Viel Geld für wenig Service: Bewertung InterContinental Tokyo Bay

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Die japanische Hauptstadt Tokio ist die größte Metropole der Welt. Die Auswahl an IHG-Hotels ist dagegen recht überschaubar: Es gibt drei InterContinentals, ein Kimpton und ein Crowne Plaza (am Flughafen Narita).

Eines dieser Hotels haben wir im Oktober 2022 (kurz nach der japanischen Grenzöffnung) ausprobiert. Der zweitägige Aufenthalt im Tokio bot eine perfekte Möglichkeit, den 2-für-1-Gutschein meiner Ambassador-Mitgliedschaft einzulösen. Also wurden es zwei Nächte im InterContinental Hotel Tokyo Bay. Was euch im Hotel erwartet – und ob es seinen hohen Preis wert ist – lest ihr in den folgenden Zeilen.

Buchung

Im Rahmen einer kleinen Weltreise waren wir kürzlich (im Oktober 2022) u.a. zwei Tage in Tokio. Auch in Anbetracht dieser Reise hatte ich kurz zuvor den Ambassador-Status bei IHG abgeschlossen. Dieser läuft größtenteils unabhängig vom übrigen Rewards-Programm und bietet einige Vorteile bei Aufenthalten in InterContinental-Hotels:

  • Garantierter Late Check-out bis 16 Uhr
  • Garantiertes Zimmer-Upgrade
  • Guthaben im Wert von ca. 20 USD für Restaurant, Minibar o.ä.
  • Einen 2-für-1-Gutschein für Übernachtungen in allen InterContinental-Hotels weltweit (einlösbar nur am Wochenende)1

1 – Die entsprechende 2-für-1-Rate ist oftmals 10% bis 25% teurer als andere Raten im gleichen Hotel. Daher ist die tatsächliche Ersparnis meist geringer als 50%

Zum Normalpreis von weit über 200€ pro Nacht wäre für mich zwar keines der InterContis eine Option gewesen, durch den Voucher wurden 260€ für 2 Nächte daraus. Das klang dann durchaus fair – vor allem, da dank Diamond-Status das Frühstück inklusive wäre. Mangels Verfügbarkeiten bei den anderen InterContis wurde es das InterContinental Tokyo Bay.

Lage

Das InterContinental Tokyo Bay liegt im Stadtteil Minato südlich der Innenstadt Tokios. Nun ist Tokio aber so groß, dass es ohnehin keine perfekte Lage gibt. Der eine ist lieber schnell im geschäftigen Stadtteil Shibuya, ein anderer hat es vielleicht lieber etwas ruhiger.

Das InterConti ist eher etwas für Personen der letzteren Sorte. Im direkten Umfeld gibt es nicht viel zu tun. An den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man in Tokio aber ohnehin nicht vorbei, daher spielt das in der Praxis keine allzu große Rolle. Von den Stationen Takeshiba (2min vom Hotel) und Hamamatsucho / Daimon (15min Fußweg) gelangt ihr in maximal 30 Minuten Fahrtzeit zu fast allen Zielen in der Stadt Tokio.

In zwei Minuten Fußweg lassen sich zwei Convenience Stores erreichen. Einer davon ist rund um die Uhr geöffnet und somit die perfekte Anlaufstelle, wenn es um Mitternacht noch ein köstliches Eis-Sandwich sein soll.

Info

Leider ist Takeshiba keine echte U-Bahn-Station. Sie wird nur von der Linie Yurikamome angefahren. Deren Streckennetz ist überschaubar und Tickets der beiden U-Bahnen gelten dort nicht.

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Insgesamt ist die Lage des Hotels in Ordnung, aber mehr nicht. Wir sind meist die 15 Minuten zur U-Bahn gelaufen, statt zusätzlich umsteigen zu müssen. Zum Tokio Tower genügt ein ca. 30-minütiger Spaziergang – vor allem in der Nacht zu empfehlen.

