Lufthansa: Im November Boeing 747 auf Frankfurt – Berlin, Tickets ab 69€

Lufthansa 747-400

Die Deutsche Lufthansa geht einen ungewöhnlichen Schritt: Im ganzen November wird eine Boeing 747-400 auf der Relation FrankfurtBerlin-Tegel eingesetzt. Beim so genannten „Jumbojet“ handelt es sich um einen Langstreckenflieger, der typischerweise auf Interkontinentalverbindungen z. B. nach New York unterwegs ist. Auf der Strecke Frankfurt – Berlin waren in letzter Zeit ausschließlich Flugzeuge der Airbus A320 Familie im Einsatz.

Die Flüge lassen sich über die Lufthansa-Website buchen. Für die einfache Strecke seid ihr in der Economy ab 69€ dabei und in der echten Langstrecken-Business Class ab 309€. Hin- und Rückflug gibt es zusammen schon für 108€ (549€ Business).

Frankfurt - Berlin ab 69€ buchen ›

Berlin - Frankfurt ab 69€ buchen ›

Lufthansa FRA-TXL 747

Im Jumbojet von Frankfurt nach Berlin reisen

Wie ein Lufthansa-Sprecher auf Nachfrage von Travel-Dealz sagte, werden im November insgesamt 126 der rund 1000 Verbindungen zwischen Frankfurt und Berlin mit einer Boeing 747 durchgeführt. Dies habe Auslastungsgründe – offenbar ist die Nachfrage auf der Strecke recht hoch. Vielleicht auch deshalb will die Bahn nach Informationen des Hessischen Rundfunks die ICE-Dichte zwischen Frankfurt und Berlin ihre annähernd verdoppeln und somit annähernd Halbstundentakt schaffen.

Andere Gründe gibt es bei der Swiss, die ebenfalls Langstreckenjets auf Kurzstrecke einsetzt. Unter anderem zu Piloten-Schulungszwecken verkehrt zwischen Zürich und Hannover immer mal wieder eine Boeing 777.

Danke geht an Niklas! der uns diesen Deal via Deal melden gemeldet hat.

Wann die 747 unterwegs sind, variiert stark von Tag zu Tag. So werden an manchen Tagen überhaupt keine Jumbojets eingesetzt. Der Flugzeugtyp wird euch auf der Lufthansa Buchungsseite angezeigt, sobald ihr eine bestimmte Verbindung auswählt:

Lufthansa 747 Flugzeugtyp herausfinden

Lufthansa Flugzeugzyp herausfinden

Der Einsatz der Boeing 747 endet zum 30. November, ein weiterer Einsatz des Jumbojets auf Kurzzstrecke ist vorerst nicht geplant.

Keine flachen Betten in der Business

Wie es von Lufthansa auf Travel-Dealz-Nachfrage heißt, gibt es in der eingesetzten Boeing 747 keine First Class und auch keine richtige Premium Economy, dafür eine Langstrecken-Business Class im Upper- und Lower Deck.

Wer Business Class fliegt, genießt den Business Class Service, den es auch sonst auf der Strecke Frankfurt-Berlin gibt. Sprich: Keine großen warmen Menüs oder Hot Towels, dafür sehr wohl Begrüßungsgetränk, Zeitschriften, eine (i. d. R. kalte) Mahlzeit und natürlich Boden-Services wie der Zugang zur Business Lounge und Priotity Boarding.

Besonders traurig: Die Lufthansa deaktiviert für die rund einstündigen Flüge die Möglichkeit, die Langstrecken-Sitze in eine komplett flache Schlafposition zu verstellen. Das sagte uns der Lufthansa-Sprecher. Jedoch sei es möglich, die Sitze zumindest in eine angenehme geneigte Position zu bewegen.

Wie es sich in der Business Class der Lufthansa 747-400 fliegt, hat Johannes bereits getestet:

Premium Economy Sitze für 10€ reservieren

Zwar bietet die Lufthansa offiziell keine Premium Economy auf der Relation an, jedoch lassen sich diese Sitze für gerade einmal 10€ reservieren – als normale Economy Class. Die Leistungen der Lufthansa-Langstrecken-Premium Economy dürft ihr allerdings nicht erwarten. Es geht rein um Sitz mit mehr Beinfreiheit. Dies erinnert stark an ein anderes Angebot der Lufthansa, bei der Business-Gäste auch in der First Platz nehmen dürfen.

https://travel-dealz.de/blog/lufthansa-747-kurzstrecke/

Seatmap Lufthansa 747

Eventuell könnt ihr die Plätze beim Check-In sogar kostenfrei auswählen. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass die Plätze nur für Statuskunden (Senator, Star Alliance Gold) auswählbar sind. Dies ist bei der A320 Familie bei den Plätzen im vorderen Bereich des Fliegers der Fall. Wer also den Genuss eines Preimum Economy-Sitzes will, sollte besser die 10€ investieren.

