugang mit einem Premium-Eco-Ticket nicht inkludiert.

Die Lounge fließt daher nicht in die Gesamtbewertung ein. Sie war aber (für japanische Verhältnisse) erstaunlich brauchbar mit mehreren warmen Gerichten und sogar Duschen.

Boarding

Beim Betreten der Lounge wurden wir darauf hingewiesen, dass sich das Boarding des Fluges um 40 Minuten verzögern würde. In typisch japanischer Ordnungsverliebtheit wurde zudem in Form mehrere Schilder auf die Verspätung hingewiesen. Etwas irritierend war nur, dass man nicht schon am Check-in-Schalter darauf hinwies, da der Flieger ähnlich spät gelandet war.

Tatsächlich erfolgte das Boarding dann sogar „nur“ rund 35 Minuten später. Als wir am Gate ankamen, konnten wir als letzter der SkyPriority-Gruppe sofort einsteigen. Bilder der leeren Kabine habe ich daher leider nicht.

Kabine

Die Premium Economy in der Boeing 777 besteht aus insgesamt 24 Sitzen in 2-4-2-Anordnung. Die Kabine ist nach vorne (zur Business Class) und hinten (zur Economy) durch Vorhänge abgetrennt. Eigene Toiletten gibt es allerdings nicht. Wer muss, der muss eigentlich nach hinten zur Economy. Ich sah aber auch mehrere Gäste die Toiletten der Business Class nutzen, obwohl das so nicht vorgesehen ist.

Die Abtrennung durch Vorhänge gibt der Premium Economy ein exklusiveres Ambiente. Obwohl sich direkt dahinter die Babybetten der Economy befinden, blieb es auf diesem Flug durchgehend ruhig.

Sitz

Ich hatte vorab mehrere negative Berichte zum Sitzkomfort der Schalensitze gelesen. Diese gingen teilweise sogar so weit, dass ein Downgrade in die Economy empfohlen wurde, um bequemer sitzen zu können. So war ich umso gespannter, was mich an Bord erwarten würde.

Sitzaufbau

Schalensitze zeichnen sich dadurch aus, dass die Rückenlehne selbst starr montiert ist. Verstellen lassen sich nur die Kopfstütze, das Sitzpolster am Rücken (schiebt sich nach unten) und die Sitzfläche (schiebt sich nach vorne). Beides hat aber nur einen minimalen Effekt. Der Sitz bewegt sich vielleicht um einen oder zwei Zentimeter. So konnte ich nicht mal sagen, ob der Sitz gerade verstellt ist oder nicht. Die Rückenlehne lässt sich nicht neigen, sondern verschiebt sich nur nach unten.

Air France Premium Eco B777 Sitz

Dazu gibt es noch eine ausfahrbare Beinstütze. Mit meinen langen Beinen als 1,98m-Mensch hatte die allerdings keinen Effekt, da das Bein schlicht darüber hinaus ragte. Bei anderen Airlines ist das anders. Ich kann mir aber vorstellen, dass „normalgroße“ Menschen bis 1,80m dadurch zumindest eine leichte Entlastung verspüren. Zusätzlich gibt es eine Fußstütze, die empfand ich aber eher als störend statt nützlich.

Die Kopfstütze lässt sich zum einen seitlich falten (um den Kopf anzulehnen) und dazu noch nach oben rotieren (um den Kopf besser zu stützen).

Erwähnenswert sind zudem noch folgende Punkte:

  • Es gibt eine recht breite Sitztasche, in der man auch einen Laptop unterbekommt
  • Der Sitzgurt beinhaltet einen Airbag und ist daher sehr klobig
  • Es gibt zwei Fächer für Wasserflaschen in der Mittelkonsole. Eine davon war mit einer Flasche Evian gefüllt. Die Fächer können alternativ auch dazu genutzt werden, um Geldbeutel, Müll o.ä. vorübergehend zu verstauen
  • Garantierte Steckdosen: In der Premium Economy gibt es immer eine Steckdose pro Sitz. Unser Flugzeug war recht alt und so bot selbst die Economy Class noch richtige Steckdosen. Standardmäßig gibt es in der Eco aber nur noch USB-Buchsen.
  • Die Armstütze ist (wie in Premium Eco üblich) recht breit und beinhaltet zudem einen Getränkehalter
  • An jedem Sitz gibt es eine Leselampe, die über einen Schwanenhals flexibel verstellt werden kann

Interessant ist der riesige Klapptisch. Er ist größer als alle anderen Tische, die ich aus der Premium Economy kenne. Hier können sogar zeitgleich Essens-Tray und Laptop abgestellt werden, auch wenn es dann recht eng wird. Leider war der Tisch aber schon ziemlich ausgeleiert, sodass er nach vorne hin stark abfällig war. Ich musste ihn daher immer mit einem Kissen, einer Wasserflasche o.ä. abstützen, damit die Maus nicht nach vorne rutscht.

