Easyjet stoppt alle innerdeutschen Flüge

Easyjet Berlin

Nach der Airberlin-Pleite hat sich Easyjet als größte Fluggesellschaft in Berlin etabliert. Mit 34 Flugzeugen werden ab den Flughäfen Tegel und Schönefeld nicht nur viele Europaziele angeflogen, es gibt auch innerdeutsche Verbindungen von Berlin nach Sylt, Köln/Bonn, Düsseldorf, Stuttgart und München.

Im Zuge der Coronakrise wurden diese vorübergehend eingestellt, sollten aber ursprünglich ab September (Sylt ab Anfang August) wieder aufgenommen werden. Dazu scheint es jetzt nicht mehr zu kommen. Gemäß rbb24 plant Easyjet in Berlin einen radikalen Stellenabbau und wird unter anderem die Flotte halbieren. Zukünftig soll der Fokus stärker auf touristischen Flügen liegen. Die innerdeutschen Flüge werden voraussichtlich komplett entfallen.

In einem Schreiben, das Airliners.de vorliegt, heißt es:

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt planen wir keine Inlandsflüge in Deutschland

Bis auf eine Ausnahme hat Easyjet die innerdeutschen Flüge bereits am Mittwoch aus dem Flugplan entfernt. Wer beispielsweise eine Verbindung von Berlin nach Stuttgart buchen möchte, bekommt zwei wenig brauchbare Alternativen angezeigt: Entweder er fliegt mit Umstieg über London-Gatwick oder aber nach Zürich statt Stuttgart. Lediglich die Flüge von Berlin nach Sylt sind an einzelnen Daten noch verfügbar.

Die Basis in Berlin war laut Easyjet nie profitabel und habe zu „erheblichen Verlusten“ geführt. Der angekündigte Kahlschlag dürfte nun aber Mitarbeiter wie Kunden gleichermaßen überraschen.

Fazit

Easyjet hat offenbar genug von permanenten Preiskämpfen. Künftig kann die Lufthansa Group sich dann wieder auf ihrer Monopolstellung für innerdeutsche Flüge ausruhen. Abseits davon werden für Reisende aus Berlin & Umgebung sicher noch viele weitere Nonstop-Verbindungen entfallen, mit denen Easyjet die Airberlin-Nachfolge angetreten hat.

Besonders hart treffen die Streichungen alle Vielflieger mit Easyjet-Plus-Abo. Eurowings als einzige Alternative für innerdeutsche Flüge hat nämlich längst die Abwärtsspirale beim Service eingeleitet und gilt generell als nicht sonderlich zuverlässig.

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Kommentare (27)

  1. Andreas sagt:

    Die Qualität der Kommentare im Travel-Dealz-Forum ist nach dem Corona-Lockdown deutlich schlechter als vorher. Manche Kommentatoren scheinen auf sehr viel aufgestauter Wut zu sitzen. Ich finde, Beiträge, die andere abwerten, sollten gelöscht werden. Im Moment ist der Kommentarbereich keine Freude mehr zu lesen.

  2. Apollo Bravo sagt:

    Mir tun die Mitarbeiter von easyJet leid,sie sind alle sehr motiviert! Aber auch bei den Bodenverkehrsdiensten können da durch Arbeitsplätze weg Fällen! Das ist eine Spirale Die nach unten geht! Die Arbeitslosenzahlen werden noch weiter steigen in sehr vielen Branchen! Wo soll das noch hinführen? Auch die anderen Deutschen Flughäfen werden das sehr stark spüren! Um das das mit Fernbussen oder der Bahn zu kompensieren muß sehr viel getan werden! Ob das klappt ?

  3. Helmut sagt:

    Fande es gut das easyjet Wettbewerb zur arroganten LYH/EW gemacht hat. Seit der AB Pleite sind die Ticketpreise, z.B. STR-HAM extrem gestiegen, selbst zu Off-Peak Zeiten.
    Geschäftlich sind Zug und Bus leider keine Alternative.

    • Marcus sagt:

      Das mag jetzt hart klingen: Dann lass es halt.

      Entweder du bist bereit für ein „schnelles“ LH-Ticket (was immer noch insgesamt 3-4h dauert) mehr hinzulegen oder die 6 Stunden Zug in Kauf zu nehmen.