Titelbild: © Wikimedia-User Aero Icarus aus Zürich, Schweiz, Lizenz Attribution-Share Alike 2.0 Generic

Adrian

Eigentlich von Beruf Radioredakteur. Seit ein paar Jahren regelmäßig in der Luft und auf der Schiene unterwegs. Seither durchforste ich täglich das Netz nach den besten Reiseschnäppchen. Ein Spezialgebiet von mir: Bahnreisen. Seit Juni 2017 bin ich im Team von Travel-Dealz. Ich freu mich über Mails an adrian@travel-dealz.de

Kommentare (8) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin heute auf FRA – TXL mit der 744 geflogen und ich kann auch bestätigen, dass die Sitze in der Busincess Class sich in ein 180° Bett stellen ließen (alles andere hätte mich auch wirklich gewundert).

    Dafür war das Oberdeck aber nicht buchbar. Ansonsten war der gesamte Flieger so gut wie ausgebucht.

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  2. Kurzes Update, bin heute (Business) FRA-TXL geflogen: Kaltes, kurioses Potpourri (Hauptspeise: Knacker, Kartoffelsalat, Frikadelle + Senf, Gürkchen, Obatzter, Camembert, Trauben; Nachtisch: Vanillepudding mit Pflaumen), keine Hot Towels, kein Begrüßungsgetränk, keine Zeitschriften. ABER Lie-Flat ging problemlos (bringt halt auf der Strecke kaum was). Oberdeck sollte ja aufgrund der geringen Turnaround-Zeiten angeblich gesperrt werden, saßen aber einige Paxe und recht viele Flugbegleiter (Dead-Head) drin.

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  3. @Michael: ich vermute die kann man nicht vollständig verstellen, da
    1. es auf der kurzen Strecke eh keinen Sinn macht.
    2. die Flugbegleiter*innen rechtzeitig alle dadrüber informieren müssten ihre Sitze wieder in eine aufrechte Position zu bringen
    3. einige auf dem kurzen Flug damit nur rumspielen würden ohne das es einen Mehrwert für die LH hat.

    Die Begründung von Toni wegen AB Pleite halte ich für nachvollziehbar würde dann aber voraussichtlich noch verlängert werden müssen. Es kann in dem Zuge auch sein, dass öfters Maschinen auf einem anderen Flughafen landen als auf dem sie wieder starten sollen. Positionierungsflüge mit ner 747 zu machen und dafür eine 320iger zu sparen macht Betriebswirtschaftlich bestimmt irgendwo sinn.

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    • Die Gründe kann ich alle gut nachvollziehen, aber die Lufthansa hat ja keinen Nachteil davon, wenn sie die Funktion zulässt.

      Für die meisten Passagiere hat es keinen Vorteil und der Großteil wird von der Funktion auch nicht gebraucht machen. Die Tatsache, dass es aber nicht möglich ist, wird viele psychologisch negativ stimmen.

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  4. „Hohe Nachfrage“- im November??? Ich tippe eher darauf, dass auch diesmal LH etwas vom Wettbewerb weiss, was sie eigentlich nicht wissen dürfte: Air Berlin wird vermutlich die Flüge einstellen – 7 Rotationen werktäglich. Da tut LH gut daran, die Kapazität schon mal zu erhöhen. Und die Preise würden sich dann auch drastisch ändern. Man vergleiche nur mal mit den anderen innerdeutschen Monopolstrecken wie MUC-HAJ uvm.

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  5. Ich sehe hier kein Grund eine B747 zu bevorzugen, aber Liebhaber kommen sicher voll auf ihre Kosten!
    Business Class Kunden hingegen haben einen echten Mehrwert! Was mich aber wundert: wieso kann man die Sitze nicht vollständig verstellen, wenn sie die Funktion schon intergriert haben? Ich kann kein logischen Grund erkennen. Vielleicht kann es mir ja einer erklären 🙂

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