Food Around the World: Japanische Gyōza + Euer Lieblingsrezept?

Gyoza 12 angerichtet

Für mich geht es beim Reisen nicht nur darum neue Orte zu entdecken, sondern auch immer die lokale Küche kennenzulernen. Anders gesagt I just came for the food! Aktuell ist aber zu Hause bleiben die Devise und wenn auch die Lieblingsrestaurants geschlossen sind (und nicht liefern) muss man selber kochen.

Für euch habe ich mein persönliches Lieblingsessen zum Nachkochen aufgeschrieben: Gyōza, gefüllte Teigtaschen. Aus Südkorea auch als Mandu bekannt.

Gleichzeitig möchte ich euch aber auffordern, euer persönliches Lieblingsessen, was ihr auf euren Reisen kennengelernt habt und zu Hause nachgekocht habt, zu teilen. Dafür haben wir im Travel-Dealz Forum eine neue Kategorie Food around the World erstellt. Dort könnt ihr gerne ein neues Thema mit eurem persönlichen Lieblingsrezept erstellen. Pluspunkte gibt es für (eigene!) Fotos.

Jetzt aber zum versprochenen Rezept:

Japanische Gyōza

Japanische Gyōza haben ihren Ursprung in der chinesischen Küche. Dort werden sie Jiǎozi genannt und sind insbesondere als Dim Sum sehr beliebt.

In Deutschland gibt es Gyōza in vielen asiatischen Restaurants als Vorspeise, zumeist in der Auswahl mit Gemüse- oder Fleischfüllung, frittiert oder gedämpft. Bei der Füllung sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und so finden sich häufig auch Gyōza mit Fisch-, Shrimps- oder Kimchifüllung auf den Tellern wieder.

In Japan ist eine dritte Zubereitungsvariante sehr beliebt, die sich in Deutschland eher selten finden lässt: Yaki-Gyōza. Das sind Gyōza, die in der Pfanne gebraten werden bevor rund ein Finger hoch Wasser eingefüllt wird und die Gyōza kurze Zeit gekocht werden. Die Variante ist auch mein Favorit, da man durch diese Zubereitung einen Mix aus knusprig und weich bekommt; für mich die perfekte Mischung aus frittierten und gedämpften Gyōza.

Yaki-Gyōza

Zutaten:

  • 1-2 Päckchen Gyōza- oder Wan-Tan-Blätter
  • 350 g Rinderhackfleisch
  • 1 kleinen Chinakohl
  • 2 Lauchzwiebeln
  • 1 große Möhre
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • Einige Spritzer Fischsauce
  • 1 TL Sesamöl
  • 2 EL Sojasauce

Tipp: Für die Zubereitung am Abend werden die Gyōza-Blätter am besten bereits morgens aus dem Gefrierfach geholt. So können sie langsam auftauen und lassen sich später besser auseinander ziehen. Die Blätter sind in jedem Asia-Markt erhältlich und auch viele Supermärkte führen sie inzwischen. Unser Edeka führt nur Wan-Tan-Blätter, diese funktionieren jedoch genauso gut, auch wenn das Ergebnis optisch nicht so kunstvoll wird.

Benötigte Zeit: 45 Minuten.

Ergibt ca. 40 Yaki-Gyōza

  1. Zutaten vorbereiten

    Für die Füllung zunächst den Chinakohl, die Frühlingszwiebeln, den Ingwer und den Knoblauch möglichst fein hacken. Beim Chinakohl eignet sich dafür am besten der überwiegend grüne Teil des Kohls. Die Möhre nach dem Schälen fein reiben.

  2. Füllung mischen

    Alle Zutaten in einer Schüssel mit einigen Spritzern Fischsauce, einem Teelöffel Sesamöl und zwei Esslöffeln Sojasauce mit der Hand oder einem Knethaken vermengen.

  3. Gyōza-Blätter füllen

    Die Füllung in der Hand zu kleinen Klößchen formen. Den Rand der Gyōza-Blätter vor dem Schließen mit Wasser bestreichen.

