Muss ich direkt bei der Fluggesellschaften buchen um Meilen zu sammeln?

Meilen sammeln kann sehr lukrativ sein und es wäre ärgerlich, wenn man sich einen Haufen Meilen entgehen lässt, weil man über den falschen Buchungskanal gebucht hat. Deswegen kommt regelmäßig die Frage auf: Muss ich direkt bei der Fluggesellschaft buchen um Meilen zu sammeln?

Bei den meisten Hotelketten hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt, dass man nur Punkte für seinen Aufenthalt erhält, wenn man seinen Aufenthalt direkt beim Hotel bzw. auf der Buchungsplattform der Hotelkette gebucht hat.

Bei Flügen sieht es aber zum Glück anders aus: Hier ist der Buchungsweg ohne Einfluss auf die Meilengutschrift! Ihr könnt also über jedes Reisebüro vor Ort, bei Buchungsplattform z.B. Expedia, Opodo, Flugladen, … oder bei einem der zahlreichen OTAs, die sich bei Suchmaschinen wie Momondo, Skyscanner, Kayak, … tummeln, euren Flug buchen und erhaltet trotzdem die gleiche Anzahl an Meilen gutgeschrieben.

Welche Faktoren genau einen Einfluss auf die Meilengutschrift haben und wie ihr euch einfach selber ausrechnen könnt, wie viele Meilen gutgeschrieben werden, erfahrt ihr in der Serie Meilen sammeln für Anfänger – Die Gutschrift der Meilen.

Vielfliegernummer hinterlegen

Allerdings müsst ihr darauf achten, dass eure Vielfliegernummer in der Buchung hinterlegt ist. Nicht alle  Buchungsportale bieten ein Feld an um die Vielfliegernummer zu hinterlegen. Man kann aber auch nach der Buchung die Nummer hinterlegen oder ändern.

Eine weitere Möglichkeit ist es beim Check-in-Schalter am Flughafen die Vielfliegerkarte vorzuzeigen und nachtragen zu lassen. Als letzte Möglichkeit, wenn man den Flug bereits absolviert hat, bieten die meistens Vielfliegerprogramme auch eine nachträgliche Gutschrift über ein entsprechendes Formular an.

Nachteile

Auch wenn man durch die Buchung seiner Flüge über eine Flugsuchmaschine und anschließend bei einem Online-Reisebüros (OTA) häufig Geld sparen kann, gibt es trotzdem einige Stolpersteine und Nachteile, die bei der Buchung und auch nachträglich in zusätzlichen Kosten oder Ärger enden können:

  1. Buchungsklasse wird nicht angezeigt: Die große Mehrheit der OTAs zeigt im Buchungsverlauf keine Buchungsklassen an. Diese ist aber entscheidend für die Meilengutschrift. Auch weil es Buchungsklassen gibt, die komplett vom Meilensammeln ausgeschlossen sind. Viele Fluggesellschaften z.B. Lufthansa zeigen hingegen sogar die genaue Höhe der Meilen im eigenen Vielfliegerprogramm an.
    Tipp: Wer kein Risiko eingehen möchte aber trotzdem nicht direkt bei der Fluggesellschaft buchen will oder kann, sollte über Expedia buchen. Dort wird die Buchungsklasse vor Abschluss der Buchung preisgegeben. Mehr dazu hier: Buchungsklasse vor Buchung herausfinden
  2. Versteckte Kosten und Zahlungsgebühren: Die OTAs erhalten i.d.R. keine Provision von den Fluggesellschaften für die Vermittlung der Flüge. Gleichzeitig bieten sie die Flüge günstiger als die Fluggesellschaften direkt an, um in den Suchergebnissen ganz oben zu erscheinen. Die Differenz müssen sie natürlich wieder erwirtschaften.
    Deswegen werden bei der Buchung allerhand, mehr oder weniger, sinnlose Versicherungen und Zusatzpakete angeboten. Auch auf z.B. Gepäckgebühren der Fluggesellschaft wird häufig ein Aufschlag erhoben.
    Am Ende ist meistens nur eine gängige Zahlungsmöglichkeit kostenlos. Für alle anderen werden satte Aufschläge fällig.
  3. Gebühren nach der Buchung: Hat man seinen Flug über ein Reisebüro gebucht, ist auch das Reisebüro der Ansprechpartner bei Änderungen, Umbuchungen oder Stornierungen. Dafür legen die Portale meistens in den AGBs eigene Gebühren fest, die noch auf die Gebühren der Fluggesellschaft aufgeschlagen werden.
    Auch bei Flugänderungen von Seiten der Fluggesellschaften, muss man eine Umbuchung über den Drittanbieter veranlassen. Dafür dürfen zwar keine eigenen Gebühren erhoben werden aber z.B. die Hotline ist häufig kostenpflichtig und die Mitarbeiter nicht immer kompetent oder hilfsbereit.

Aufgrund dieser Punkte sollte man sich gut überlegen ob man nicht etwas mehr bezahlt und direkt bei der Fluggesellschaft bucht.

Fazit

Bis jetzt spielt es keine Rolle für die Meilengutschrift, wo man seinen Flug bucht. Das kann sich in der Zukunft aber durchaus ändern. Aktuell muss man sich aber nur Gedanken darüber machen, ob die Vielfliegernummer korrekt in der Buchung hinterlegt ist.

Johannes

Ich habe 2010 Travel-Dealz gegründet und schreibe seit dem täglich über die neusten Reiseschnäppchen. Seitdem ich 17 bin, suche ich nach Wegen so günstig wie möglich zu fliegen. Mit meinem Wissen versuche ich Dir genau das selbe zu ermöglichen.
Wenn du eine Frage hast kannst du dich jederzeit an mich wenden! Schreib mir einfach eine Email an: Johannes@Travel-Dealz.de Bitte aber nicht mit einem Reisebüro verwechseln.

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich habe auch gute Erfahrungen mit Expedia gemacht. Da gab’s im Juni sogar bei einem USA-Flug ein Angebot in der Premium-Eco (nur für den Rückflug, aber immerhin) billiger als auf der Seite der Fluggesellschaft die Eco, damit nicht nur mehr Komfort, sondern auch mehr Meilen — lohnt sich immer, zu vergleichen. Zu allem Überfluss auch noch nach längerem Suchen einen großen Mietwagen für 100 Euro für zwei Wochen.

    Antwort

  2. Nur zur Anmerkung, meiner Erfahrung nach zeigen die die meisten OTAs die Buchungsklasse an. Zwar nicht direkt ersichtlich, jedoch ist die Buchungsklasse oftmals in den Ticketbedingungen hinterlegt.

    Antwort

    • Habe ich bisher anders erlebt. Teilweise lassen sich (z.B. bei Flugladen) zwar Teile der Fare Rules abrufen, der Abschnitt mit Buchungsklasse ist dann aber rausgeschnitten.

      Antwort

  3. Gibt es denn außer Expedia noch andere OTAs die besonders Meilenfreundlich sind? z.B. explizit fragen ob man denn wirklich keine Meilenkarte hat, weil sie noch nicht angegeben ist…
    oder wenn schon eine Funktion da ist diese dann fix zu speichern und bei der nächsten Buchung dann einfach automatisch nimmt?

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.