Der Wochenrückblick: Finnair rüstet die Flotte um & Nervenkitzel auf dem Weg nach Kanada

Finnair Airbus A350

Dieses Angebot war eine Steilvorlage: WestJet verkauft Sitzplätze in der Premium-Economy seiner Boeing 737-MAX Flotte zum reduzierten Preis und ohne Rückflug-Ticket. Die Witze schreiben sich von selbst. Wer diese Reiseklasse mag, sich aber lieber in einem Flugzeug von Airbus wiederfindet, wird seit dieser Woche mit absoluter Sicherheit bei Finnair glücklich. Unglücklich sind hingegen Mitglieder von Choice Privileges.

Finnair kennt nur zwei Stellungen

Oneworld-Mitglied Finnair hat in der letzten Wochen eine Erfolgsmeldung abgegeben, die nicht unbedingt bei jedem Begeisterungsstürme auslösen dürfte. Die Airline hat ihre komplette Langstreckenflotte, bestehend aus 9 Airbus A330 und 17 Airbus A350, einheitlich mit der neuen Kabinen-Konfiguration ausgerüstet. Das bedeutet in erster Linien zwei Dinge: Zum einen verfügt nun jedes dieser Flugzeuge über eine Premium-Economy-Kabine.

Zum anderen findet man inzwischen auch in jedem Flieger die neue Business Class. Diese hat bei Vielfliegern jedoch gemischte Reaktionen hervorgerufen. Hauptgrund dafür sind die Sitze, die sich nur in zwei Positionen (aufrecht und liegend) einstellen lassen. Wer sich auf langen Flügen gemütlich zurücklehnen will, sollte also möglichst nicht in Helsinki umsteigen.

Nervenkitzel zum kleinen Preis

Wer schon immer mal mit dem fehleranfälligsten Flugzeug der letzten zehn Jahre fernab vom Festland unterwegs sein wollte, hat nun die Gelegenheit, es zum kleinen Preis mit extra Beinfreiheit zu tun. Die Rede ist von der Boeing 737-MAX8. Flugzeuge dieser schlagzeilenträchtigen Baureihe setzt die kanadische Airline WestJet auf Flügen zwischen Dublin und Toronto sowie Halifax ein. Oneway-Tickets in der Premium Economy gibt es bereits ab 232€. Und wer möchte bei diesem Flugzeugtyp schon Geld für den Rückflug im Voraus bezahlen?

Reisezeitraum: September und Oktober 2024

Choice schafft Höchstpreis für Prämiennächte ab

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr hat Choice Privileges, Treueprogramm von Choice Hotels, an der Preisschraube für Prämiennächte gedreht. Zuvor waren bereits Nächte in Skandinavien teurer geworden und der Höchstpreis von Einlösungen bei Preferred Hotels von 55.000 auf 87.000 angehoben worden. Nun ist auch die Obergrenze für Nächte bei Choice Hotels von 35.000 angehoben worden, einige Hotels kosten nun bis zu 45.000 Punkte. Im Gegensatz zu anderen Programmen wie Delta SkyMiles, die schlechte Neuigkeiten im Paket herausgeben, bekommen Choice-Mitglieder die Verschlechterungen scheibchenweise serviert.

Titelbild: © John_H (Pixabay)

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Kommentare (9)

  1. Felix sagt:

    Danke für das viele Feedback, das mich ehrlich gesagt überrascht. Ich möchte den Vorwurf, mich über die Opfer lustig zu machen, deutlich zurückweisen. Mein Mitleid gehört den Verstorbenen, ihren Angehörigen und den Piloten der beiden verunglückten Maschinen. Diese haben die letzten Momente ihres Lebens damit verbracht, gegen eine Software anzukämpfen, über deren Existenz sie vom Hersteller gar nicht oder nur ungenügend unterrichtet wurden. Und damit sind wir beim Kern des Absatzes – es geht hier um einen satirischen Beitrag, bei dem Kritik an Boeing im Vordergrund steht. Der Konzern hat, getrieben von Profitgier, ein im Vergleich extrem fehleranfälliges Flugzeug auf den Markt gebracht. Dessen Unfallstatistik ist deutlich schlechter, als die von anderen Maschinen, die im gleichen Zeitraum entwickelt worden. Das alles lässt sich faktisch belegen. Ich persönlich vermeide Flüge mit der MAX-Reihe und habe bisher noch nie eine von innen gesehen. Dieser Einstellung begegnet man innerhalb der Redaktion sowohl mit Verständnis, als auch mit Unverständnis. Hätten wir durch die Bank ernsthafte Zweifel an der Sicherheit dieser Flugzeuge, würden wir Angebote wie das von WestJet nicht bewerben. Die Fehler, die zu den Abstürzen bei Lion Air und Ethiopian Airlines geführt haben, sind behoben worden.

  2. GERD sagt:

    Sehe ich auch anders, Felix hat sich nicht über die Opfer lustig gemacht, sondern das Stimmungsbild der Passagiere aufgenommen ( ich bin in letzter Zeit 4x mit der max geflogen und da waren schon ähnliche joks am Gate zu hören). Und wenn man ehrlich ist und weiß, dass man mit der gleich losfliegen wird, geht man schon kurz die Liste durch, die unbedingt hätten erledigt werden müssten….
    Geht es euch nicht ähnlich?

    • Alfred sagt:

      Nein! Ich weiß von einem Flugkapitän, wie schnell Flugzeuge gegroundet werden. Außerdem reden die Sachversicherer ein Wörtchen mit. Auch ansatzweise gibt’s keinen Grund panikartig zu reagieren.

  3. Alfred sagt:

    Eine völlig unpassende Stimmungsmache. Vom Niveau her billig und untere Schublade. Ich bin überrascht, sowas hier zu lesen.

  4. 4flo sagt:

    Der Kommentar bzgl. 737MAX „Und wer möchte bei diesem Flugzeugtyp schon Geld für den Rückflug im Voraus bezahlen?“ ist völlig despektierlich. Geht gar nicht.

    • SEN Tom STR sagt:

      Doch geht!

    • Martin sagt:

      Ironie als solche zu erkennen ist nicht jedermanns Sache.

      • 4flo sagt:

        @Martin: ich kann da keine Ironie erkennen; höchstens schwarzer Humor auf dem Rücken der Absturzopfer und deren Angehörigen. Wenn dem so ist – völlig perfide.

        Ich unterstelle dem Autor eine zu leichte Feder, und vermutlich dahin geschrieben, ohne sich Gedanken darüber gemacht zu haben, was es eigentlich bedeutet. Passiert Journalisten in den besten Häusern; Ich bin sicher, er hätte den Satz nicht geschrieben, hätte er einen Angehörigen bei einem dieser Unfälle verloren.
        Bottom line – ich bin der Meinung auch Redakteure von Travel-dealz haben eine journalistische Verantwortung; und jede Art von Humor mit tragischen Unglücken verbietet sich.

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