Shuttle

Das Hotel betreibt einen kleinen Shuttle-Bus zur besagten Bahnstation Hamamatsucho. Dort halten unter anderem lokale Züge von JR und die Tokyo Monorail (14min bis zum Flughafen Haneda!). Laut Aussage eines Mitarbeiters steht der Shuttle-Service nur am Wochenende bereit, vielleicht hat er uns aber auch falsch verstanden. Je nach Uhrzeit fährt der Bus dann bis zu dreimal stündlich, abends nur noch einmal die Stunde.

Der Shuttlebus lohnt sich vor allem bei der An- und Abreise mit Gepäck, sofern zu dieser Zeit gerade ein Bus fährt. Ansonsten ist es in der Regel mindestens genauso schnell, einfach zu laufen. Denn bis der Bus abfährt und alle Ampeln überquert hat, seid ihr auch schon zu Fuß an der Station.

Check-in

Offizielle Check-in-Zeit ist 15 Uhr. Nach einer kurzen Monorail-Fahrt von Haneda kamen wir um 16 Uhr am Hotel an. Größere Schlangen gab es zu dieser Zeit nicht. An der Warteschlange für IHG-Statuskunden stand vor uns nur eine Person, am normalen Check-in hätte es ähnlich ausgesehen.

„Effizient“ beschreibt den Check-in am besten. Der Mitarbeiter war nicht sonderlich freundlich (aber auch nicht unhöflich). Der Diamond- und Ambassador-Status bzw. die entsprechenden Vorteile wurde nicht angesprochen. Wir erhielten lediglich die Wahl zwischen 600 Punkten (lächerlich) oder gratis Frühstück als Welcome Gift, letztlich gab es aber beides. Das Beste am Check-in: Von der Eingangstür bis zum Zimmer vergingen gerade einmal 8 Minuten.

Statusvorteile

Als Diamond-Mitglied hatte ich bisher selbst in vielen Holiday Inns nette Upgrades erhalten. Das InterConti Tokyo wollte von alledem hingegen nicht viel wissen. Das Hotel bot lediglich den garantierten Mindest-Standard und ging keinen Schritt darüber hinaus. Insgesamt gab es also:

  • Upgrade (dank Ambassador): Um eine Zimmerkategorie – siehe unten
  • 2.000 JPY Room Credit (dank Ambassador): Einlösbar bei Restaurant, Bar oder Minibar. 2.000 Yen entsprechend zwar theoretisch 14 €, der Gegenwert war aber sehr bescheiden. Wir nahmen letztlich eine Dose Red Bull, eine Packung Schokolade und eine Mini-Dose Pringles aus der Minibar, damit das Guthaben nicht verfällt. Alternativ hätten wir davon einen Salat per Zimmerservice bestellen können.
  • Late Check-out (dank Ambassador): Bis 16 Uhr
  • Gratis Frühstück (dank Diamond): Der wertvollste Statusvorteil, vor allem bei teuren Hotels wie InterContinental

Upgrade

Da es so lächerlich ist, möchte ich auf das garantierte Upgrade noch einmal extra eingehen. In vielen Hotels würde ein Upgrade mindestens ein Superior-Zimmer o.ä. bedeuten. Das InterConti Tokyo Bay kennt hingegen 23 verschiedene Zimmerkategorien, ohne dass ersichtlich wäre, wie sich die überhaupt unterscheiden. Wenn man nach 2 Betten filtert, bleiben folgende Kategorien übrig:

  1. 2 Single Beds Classic Stocked Minibar
  2. 2 Single Classic Bay View
  3. 2 Single Bds Classic Separate Bath
  4. 2 Single Beds Classic River View
  5. 2 Single Beds Classic
  6. 2 Single Classic High Floor
  7. 2 Single Beds Premium Separate Bath
  8. 2 Single Beds Classic River View
  9. 2 Single Beds Premium Mid Floor
  10. 2 Single Beds Classic Bay View
  11. 2 Single Beds Premium Bay View

Anscheinend sind einige Zimmer renoviert, andere nicht. Teilweise liegt der Unterschied zwischen den Kategorien nur an der Größe des Couchtisches. Das erlaubt es dem Hotel, einige Spielchen mit den garantierten Upgrades zu spielen.

