Startseite Magazin Der #79 Wochenrückblick: Air France Error Fare wird nicht honoriert • Etihad fordert „Lösegeld“ von Vielfliegern

Der #79 Wochenrückblick: Air France Error Fare wird nicht honoriert • Etihad fordert „Lösegeld“ von Vielfliegern

Weihnachtsmarkt Koeln

Der 79. Wochenrückblick von Travel-Dealz mit folgenden Themen: Air France hat die Transatlantik-Error Fare-Tickets in der First Class für 540€ wieder storniert. Und das ist keine schöne Praxis: Etihad fordert neuerdings „Lösegeld“ für Topbonus-Prämienflüge.

Das Travel-Dealz-Team wünscht allen Leserinnen und Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest! Das Titelbild ist auf dem Weihnachtsmarkt in Köln (Alter Markt) entstanden.

Die Woche auf Travel-Dealz.de

Günstige Economy Class-Flüge

Günstige Business Class-Flüge

Gutscheine

Kurznachrichten

Luftfahrt

  • EU genehmigt LGW-Übernahme durch Lufthansa: In der vergangenen Woche ließ Lufthansa wegen behördlicher Bedenken die Übernahme von Niki platzen – das Unternehmen meldete kurz darauf Insolvenz an. Was die Übernahme der Luftfahrtgesellschaft Walter angeht, gibt die EU nun hingegen grünes Licht. Neben 900 Mitarbeitern möchte der Kranich auch 20 Dash 8 Q400 Turboprop-Flugzeuge für Eurowings übernehmen. Zusätzlich ist die Übernahme von 13 Airbus-Flugzeugen aus Beständen der Air Berlin geplant.
    Auch wenn die EU-Kommission keine Bedenken mehr hat: Sicher ist die Übernahme dadurch noch nicht. Eine eventuelle tiefgründige Prüfung durch das deutsche Bundeskartellamt steht noch an.
  • Delta verabschiedet die 747: Auch bei Delta Airlines fliegen zukünftig keine Boeing 747 Jumbos mehr. Der letzte kommerzielle Linienflug führte die N666US am 19. Dezember von Seoul nach Detroit. Die verbleibenden vier Flugzeuge werden nun noch ein paar Charterflüge absolvieren und schließlich ab  Januar dauerhaft in der Wüste Arizonas geparkt.
  • Emirates fliegt nach London-Stansted: Nach Heathrow und Gatwick nimmt Emirates einen weiteren Flughafen Londons in das Streckennetz auf. Ab Juni 2018 fliegt man täglich mit einer Boeing 777-300ER von Dubai nach Stansted und zurück. Mit an Bord ist die neue First Class Suite, zudem gibt es 42 Sitze in der Business Class und 306 Economy-Plätze. Bekannt ist der Flughafen Stansted sonst hauptsächlich als Standort für Billigflieger wie Ryanair.
  • Boeing an Übernahme von Embraer interessiert bei Aero.de
  • Mindestens vier konkrete Angebote für Niki-Übernahme bei Aero.de
  • Air Berlin zahlt Teil des 150-Millionen-Kredits zurück bei Airliners.de
  • Eurowings Deutschland darf unbegrenzt wachsen bei Aero.de
  • Tuifly traut sich Langstrecken mit 737 MAX zu bei Aero.de
  • Flughafen Kassel wird nicht zurückgestuft bei Airliners.de
  • Geteiltes Echo nach „Easy Security“-Test bei Airliners.de