      Luxusproblem

  4. Helmut sagt:

    Habe für 1.11.2020 5 Tickets BER-STR. Was nun?

    • Max sagt:

      Wenn du Glueck hast Rerouting via London-Gatwick. Wenn du hartnaecking bist Umbuchung auf Lufthansa/Eurowings.

    • Peer sagt:

      Abwarten, was für Infos seitens Easyjet kommen. Aktiv wird Easyjet Umbuchung auf eine beliebige Strecke zum Wunschtermin und evtl. die Erstattung anbieten. Gemäß EU-Verordnung hast du auch Anspruch auf eine Ersatzbeförderung, z.B. mit Eurowings

  5. Henning sagt:

    Es ist schade, dass Easy Jet sein Angebot von Berlin stark einschränkt. Meine Flüge von Berlin nach München und Köln/Bonn mit Easy Jet in den letzten Jahren erfüllten stets meine Erwartungen. Natürlich nervten die Schnäppchenflieger oder die „Start Up Clowns“, die Ihren Hausstand ins Handgepäck quetschten um nicht am Gepäckband zu warten oder um ein paar Euros zu sparen, aber wenn man einen der vordersten Plätze buchte, konnte man ganz gut damit leben. Was die Kommentare über Berlin betrifft, hat Max natürlich vollkommen recht, auch wenn er es nicht politisch korrekt formuliert. Daher benötigt die Stadt weder ein Drehkreuz noch mehrere Flughäfen, z.B. einen europäischen Business Flughafen neben dem BER. Dafür gibt es hier in Berlin jetzt Prima Fahrrad PopUp Wege, auf denen sich die Hauptstädter in Funktionskleidung und kindischen Helmen mit ihren Bangladesh Bikes von A nach B bewegen können.

  6. Rene sagt:

    Aber Hallo ! !
    Geht’s hier eigentlich um die gestrichenen Verbindungen von EZY innerhalb Deutschlands…..oder wollt ihr hier Berlin platt walzen ?

  7. Johannes sagt:

    Bitte kommt wieder auf das eigentliche Thema zurück. Danke!

  8. Rolf sagt:

    Bravo Matthias, teile voll und ganz deine Meinung!!!

  9. Alex sagt:

    Ich denke gerade um innerdeutsche Verbindungen ist es nicht schade. In den meisten Fällen gibt es da wirklich eine Alternative mit der Bahn. Und durch die wegfallenden Wege von und zum Flughafen, sowie die zusätzliche Zeit für den Check-In kommt man in vielen Zielen auch nicht auf einen wesentlich höheren Zeitaufwand.
    Klar, die Bahn ist nicht immer zuverlässig, aber auch im Flugverkehr kommen Verspätungen vor. Die Umwelt freut sich bestimmt über weniger Kurzstreckenflüge.
    Übel ist es natürlich für die betroffenen Beschäftigten. Zumal es derzeit auch nicht einfach wird, bei einer anderen Airline unterzukommen.

  10. Dealexperte2.0 sagt:

    Die Streichung der innerdeutschen Verbindungen sind verkraftbar btw. ich fahre da sowieso nur Bahn. Viel trauriger ist die Nachrricht, dass easyJet zumindest im Winter die Flotte halbiert. Hoffen wir das Beste.

  11. Max sagt:

    Berlin ist und bleibt halt nur eine moechtegern-Alpha City die eigentlich eine Gamma-City ist.
    Das (wahrscheinlich durch den massiven Drogenkonsum verzerrte) Selbstbild ist Champions League, die bittere Realitaet ist Hinterland-Bauernliga.

    Sieht man auch wunderbar daran, dass in ALLEN anderen relevanten Staaten die Hauptstadt ein hoeheres BIP pro Kopf hat als der staatliche Durchschnitt, einzig Berlin hat ein signifikant geringeres BIP pro Kopf als der Rest Deutschlands.

    • Florian sagt:

      Gamma wäre noch ein Kompliment…

    • Pat sagt:

      Hab noch nie soviel Blödsinn auf einmal gelesen….