Am Platz befinden sich zudem eine große und recht dicke Decke. Das Kissen wiederum ist nur dünn gepolstert.

Sitzkomfort

Für viele dürfte der vermeintlich höhere Sitzkomfort ein Hauptgrund sein, um in der Premium Economy zu fliegen. Was das angeht, enttäuscht Air France leider auf ganzer Linie. Schon nach einer Stunde schmerzten Rücken und Hintern, im Flugverlauf wurde das keinesfalls besser. Auch das Kissen sorgte nicht für Besserung.

Air France Premium Eco B777 Polsterung
Die dünne Polsterung am Rücken

Mit Blick auf die Sitzpolster ist das nicht verwunderlich. Das Polster am Rücken ist vielleicht einen Zentimeter dick. Der Sitzkomfort erinnert so eher an einen Campingstuhl der Europakabine als an eine Premium Economy auf Langstrecke. Dazu kommt noch die oben beschriebene, mangelnde Verstellbarkeit. Zwecks Schlafkomfort macht es gar keinen Unterschied, ob man nun einen Zentimeter im Sitz hinunterrutscht oder nicht. Denn die Rückenlehne bleibt aufrecht.

Air France Premium Eco B777 Beinfreiheit
Metallstrebe, hochgeklappte Fußstütze und Sitzabstand

Im Fußraum befindet sich (zumindest am Sitz 12K) eine Metallstrebe. Um halbwegs bequem zu sitzen, muss ein Fuß links von der Strebe und der andere rechts davon platziert werden. Zudem wird der Stauraum für Handgepäck dadurch limitiert. Mich hat diese Strebe nicht allzu sehr gestört, aber ein Kreuzen der Beine ist so kaum möglich.

Nichts zu meckern gibt es beim Sitzabstand. Angegeben wird der von Aerolopa und Co mit 97 cm, gefühlt sind es mehr. Ich hatte jedenfalls trotz meiner Größe ausreichend Platz zum Vordermann.

Air France Premium Eco B777 Sitz hochkant

Insgesamt ist der Sitz aus meiner Sicht höchst unbequem. Im Laufe der Flugzeit steht man dann vor einem Dilemma: Beim Aufstehen schmerzt der Rücken, aber Sitzenbleiben ist kein bisschen besser. Es scheint ein paar Fans dieser Schalensitze zu geben, aber auch unter anderen Vielfliegern überwiegen die negativen Kommentare.

Zum Schlafen würde ich tatsächlich einen Economy-Sitz vorziehen. Dort gäbe es dann aber wieder ein anderes Problem: Durch den niedrigen Sitzabstand kann man nicht vernünftig am Laptop arbeiten.

Ich habe es trotz alledem geschafft, zwei, dreimal in 30-Minuten-Blöcken zu schlafen. Das ist aber keinesfalls dem Sitz zuzuschreiben, sondern meiner Müdigkeit. Selbst eine U-Bahn in Osaka hätte einen ähnlichen Schlafkomfort geboten.

Den ganzen Flug über waren mindestens zwei Drittel der Premium-Eco-Gäste wach. Der Großteil der Economy-Passagiere schlief hingegen selbst auf diesem Tagflug. Ob es am Komfort lag oder die Leute schlicht andere Dinge zu tun hatten, kann ich nicht sagen. Aber diese Beobachtung steht sinnbildlich für den mangelnden Sitzkomfort der Air France Premium Economy.

Essen & Trinken

Manch eine Airline orientiert sich für das Catering der Premium Economy an der Business Class. Air France betont (wie die Lufthansa) den Economy-Aspekt der Reise. Ich bin mir nicht sicher, ob es überhaupt Unterschiede im Catering gibt. Falls ja, sind diese jedenfalls marginal.

Nach dem Start wurde Champagner für alle ausgeteilt. Orangensaft oder Wasser als alkoholfreie Alternative gab es nicht.