  4. Gyōza falten

    Das Gyōza-Blatt einmal diagonal falten, sodass sich die Spitzen treffen und an der Spitze festdrücken. Nun die beiden offenen Seiten nacheinander hochfalten und die Ränder so festdrücken, dass das Paket komplett geschlossen ist.

  5. Anbraten

    Die geschlossenen Gyōza in einer mit ein wenig Öl oder Fett ausgestrichenen Pfanne einige Minuten anbraten, bis die Unterseite braun und kross ist.

  6. Ablöschen

    Etwa einen Finger hoch kochendes Wasser einfüllen, einen Deckel aufsetzen und den Herd auf mittlere Temperatur herunterdrehen. Bei geschlossenem Deckel das Wasser verdampfen lassen. Ist das Wasser vollständig verdampft, sind die Gyōza gar.

  7. Servieren

    Nun die Gyōza mit einem Schälchen Sojasauce servieren und genießen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und hoffe, euch schmeckt es genauso gut wie mir. Habt ihr auch Rezepte von euren Reisen mitgebracht, die ihr gerne zu Hause nachkocht? Dann teilt diese mit uns im Travel-Dealz Forum und inspiriert euch gegenseitig:

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Kommentare (2)

  1. Hallo, ich bin ein riesen Fan von Gyoza! Ich habe aber ein paar Empfehlungen für die Zubereitung.
    1) Würzen. Aus meiner Sicht gehört keine Fischsoße in ein Gyoza. Ich empfehle Sojasoße, Mirin, Sake (gibt es als Kochvariante und ist lange haltbar) und ein paar Tropfen Sesamöl. Am besten mischt man dies schon vor den anderen Zutaten und reibt (mit einer feinen Reibe) den Knoblauch und Ingwer direkt in die Soße und hat dann den „Würzsud“ für die restlichen Zutaten.
    2) Den Kohl entwässern (dadurch kann auch der ganze Kohl verwendet werden). Dazu den Kohl bevor man ihn mit Zutaten mischt ebenfalls kleinschneiden und dann gut salzen (mind. ein paar Teelöffel), durchkneten und gut eine Stunde in einer Schüssel ruhen lassen (dadurch wird das Wasser entzogen). Daher empfiehlt es sich damit zuerst zu beginnen und dann erst die anderen Gemüße zu schneiden und den Würzsud herzustellen. Nach einer Stunden den Kohl auswringen, dazu einfach eine gute Hand voll Kohls nehmen und mit beiden Händen kräftig zudrücken und das Wasser aus dem Kohl pressen und beiseite legen, nachdem aller Kohl entwässert wurde mit den restlichen Zutaten vermengen.
    3) Gyoza-soße. Statt normaler Sojasoße zum dippen peppe ich diese noch etwas auf. Basis ist weiterhin die Sojasoße, dazu einfach etwas Zitronensaft aus einer frischen Zitrone geben und etwas Sesamöl. Ich schneide noch gerne sehr dünne Frühlingszwiebelringe rein. Ideal: alles in einem verschraubbarem Glas mischen, Deckel drauf und kräftig schütteln!
    PS: Wegen der handelsüblichen Menge Chinakohl und der ganzen Arbeit beim falten, mache ich immer mehrere Portionen Gyoza, und friere den Rest ein. Das geht Problemlos und m.E. auch ohne Geschmackseinbußen. Die eingefrorenen Gyoza einfach etwas länger dünsten und man hat auch mal was schnelles zum Naschen! Die Soße zum Dippen aber immer frisch zubereiten!

    Antwort

  2. Hallo Johannes
    Das ist doch für uns alle eine gute Alternative ,wo wir doch zu Hause bleiben müssen .
    Kochen und Fotografieren !!!
    Was fürs Auge und für den Gaumen! Vielen Dank!!!!
    Ich werde es ausprobieren und dann berichten.

    Antwort

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