      • Max sagt:

        @Pat
        1.) Berlin wird hier zwar nicht als Gamma, aber gerade mal als Beta-City klassifiziert: https://en.wikipedia.org/wiki/Globalization_and_World_Cities_Research_Network
        In einer Reihe mit ach so ‚wichtigen‘ Wirtschafts-, Finanz- und Machtmetropolen wie Zagreb und Sofia. Im Vergleich zu London, New York, Madrid, Paris, Singapore, Hong Kong, Tokyo, Beijing, Shanghai, Dubai, Los Angeles ist das Bauernliga.

        2.) Massiver Drogenkonsum in Berlin: https://www.bz-berlin.de/berlin/berliner-schnupfen-17-tonnen-kokain-pro-jahr

        3.) BIP pro Kopf in Berlin (2018): 40.105 EUR BIP pro Kopf in Gesamt-Deutschland: 40.339 EUR
        https://www.deutschlandinzahlen.de/tab/bundeslaender/volkswirtschaft0/bruttoinlandsprodukt/bruttoinlandsprodukt-je-einwohner

        4.) Reicht ja schon wenn man sich die Flugverbindungen anschaut, wie viele Langstrecken gibt es ab Berlin? Man braucht noch nicht einmal die ganze Hand zum abzaehlen.

        • Pat sagt:

          Also allein der Drogenkonsum. Die im Westen fahre ALLE nach Amsterdam, die im Süden nach Prag und der Norden nach Berlin. Wo ist denn da ein Problem. Die ganze Welt tuts. Jede hat sein Leben selbst in den Griff zu kriegen. Und wenn die Billiglohnfirmen, Callcenter und Co nun mal alle in Berlin sich niederlassen, wo soll da der Verdienst herkommen. Angebot und Nachfrage. Dafür hat die EU die Aussengrenzen eröffnet. Willkommen in Berlin, was Richtung Osten am nächsten ist.
          Wer will denn das Berlin zur Superstadt aufsteigt. Die Mieten sind schon hoch genug. Es kommen 14 Mio Touris in die Stadt, wenn Corona mal irgendwann vorbei sein wird. Wirtschaft heisst zwar Arbeit, aber ohne bezahlbaren Wohnraum. Los Angeles,Tokio,Dubai,Marid und Co sind zubetoniert. Hauptsache noch mehr Leute, noch mehr Arbeit,noch mehr Druck….Geld ist nicht alles. Tja das der Flughafen nicht läuft ist eine Peinlichkeit der Regierung und die sitzt nunmal in Berlin.

      • Max sagt:

        @Pat
        Eben, Angebot und Nachfrage. In Berlin gibt es nur ein verschwindend geringes Angebot an qualifizierten Leuten, aber ein umso groesseres an unqualifizierten Mindestlohn-Jobbern und Hartzern. Und dementsprechend wird sich kein Industrieunternehmen dort nennenswert engagieren. Einzig unnuetze PR-Standorte wie das nichtsnutzige Lufthansa ‚Innovation Lab‘ wird man dort vorfinden. Falls doch mal ein unwissender Amerikaner auf die Idee kommt, dort ein Buero zu eroeffnen weil Berlin ja so ‚hipp‘ ist, sind die Berliner selbst ja so dumm das durch Proteste zu verhindern.

        Bin auch voll bei dir was Eigenverantwortung von Drogenkonsum angeht, aber man sollte sich dann nicht zu sehr den daraus entstehenden Halluzinationen hingeben.

        Hohe Mieten? Nicht wirklich, kommt einem nur so vor weil man dort nichts verdient.

        „Geld ist nicht alles“ kommt wundersamer Weise immer von denen, die selbst keines haben und auch keine Perspektive besitzen jemals Zugriff auf welches zu bekommen.
        Die Aussengrenzen wurden auch nicht von der EU geoeffnet, sondern defacto durch Merkel’s Sozialstaats-Magneten ueberrumpelt. Griechenland, Ungarn und andere Aussengrenz-Laender versuchen mit allen legalen Mitteln die Grenzen zu verteidigen.

        Das Flughafen-Fiasko hat wiederum nicht die Bundesregierung zu verantworten, sondern die Berliner Politik und insbesondere auch die Buerger, die diese inkompetenten Politiker noch nicht einmal abwaehlen.

        Ich streue aber gerne noch ein bisschen Salz in die Wunde, denn selbst in der Berliner Lieblings-Disziplin ‚Clubbing‘ liegt das Bootshaus in Koeln vor allen Hauptstadt-Clubs: https://djmag.com/top100clubs

      • Volker sagt:

        Ich weiß nicht was Sie sonst so lesen, aber dass Berlin eine failed city ist hat sich inzwischen überall herumgesprochen. Nur die Berliner haben es anscheinend immer noch nicht geschnallt.