Mittagessen (nach dem Start)

Kurz darauf hieß es Fish or Pasta? Ich entschied mich für den Fisch und bekam ein Hähnchen:

Wenig später merkte der Flugbegleiter den Fehler und fragte, ob es doch lieber die Pasta sein solle.

Zusammen mit der Hauptspeise wurden ein Salat (kalte Kartoffel), ein Stück Schokokuchen, Cracker und ein kaltes Brötchen mit Brie + Butter serviert. Auf Wunsch gab es zudem noch eine Misosuppe.

Das Beste am Mittag war die Misosuppe. Das Huhn war für Economy-Verhältnisse gut, für Premium Eco allenfalls durchschnittlich. Der Rest fiel stark ab. Völlig indiskutabel war das kalte Brötchen. Beim Versuch es zu essen, zog es sich wie ein Gummiband auseinander und kehrte dann in die Ursprungsform zurück. Als Spielzeug war es vielleicht zu gebrauchen, zum Essen nicht.

Serviert wird das Essen auf einem Pappgeschirr, abgedeckt mit Alufolie. Allzu wertig wirkt das nicht. Immerhin gibt es dazu noch ein Besteckset aus Metall.

Snacks

Da das Mittagessen nicht allzu reichhaltig war, machte ich mich nach wenigen Stunden auf die Suche nach ein paar Snacks. In der Galley der Economy Class wurde ich zunächst nicht fündig. Auf Nachfrage beim Flugbegleiter wurden mir dann zwei Sandwiches ausgehändigt. Sie haben zumindest etwas besser geschmeckt als sie aussehen:

Air France Premium Eco B777 Snack Sandwich
Ein Sandwich mit Eier-Hühnersalat (oder so)

Die Galley vorne ist wohl eigentlich nur für Business-Passagiere vorgesehen, aber durchgesetzt wurde das auf diesem Flug nicht. Bei den „Crepes“ mit Käse-Füllung, die dort herumstanden, konnte ich nicht widerstehen. Die hatte ich schon Anfang des Jahres auf einem Business-Flug (zum Review) zu schätzen gelernt.

Air France Premium Eco B777 Snacks Business
Snacks aus der vorderen Galley. Eigentlich für die Business-Gäste bestimmt

Kurz darauf kam dann auch eine Flugbegleiterin mit einem richtigen Snackkorb durch die Reihe. Die Auswahl war recht gut und lecker. Allerdings sollte dies (6 Stunden nach dem Start in Osaka) die einzige Snack-Runde bleiben:

Air France Premium Eco B777 Snackkorb 1

Abend-Frühstück (vor der Landung)

Knapp zwei Stunden vor der Landung wurde dann ein Papiertütchen mit der zweiten Mahlzeit ausgeteilt. Zeitlich wäre (Mitternacht Ortszeit Japan, gegen 17 Uhr in Paris) ein Abendessen angebracht. Der Inhalt erinnert eher an ein Frühstück. Es gab:

  • eine Blätterteigtasche mit Käsefüllung (gut)
  • das gleiche, unbrauchbare Brötchen wie zum Mittag
  • eine kleine Obstplatte
  • einen Joghurt
  • einen Becher mit Kartoffel-Mais-Salat
  • ein Stück Kuchen (gut)
Air France Premium Eco B777 Pre Arrival Snack
Verschiedene Snacks in der Papptüte

Selbst der Flugbegleiter war erstaunt, dass dem „Brötchen“ weder Butter noch Marmelade beilag. Der Rest des Essens war in Ordnung. Allerdings hätte ich bei der langen Flugzeit eher eine komplette Mahlzeit erwartet als ein Sammelsurium an kleinen Snacks.

Service

Der Service war freundlich, wurde problemlos in Englisch abgewickelt und anfangs auch recht effizient. Das Essen wurde innerhalb einer Stunde nach dem Take-off ausgeteilt.

Leider fiel er danach auf das typische Air-France-Niveau ab. Rund 40 Minuten lang hatten wir die leeren Tabletts auf dem Tisch stehen, ehe sie endlich abgeräumt wurden. Vielleicht wurden deshalb die besonders großen Tische verbaut?