Wir hatten 2 Single Bds Classic Separate Bath gebucht und 2 Single Beds Classic erhalten. Mit Blick auf die Zimmerkategorien ein Upgrade um 2 Stufen – tatsächlich aber kein bisschen besser. Die erhoffte Sicht auf den Tokyo SkyTree bot sich so nicht, stattdessen schaute das Zimmer nun über die (ebenfalls schöne) Tokyo Bay. Beide Zimmerkategorien waren 35 m² groß, in der Hinsicht tat sich also nichts.

interconti tokio upgrade
Ein Blick auf die Zimmerkategorien zeigt, wie lächerlich ein 1-Stufen-Upgrade ist

Nun muss man dem Hotel zugutehalten, dass es während unseres Aufenthalts fast vollständig ausgebucht war. Irgendwer hat also entweder ein besseres Upgrade bekommen oder dafür bezahlt. Berichten im Flyertalk zufolge sind solche winzigen „Upgrades“ im Japan aber eher die Regel denn die Ausnahme.

Zimmer

Genug zur Upgrade-Problematik. Wenden wir uns dem Zimmer in der 13. Etage zu, das uns zugeteilt wurde.

Hier ein Blick hinein:

InterConti Tokyo Bay Zimmer
Zimmer mit zwei Betten und Blick auf die Tokyo Bay

Nachdem wir die Tage zuvor in kleinen japanischen Hotelzimmern verbracht hatten, fiel zunächst mal auf, wie großzügig das Zimmer geschnitten ist. In anderen Teilen der Welt würde man das vielleicht belächeln, aber 35 m² Wohnfläche sind für Tokioter Verhältnisse definitiv eine Ansage. So ist genug Platz für zwei bequeme Doppelbetten, Schrank, (gefüllte) Minibar und Co. Am Fenster fanden sich Couch und Sessel mit entsprechendem Tisch vor.

Was interessanterweise komplett fehlte, war ein Schreibtisch. Um kurz etwas am Laptop zu erledigen, ist der Couchtisch eine akzeptable Alternative, ansonsten eher nicht. Der Verzicht auf einen Schreibtisch scheint aber eine Eigenart in so einigen asiatischen Hotels zu sein, d.h. nicht nur beim InterConti Tokio. Platz dafür wäre jedenfalls ausreichend vorhanden.

Einer der Gründe, trotz gehobenen Preises das InterConti zu buchen, war die vielversprechende Aussicht. Unser Zimmer blickte südwärts in die namensgebende Bucht von Tokio und enttäuschte in puncto Ausblick nicht. Das galt auch tagsüber, wo wir unter anderem der Passagierfähre zusehen konnten, die direkt vor dem Hotel anlegt. Besonders schön ist der Blick aber nachts, wenn (bis 23 Uhr) die Rainbrow Bridge angeleuchtet wird.

InterConti Tokyo Bay Bad
Badezimmer mit Wanne, Waschbecken und Duschkabine

Werfen wir noch kurz einen Blick ins Bad. Ursprünglich hatten wir (so zumindest meine Interpretation der Zimmerbeschreibung) ein Zimmer mit getrenntem Bad und Dusche gebucht. Beim „Upgrade“ gab es dann doch ein gemeinsames, großes Badezimmer mit Badewanne und separater Dusche. Für mich weder Nach-, noch Vorteil. Wie es sich in Japan gehört, bietet das Klo allerhand technische Spielereien wie Sitzheizung, Bidet usw. – mit entsprechender Fernbedienung. Die wichtigsten Amenities wie Kamm, Wattestäbchen etc. waren natürlich vorhanden.

Insgesamt ist das Zimmer den Erwartungen gerecht geworden. Die Einrichtung wirkte zeitlos klassisch, wie in den meisten InterContinental-Hotels. Gebrauchsspuren an den Möbeln gab es nur sehr wenige, vermutlich war die Einrichtung also (trotz der älteren Optik) maximal ein paar Jahre alt.

