Der #10 Reise-Wochenrückblick: Delta mit Suiten in der Business Class & Neues von Unister

Hong Kong

Der 10. Reise-Wochenrückblick von Travel-Dealz mit folgenden Themen: Delta Airlines mit neuer Suite Business Class, Scoot fliegt von Singapur nach Athen, Neues von Unister und N-TV’s Analyse des Teilverkaufs von Air Berlin an Lufthansa geht schief.

Das Titelbild zeigt die kleinen doppelstöckigen Straßenbahnen in Hong Kong. Sie fahren in Central und sind ein Wahrzeichen der Stadt.

Die Woche auf Travel-Dealz.de

Angefangen hat die Woche mit Topbonus: Das Vielfliegerprogramm von Air Berlin verkauft seit einigen Tagen seine Prämienmeilen mit 50% Bonus. Theoretisch kann man sich so ein Upgrade in die Business Class ab 332€ kaufen. Kein schlechtes Angebot, aber man sollte die wirtschaftliche Lage von Air Berlin nicht außer acht lassen.

Schon mehrmals habe ich von den extrem günstigen Flügen ab Österreich nach Kalifornien berichtet. Aktuell kann man bereits ab 314€ mit British Airways von Wien nach Los Angeles fliegen. Gleichzeitig gibt es auch noch Direktflüge ab Düsseldorf mit Air Berlin für 403€. Ebenfalls ein sehr guter Preis!

Am Mittwoch habe ich ein neues Statuskärtchen in der Post gehabt: Scandic Friends 3rd Floor. Den Status gibt es aktuell gratis! Die Vorteile sind zwar überschaubar, man kann den Status aber zu Best Western, Club Carlson und sogar zu Hilton HHonors matchen!

Am Donnerstag hat der IHG Rewards Club die neue Accelerate-Promotion für das dritte Quartal 2016 freigeschaltet. Erfüllt ihr ein paar Aufgaben, gibt es mindestens 30.000 Bonuspunkte!

Letzte Woche hatte ich Geburtstag und wie jedes Jahr gibt es dann immer ein paar kleine Geschenke von den Fluggesellschaften, Vielflieger- und Hotelbonusprogrammen. Jedes Jahr sammle ich alle Geschenke und update den Artikel: Was man zum Geburtstag geschenkt bekommt

Bei Mileage Runs stellt sich immer die Frage: Lohnt sich das wirklich? Ein No-Brainer sind aber immer die Flüge mit SAS in die USA, um die Requalifikation zum Aegean Miles+Bonus Gold Status zu schaffen. Aktuell sind Chicago und Washington D.C. für 231€ mit Abflug von Skandinavien buchbar. Bis zu 9.300 Status- und Prämienmeilen für 231€ sind echt einen Ausflug in die USA wert!

Zum Schluss noch eine Ankündigung: Nächste Woche wird es wieder einen 10% Expedia Gutschein auf Hotels weltweit geben. Exklusiv nur für Euch!

Delta Airlines mit neuer Suite Business Class

Delta Airlines wertet seine Business Class auf und wird in ihre Airbus A350-Flugzeuge kleine Suiten einbauen:

Delta Airlines A350 Suite Business Class

Die neue Business Class von Delta Airlines(© Delta Airlines)

In der Delta One Suite wird jeder Sitzplatz direkten Zugang zum Gang haben und durch eine halbhohe Tür abgeschirmt sein. In der Mitte lassen sich ebenfalls Trennwende hochfahren und jede Suite soll über eine anpassbare Ambientebeleuchtung verfügen.

Allerdings wird der erste A350 erst im Herbst 2017 in die Flotte aufgenommen und soll zuerst zwischen Asien und den USA eingesetzt werden. Nach der Einführung der A350 sollen auch die Boeing 777-Flotte mit den Delta One Suites ausgestattet werden.

Mehr Bilder und Informationen gibt es bei Delta und Aero.de.

Neue Lowcost-Langstrecke: Scoot fliegt von Singapur nach Athen

Die Singapore Airlines-Tochter Scoot fliegt ab Juni 2017 von Singapur nonstop nach Athen. Viermal wöchentlich wird die Langstrecke mit einer Boeing 787 angeboten.