Meilen & Punkte

  • Topbonus koopertiert mit Germania und BMI regional: Topbonus – das ehemalige Vielfliegerprogramm von Air Berlin – hat zwei neue Partner für sich gewonnen. Bereits letzte Woche gab man bekannt, dass das Meilensammeln auf Flügen mit dem Ferienflieger Germania ab sofort möglich ist – allerdings ausschließlich bei telefonischer Buchung. Wer das auf sich nimmt, erhält dann immerhin bis zu 2.000 derzeit sinnlose Meilen pro Strecke.
    Am Dienstag verkündete man zudem eine Kooperation mit BMI regional. Dort gibt es je nach Buchungsklasse 250 bis 2.000 Meilen pro Flug und das auch bei Online-Buchung. BMI regional wurde vor einigen Jahren von der durch British Airways übernommenen British Midland Airways herausgelöst und kooperiert in Deutschland u.a. mit der Lufthansa. So werden z.B. Codeshare-Flüge von Frankfurt und München aus angeboten. Zusätzlich gibt es auch Flüge in kompletter Eigenregie – beispielsweise von Rostock-Laage nach Stuttgart.
    Zukünftig ist auch das Einlösen von Meilen für Flüge mit beiden Airlines geplant. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie attraktiv die Möglichkeiten dann wirklich sind – für Economy-Flüge mit Etihad verlangte man zuletzt horrende Zuschläge.
  • Etihad erhebt willkürliche Zuschläge für Topbonus-Prämienflüge: Im Zuge der Air Berlin-Insolvenz sind viele bereits gebuchte und bezahlte Prämienflüge mit Partnerfluggsellschaften wieder storniert worden, weil Air Berlin die gezahlten Zuschläge nicht an die Partner vor der Insolvenz weitergeleitet hat und keine Tickets auf Air Berlin-Stock (Ticketnummer beginnt mit 745) mehr akzeptiert werden dürfen. Einige Airlines haben diese Tickets trotzdem honoriert und auf den eigenen Ticket-Stock umgeschrieben, obwohl sie wahrscheinlich nie dafür Geld sehen werden (z.B. Cathay Pacific).
    Etihad Airways, denen zu 70% Topbonus gehört, kontaktiert jetzt einige Passagiere und droht damit die Tickets zu stornieren, wenn nicht mehrere hundert Euro Treibstoffzuschlag nachträglich bezahlt werden. Merkwürdigerweise liegt der geforderte Zuschlag deutlich über den zu zahlenden Zuschlägen im eigenen Vielfliegerprogramm Etihad Guest. Im Vielfliegertreff wird das geforderte „Lösegeld“ diskutiert.

Reisen

  • Air France Error Fare wird nicht honoriert:  Für 540€ in der First Class nach aus den Vereinigen Staaten nach Europa fliegen – das ist einfach zu billig! Dieser Auffassung ist Air France und hat die kürzlich zu diesem Preis verkauften Tickets wieder storniert. In einer Mitteilung an die betroffenen Kunden entschuldigte sich die Airline und verwies auf einen technischen Fehler: „As discussed, due to a system error, your Air France La Premiere ticket(s) which was recently purchased in La Premiere class has/have to be cancelled and will be fully refunded, consistent with DOT guidelines and policy.“ Angeblich überlegen die Verantwortlichen derzeit, ob auch Kosten für Zahlungen erstattet werden sollen,  die im Zusammenhang mit der Buchung entstanden sind, z. B. Hotelbuchungen in den USA oder Zubringerflüge. Air France hatte am Mittwoch First Class-Tickets von Los Angeles und San Francisco nach Großbritannien für 540€ One Way und rund 1.200€ Round Trip verkauft.
  • Hyatt ändert Stornierungsbedingungen: Der für Kunden negative Trend unter den Hotelketten, bei stornierbaren Raten nur noch kostenlose Stornierungen bis 24 oder sogar 48 Stunden vor Ankunft zu erlauben, weitet sich jetzt auch auf Hyatt aus. Ab dem 1. Januar 2018 wird die für Hotels standardmäßig vorgeschlagene Storno-Regel bis 48 Stunden vor Ankunft lauten. Danach fallen Stornierungsgebühren, i.d.R. der Übernachtungspreis für die erste Nacht, an.

Der nächste Wochenrückblick

Das gesamte Travel-Dealz Team wünscht euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest! 

Nächsten Samstag gibt es keinen Wochenrückblick, statt dessen blicken wir im Travel-Dealz-Jahresrückblick 2017 auf das vergangene Jahr zurück.

Falls ihr den letzten Wochenrückblick verpasst habt, findet ihr ihn hier:

Alle vorherigen Wochenrückblicke findet ihr hier: Wochenrückblick

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Adrian

Eigentlich von Beruf Radioredakteur. Seit ein paar Jahren regelmäßig in der Luft und auf der Schiene unterwegs. Seither durchforste ich täglich das Netz nach den besten Reiseschnäppchen. Ein Spezialgebiet von mir: Bahnreisen. Seit Juni 2017 bin ich im Team von Travel-Dealz. Ich freu mich über Mails an adrian@travel-dealz.de

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