Frühstück

Ich habe bei InterContinental noch nie schlechte Erfahrungen gemacht, was das Frühstück angeht. Entsprechend hoch waren die Erwartungen auch in Tokio. Diese konnte das Hotel aber nicht ansatzweise erfüllen.

Das beginnt schon bei den Wartezeiten. Am Tag eins sind wir nichtsahnend gegen neun beim Frühstück erschienen. Dort wurden wir aber erst einmal auf eine Warteliste gesetzt und mussten im Vorraum ca. 10 Minuten auf einen Platz warten. Am zweiten Tag war es noch schlimmer. Wir erschienen um 08:50 an der Anmeldung und bekamen erst 09:22 Uhr einen Platz. Zuvor wurden wir noch gefragt, ob wir denn reserviert hätten. Auf diese Möglichkeit wurden wir aber weder am Check-in, noch am Vortag hingewiesen.

InterConti Tokyo Bay Warteschlange Fruehstueck
Alle Personen, die im Bild zu sehen sind, warten auf den Einlass zum Frühstücksbuffet

Das Frühstücksbuffet wird im Restaurant Chef’s Live Kitchen serviert. Für Diamond-Mitglieder ist es inklusive, andernfalls fallen ca. 3.000 ¥ (~21 €) pro Person an. Leider sind die Frühstückszeiten ziemlich knauserig. Theoretisch ist das Buffet täglich von 07:00 bis 10:00 Uhr geöffnet. Aber selbst die 10 Uhr sind so nicht korrekt: Last Order ist 15 Minuten vor Schließung. Und das bedeutet für die Mitarbeiter: Pünktlich 09:45 wird damit begonnen, die Speisen wieder abzuräumen.

Blöd nur, dass die Speisen selbst vor dieser Deadline nur widerwillig aufgefüllt werden. Während unserer zwei Frühstücke habe ich es nur einmal geschafft, etwas Lachs vom Buffet zu ergattern. Danach gab es nur noch eingelegte Zwiebeln und der Lachs war nie wieder gesehen.

InterConti Tokyo Bay Fruehstueck Salate
Auswahl an Salaten und Gemüse. Oben wäre der Lachs zu sehen (wenn es denn welchen gäbe)

Leider keine Ausnahme und auch bei anderen Speisen dauerte es oftmals ewig, bis sie nachgefüllt wurden. Brot? Ab 09:20 Fehlanzeige. Derweil waren die Köche schon damit beschäftigt, das Lunch-Buffet (ab 11 Uhr) vorzubereiten. Es roch also nach Hähnchen, Lachs und Co, während sich eine gähnende Leere übers Buffet zog.

Dabei wäre das Frühstück gar nicht so schlecht, wenn man die nur (theoretische) Speisenauswahl betrachtet:

  • Eine kleine Auswahl an Obst, Gemüse und Salaten (hier stand auch der Lachs, der ohnehin nur nach Zwiebel schmeckte)
  • Asiatisches Frühstück mit Nudeln, Suppe etc.
  • Warme, westliche Speisen (Rührei, Speck, Würstchen, Kartoffelgratin, gebratener Fisch, Hühnertopf ohne erkennbares Huhn)
  • Süße, warme Speisen (Waffeln, Pancakes, French Toast)
  • Eine (!) Station mit frischen Eierspeisen. Nicht schlecht, aber mit überschaubarer Auswahl
  • Brot und passender Belag (Käse, Schinken, Marmelade)
  • Müslistation mit Früchten
  • Verschiedene Desserts (Pudding, Crème brûlée, …)
  • Säfte und zahlreiche Smoothies (z.B. Essig + Kohl + Rote Beete – eher nichts für den westlichen Gaumen)

Wenn all das verfügbar wäre, wäre es eine leicht unterdurchschnittliche Auswahl im Vergleich zu anderen InterContinental-Hotels. Zusätzliche Punktabzüge gibt es aber für die erwähnten Probleme beim Nachschub. Und auch geschmacklich hat nur weniges überzeugen können. Das Highlight waren noch Kartoffelgratin und French Toast – beides Dinge, bei denen man nicht viel verkehrt machen kann.

