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Vielfliegerprogramme: United MileagePlus vs. Miles&More – Travel-Dealz Podcast #15

Titelbild Podcast 15

Miles&More ist das bekannteste Vielfliegerprogramm in Deutschland. Doch ist es auch das Beste? Starke Konkurrenz kommt aus den Vereinigten Staaten: MileagePlus von United Airlines. Johannes, Peer und Adrian vergleichen beide Programme für euch im 15. Travel-Dealz-Podcast.

Der Podcast dauert 52 Minuten. Hört euch den Podcast in Ruhe an! Es geht bei einem Podcast nicht darum, möglichst viele Informationen in möglichst kurzer Zeit zu vermitteln, sondern auch um unsere eigenen Erfahrungen und Geschichten. Die wichtigsten Entwicklungen:

Statusvorteile

Bei Miles&More gibt es drei Statusstufen: Frequent Traveller (35.000 Statusmeilen oder 30 Segmente im Kalenderjahr), Senator (100.000 Statusmeilen) und HON Circle (600.000 HON Circle Meilen in zwei Jahren). Bereits ab dem Frequent Traveller gibt es attraktive Statusvorteile wie Loungezugang und zusätzliches Freigepäck innerhalb der Lufthansa-Gruppe. Der Senator enspricht dem Star Alliance Gold mit allianzweiten Vorteilen und ein paar Extras (z. B. 2 Upgrade-Voucher, Loungezugang bei Ankunft). Als HON genießt ihr unter anderem Zugang zur exzellenten First Class Lounge.

Bei MileagePlus gibt es insgesamt sogar fünf Statusstufen: Silver (25.000 Meilen im Kalenderjahr), Gold (50.000 Meilen), Platin (75.000 Meilen), 1K (100.000 Meilen) und Global Services (inoffizieller Status, ab ca. 40.000 USD United-Umsatz). Zusätzlich müssen für jede der Stufen 4 Segmente mit United erflogen werden. Die Statusvorteile als Silver sind noch überschaubar, es gibt u.a. zusätzliches Freigepäck bei United und niedrig priorisierte kostenfreie Upgrades in die inneramerikanische First Class – natürlich nach Verfügbarkeit.  Ab Gold (= Star Alliance Gold) werden weitere Vorteile gewährt, darunter 2x 32 kg Freigepäck und erhöhte Upgrade-Priorität. Als Platin erhaltet ihr zwei inneramerikanische Upgradevoucher zusätzlich und als 1K gibt es sogar 6 weltweit einsetzbare Upgradevoucher. Nachteil: Selbst als Global Services dürft ihr nur bei internationalen Buchungen in die United Clubs! Als Star Alliance Gold anderer Airlines dürft ihr immer in die Lounge, auch wenn ihr nur US domestic fliegt.

Meilen sammeln

Das Sammeln von Statusmeilen funktioniert bei beiden Programmen nach wie vor entfernungsabhängig, wobei United MileagePlus hier ein ganzes Stück attraktiver ist: In sämtlichen Buchungsklassen der relevantesten Airlines (z. B. United, Lufthansa, Swiss) erhaltet ihr nämlich satte 100% der tatsächlich geflogenen Entfernungsmeilen als Statusmeilen gutgeschrieben. Bei Miles&More hingegen gibt es in günstigen Buchungsklassen der Economy Class, z. B. K, nur 25% der Entfernungsmeilen als Statusmeilen. Ausnahme: Als Statuskunde erhaltet ihr bei Miles&More 25% der tatsächlichen Entfernungsmeilen als Bonus on Top.

Die Prämienmeilen werden bei beiden Programmen mittlerweile umsatzbasiert vergeben. Ausschlaggebend ist dabei nicht der tatsächlich bezahlte Preis, sondern Base Fare zzgl. Treibstoffzuschlag, aber ohne Steuern und Abgaben. Bei Miles&More gelten folgende Regeln:

  • 4 Prämienmeilen je Euro Umsatz
  • 6 Prämienmeilen je Euro Umsatz als Statuskunde bei Lufthansa, Austrian, Swiss, United, Air Canada, LOT, Croatia Airlines, Adria Airlines und Air Dolomiti
  • 5 Prämienmeilen je Euro Umsatz als Statuskunde bei allen anderen Airlines, einschließlich Eurowings

Bei United MileagePlus gelten folgende Regeln:

  • 5 Prämienmeilen je US-Dollar-Umsatz
  • 7 Prämienmeilen je US-Dollar-Umsatz als Silver-Member
  • 8 Prämienmeilen je US-Dollar-Umsatz als Gold-Member
  • 9 Prämienmeilen je US-Dollar-Umsatz als Platin-Member
  • 11 Prämienmeilen je US-Dollar-Umsatz als 1K und Global Services-Member