Aktuell ist ein Hin- und Rückflug für 436€ buchbar. Nur mit Handgepäck und Verpflegung! Ein Aufgabegepäckstück mit 20 kg kostet 35€ pro Strecke und für Essen, Trinken und Snacks werden 70€ pro Strecke fällig. Damit aktuell noch kein Schnäppchen.

Unister-Insolvenz: Finanzberater in U-Haft, System von Chaos, Kundenabzocke und Schikane & zwei Männer mit Neonazi-Biografie

Keine Woche ohne neues zu der Unister-Insolvenz: Letzten Samstag teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass der Finanzberater Wilfried Schwätter aus Unna in U-Haft sitze. Er war der mutmaßliche Kontaktmann zum Diamantenhändler, der Thomas Wagner in Venedig um 1,5 Millionen Euro betrog. Schwätter dürfte für seine Vermittlung eine Provision erhalten habe, war aber bei dem Deal in Venedig nicht dabei.

Die Zeit Online widmet einen dreiseitigen Artikel dem System von Chaos, Kundenabzocke und Schikane bei Unister. Es geht unter anderem darum, wie Mitarbeiter dazu genötigt wurden unnötige Versicherungen den Kunden am Telefon aufzuschwatzen, wie Unister Rechtsverstößen einfach ausgesessen hat und wie die Mitarbeiter schikaniert worden sind, aber gleichzeitig das Unternehmen die Start-up-Mentalität als Lockmittel eingesetzt hat.

Recherchen der Zeit und der Sächsischen Zeitung haben ergeben, dass Unister unter dem Einfluss von Rechtsextremen steht. Zwei Österreicher mit Neonazi-Biografie haben seit 2013 Einfluss auf den Konzern als Berater der Geschäftsführung und als zweitgrößter Aktionär der Unister-Tochter Travel24 gewonnen. In einem umfangreichen Artikel versucht die Zeit den Einstieg der beiden bei Unister zu rekonstruieren und welche Rolle einer der Beiden bei dem Venedig-Deal spielte.

N-TV analysiert „Warum Lufthansa Air Berlin nicht retten wird“

Am Donnerstag hat N-TV einen Artikel veröffentlicht, der die angeblich laufenden Verhandlungen um einen Verkauf des dezentralen Streckennetzes von Air Berlin an Lufthansa analysiert: Das Aus als eigenständige Airline? Warum Lufthansa Air Berlin nicht retten wird

Schon im ersten Absatz findet sich ein grober Fehler:

Der Aktienkurs von Air Berlin steht aktuell bei 65 Cent. Rechnerisch wäre die gesamte Airline mit 144 Flugzeugen an der Börse zurzeit zum Preis eines einzigen Airbus-Fliegers zu haben.

Leider besitzt Air Berlin überhaupt keine Flugzeuge mehr. Das ist auch seit Juli 2016 bekannt und steht auch bei Wikipedia. Stattdessen hat Air Berlin die Flugzeuge zurückgeleast. Dass man also Air Berlin zum Preis eines Flugzeugs kaufen kann und dann 144 Flugzeuge besitzt, ist unter diesem Umständen ein sehr schlechter Vergleich. Der ganze Artikel ist auf dem Wert der Flugzeugen aufgebaut ist. So rechnet der Autor des Artikel im weiteren Verlauf vor: Lufthansa hat 600 Flugzeuge und hat 2015 einen Gewinn von 1,7 Milliarden Euro gemacht. Das heißt, pro Flugzeug 2,8 Millionen Euro Gewinn. Deswegen soll der Deal maximal 40 Flugzeuge x 2,8 Millionen = 112 Millionen in die leeren Kassen von Air Berlin spülen. Leider besitzt Air Berlin aber kein einziges Flugzeuge mehr. Es wäre sicherlich spannend gewesen, eine Kaufpreis zu schätzen aber das ist die komplett falsche Grundlage und der Autor hat damit bewiesen, nicht einmal den Wikipedia-Artikel zu Air Berlin gelesen zu haben.

Deutlich besser ist ein aktueller Artikel bei der Wirtschafts Woche zur Lage bei Air Berlin. Air Berlin wird anhand der Entwicklung von wichtigen Kennzahlen analysiert und ein realistischen Vergleich mit anderen Airlines.