Air France Premium Eco B777 Tablett
Wenn der Tisch halb zu geklappt ist, stört das Tablett immerhin weniger…

Wer nicht verdursten will, muss sich selbst auf den Weg in die Galley machen. Es gab zwar insgesamt sechs Getränkerunden, aber eine davon muss für mehr als 10 Stunden reichen:

  1. eine 1. Getränkerunde mit ausschließlich Champagner (ca. 30min nach Takeoff)
  2. eine volle Getränkerunde zu den Mahlzeiten (ca. 1h nach Takeoff)
  3. eine dritte Runde mit Wasser, Tee und Kaffee (ca. 1 ½ h nach Takeoff)
  4. eine Runde Wasser nach der halben Flugzeit (ca. 6h nach Takeoff)
  5. eine volle Getränkerunde mit der zweiten Mahlzeit (ca. 12 ½ h nach Takeoff)
  6. eine letzte Getränkerunde beim Abräumen des Abendessens (ca. 13 h nach Takeoff)

Manch andere Airline kommt stündlich mit einer Wasserflasche durch die Gänge. Bei Air France hingegen verschwinden die Flugbegleiter meist zügig hinter dem Vorhang und lassen sich dann nur noch in Ausnahmefällen blicken.

Einer dieser Ausnahmefälle war das Einschalten der Anschnallzeichen bei leichten Turbulenzen. Das Tragen der Sitzgurte wurde penibel mit Taschenlampe kontrolliert. Ich schätze mal, dass das Thema seit dem Vorfall bei Singapore Airlines noch etwas sensibler beachtet wird als vorher.

In-Flight Entertainment

Zur Größe des Bildschirms finde ich im Internet unterschiedliche Angaben. Ein Maßband hatte ich nicht dabei, aber es müssen wohl 12 Zoll (= 30 cm) gewesen sein. Bei neueren Sitzen haben sich mittlerweile eher 15″ bis 17″ zum Standard entwickelt, aber für ältere Sitze ist das in Ordnung.

Air France Premium Eco B777 IFE

Das Angebot an Filmen ist ganz ordentlich. Es standen über 300 Kinofilme zur Auswahl und zumindest durch eine Auswahl des Programms kann auf Wunsch vorab online gestöbert werden. Wer mag, kann sich Favoriten festlegen, sodass er sie später einfacher wiederfindet.

Deutlich schwächer ist die Auswahl an Serien. Prinzipiell stehen zwar zahlreiche Fernsehshows zur Auswahl, nur sind die in der Regel auf zwei, drei Folgen beschränkt. Daneben gibt es noch acht Spiele und eine akzeptable Musikauswahl.

Live-Kameras gibt es zwar nicht, aber zumindest die übliche FlightMap. Die Software Voyager 3D ist auch bei vielen anderen Airlines installiert und an sich gut bedienbar. Allerdings hat sich das Ganze bei uns mehrfach aufgehängt. So kam es vor, dass auf meinem Flug noch 7 Stunden verbleibende Flugzeit angezeigt wurden, am Nachbarsitz nur noch 5.

An der Mittelkonsole befindet sich eine Fernbedienung. Leider ist sie fest montiert und somit nur schlecht erreichbar.

Pluspunkte sammelt Air France mit den Kopfhörern. Diese fühlen sich zwar eher billig an, bieten aber aktive Rauschunterdrückung und eine vernünftige Tonqualität. An Kopfhörer der Business Class kommen sie nicht ran, sie sind aber zumindest ein ordentliches Upgrade verglichen mit der Economy. Die Kopfhörer sind allerdings fest verkabelt, was hygienisch fragwürdig erscheint.

Air France Premium Eco B777 Kopfhoerer

WiFi

Air France bietet mittlerweile auf fast allen Langstreckenflügen WLAN an. Auf diesem Flug wurden folgende Pakete angeboten:

  • Message Pass (nur Messenger-Apps, ohne Bilder):
    • kostenlos
  • Surf Pass:
    • 1h für 10€
    • ganzer Flug für 22€
  • Stream Pass:
    • ganzer Flug für 38€

In Anbetracht der langen Flugzeit schien der Surf Pass für 22€ ein recht guter Deal. Offiziell kann er nur an einem Gerät auf einmal genutzt werden, per Hotspot lässt sich diese Restriktion ggf. umgehen.

Leider war der Satellitenempfang auf der Reise sehr durchwachsen. Auf den ersten Stunden gab es noch eine recht stabile Internetverbindung. Über Alaska verschwand sie dann komplett. Erst ab Island konnte das WLAN theoretisch wieder genutzt werden. Es fiel aber regelmäßig aus und war so kaum zu gebrauchen.

Das Funkloch über dem Nordpol gibt es zwar auch bei anderen Airlines, aber über Europa und dem Atlantik sollte es eigentlich keine solchen Probleme geben.