InterConti Tokyo Bay Fruehstueck French Toast etc
Nachspeisen und Bacon. Im Hintergrund brutzelt das Hühnchen fürs Lunch-Buffet

Normalerweise ist ein ausgiebiges Frühstücksbuffet für mich eines der Tages-Highlights. Das Frühstück im InterConti verließen wir hingegen beide Male unzufrieden. Wenn ich dafür zahlen müsste, wäre ich nach dem ersten Tag definitiv nicht wiedergekommen.

Service

Japan ist weltweit für seinen exzellenten Kundenservice bekannt. Der mag zwar nicht immer effizient und zielführend sein (sondern strikt nach Protokoll), aber schlechte Service-Erfahrungen konnten wir während der einen Woche Aufenthalt an einer Hand abzählen. Mit einer Ausnahme brauchten wir alle Finger im InterConti. Da wären:

  • Eine Frau mit leerem (!) Tablett (Room Service?), die unbedingt vor uns in den Fahrstuhl steigen muss, obwohl wir schon länger auf ihn warteten
  • Ein Mitarbeiter, der Orangensaft an die Warteschlange beim Frühstück verteilt, aber uns beide vergisst
  • Der Mitarbeiter beim Frühstücksbuffet, der uns 2 Minuten nach Schluss darauf hinweist, das Restaurant bitte zügig zu verlassen

Natürlich hinterließen nicht alle Mitarbeiter einen solchen Eindruck. Der Shuttle-Fahrer beispielsweise war sehr freundlich und bestand darauf, den Koffer für uns einzuladen, als wir es gerade selber tun wollten. Und auch die Mitarbeiter an der Rezeption waren zumindest professionell – wenn auch mit teils brüchigem Englisch. Insgesamt hat das Hotel aber leider auch beim Service keinen guten Eindruck hinterlassen.

Extras

Wer am liebsten im Hotel statt auswärts speist, hat zahlreiche Möglichkeiten dazu. Verteilt auf die erste, dritte und siebte Etage gibt es insgesamt sieben Restaurants, vom japanischen Teppanyaki bis zum französischen Fine Dining. Getestet haben wir diese nicht. In Tokio kann man so gut und günstig essen, dass 30€ und aufwärts pro Mahlzeit nicht sehr attraktiv klangen – selbst mit den 2.000 JPY als Room Credit.

Das Guthaben haben wir daher, wie oben erwähnt, für drei Artikel der Minibar ausgegeben. Die Preise für die Minibar waren im Zimmer nicht aufgeführt, wir mussten für die Preisliste zunächst an der Rezeption fragen. Dabei stießen wir auf ein interessantes Detail: Es gibt auf dem Zimmer zwar eine Nespresso-Maschine – jede verwendete Kapsel wird aber mit 400,00 ¥ (~2,77 €) in Rechnung gestellt. Zum Glück hatten wir eh nicht vor, sie zu nutzen.

Minibar Menu Interconti Tokyo Bay
400 Yen (2,77 €) für eine Kaffeekapsel?! Dagegen wirkt der Rest glatt günstig

Natürlich gibt es auch eine Club InterContinental Lounge, die morgens mit Frühstück, gegen Mittag mit kleinen Desserts und abends mit kleinen Häppchen daherkommt. Testen konnten wir diese leider nicht, denn weder Rate noch Status berechtigten zum Zugang. Daneben existiert noch eine kleine Lounge, in der (für ausgewählte Gäste) gratis Tee serviert wird.

Das WLAN funktionierte gut und ohne Unterbrechungen. Einen Speedtest habe ich nicht gemacht, aber es hat zum Videoschauen ohne Probleme gereicht. Etwas nervig war nur, sich auf dem Smartphone bei jedem Betreten des Hotels erneut im Netz anmelden zu müssen.

Das Hotel verfügt über keinen Pool. Dagegen existiert in der Theorie ein (eher kleines) Fitnesscenter. Auf dem Zettel, den wir zum Check-in erhielten, war dieses aber als geschlossen aufgeführt. Wir haben daher keinen Blick hinein geworden.