Kurznachrichten

  • Kostenloses Internet für Turkish Airlines Miles&Smiles Elite-Mitglieder? Ab sofort gibt es für Miles&Smiles Elite-Mitglieder kostenloses Internet an Bord von Turkish Airlines auf Langstrecken in der Economy Class.
    Mehr dazu bei Turkish Airlines.
  • Postbank führt Kontoführungsgebühren ein: Zwar gab es die schon immer aber bis vor kurzem hat die Postbank Neukunden mit dauerhaft kostenlosen Kontoführung geworben. Die per Pressemitteilung angekündigten Kontomodelle sollen auch für Bestandskunden gelten. Demnach werden ab dem 1. November Kontoführungsgebühren in Höhe von 1,90€ für das Postbank Giro direkt, 3,90€ für das Postbank Giro plus und 9,90€ für das Postbank Giro extra plus pro Monat fällig. Erst ab 3.000 monatlichen Geldeingang, ist das Konto kostenlos. Für Kunden bis 22 Jahren ist das Postbank Giro start direkt ohne Geldeingang kostenlos.
    Bisher wurden für das Postbank Giro plus Konto 5,90€ fällig die ab 1.000€ Geldeingang pro Monat entfielen. Bei vielen Aktionen wurde auf den Mindestgeldeingang verzichtet, der jetzt durch die Hintertür wieder eingeführt wird.
    Alternativen? das DKB-Cash mit Visa-Kreditkarte, Comdirect Girokonto mit Visa-Kreditkarte und das Girokonto der Norisbank sind weiterhin kostenlos ohne Mindesteingang.
  • Kein Chauffeur-Service bei Etihad mehr für Prämienflüge: Bisher gab es bei über AAdvantage recht preiswerte Prämienflüge in der Business- und First Class bei Etihad Airways. Die Preise für diese Awards wurden in den letzten Monaten drastisch erhöht und jetzt muss man sich auch von dem Chauffeur-Service verabschieden. Gültig für Flüge ab dem 10. August.
    Mehr dazu gibt es bei InsidefFlyer.co.uk.
  • Aero.de: Eurowings fehlen Piloten in der A330-Flotte

Der nächste Wochenrückblick

Der nächste und damit 11. Wochenrückblick wird vermutlich erst in zwei Wochen am Samstag Vormittag 2. September veröffentlicht, denn nächste Woche bin ich unterwegs.

Falls ihr den letzten Wochenrückblick verpasst habt, findet ihr ihn hier:

Alle vorherigen Wochenrückblicke findet ihr hier: Wochenrückblick

Wie gefallen euch die ersten Wochenrückblicke? Was kann ich besser machen? Habe ich Themen übersehen? Dann dürft ihr mit gerne ein Kommentar hinterlassen oder eine Email an Johannes@Travel-Dealz.de schreiben. Außerdem findet ihr mich auf TwitterFacebook oder bei Instagram.

Johannes

Ich habe 2010 Travel-Dealz gegründet und schreibe seit dem täglich über die neusten Reiseschnäppchen. Seitdem ich 17 bin, suche ich nach Wegen so günstig wie möglich zu fliegen. Mit meinem Wissen versuche ich Dir genau das selbe zu ermöglichen. Wenn du eine Frage hast kannst du dich jederzeit an mich wenden! Schreib mir einfach eine Email an: Johannes@Travel-Dealz.de Bitte aber nicht mit einem Reisebüro verwechseln.

Kommentare (3) Schreibe einen Kommentar

  1. Sieht echt nicht rosig aus für AirBerlin. Werden zwar von Etihad über Wasser gehalten, aber so viel bringt das bei den Umsätzen mit dem CodeSharing auf lange Sicht auch nicht.
    Meiner Meinung aber auch selbst schuld. Unglaublich schlechtes Management in den letzten Jahren. Was ist die Marke AirBerlin? Die sind mit ihren Umstrukturierungen immer nur nachgezogen. Oh, da muss man für Gepäck bezahlen? Machen wir jetzt auch. Oh, da gibts keine Getränke mehr. Bieten wir auch nicht an. Dazu ein unfassbar grauenvoller Kundenservice. Ich muss aber sagen mit AirBerlin fühle ich mich sehr wohl zu fliegen, aber die Preisstruktur rechtfertigt die Buchung manchmal einfach nicht. Hätte kein Problem dafür bis zu 30% mehr zu zahlen, aber die Preise von denen sind ja manchmal echt wucherisch.

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.