Extras

Air France stellt ein kleines Amenity Kit bereit. In einer Stofftasche befinden sich:

  • Zahnbürste und Zahnpasta
  • Schlafmaske
  • Ohrstöpsel
  • Socken

Individuelle Luftdüsen am Sitz gibt es leider nicht. Anfangs war die Temperatur im Flugzeug etwas warm, für den Rest des Fluges dann aber angenehm.

Air France Premium Eco B777 Overhead Panel
Auf individuelle Luftdüsen verzichtet Air France leider – für mich unverständlich

Zustand und Sauberkeit der Kabine waren teilweise nicht ganz auf dem Niveau anderer Airlines. So hatte der Tisch einen kleinen Riss und war etwas schmutzig.

Anschlussverspätung und Kommunikation

Obwohl der Flug mit 40 Minuten Verspätung in Osaka startete, erfolgte die Landung in Paris dann noch pünktlich.

Allerdings wäre Air France nicht Air France, würden da nicht schon die nächsten Probleme lauern. Noch in der Luft gab es eine Benachrichtigung von Check24 und Airhelp (mit entsprechendem Lounge-Gutschein), dass sich der Anschlussflug nach Linate um zwei Stunden verzögern würde.

Ein Blick auf Flightradar24 zeigte, dass das Flugzeug für unseren Flug CDG - LIN zuvor noch einen Flug von Wien nach Paris zu absolvieren hatte. Dort sollte es eigentlich um 17:55 Uhr abheben, stand aber auch zwei Stunden später noch am Boden. Schließlich startete es dort um 20:30 mit voraussichtlicher Ankunft in Paris gegen 22 Uhr.

Wieso ich das in aller Ausführlichkeit schreibe? Weil Air France selbst davon nichts wissen wollte. Noch um 21:18 Uhr (das Flugzeug war 40min von Paris entfernt), war Air France der Meinung, das Flugzeug würde in 17 Minuten nach Mailand starten:

Ein entsprechendes Ersatzflugzeug fand sich aber offenbar nicht. Erst als wir das Loungepersonal darauf ansprachen, hieß es, man würde sich darum kümmern. Die versprochene Durchsage kam nie, aber kurz darauf war zumindest der Flugstatus aktualisiert:

Was 2 Minuten bei last updated so alles ausmachen…

Die nach EU-Recht zustehende Übernahme von Verpflegungskosten wurde vom Loungepersonal verweigert, da ohnehin schon alle Läden geschlossen seien. Kein Wunder, wenn man die Verspätung erst 2 Stunden zu spät bekannt gibt. Wenn solch schlechte Kommunikation nur einmalig passieren würde, wäre es wohl nur eine Randnotiz wert. Allerdings sind Air France (und KLM) des Öfteren so unorganisiert.

Als wir in der Lounge saßen, wurde den Gästen nebenan mitgeteilt, ihr Flug nach Berlin wurde storniert. Eine Vielfliegerin zuckte nur mit den Schultern: Das sei ihr ohnehin klar gewesen, denn die verspätet geplante Ankunft um 00:30 wäre wegen Nachtflugverbot gar nicht möglich. Nur Air France hatte das wohl noch niemand mitgeteilt…

Das verspätete Flugzeug war schließlich auch noch kaputt und musste getauscht werden. Wir landeten dann erst um 01:15 nachts statt planmäßig 22:25 Uhr in Mailand.

Air France Premium Economy Boeing 777
  • Freigepäck
  • Check-in & Boarding
  • Sitz
  • Essen & Verpflegung
  • Service
  • In-Flight Entertainment
  • Extras & WLAN
  • Organisation & Kommunikation
2.48
Fazit

Das Wort Premium in der Bezeichnung Premium Economy ist bei Air France ziemlich fehl am Platz. Der Bordservice ist (fast?) identisch mit dem der Economy und standardmäßig ist nicht mal ein Koffer inkludiert. Das schlimmste ist aber der aus meiner Sicht katastrophale Sitzkomfort. Selbst der Tagflug war schon unangenehm, an einen Nachtflug möchte ich gar nicht erst denken.

Im Prinzip sprechen nur zwei Gründe für das Produkt: Die Priority-Dienste am Boden und die erhöhte Meilengutschrift. Das rechtfertigt den üblichen Aufpreis aber keinesfalls. Ich rate jedem, der die Chance hat, lieber mit KLM (oder einer anderen Airline) zu fliegen. Selbst ein Economy-Sitz mit mehr Beinfreiheit (z.B. am Notausgang) ist der Premium Economy in puncto Komfort überlegen.

