Openbank: Kostenloses Girokonto mit Fremdgebührenerstattung beim Abheben von Bargeld + 40€ Startguthaben

Openbank Titelbild

Die Openbank aus Madrid, Spanien, eine 100%ige Tochter der Santander Bank, bietet ein Girokonto mit Debit-Mastercard kostenlos an. Besonders ist, dass pro Monat für bis zu fünf Bargeldauszahlungen innerhalb der Eurozone z.B. in Österreich die Fremdgebühren von Geldautomatenbetreibern erstattet werden. Das bietet in Deutschland keine andere Bank mehr an.

Aktion

Eröffnet ihr bis zum 22. Dezember 2022 oder bis 1.500 Neukunden erreicht sind das Openbank Girokonto, erhaltet ihr 40€ Startguthaben, wenn ihr auf das neu eröffnete Konto bis spätestens 29. Dezember mindestens 300€ einbezahlt.

Die 40€ werden euch anschließend am 23. Januar 2023 gutgeschrieben. Limitiert auf 1.500 Neukunden.

Für Neu- und Bestandskunden gibt es zudem 40€ oder 60€ Guthaben, wenn ihr zwischen dem 5. Dezember 2022 und 20. Januar 2023 euer Guthaben auf dem Open Tagesgeldkonto (aktuell 1% Zinsen) um mindestens 10.000€ (=40€) oder mindestens 20.000€ (=60€) erhöht. Nach Ablauf von 6 Monaten müssen aber noch mindestens 50% des Guthabens vorhanden sein. Bei anderen Banken z. B. Consorsbank gibt es aber schon 2,1% Zinsen für Neukunden.

Außerdem könnt ihr zusätzlich für 7,99€ pro Monat (monatlich kündbar) ein Reisepaket buchen, wodurch keine Auslandsgebühren anfallen, beim Abheben von Bargeld Fremdgebühren weltweit erstattet werden und ihr von einigen Reiseversicherungen profitiert.

Zugegebenermaßen ist das Konzept nicht so ganz einfach zu verstehen. Deswegen zuerst nur die Vor- und Nachteile des reinen Girokontos mit der Debitkarte und im Anschluss die zusätzlichen Vorteile des Reisepakets Travel Card:

1. Dauerhaft kostenloses Girokonto mit Debitkarte

Das kostenlose Girokonto der Openbank kommt zusammen mit einer Debitkarte, die sich R42 nennt. Damit kann man ohne Gebühren durch Openbank Bargeld in der Eurozone abheben. Zusätzlich werden pro Monat für fünf Bargeldauszahlungen mögliche Fremdgebühren erstattet. Das ist z.B. in Österreich und Griechenland üblich. Zahlt ihr in anderen Währungen als dem Euro, dann werden 1,5% Fremdwährungsgebühren fällig.

Weitere Vor- und Nachteile sind:

  • Dauerhaft kostenfrei: Ihr zahlt für das Girokonto und die Debitkarte dauerhaft keine monatlichen oder jährlichen Gebühren. Auch, wenn ihr das Girokonto nicht aktiv nutzt.
  • Keine Gebühren für Bargeldauszahlungen: Die Openbank berechnet für Bargeldauszahlungen keine eigene Gebühr und auch Fremdwährungsgebühren fallen beim Abheben von Bargeld weltweit nicht an.
  • Fremdgebühren werden erstattet: Pro Monat könnt ihr innerhalb der Eurozone fünfmal Bargeld an einem Geldautomaten abheben, die eine eigene Gebühr erheben und diese Fremdgebühr zahlt die Openbank für euch. Mit dem kostenpflichtigen Reisepaket sogar weltweit. Die Fremdgebühr wir euch übrigens direkt nicht belastetet und ihr müsst auch keinen Beleg einreichen. Trotzdem solltet ihr aber jeweils die Quittung aufbewahren, die automatische Erstattung klappt leider nicht immer.
  • Apple Pay, Google Pay, Fitbit Pay, Garmin Pay: Neben Apple & Google Pay werden auch Fitbit und Garmin Pay unterstützt. Das findet man nicht bei jeder Bank!
  • Keine deutsche IBAN: Ihr erhaltet eine spanische IBAN ES..... Theoretisch darf keine europäische IBAN diskriminiert werden, die Praxis sieht primär bei Lastschriften aber anders aus. Es gibt immer noch Shops und Anbieter, die nur deutsche IBANs akzeptieren, obwohl das ganz klar gegen die Gesetze zum europäischer Zahlungsraum verstoßen.
  • Fremdwährungsgebühr: Für Zahlungen in Fremdwährungen (alles außer Euro), werden 1,5% Fremdwährungsgebühr erhoben. Mit dem Reisepaket entfällt die Gebühr.
  • Voreingestelltes Limit für Bargeldabhebungen: Pro Tag ist voreingestellt, dass ihr euch maximal 600€ Bargeld auszahlen lassen könnt. Online oder über den Kundenservice könnt ihr das Limit aber wohl auf bis zu 3.000€ erhöhen lassen.
  • Maximal 3.000€ pro Zahlung: Mit der Debitkarte könnt ihr voreingestellt maximal 2.000€ auf einen Schlag bezahlen. Online und über den Kundenservice könnt ihr das Limit auf 3.000€ erhöhen. Eine Pauschalreise für eine Familie bezahlen, wird damit schon schwierig. Ganz abgesehen von Business- oder First Class-Flügen. Vor allem im Hinblick auf die Reiseversicherungen im Travel Paket, die einen Karteneinsatz fordern, ist das ein Manko.
  • Kein Verfügungsrahmen: Das Openbank Girokonto wird direkt mit dem zu zahlenden Betrag belastet, da es sich hier um eine Debitkarte handelt. Ihr erhaltet keinen zinslosen Verfügungsrahmen.
  • Keine echte Kreditkarte: Gerade bei Autoverleihern wird die Karte Probleme bereiten. Viele Anbieter akzeptieren nur eine echte Credit Card. Debitkarten sollen zwar mittlerweile zumindest in Europa einigermaßen gut akzeptiert werden, vorwiegend in Nordamerika oder Asien kann man aber schnell Probleme bekommen.
  • Keine Bargeldeinzahlung: Derzeit ist keine Bargeldeinzahlung auf das Girokonto der Openbank möglich. Die einzige Möglichkeit euer Girokonto aufzustocken ist, sich von einem anderen Girokonto Geld zu überweisen.
  • Schufa-Eintrag: Es erfolgt eine SCHUFA-Abfrage und ein Eintrag. Einen Dispokredit bietet die Openbank aber nicht an. Es gibt aber eine stillschweigende Überziehung.
Openbank R42 Mastercard Debit strawberry
Openbank Я42 Debit Mastercard

2. Reisepaket für 7,99€ monatlich

Zusätzliche Vorteile erhaltet ihr durch das Reisepaket, was die Debitkarte zu einer Travel Card aufwertet. Pro Monat werden dafür 7,99€ fällig. Ihr könnt aber das Reisepaket monatlich buchen und so nur dafür bezahlen, wenn ihr auf Reisen seid oder eine Reise buchen wollt.

Durch das Reisepaket fallen weltweit keine Fremdwährungsgebühr bei Zahlungen z.B. in Dollar, Pfund, Kronen… an, beim Bargeldabheben werden auch außerhalb der Eurozone 5 Mal pro Monat Fremdgebühren erstattet und einige Versicherungen sichern euch auf eurer Reise ab. Seid ihr zum Beispiel in Thailand, dann werden euch bei jeder Bargeldabholung 220 ฿ (~6 €) vom Automaten berechnet. Ihr habt also mit einer Bargeldabholung fast schon den Betrag des Reisepakets wieder rein geholt.

