Update der RKI-Liste: Einige Gebiete Europas inkl. Mallorca und Azoren sind kein Risikogebiet mehr

Auch diese Woche hat die Bundesregierung wieder die Risikogebiete im Ausland neu beurteilt. Soeben wurden seitens des Robert-Koch-Instituts die neue Liste der Risikogebiete veröffentlicht, die dann ab Sonntag (14. März) in Kraft tritt.

Diese Woche gab überwiegend positive Neuigkeiten. Verschiedene Regionen in Europa gelten nicht mehr als Risikogebiet, darunter die Azoren und die Balearen (inkl. der Insel Mallorca). Außerdem gilt Portugal nicht mehr als Virusvarianengebiet.

Kategorisierung der Risikogebiete

Seit Januar 2021 werden alle Risikogebiete in drei Kategorien unterteilt:

  • Virusvarianten-Gebiete (mit hohem Aufkommen an Corona-Mutationen)
  • Hochinzidenzgebiete (Inzidenz > 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen)
  • Reguläre Risikogebiete (Inzidenz zwischen 50 und 200)

Alle Risikogebieten gemeinsam ist die Quarantäne- und Testpflicht bei Rückkehr nach Deutschland mit nur wenigen Ausnahmen. Bei der Testpflicht gibt es aber Unterschiede, je nach genauer Einstufung. Mehr dazu im Abschnitt Folgen für Reisende.

Update der Risikogebiete ab 14. März 2021

Die heute verkündeten Änderungen werden ab Sonntag, 14. März um 00:00 Uhr wirksam. Wer sich aktuell in einem der aufgeführten Gebiete aufhält, hat also noch bis 13. März um 23:59 Uhr Zeit, um nach den alten Regelungen nach Deutschland einzureisen. Ebenso gelten aber auch die Lockerungen erst ab Sonntag.

Folgende Gebiete gelten neu als Hochinzidenzgebiet:

Neu als Risikogebiet gelten:

Folgende Gebiete wurden herabgestuft, es gab also positive Neuigkeiten:

  • Bahamas: Risikogebiet → Kein Risikogebiet mehr
  • Dänemark:
    • Region Nordjylland: Risikogebiet → Kein Risikogebiet mehr
  • Portugal:
    • Region Algarve: Virusvariantengebiet → Reguläres Risikogebiet
    • Großraum Lissabon: Virusvariantengebiet → Reguläres Risikogebiet
    • Autonome Region Madeira: Virusvariantengebiet → Reguläres Risikogebiet
    • Region Alentejo: Virusvariantengebiet → Kein Risikogebiet mehr
    • Region Centro: Virusvariantengebiet → Kein Risikogebiet mehr
    • Region Norte: Virusvariantengebiet → Kein Risikogebiet mehr
    • Autonome Region Azoren: Virusvariantengebiet → Kein Risikogebiet mehr
  • Spanien:
    • Autonome Gemeinschaft Kastilien-La Mancha: Risikogebiet → Kein Risikogebiet mehr
    • Autonome Gemeinschaft Valencia: Risikogebiet → Kein Risikogebiet mehr
    • Autonome Gemeinschaft Extremadura: Risikogebiet → Kein Risikogebiet mehr
    • Autonome Gemeinschaft Balearen: Risikogebiet → Kein Risikogebiet mehr
    • Autonome Gemeinschaft La Rioja: Risikogebiet → Kein Risikogebiet mehr
    • Autonome Gemeinschaft Murcia: Risikogebiet → Kein Risikogebiet mehr

Karte der Risikogebiete

Auf folgender Karte seht ihr die Risikogebiete (ohne Unterscheidung zwischen Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten) gemäß RKI-Liste, wie sie ab Sonntag (14. März) gültig ist:

Risikogebiete gemäß RKI (letzte Änderung: 11. Februar, gültig ab 13. Februar 2022)

Folgen für Reisende

Die Erklärung neuer Risikogebiete geht mit einer Reisewarnung für die jeweiligen Gebiete einher. Das wiederum kann beispielsweise dazu führen, dass die Auslandskrankenversicherung und andere Versicherungen nicht mehr greifen. Welche Krankenversicherungen euch trotzdem Schutz bieten, haben wir euch bereits in unserem Artikel dazu erläutert.

Einheitliche Regeln für die Quarantäne gibt es in Deutschland kaum noch, da immer mehr Bundesländer abweichen. Generell gilt:

  • Es muss eine Einreisetestung vorgenommen werden. Wann dieser Test gemacht werden muss bzw. kann, hängt davon ab, ob ihr aus einem regulären Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet einreist.
  • Welche Tests akzeptiert werden, hängt vom jeweiligen Bundesland ab
  • Es gilt eine Quarantänepflicht von mindestens 10 Tagen (Quarantändedauer variiert je nach Bundesland, Kreis und Art des Risikogebiets). Nur das Bundesland NRW erfordert keine Quarantäne für Einreisende aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten, wenn ein negativer Test vorliegt.
  • Die Quarantänepflicht kann unter Umständen ab dem 5. Tag mit einem negativen Testergebnis vorzeitig beendet werden. Das kommt allerdings auf euer Bundesland an und aus welchem Risikogebiet ihr einreist. Welche Tests akzeptiert werden, variiert ebenfalls je nach Bundesland.
  • Es muss eine digitale Einreiseanmeldung (www.einreiseanmeldung.de) vorgenommen werden
    • Sind die technischen Gegebenheiten nicht gegeben (zum Beispiel kein Smartphone), dann kann auch weiterhin eine Anmeldung in Papierform abgegeben werden. Allerdings muss man sich dann nach Einreise selbstständig beim Gesundheitsamt melden.
  • Es gibt Ausnahmen von der Quarantäneregel: Vor allem Berufspendler, Geschäftsreisende usw. müssen nicht zwangsläufig in Quarantäne gehen. Dies kommt allerdings jeweils auf die Verordnung im Bundesland an. Es gibt hier Unterschiede.
Achtung