InterContinental Tokyo Bay
  • Check-in/out
  • Lage
  • Zimmer
  • Statusvorteile
  • Sauberkeit
  • WLAN
  • Frühstück/Gastronomie
  • Service
  • Extras
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
3.07
Fazit

Ich habe kein Problem damit, in günstigen 2-Sterne-Motels in den USA zu nächtigen. Bei einem InterConti in Asien, das (normalerweise) viermal so viel kostet wie das Nachbarhotel, erwarte ich aber auch ein wenig mehr. Diese Erwartungen konnte das InterContinental Tokyo Bay nicht erfüllen.

Positiv in Erinnerung bleiben wird nur das vergleichsweise große Zimmer mit netter Sicht auf die Bucht. Abseits davon waren alle Aspekte nicht der Rede wert bis enttäuschend. Buchen werde ich das Hotel nicht mehr, meines Erachtens ist das Preis-Leistungs-Verhältnis selbst mit 2-für-1-Gutschein fragwürdig.

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Kommentare (18)

  1. Matthias sagt:

    Gerne möchte ich dazu anmerken, dass jede Reiseerfahrung immer nur eine Momentaufnahme sein kann. Ich habe meine 68te IHG Übernachtung letze Woche im IC Tokyo Bay verbracht und eine ganz andere Frühstückserfahrung gemacht: das Buffett wurde umgehend aufgefüllt und alles war verfügbar. Mit einem fabelhaftem Sitzplatz am Fenster war das Frühstückserlebnis mit allen anderen IC Hotels gut vergleichbar und wirklich eindrucksvoll. Ein eher eingeschränktes Frühstücksangebot am IC Standard gemessen kenne ich nur aus Malta.

  2. Stefan sagt:

    danke für die Warnung. Wer hat den review eigentlich geschrieben?

  3. Peter sagt:

    Danke für den ausführlichen Bericht. Da ich im März 5 Tage in Tokio sein werde interessiert mich der Bericht total. Kennt jemand das Conrad? Wäre das empfehlenswerter?

    • Roman sagt:

      Conrad ist deutlich besser als das InterContinental Tokyo Bay – war im Frühjahr in beiden…

    • DoThingsAndFly sagt:

      Hallo Peter, bei mir ist es schon etwas länger her der Aufenthalt im Conrad. Ich fand die Zimmer nicht sonderlich groß aber dafür herrlicher Blick auf den Hamarikyu Park ( meiner Meinung einer der schönsten Tokyos) und man kommt zu Fuß unterirdisch von der U-Bahn zum Conrad. Ich musste das Hotel damals nicht selbst bezahlen. Den Service und das Essen, habe ich aber in guter Erinnerung. Nach dem Besuch des Hamarikyu Park( unbedingt die kleine Teezeremonie im Pavillon mitmachen) kannst du mit dem Wasser-Taxi direkt nach Asakusa und den berühmten Asakusa Shrine anschauen. Ein toller Ausflug. Viel Spaß!

  4. Martina Winter sagt:

    Glaub nicht, dass ich auch noch solche Erfahrungen machen muss
    Danke an Peer und für das nächste Mal:
    Viel Glück 🥠

  5. Thrawn sagt:

    Hätte sich der Railpaas nicht auch schon jetzt gelohnt für die Stationen? Selbst in Tokyo kommt man mit dem überall hin und spart sich dann die Tickets. Dazu die Fahrten nach Osaka und Kyoto…

    Und danke für das Review, gut zu wissen. Wir waren gerade 5 Tage im The Prince Sakura Towers und das war auch eine gnadenlose Enttäuschung, gerade das (Lounge-)Frühstück war komplett wertlos.
    Wollte daher direkt am zweiten Tag am liebsten wieder auschecken und hatte mir dafür auch die ICs als Alternative ausgeguckt, aber Tokyo ist gerade ausgebucht (oder extrem teuer) .

    Aktuell sind wir im Marriott Osaka und das Hotel ist einfach toll, da hat mich meine Erinnerung nicht getàuscht:-)

    • Peer sagt:

      Wir hatten das durchgerechnet, aber für unseren Trip hat sich keiner der Pässe so wirklich gelohnt. Selbst die „kleinen“ Pässe für die Kansai-Region nicht.