    • Matthias sagt:

      …was für ein Mist Du schreibst. Du machst die Lebensqualität am BIP fest? Auweia, ich nehme an Du lebst in Düsseldorf, Frankfurt oder München? Das sind nämlich echte Provinzstätte…(ausser Geld nichts) im Gegensatz zu Berlin. Komm doch mal her und lebe ein paar Jahre hier…
      So viele verschiedene Kulturen und Menschen hier…ein offenes Klima der Toleranz.
      Aber das mag eben nicht jeder…na egal…werde in Deiner Alpha-City glücklich und sehe die Welt weiter durch deine Scheuklappen.
      Und übrigens: die Verbindungen von Berlin, Köln, Stuttgart und München habe ich letztes Jahr regelmässig gebucht…die Bahn ist da überhaupt keine Alternative, nach Stuttgart letzte Woche mit ICE 5-6 h.

      • Max sagt:

        Toleranz? Wohl eher freiwillige Unterwerfung weil die Berliner Hipster-SoyBoys wissen dass sie keine Chance gegen die kriminellen Clans haben. Auf Toleranz fuer offen Drogen-dealende Koku-Jins und Kuronbos wie am Kotti und im Goerli kann ich gerne verzichten.

        Auch hier zeigt sich, qualitative Immigration (z.B. schlaue, hart arbeitende Japaner in Dusseldorf) sind wertvoller als die quantitative Fuehrung im Bereich Armuts-Migration aus archaischen Kulturkreisen in die soziale Haengematte.
        Frankfurt mag ich zwar auch nicht so gerne, aber wuerde es jederzeit Berlin vorziehen und erkenne den wirtschaftlichen Erfolg an.

        ‚Multi-Kulti‘ als einziges Argument fuer Berlin zeigt doch, dass die Berliner wissen dass sie noch nicht einmal eine nennenswerte eigene Kultur haben auf die man stolz sein koennte.

        Wenn ihr Berliner ohne Geld so gluecklich seid, dann verzichtet obendrein bitte noch auf den Laenderfinanzausgleich, dann habt ihr noch weniger von diesem kapitalistischen Teufelszeug.

        Wenn EasyJet trotz der schlechten Bahn-Anbindung die Innlands-Verbindungen einstellt und gleichzeitig auch noch die Europa-Strecken halbiert, zeigt dass doch, wie irrelevant Berlin als Stadt sowohl wirtschaftlich als auch touristisch ist.

        • Matthias G. sagt:

          @Max: volle Zustimmung zur den genannten Argumenten (bis auf die Ablehnung zu Frankfurt, das nebenbei bemerkt regelmäßig unter den TOP 5 Städten weltweit hinsichtlich Lebensqualität bewertet wird). Eigentlich gehört solch eine Städte Diskussion meiner Meinung nach nicht in dieses Forum. Es zeigt mir aber gleichzeitig, dass der kritische Austausch von Argumenten wegen der „Gleichschaltung“ der veröffentlichten Meinung in den öffentlichen-rechtlichen Medien, sich andere Wege sucht. 🙂

      • Par sagt:

        Matthias, du bist wunderbar

  12. Peter Pett sagt:

    Mist. Dann wieder Bahn…

    • Pat sagt:

      Ist doch schick. Freut sich der Wald und die Bahn kommt früher oder später immer an.

      • Peter Pett sagt:

        Ich bin bisher äußerst selten mit der Bahn irgendwo pünktlich angekommen.
        Bahnfahrten sind – für meine Strecken – meist umständlich, teuerer und brauchen doppelt so lange.
        Im allgemeinen bin ich schneller und bequemer mit dem Auto, allerdings ist das dann auch keine produktive Zeit.
        Allein um einen fernzug zu erreichen brauche ich 50 Minuten, samt einmal umsteigen. Am Ziel sieht es meist nicht viel besser aus.
        Wäre die Bahn pünktlich, würde auf fernstrecken zwischen Metropolen regelmäßig Sprinter einsetzen und hätte wettbewerbsfähige Preise ließe sich darüber reden.

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