Hier alle Vor- und Nachteile im Detail:

  • Keine Fremdwährungsgebühr: Bei einer Zahlung in einer anderen Währung als dem Euro werden statt den sonst 1,5% Gebühren keine Extragebühren berechnet. Andere Anbieter können hier sogar teilweise bis zu 2% verlangen. Es wird der offizielle Mastercard-Wechselkurs zur Währungsumrechnung angewandt.
  • Fremdgebühren werden weltweit erstattet: Ihr könnt fünfmal im Monat weltweit, statt sonst nur in der Eurozone, Bargeld abheben und die Openbank übernimmt mögliche Fremdgebühren.
  • Reiseversicherungen: Das Monats-Abo kommt mit einer Reisekrankenversicherung, einer Gepäckversicherung, einem Verspätungsschutz und einer Reisehaftpflichtversicherung daher. Selbstbeteiligungen gibt es anscheinend nicht. Die Reise muss mit der R42 Debitkarte gebucht worden sein (nur zum Zeitpunkt der Reise muss das Travel Paket aktiv sein, nicht bei der Buchung).
  • Nur in Verbindung mit Girokonto: Ihr bekommt das Monats-Abo (und die Debitkarte) nur in Verbindung mit einem Girokonto. Braucht ihr kein zusätzliches Girokonto, dann ist die Karte eventuell nicht das richtige für euch.
  • Versicherungsschutz nur bei Karteneinsatz: Nur wenn ihr eure Reise mit der Openbank Debitkarte bezahlt habt, besteht Versicherungsschutz. Besonders bei einer Auslandsreisekrankenversicherung wäre es sehr ärgerlich, wenn ihr nicht versichert seid, aber auf Reisen schwer erkrankt. Eine normale Versicherung gibt es zudem bereits für 10-20€ pro Jahr.
  • Keine Reiserücktrittversicherung: Um umfassend auf Reisen abgesichert zu sein, sollte man über eine Reiserücktritt- & Reiseabbruchversicherung verfügen. Diese fehlt in dem Reisepaket leider.
  • Start-up: Hinter Openbank steht zwar die etablierte Santander Bank, ob die Bedingungen in Zukunft allerdings wirklich dauerhaft so angeboten werden können, sei mal dahingestellt. Es gibt durchaus die Möglichkeit, dass Openbank die Bedingungen in Zukunft anpasst. Das kann natürlich niemand wissen, aber auszuschließen ist es nicht.
Openbank R42 Mastercard Debit black
Karten im schwarzen Design

Fazit

Im Vergleich zu anderen Banken ist die Openbank vorwiegend durch die weltweite Erstattung von Fremdgebühren interessant. Für 7,99€ pro Monat sind die zusätzlichen Vorteile der Travel Card aber überschaubar. Um die 8€ mit Zahlungen in Fremdwährungen wieder einzuspielen, müsstet ihr mindestens 500-600€ in Fremdwährungen ausgeben oder 2-3 Mal Bargeld mit Fremdgebühren abheben (in Thailand teilweise schon ab 1 bis 2 Bargeldabholungen). Trotzdem fehlt für ein richtiges Reisepaket definitiv eine Reiserücktrittversicherung.

Alternativen

Auch wenn die Karte insgesamt ganz ordentliche Bedingungen hat, bietet sie vielleicht noch nicht genau das, was ihr sucht. Vielleicht hilft unser Reisekreditkarten-Vergleich:

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Kommentare (16)

  1. charlie sagt:

    Ist das wie bei der DKB? Habe ein „Girokonto“ da .Jeden Monat gehen 700€ dahin „Aktivkunde“. Für den Zahlungsverkehr nutze ich ein anderes Konto.Nur bei online Käufen bei Ausländischen Händlern z.B. Flugtickets zahle ich mit DKB.

  2. Timo sagt:

    Frage, hat man mit dem Konto automatisch ein offizielles spanisches Konto, da es sich ja um eine spanische IBAN handelt?