Witzig: Die umsatzbasierte Meilenvergabe greift meist nur dann, wenn ihr euer Ticket bei der Airline kauft, der das Vielfliegerprogramm gehört (Ticketstock). Bucht ihr beispielsweise einen United-Flug über die Lufthansa-Website und lasst die Meilen bei Miles&More gutschrieben, werden die Meilen umsatzbasiert vergeben. Bucht ihr das Ticket stattdessen über die United-Website, erhaltet ihr weiterhin die Meilen entfernungsabgänig! Umgekehrt trifft das nicht immer zu, United MileagePlus berechnet Meilen für United-Flüge selbst bei „fremdem“ Ticket umsatzbasiert. In diesem Zusammenhang empfehlen wir euch unseren anderen Podcast:

Miles&More dürfte allerdings als reines Bonusprogramm trotzdem für viele attraktiver sein, da die Sammelmöglichkeiten (Zeitungsabos, Hotels, Mietwagen, Einzelhandel) für Deutsche deutlich umfassender sind. Die Miles&More Kreditkarte ist eine der wenigen Kreditkarten, über die man hierzulande an Meilen kommen kann.

Meilen einlösen

Wer seine Meilen für Flugprämien ausgibt, ist bei United MileagePlus in vielen Fällen besser aufgestellt. Die zusätzlich zum Meilenwert zu bezahlenden Steuern und Gebühren fallen nämlich meist deutlich geringer aus. Beispielsweise werden für einen einfachen Flug in der Lufthansa First Class von Frankfurt nach Neu-Delhi in Indien fällig:

  • Miles&More: 85.000 Meilen + 294€
  • MileagePlus: 65.000 Meilen + 106€
United MileagePlus LH First

Saver-Prämie bei United für 65.000 Meilen + 106€

Miles More LH F

Bei Miles&More für 85.000 Meilen + 294€

Wollt ihr eure Meilen für einen Economy-Class-Inselhüpfer von Marujo nach Guam einlösen, müsst ihr folgendes auf den Tisch legen:

  • Miles&More: 15.000 Meilen + 52€
  • MileaegePlus: 12.500 Meilen + 6€

Möchtet ihr z. B. für eine Flugrundreise durch Afrika in der Business Class von Addis Abeba nach Johannesburg fliegen, verlangt man:

  • Miles&More: 35.000 Meilen + 27€
  • MileagePlus: 30.000 Meilen + 27€

Die Singapore-Direktflüge von Singapur nach Tokio Narita kosten in der Business Class:

  • Miles&More: 35.000 Meilen + 79€
  • MileagePlus: 45.000 Meilen + 94€

Üblicherweise bietet Miles&More bessere Verfügbarkeiten zum Einlösen für Flüge der Lufthansa Group, während United-Statuskunden deutlich mehr Saver-Awards für United-Flüge finden können. Nicht nur die Kosten bei der Einlösung spielen also eine Rolle, auch die Verfügbarkeiten können je nach Programm stark variieren.

Sowohl United MileagePlus als auch Miles&More kooperieren außerdem mit weiteren Airlines außerhalb der Allianz. So können Miles&More-Meilen z. B. auch für Flüge mit Cathay Pacific eingelöst werden, United-Meilen hingegen für Reisen mit Hawaiiwan oder der brasilianischen Airline Azul.

Allerdings gibt es auch bei Miles&More höchstattraktive Meilenangebote, die sich Meilenschnäppchen nennen. Beispielsweise gibt es hier regelmäßig Business Class-Flüge in die USA für 55.000 Meilen Return – das ist eine Ansage! Zusätzlich wird aber eine saftige Zuzahlung in Höhe von rund 500€ Zuzahlung berechnet. Senatoren und HON-Circle-Member können außerdem vom Companion Award profitieren, für eine 2. mitreisende Person fällt dann nur die halbe Meilenmenge an.

Weitere Tipps zum Einlösen von United-Meilen findet ihr hier:

https://travel-dealz.de/blog/united-mileageplus-meilen-kaufen/

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Adrian

Eigentlich von Beruf Radioredakteur. Seit ein paar Jahren regelmäßig in der Luft und auf der Schiene unterwegs. Seither durchforste ich täglich das Netz nach den besten Reiseschnäppchen. Ein Spezialgebiet von mir: Bahnreisen. Seit Juni 2017 bin ich im Team von Travel-Dealz. Ich freu mich über Mails an adrian@travel-dealz.de
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Kommentare (5)

  1. Danke für den informativen Podcast.
    Möchte meine UN Meilen vor dem Verfall „schützen“. Habt ihr Beispiele zum angesprochen einfachen Meilensammeln ohne zu Fliegen?
    Mir würde ja schon 1 Meile reichen 🙂
    Danke!
    Peter

    Antwort

    • Du könntest zum Beispiel:
      – Die MileagePlus-Nummer bei der Hotel- oder Mietwagenbuchung eintragen
      – 500 Meilen spenden
      – Mariott-Punkte zu UA übertragen
      – Eine Online-Umfrage bei E-Rewards ausfüllen (geht aber glaub ich nur, wenn man per Newsletter zu „eingeladen“ wird)
      – für wenige Dollar was bei Groupon.com kaufen (noch nicht getestet)

      Antwort

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