Alle Vor- & Nachteile von Monese: Kostenloses Konto in 3 Währungen + bis zu 20€ Bonus möglich

Monese Titelbild

Monese ist ein britisches Fintech-Unternehmen, das 2015 gegründet wurde. Das Unternehmen operiert mobile-only nur über seine App und ihr könnt Bankkonten in drei verschiedenen Währungen halten (Euro, britische Pfund und rumänische Lei). Außerdem gibt es eine Debit-Mastercard (virtuell und auch physisch). Aber wie schlägt sich Monese gegen die Konkurrenz wie Revolut? Findet es in diesem Artikel heraus.

Aktion

Ihr könnt bis zu 20€ Guthaben erhalten, wenn ihr bei der Registrierung diesen Einladungscode angebt: TRAVEL21 und in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien oder Italien wohnt.

  1. 5€ nach eurer ersten erfolgreichen Zahlung (Geldabheben ausgenommen)
  2. 15€ nachdem ihr insgesamt 500€ mit Monese ausgegeben habt

Außerdem müsst ihr eine physische Karte (einmalig 4,95€) bestellen, erhalten und aktivieren. Erst danach wird euch der Bonus gutgeschrieben.

Vor- und Nachteile

Wie bei allen Konten und Karten gibt es Vor- und Nachteile. Wie stark ihr die einzelnen Punkte gewichtet, ist sehr subjektiv. Im Folgenden geben wir Gebühren in Euro für das Euro-Konto von Monese an. Für Pfund- und Lei-Konten weichen die Beträge ab. Die abweichenden Beträge findet ihr im Preis- und Leistungsverzeichnis. Hier ein Überblick:

  • Kostenlose Kontoführung: Die monatliche Grundgebühr beträgt 0€. Es gibt auch keine Kontoeröffnungsgebühren oder jährliche Gebühren.
  • Kostenlose virtuelle Debit-Mastercard: Mit der Kontoeröffnung bei Monese könnt ihr direkt eine virtuelle Debit-Mastercard erstellen. Diese könnt ihr sofort für Zahlungen einsetzen und bei Apple & Google Pay hinterlegen und so auch vor Ort damit bezahlen. Eine physische Karte gibt es gegen 4,95€ Liefergebühr.
  • Faire Wechselkurse: Für Zahlungen mit der Debitkarte werden die offiziellen Mastercard-Wechselkurse angewandt.
  • Keine Fremdwährungsgebühren für Einkäufe bis 2.000€: Ihr könnt bis zu 2.000€ pro Monat für Einkäufe (online, am Terminal oder per Apple Pay & Google Pay) ausgeben, ohne dass ihr mit Fremdwährungsgebühren rechnen müsst. Danach werden aber 2% fällig.
  • Keine Fremdwährungsgebühren in GBP, RON, SEK: Für Zahlungen mit der Debitkarte in britischen Pfund, rumänischen Lei und schwedischen Kronen werden grundsätzlich keine Fremdwährungsgebühren berechnet. Das oben genannte Limit gilt für diese Währungen nicht.
  • Keine Fremdwährungsgebühren für Überweisungen zwischen Monese-Konten: Für Zahlungen zwischen Monese-Konten werden keine Fremdwährungsgebühren oder andere Gebühren berechnet. Es wird der Großhandelswechselkurs angewandt.
  • 200€ Bargeld-Abhebelimit & Aufladelimit: Ohne Extrakosten könnt ihr nur maximal 200€ pro Monat abheben. Danach werden 2% fällig. Eine Mindestabhebesumme gibt es aber nicht. Außerdem gilt das Limit von 200€ nicht nur für Bargeldabhebungen, sondern auch für Aufladungen über Sofort-Überweisung. Per Banküberweisung gibt es aber kein Limit, das ist immer kostenlos.
  • Kontoeröffnung in wenigen Minuten: Laut Landing Page kann das Konto in wenigen Minuten eröffnet werden. Außerdem wird nur ein Selfie und ein Lichtbildausweis benötigt (Personalausweis, Führerschein, Reisepass, Behindertenausweis). Es wird kein Adressnachweis benötigt. Dies macht das Konto für Expats und digitale Nomaden sehr interessant.
  • Keine Schufa-Abfrage: Da das Konto nur im Guthaben geführt werden kann, gibt es keine Schufa-Abfrage. Auch einen Eintrag bei der Schufa gibt es nicht.
  • Apple Pay & Google Pay: Ihr könnt eure physische und virtuelle Karte mit beiden Zahlungssystemen verknüpfen und sofort mobil zahlen.
  • Liefergebühr für physische Karte: Es wird eine Liefergebühr von 4,95€ fällig. Das Ganze ist allerdings nicht ganz unüblich. Die direkten Konkurrenten Revolut und Transferwise erheben ebenfalls Gebühren. Die Gebühr gilt übrigens auch für eine zweite Karte oder wenn ihr eure Karte verloren habt.
  • Belgische IBAN: Außerhalb von Großbritannien habt ihr eine belgische IBAN (außer in Frankreich). Damit kann es zu IBAN-Diskriminierung kommen. Vor allem bei Lastschrift-Zahlungen in Deutschland leider immer noch üblich. Sollte euch dies widerfahren, dann meldet dies der Wettbewerbszentrale.
  • Min. 2% Gebühren bei Überweisungen in Fremdwährung: Führt ihr eine Überweisung über die Monese App in einer Fremdwährung aus, dann werden mindestens 2% Fremdwährungsgebühr fällig. Die Fremdwährungsgebühr kann auch höher ausfallen, wird euch aber vor der Transaktion in der App angezeigt. Außerdem werden euch mindestens 2€ berechnet. Es gibt hier keine Freigrenze. Als Wechselkurs wird der Großhandelswechselkurs angewandt, welcher je nach Währung und Tag im Vergleich entweder schlechter oder besser als der Mastercard-Wechselkurs sein kann. Es geht hier aber um Abweichungen im Promillebereich.
  • Niedrige Limits: Insgesamt sind die Limits für das Monese-Konto relativ niedrig. Im Folgenden eine Auflistung der Limits:
    • Man kann maximal 50.000€ auf dem Konto halten.
    • Pro Karten-Transaktion sind Summen bis maximal 4.000€ möglich (7.000€ am Tag).
    • Es können maximal 750€ Bargeld pro Tag bzw. 7.500€ pro Monat abgehoben werden.
    • Es scheint eine maximale Aufladungssumme von 500€ pro Tag für Aufladungen über eine Debitkarte und Sofort(Überweisung) zu geben. Apple Pay & Google Pay Aufladungen werden im Preis- & Leistungsverzeichnis nicht erwähnt, aber hier kann man von einem ähnlichen Limit ausgehen.
  • Keine echte Kreditkarte: Da es sich bei der Monese-Mastercard um eine Debitkarte handelt, könntet ihr Probleme bei einigen Anbietern bekommen, die einen Betrag auf der Karte blockieren möchten. Das ist häufig der Fall bei Mietwagenverleihern.

Monese Classic & Premium

Monese bietet neben dem kostenlosen Monese-Simple-Konto auch zwei kostenpflichtige Kontovarianten an. Insgesamt unterscheiden sich die beiden kostenpflichtigen Varianten nur in einigen Punkten. Ob die Vorteile die monatliche Gebühr wert sind, müsst ihr selber entscheiden.

Monese Classic

Führt ihr regelmäßig größere internationale Überweisungen durch oder holt häufig und viel Bargeld ab, dann ist Monese Classic auf jeden Fall eine Überlegung wert. Ansonsten sind die zusätzlichen Vorteile aber eventuell nicht die 5,95€ wert.