Leider sind die unbequemen Schalensitze immer noch in einem großen Teil Langstreckenflotte von Air France verbaut. Die Boeing 777 sollen in Zukunft irgendwann umgerüstet und mit branchenüblichen Recliner-Sitzen ausgestattet werden. Diese bietet Air France jetzt schon im A350, dann aber im engen 2-4-2-Layout.

Es sei gesagt, dass das Review immer eine persönliche Meinung wiedergibt. In unserem Team gibt es zumindest eine Person, die den Sitz für Tagflüge gut findet. Generell ist das Fazit aber auch bei Seatguru und Co sehr durchwachsen.

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Kommentare (32)

  1. Sidney sagt:

    Ja, diese Premium Economy Sitze sind eine Katastrophe. Wir konnten keinen Aug zumachen von Seoul zurück nach Paris. So unbequem.

  2. Astr sagt:

    Ja das kenne ich und deshalb nur noch Business wenn schon AF! Ich hatte einmal das beschriebene Erlebnis und danke … das reicht! Danke Peer eine bessere Beschreibung hätte es nicht geben können … nun an alle … vergesst es diese Klasse von AF zu buchen!

  3. zabadac sagt:

    danke für Bericht, nett zu lesen, sicher keine gute Werbung für AF aber moderne Zeiten, wenn selbst die Finnen miese Stühle in C einbauen. SitzKomfort ist immer persönliches Empfinden, (wie so vieles) aber für Peer mit 1,98 gelten sicher andere Maßstäbe als für die meisten, ich bin ein Zwerg mit 1,92 aber zu meinen Eco- Zeiten ( über 10 Jahre SEN nur mit Eco-tix aber vielen Upgrades, waren das schöne Zeiten für Kunden..) öfter mal nach Ankunft in Asien nur mit Geduld & mühsamem Ausfädeln in die Senkrechte gekommen.

    bin innerhalbs Asiens mit einigen grenwzertigen Airlines geflogen aber AF & Aeroschrott konnte ich zum Glück immer vermeiden und dabei wird es auch bleiben

    happy landings

  4. Thorhauer sagt:

    Unterschreibe ich 1:1, premium Economy Paris – Peking im März 24

  5. Thrawn sagt:

    Gutes Review, danke dafür.

    „Allerdings hätte ich bei der langen Mahlzeit eher eine komplette Mahlzeit erwartet“
    -> sollte wohl „bei dem langen Flug“ heißen

  6. Jörg Noske sagt:

    Bin letztes Jahr zum ersten Mal auf der Strecke CDG-BKK-CDG von der Economy „aufgestiegen“ und werde nun in meinen Beobachtungen in allen Punkten bestätigt. Da der Flug ab/bis Berlin mit 1400€ inkl. Gepäck sehr preiswert war, hatte ich dies so hingenommen und mir aber geschworen, nie wieder Premium Economy mit der AF in der B777.

  7. Leo sagt:

    Kann ich nicht bestätigen. Vor zwei Wochen nach Abuja von Paris geflogen, super Komfort und Service

    • Jürgen Freese sagt:

      Wenn ich auf die Internetseite von AF schaue sehen die Sitze in der PE anders aus. Und auch die Lehne lässt sich anscheinend gut verstellen.
      Gibt es Unterschiede in der PE von AF?
      Fliege bald von DUS über CDG nach BKK in der PE und bin gespannt.

      • Peer sagt:

        Wie unten in Fazit kurz angerissen, hat Air France zwei Arten von Sitzen in der Premium Economy.

        Im A350 gibt es mehr oder weniger normale Sitze mit verstellbarer Rückenlehne.

        CDG – BKK wird leider mit Boeing 777 geflogen, da gibt es wohl die gleichen unbequemen Sitze wie im Review.

  8. Mad_Mike sagt:

    Thank you for the review.. tbh, the bigger disappointment for me is the meal service of this Premium Eco.. for the seat comfort, I always travel with my own pillow and other amenities, so it can somehow work out. Also, wanted to ask, review of the KLM flight to OSAKA is/will be here? 🙂 Thank you.

    • Peer sagt:

      I think that passengers shouldn’t feel obliged to bring their own pillow, just because the „Premium“ product itself is too uncomfortable to live without. But I can imagine the improvement it brings.