      Das lag aber auch daran, dass wir für Osaka → Kyoto einfach den Regionalzug genommen haben. Dauert zwar 20min oder so länger, aber kostet dafür nur 5€. Wenn es unbedingt der Shinkansen sein soll, wäre ein Pass vielleicht günstiger.

      Wünsche euch jedenfalls noch viel Spaß in Osaka. 🙂

      • Thrawn sagt:

        wtf o.O
        5€ für Tokyo – Osaka? Da bezahlt man doch mehr als das doppelte für den kurzen Regionalzug zum Mt Fuji…

        • Peer sagt:

          Upsi. War etwas spät gestern, da bin ich durcheinander gekommen. 😀 Gemeint war Osaka – Kyoto, habe den Kommentar Mal editiert.

          Tokio – Osaka sind wir für 50€ geflogen (Ausländerpreis). Per Regionalzug wäre man da einen ganzen Tag unterwegs.

  6. NUEflyer sagt:


    Der Mitarbeiter beim Frühstücksbuffet, der uns 2 Minuten nach Schluss darauf hinweist, das Restaurant bitte zügig zu verlassen

    Welcome to Asia!
    Wenn es eine Sache gibt, die näher an einer Atomuhr dran ist als der japanische ÖPNV, dann sind es die Frühstückszeiten. Da geht es um Sekunden – ganze 2 Minuten drüber noch drin zu sein, das zeichnet den Gaijin aus 😉

  7. Sebastian sagt:

    Schön mal von jemand anderem IC Reviews zu lesen. Ich war nun lange nicht in Tokyo, aber als Di den Preis genannt hast, habe ich alles andere als gezuckt.

    Grundsätzlich bestätigt dein Aufenthalt das Branderlebnis aber 1A. Es gibt selten IC Hotels, die uns nicht in irgendeiner Art und Weise nerven. Meine Frau verbietet mir außerhalb Europas sogar mittlerweile IC zu buchen. Und Statusvorteile gibt es auch mit dem neuen IHG One Rewards nur by the book. Als Statusgast störst du eigentlich nur.

  8. Sebastian Friedrich sagt:

    Ich selbst habe in den letzten 10 Jahren bestimmt 5-6 mal dort übernachtet. Ich kann alle deine Punkte 1:1 bestätigen. Ich habe auch das IC The Strings und IC Ana in Roppongi besucht. Keines der Häuser nimmt den anderen etwas. Lediglich The Strings hat eine super Location…

  9. DoThingsAndFly sagt:

    Hallo Peer, wieder einmal eine sehr ausführliche Review. Wenn ich dieses traurige „westliche“ Frühstück sehe hoffe ich, dass “ japanische“ Frühstück war nicht genauso armselig? Habt ihr dieses ausprobiert? Gerade so ein exotisches Land wie Japan, schreit doch eigentlich nach einem Original japanischen Ryokan. Ich war sehr froh, beim letzten Tokio Aufenthalt, mich dafür entschieden zu haben. Alleine dieses Ritual des heißen Onsen( original japanisches Bad) am Abend, das wunderbare Essen und die Einrichtung waren ein Traum. Das Shigetsu Ryokan im sehr schönen Stadtteil Asakusa würde ich jederzeit einem gesichtslosem Kettenhotel, die irgendwie alle ähnlich weltweit aussehen, vorziehen. Freue mich schon auf weitere Reviews!

    • Peer sagt:

      Danke für den Kommentar. 🙂

      Das japanische Frühstück war noch deutlich armseliger als das westliche. Du siehst fast alle Optionen auf dem vierten Foto abgebildet. Daneben standen nur noch zwei Suppen oder so.

      Zu einem Onsen haben sind wir diesmal nicht gekommen. Aber für den nächsten Besuch definitiv auf der Liste. Dann wohl auch mit Rail Pass, diesmal hatten wir uns nur eine Woche Kyoto, Osaka und Tokio angesehen.

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