  • Monatliche Gebühr von 5,95€: Egal, ob ihr nur das Euro-Konto oder auch die anderen Währungskonten von Monese (z.B. Pfund und Lei) nutzt, ihr zahlt immer nur 5,95€.
  • Kostenlose erste physische Karte: Die erste physische Karte ist kostenlos, die zweite Karte kostet nach wie vor 4,95€, genau so wie ein Kartenersatz.
  • Min. 0,5% Gebühr bei Überweisungen in Fremdwährung: Für Überweisungen in Fremdwährungen wird eine Gebühr von mindestens 0,5% berechnet. Auch hier wird euch die Gebühr vorher angezeigt.
  • Keine Fremdwährungsgebühren für Einkäufe bis 9.000€: Abweichend zum Monese-Simple-Konto könnt ihr mit dem Classic-Konto bis zu 9.000€ für Einkäufe einsetzen, bevor ihr eine Fremdwährungsgebühr i.H.v. 2% zahlen müsst.
  • 900€ kostenloses Bargeld-Abhebelimit & Aufladelimit über Sofort-Überweisung: Ihr könnt mit Monese Classic bis zu 900€ Bargeld abholen. Das Limit gilt auch wieder für Aufladungen per Sofort-Überweisung. Erst über dem Limit müsst ihr 2% Gebühren zahlen.

Monese Premium

Alle Vorteile, die ihr bei Monese Premium gegen Zahlung von 14,95€ bekommt, gibt es teilweise bei anderen Kreditkarten bereits umsonst. Zum Beispiel bietet die Hanseatic Genialcard ebenfalls 0% Fremdwährungsgebühr und keine Gebühren bei Bargeldabhebung. Außerdem ist es eine echte Kreditkarte (somit keine Probleme bei Mietwagenanbietern). Und das alles bekommt ihr ohne monatliche Kosten.

  • Monatliche Gebühr von 14,95€: Wie beim Classic-Konto, zahlt ihr die monatliche Gebühr nur einmal, auch wenn ihr mehrere Konten mit verschiedenen Währungen nutzt.
  • Kostenlose erste und zweite physische Karte + Kartenersatz: Mit Monese Premium sind alle physischen Karten und deren Ersatz kostenlos.
  • Keine Gebühr bei Überweisungen in Fremdwährung: Es werden keine Fremdwährungsgebühren bei Überweisungen in Fremdwährungen fällig.
  • Keine Fremdwährungsgebühren für Einkäufe: Es gibt keine Fremdwährungsgebühren für Einkäufe, anders als bei Simple / Classic, wo es Limits gibt (2.000€ / 9.000€), ab denen Fremdwährungsgebühren fällig werden.
  • Bargeld immer kostenlos: Mit Monese Premium zahlt ihr nie Gebühren für das Abheben von Bargeld.
  • Aufladung per Sofort-Überweisung kostenlos: Auch für das Aufladen per Sofort-Überweisung werden bei Premium keine Gebühren fällig.

Meiner Meinung nach ist Monese Premium auf jeden Fall nicht 14,95€ pro Monat wert.

Fazit

Insgesamt bietet Monese ein ordentliches Produkt. Vor allem Monese Simple kann überzeugen. Wie immer ist es aber sehr subjektiv, wie man einige der Vor- und Nachteile gewichtet. Habt ihr zum Beispiel Freunde oder Bekannte in Großbritannien oder andere Verbindungen dorthin, dann kann Monese sehr interessant sein. Das Gleiche gilt natürlich auch für Rumänien und Schweden. Die Limits sind allerdings recht niedrig. Außerdem sind die Fremdwährungsgebühren für Auslandsüberweisungen nicht zu vernachlässigen (da lieber dann TransferWise nutzen).

Alternativen

Das Konzept von Monese ist natürlich nicht mehr ganz neu. Es gibt eine ganze Reihe von Anbietern, die ähnliche Leistungen bieten. Im Folgenden einmal unsere Alternativen.

Revolut

Revolut bietet sehr ähnliche Features. Ein Vorteil bei Revolut ist die geringe Fremdwährungsgebühr beim Währungswechsel i.H.v. nur 0,5% (ab einem kostenlosen Limit von 5.000€). Ab dem zweiten Transfer in einer Fremdwährung wird außerdem eine Fixgebühr von 0,50€ fällig. Trotzdem noch in den allermeisten Fällen günstiger als bei Monese.