  3. Justus sagt:

    Da ich gerade eine längere Südamerika Reise plane, ist die Karte für mich durchaus interessant. Auch würde ich euch gern mit der Eröffnung unterstützen, vielleicht bin ich auch blind, allerdings kann ich keinen Affiliate-Link entdecken.

  4. Eike sagt:

    Nicht uninteressant finde ich die Regelung, dass an allen Santander-Geldautomaten weltweit kostenlos und beliebig oft Bargeld bezogen werden kann – gerade in Südamerika ist die Santander ja in vielen Ländern vertreten. Und in Chile werden von der Santander z.B. stolze 7000 CLP (= gut 7 Euro) Gebühr pro Bargeldbezug verlangt (andere Banken sind da oft etwas günstiger, z.B. Banco Estado CLP 5.500, Banco BICE nur CLP 2.500)… Ich bin gerade in Chile unterwegs, habe das Reisepaket nicht abgeschlossen, bin jetzt aber mal gespannt, ob mir die 7000 CLP Gebühr belastet werden oder nicht – falls nein, ist die Openbank hier tatsächlich eine interessante Alternative!

  5. Kai sagt:

    Hat schon jemand erfolgreich in Thailand Bargeld bezogen und die ATM Gebühr erstattet bekommen ?
    Openbank stellt sich jetzt ein bisschen an und ich soll die ATM Quittung einschicken.
    Bei ungeraden Summen wie beispielsweise 10220THB ist zweifelsfrei, was Abhebesumme und Gebührenanteil war. Es wird argumentiert, dass von der thailändischen Bank nur eine Gesamtsumme auf die Karte gebucht wurde und die Gebühr nicht zu erkennen sei.
    Telefonisch war man völlig überfordert mit meinem Anliegen.

  6. Frank sagt:

    @Herb: Österreich fallen seltsamerweise nur Gebühren an, wenn man mit einer Karte aus dem Ausland Bargeld abhebt. Bei einer AT Karte werden meist keine Gebühren angezeigt.
    Kostenlos für alle sind nur die BAWAG Automaten.

    Hat eigentlich jemand die Erstattung mal probiert?

  7. Christoph sagt:

    Habe das Girokonto als Zweitkonto ca. 2 Jahre schon. Praktisch ist das man an fast jedem Automat Bargeld abheben kann. Ebenso finde ich die App sehr gelungen. Bin im Groß und ganzen bis jetzt sehr Zufrieden.

  8. Peter sagt:

    Bei der Abhebung von Bargeld an ATMs der Santander Group fallen generell keine Fremdgebühren an. Egal ob mit Reisepaket oder ohne und egal wieviele Abhebungen es sind pro Tag.
    Zu erwähnen ist vielleicht auch die Möglichkeit mehrere Tagesgeldkonten zum Girokonto anzulegen. Mit 0,1% Zinsen zwar nicht mehr viel aber Überweisungen auf das Girokonto erfolgen sofort.

    • Eike sagt:

      Zum Tagesgeld sollte allerdings erwähnt werden, dass dieses der spanischen Einlagensicherung unterliegen. Grundsätzlich sollte diese genauso zahlen wie die Einlagensicherungssysteme anderer Länder; wenn diese allerdings dazu nicht mehr in der Lage ist (größere Bankenkrise im Land) übernimmt üblicherweise der Staat die Sicherung der Einlagen. Und hier ist das Kreditwürdigkeitsrating für Spanien eben niedriger als z.B. für Deutschland, Österreich, Norwegen, Schweden etc.

      Mein aktueller Tagesgeld-Tipp: BankNorwegian mit 0,25%, norwegische (AAA-Rating) Einlagensicherung…

  9. Herb sagt:

    Österreich ist eigentlich ein schlechtes Beispiel für Gebühren beim Geld abheben.
    Mit Ausnahme der paar Hundert Euronet Bankomaten fallen keine Gebühren an.

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