      We already have a review of the KLM Prem Eco from another flight. While I would rank the seat comfort a bit lower (about 4/5), the other aspects were about the same as AMS-KIX. So we won’t do a full review for the recent one:
      https://travel-dealz.de/blog/bewertung-klm-premium-comfort/

      • Mad_Mike sagt:

        Yeah, I know that bringing own stuff should not be the way, I meant my comment more in the way that if there is at least premium food&drink service, there is an option to make the flight more comfy with own pillow etc. 🙂 But as we can see (and read), this is not that case, unfortunately. Thank you for the link to KLM Premium Eco, gonna read it through now.. I am interested in this topic because AF/KL has once again very interesting fares for Premium Eco to Asia this Autumn, so it caught my eye 🙂

  9. Frank Hessing sagt:

    Können wir so nicht bestätigen. Meine Frau fliegt öfter von Deutschland zu ihrer Familie nach Brasilien und sie mag das Produkt. Viel besser als die Lufthansa PE. Sie fliegt kaum noch LH sondern bevorzugt AF. Geht mit meinen Erfahrung überein. LH führt mit großen Tam Tam Allegris ein aber die Business Sitze der AF / KLM haben schon ewig besser und haben ihren abgeschlossenen Bereich. Bei den neueren Modell auf CDG Rio konnte ich seit kurzem sogar die Kabine komplett mit einem Panel abtrennen so dass ich völlig privat war. Die 747 der LH auf der São Paulo Strecke ist seit Jahren völlig veraltet.
    Auf der EU Strecke nach Portugal gibt es in der Eco der AF und KLM eine kleine Mahlzeit und alkoholische Getränke , bei LH einen Flasche Wasser

  10. Aloisius sagt:

    Für mich funktioniert die AF-PE tadellos: sie schützt meinen persönlichen Freiraum und dank mitgebrachtem Nackenkissen schlafe ich wunderbar. Wer stattdessen lieber Eco fliegen und den Hautkontakt mit dem fremden verschwitzten Sitznachbarn genießen würde, ist mir rätselhaft.

  11. Chicago123 sagt:

    Super Bericht, danke dafür! Kann fast alles zu 100% bestätigen, mein Status: Ultimate Platinum, bin also schon gelegentlich mit AF geflogen.
    Selber meide ich die Premium Eco ebenfalls, da kein Mehrwert für den Aufpreis erkennbar ist, ausser vom Platz her und dem Arbeiten am Laptop, wie im Artikel erwähnt. Allerdings teile ich die Abräum- und Serviceerfahrung nicht, das geht eigentlich immer schnell bei AF, auch in Eco. Vermutlich dauert es in Premium Eco länger, weil das Personal vorher noch alle Essen der kompletten Eco verteilt, und die ersten in Premium schon fertig sind, wenn sie die ersten 12 Reihen der Eco verteilt haben. denke, dass dies bei anderen Airlines ähnlich wäre und einfach der Position der Premium Eco geschuldet ist.

  12. Pepels sagt:

    Ich hatte 12h die Mittelstange der Konstruktion im Rücken und die Rückenlehne wackelte von rechts nach links. Aber das eigentliche Problem ist sich der eigene Kopf, der sich nicht beim Schlafen nach hinten neigt, sondern nach vorn, da der Sitz steil bleibt. 3 Tage Nackenschmerzen, weil ich eingeschlafen war. Wir fliegen einfach nicht mehr freiwillig diese Airline, zumal Sie uns unfreundlich den Zugang zur Lounge verweigern wollten. Business dieses Jahr von Papeete nach LAX war in Ordnung.

  13. Claus Stimpfig sagt:

    af ist wirklich gut in prem eco.ich lege wert auf champagner. gibt es bei lh nicht.und das essen ist das gleiche wie im eco. af ist im meilen besser

  14. Max Schneider sagt:

    Die nicht bewegbare PE von AF (und LX) finde ich klasse. Warum soll ich daran leiden, dass mein Vordermann mehr Raum haben möchte? Du kannst dich gerne downgrade, und mal schauen wenn dein Vordermann seinen Sitz sich verstellt.