Am Wochenende gibt’s bei Revolut eine 1% Gebühr auf den Wechsel von Währungen (um sich vor Währungsschwankungen zu schützen). Das gibt es bei Monese nicht.

Wise

Wise (ehemals TransferWise) bietet ebenfalls seit längerem eine Debitkarte an. Zahlt ihr dort allerdings in einer Währung, welche ihr nicht im Guthaben führt, dann werden circa 0,5% Fremdwährungsgebühren fällig. Außerdem sind die Wechselkurse bei TransferWise nicht ganz so gut wie bei Revolut.

Der große Vorteil bei Wise ist, dass ihr Konten mit lokalen Bankdaten in England, USA, Australien und Neuseeland führen könnt. Demnach könnt ihr also in diesen Ländern auch Inlandsüberweisungen empfangen, was viele Gebühren beim Absender und bei euch vermeiden kann.

Bitwala

Bitwala bietet super Konditionen an. Es gibt keine Fremdwährungsgebühren und keine Gebühren beim Abholen von Bargeld. Holt ihr also häufig Geld ab, dann könnte Bitwala eine gute Option für euch sein. Außerdem gibt es eine deutsche IBAN, ihr seid also auf der sicheren Seite bezüglich einer IBAN-Diskriminierung, falls ihr in Deutschland wohnt. Weiterhin könnt ihr Kryptowährungen kaufen (gegen 1% Gebühr).

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Kommentare (12)

  1. oskar sagt:

    als schweizer kann man kein konto eröffnen, ist in ihrem land nicht verfügbar 🙂 🙂 🙂

  2. Frank Joachim Blaeser sagt:

    Monese ist keine Bank und dann sollte man das auch nicht schreiben.

  3. Daniel sagt:

    Also ein absolutes Minus hat Monese denn der Support ist weder per E-Mail noch per Telefon erreichbar. Habe gerade das Problem das ich gerade keinen Zugriff über die App auf mein Konto habe. Angeblich ist Zugang gesperrt wegen Sicherheit aber ich habe nur das Handy gewechselt und wollte die App einrichten. Ich bekomme einfach keine Antwort und kann das Konto nicht nutzen.

  4. Bernd Freudinger sagt:

    Monese akzeptiert im Gegensatz zu Transferwise oder Paysera nicht jede Firma oder Gesellschaftsform wie SRL, LLC oder LLP unabhängig vom Firmenstandort und Rechtsform. Deshalb international fùr weltweit ansässige und agierende Unternehmer untauglich. Nur Tranferwise und Paysera erfűllen diese Vorraussetzungen komplett und zufriedenstellend.

  5. Mosbacher Josef sagt:

    Würde mich interessieren für eine Karte.

  6. Alexander sagt:

    Ich befinde mich zurzeit in Indonesien. Wollte mich dort anmelden. Aber zur Bestätigung wird die Adresse über GPS verglichen. Und ich kann die indonesische Adresse nicht eingeben, da nicht in der Listen der verfügbaren Länder. Schade, man müsse sich schon in Europa befinden um sich dort Anmelden zu können.

    Grüße aus Bali
    Alexander

    • Dennis Schäfer sagt:

      Danke für den Hinweis. Das ist sehr schade. Schreibe doch mal an den Support? Vielleicht lässt sich das lösen?

      • Sabrina López sagt:

        Ich nutzte Monese.
        Und kann jedem nur abraten.
        Unzählige chatversuche, emails, Telefonversuche… der support hat den Namen nicht verdient.
        Einmal per Karte bezahlt können zum Beispiel Autovermieter wild abbuchen…
        Da man nie jemanden erreicht kann man jede ungerechtfertigte Abbuchung schlicht abschreiben.
        Es ist furchtbar und NICHT EMPFEHLENSWERT!

  7. romek sagt:

    wie sieht es aus die Geld aufladen? welche Karte bietet es an? Visa ,MM oder Amex? kann man auch die Überweisen wie bei Revolut?oder Transferwise? Kann man die Punkte sammeln? sind auch streng wie bei Revolut wg. AGB verstößt?

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