Mittlerweile unterscheiden sich die Corona-Einreiseverordnungen in den einzelnen Bundesländern sehr stark. Außerdem gibt es gefühlt jede Woche Änderungen. Daher haben wir uns entschieden, euch nur noch die Links zu den jeweiligen Seiten der Bundesländer zu Verfügung zu stellen. Bitte informiert euch direkt auf diesen Seiten bezüglich eurer Rechte & Pflichten bei Einreise.

Im Folgenden haben wir euch die Seiten der jeweiligen Bundesländer verlinkt, auf denen ihr Informationen bekommen könnt:

Wann muss die Einreisetestung vorgenommen werden?

  • Reguläre Risikogebiete: Der Test kann frühestens 48 Stunden vor dem Abflug und spätestens 48 Stunden nach Einreise vorgenommen werden. Das Gesundheitsamt kann jederzeit unangemeldet innerhalb von 10 Tagen nach Einreise das Testergebnis verlangen. Auf den Seiten vom RKI wird dies allerdings nicht erwähnt, nur auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums.
  • Hochinzidenzgebiete: Passagiere müssen ein negatives Testergebnis bei Einreise vorlegen. Bei Einreise per Flugzeug wird das schon von am Check-in überprüft. Das Testergebnis darf bei Einreise maximal 48 Stunden alt sein. Transitpassagiere sind von der Testpflicht ausgenommen.
  • Virusvariantengebiete: Passagiere müssen ein negatives Testergebnis bei Einreise vorlegen. Bei Einreise per Flugzeug wird das schon von am Check-in überprüft. Das Testergebnis darf bei Einreise maximal 48 Stunden alt sein. Transitpassagiere sind nicht von der Testpflicht ausgenommen. Außerdem gilt ein Einreiseverbot mit Ausnahmen. Personen mit Wohnsitz und Aufenthaltsrecht in Deutschland dürfen alle Flüge wie gewohnt absolvieren. Für alle anderen Personen ist die Einreise nach Deutschland nicht gestattet. Die Flüge dürfen aber weiter landen und ein reiner Flughafen-Transit ist ebenfalls erlaubt. Die ganze Verordnung dazu und damit auch die Details des Beförderungsverbotes gibt es hier als PDF.

Titelbild: © rvdschoot - fotolia.com

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Kommentare (9)

  1. Jasmin sagt:

    Frage ist, wie man nun in Sansibar den Test vor der Rückreise fristgerecht durchführen kann. Laut Internet gibt es das Testergebnis der offiziellen Testlokalitäten erst nach 72 Stunden was nicht zu der geforderten Frist passt, sich frühestens „48 Stunden vor“ der Deutschlandeinreise aus einem Hochinzidenzgebiet zu testen. Eine Lösung wurde für KLM Passagiere ausgehandelt, habe aber Qatar für April gebucht…

  2. Frank sagt:

    Hallo weis jemand von euch wie es zu Zeit in Aruba , aussieht ? Hätte Lust auf einen Trip
    in die Karibik ✈️

  3. Chris sagt:

    Na dann auf zum Ballermann einen trinken 🙂

  4. Yannic sagt:

    Mich wundert das Dubai weiterhin als Hochinzidenzgebiet eingestuft ist obwohl die 7 Tage Inzidenz bei 179 liegt und damit unter 200

  5. Walter sagt:

    😀 … mich würde interessieren nach welchen Daten die Tansania als Hochinzidenzgebiet eingestuft haben. Die Offiziellen Zahlen des Landes geben das nicht her … auch die Zahlen der Johns Hopkins University geben das nicht her. Man weiß es im Grunde nicht. Darum einfach Mal den Würfel und schwubs … oh diesen Monat mal „Hochinzidenzgebiet“ 😀 … Ich war vor 3 Monaten dort … damals war wenig!

    • Peer sagt:

      Vermutlich ist das genau das Problem: Da Tansania keine verlässlichen Zahlen herausgibt, muss man vom schlimmsten ausgehen. Also sicherheitshalber Hochinzidenzgebiet.

    • Maxe Muzke sagt:

      Teilweise gehe ich inzwischen davon aus, das das RKI hier willkürlich ein Gebiet als Risikogebiet einstuft. Es ist auch durchaus denkbar, das es einigen Damen und Herren in Berlin nicht gefällt, das die Leute sich in Sansibar einen schönen Urlaub, fernab des C-Wahnsinns in D, machen wollen. Also drückt Muddy den Knopf (bei Schwiehler im Büro) und sagt; ich möchte das nicht.

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