  15. Hans Engberding sagt:

    Nach vielen schlechten Erfahrungen mit AF vor 15 Jahren zog ich AF kürzlich wieder in Betracht,
    verzichte aber nun gern weitere 5 Jahre.
    Hans, Tour Operator, über 80.000 Flug Km/ Jahr

  16. Rudolf Kaufmann sagt:

    Interessante Kommentare. Auch in der LH Gruppe identischer Kommunikationsmangel. Flug nach Havanna wird mit einem Ferienflieger durch geführt. Schalen Sitz bei normaler Grösse OK. Verpflegung ist auch so gut und mager wie LH Gruppe. Lieber Pappe als abgesplitertes Melanin welche sich im Essen befand und nicht mal von der LH Crew entschuldigt wurde. Bin auf nun auf Latam gespannt

  17. Nhat sagt:

    Ich fand den Schalensitz in PE bei Swiss recht bequem. Hat jemand einen Vergleich mit AF?

  18. Steven sagt:

    vielen Dank für diesen Bericht. Ich kann das auch zu 100% bestätigen. Juni 2024 von CDG nach SJO. Habe ein Upgrade für EUR bekommen und dachte das wäre ein super Deal, jetzt weiss ich das besser und nie wieder… fliege In August die selbe Strecke in Business, mal schauen, ob AF künftig noch eine Option bleibt.

  19. Dieter sagt:

    Naja, dann „empfehle“ ich einen Flug mit LH von Johannesburg nach Frankfurt in der Premium Eco. Aufgebesserte Eco-Sitze die einem die Reihe davor bedrohlich nahe bringt (der Laptop kann dann nicht mehr bedient werden), Essen 1:1 aus der Eco, Snackdurchgang Fehlanzeige und die Kopfhörer das sind die Stöpsel aus der Eco. Da kann ich die Kritik an AF nicht nachvollziehen – das liest sich ja fast so gut wie die fast perfekte Premium Eco der Suisse, allerdings in einem Airbus und sehr guten Schalensitzen.

  20. Maximilian Riedl sagt:

    Danke für den Bericht,

    ich hatte nach meinem (Nacht-)Rückflug HAV-CDG in Premium Eco sogar einen Lumbargo / Hexenschuss. Hätte nicht schlafen dürfen und habe so noch 2 Wochen an diesen Flug gedacht.
    Erfahrungen mit Service und Essen identisch.

  21. Yoshi sagt:

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Horror! Das Upgrade für 400 € in die Business Class wäre doch auf so einem Flug eigentlich ein no brainer gewesen…

  22. Lucas sagt:

    Vielen lieben Dank für den ausführlichen Bericht, sehr informativ.

  23. Betty sagt:

    Interessant, nicht nur das Fazit zur Y+, sondern auch zu AF. Ich bin die ja schon viele Jahre, wegen der schlechten Erfahrungen nicht mehr geflogen und mir wurde in letzter Zeit immer der Eindruck vermittelt, es hätte sich vieles zum Positiven verändert. Wenn ich das aber so lese, ist das AF wie sie schon immer war. Naja, zumindest sprach bei dir jemand Englisch.

    • Chicago123 sagt:

      Ich fliege seit 2018 regelmässig AF. seit 2020 etwa hat es sich massiv verbessert, bin soweit, dass es kaum noch unterschiedlich zu KLM ist und meilenweit über LH. Mein Status: viertes Jahr Ultimate Platinum bei FB. wirklich nichts mehr gegen AF, zu Service Bericht siehe mein Kommentar oben.

  24. Ines sagt:

    So ähnlich habe ich den Flug von Paris nach Havanna und zurück auch empfunden und mein Fazit daraus, nie wieder Premium Eco mit Air France. Ich bin ja nun 1,70 m groß, aber der Sitzkomfort in diesen Schalensitzen war für mich ebenfalls katastrophal. Auf dem Rückweg (Nachtflug) war an schlafen nicht zu denken. Die Beine taten wir irgendwie ständig weh bzw. hatte ich da so ein komisches Schweregefühl drin.

    Was mir aber am meisten in Erinnerung blieb, ist das Essen auf dem Hinflug. Es gab eine Hauptmahlzeit auf diesem 10-Std.-Flug ca. 1 ½ bis 2 Std. nach dem Start. Dann gab es später noch einmal ein Sandwich mit auch so kleinen anderen Snacks (Kekse?). Was genau, weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall war es sehr minimalistisch. Was ich aber noch weiß, ist, dass wir gegen 22:00 Uhr in Havanna gelandet sind, das „Abendessen“ (Sandwich) bestimmt schon 3 Std. her war und wir am Ende hungrig ins Bett mussten.

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