RKI: Kanaren sind wieder Risikogebiet (und weitere Regionen)

Fuerteventura

Es ist wieder so weit: Soeben hat das Robert-Koch-Institut das jüngste Update bezüglich internationaler Risikogebiete veröffentlicht. Richtlinie dafür ist weiterhin eine Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen.

Überschritten wurde die Grenze unter anderem von den Kanarischen Inseln, sodass die Kanaren wieder als Risikogebiet eingestuft wurden. Ebenso gelten jetzt die Bermuda-Inseln und Uruguay als Risikogebiet. Dazu kommt je eine Region in Estland und Finnland. Die Änderungen werden ab Sonntag (20. Dezember) wirksam.

Neue Risikogebiete sind:

Nicht mehr als Risikogebiet zählt:

Die Änderungen treten am 20. Dezember in kraft. Somit haben Personen, die sich derzeit in einem der neu ausgewiesenen Risikogebiete befinden, noch bis Samstag, 19 November 23:59 Uhr Zeit, um die Rückreise anzutreten ohne anschließende Quarantäne. Auch die positiven Änderungen gelten aber erst ab Sonntag.

Auf folgender Karte seht ihr die Risikogebiete gemäß RKI-Liste, wie sie ab 20. Dezember gültig sind:

  • Rot: Komplett Risikogebiet
  • Orange: Teilweise Risikogebiet
  • Grün: Kein Risikogebiet

Stand: 8. Januar 2021 12:00 Uhr

Tipp: Fahrt ihr in der vollen Auflösung mit der Maus über die einzelnen Länder wird euch der Namen als Tooltip angezeigt. Außerdem könnt ihr dann noch freier zoomen.

Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz. Die Karte darf weiterverwendet und geändert werden, wenn als Attribution Travel-Dealz.de angegeben wird und bei Änderungen die Karte ebenfalls unter gleichen Bedingungen freigegeben wird. Basierend auf der gemeinfreien BlankMap-World.

Folgen für Reisende

Die Erklärung neuer Risikogebiete geht mit einer Reisewarnung für die jeweiligen Gebiete einher. Das wiederum kann beispielsweise dazu führen, dass die Auslandskrankenversicherung und andere Versicherungen nicht mehr greifen. Welche Krankenversicherungen euch trotzdem Schutz bieten, haben wir euch bereits in unserem Artikel dazu erläutert.

Seit dem 8. November gelten neue Regeln für Rückkehrer aus Risikogebieten, falls keine Ausnahme (Geschäftsreisender, Grenzverkehr, …): Rückkehrer, die sich in den vergangenen 10 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen sich nun für 10 Tage in Quarantäne begeben. Diese kann frühstens nach 5 Tagen durch einen negativen Corona-Test aufgehoben werden.

Zudem müssen sich Rückkehrer vor der Rückreise online unter www.einreiseanmeldung.de registrieren. Dies ersetzt seit dem 8. November die Aussteigekarte in Papierform. Die digitale Einreiseanmeldung soll die Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter erleichtern und ist bei Einreise auf Verlangen vorzuzeigen.

Keine Quarantänepflicht besteht mehr für Reiserückkehrer in NRW, nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster die Corona-Einreiseverordnung außer Kraft gesetzt hat. Demnächst könnten aber neue Regeln für die Einreise vorgestellt werden:

In Zukunft Testpflicht statt Quarantäne?

Einem Bericht der Bildzeitung zufolge plant die Bundesregierung in Kürze eine Änderung der Einreisebestimmungen. Für die Einreise nach Deutschland könnte demnach der Nachweis eines negativen Corona-Tests noch vor Abflug erforderlich sein. Alternativ wäre auch der Nachweis einer Corona-Impfung oder einer Immunität gegen die Erkrankung möglich. Im Gegenzug soll die Quarantäne für Reiserückkehrer entfallen.

Bisher handelt es sich dabei nur um unbestätigte Gerüchte. Sie würden bedeuten, dass Deutschen Staatsbürgern die Rückreise nach Deutschland verweigert wird, wenn sie keinen Test (oder anderen Nachweis) vorweisen können. Ob das rechtlich haltbar ist, bleibt abzuwarten. Außerdem sollen für die Rückreise aus Schengen-Gebieten andere Regeln gelten als für Non-Schengen-Gebiete. Weitere Informationen gibt es bei n-tv oder der BILD (Paywall).

Cover Picture: CC0-Lizenz/Pixabay-User sabineseitz77

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Kommentar (1)

  1. Walter sagt:

    Naja, rechtlich ist das schon sehr „grenzwertig“ … und was ist, wenn er oder eine Familie positiv ist … kranke deutschen Staatsbürger im Ausland sich selbst überlassen? Für solche Fälle muss im Voraus Maßnahmen überlegt werden! Nicht nur den deutschen Unternehmen Milliarden zuschustern und bei der Handvoll Bundesbürgern sparen!

    Im Grunde läuft es doch auf den Schnelltest hinaus …. wie auch schon von Lufthansa usw. vorbereitet! … damit hätte ich jetzt keine Probleme … Hoffe es gibt da auch eine FastLine für den Test … oder ein Räumchen in der Lounge für den Test! 😀
    Ist schon OK, wenn man weiß das der Nachbarplatz nicht von einem Positiven besetzt ist!

    Im Grunde wäre eine Art Gesundheitszentrum in allen größeren Flughäfen in Zukunft angebracht! Testungen auf andere Krankheiten bei Verdacht, wäre eh nicht ganz falsch (Für alle Beteiligten – das sollte auch eher als Hilfe verstanden und Angewandt werden und nicht als Strafe!). Ich habe mal am Flughafen gearbeitet und schon damals hat man bei so einigen Maschinen Abstand von den Fluggästen genommen die gehustet haben … (Wegen Tuberkulose und Co.)
    Habe mich auch extrem gewundert, das im Februar/März 2020 weiterhin ohne jeden Test z. B. aus China nach Deutschland eingereist werden durfte! Da wurde einiges versäumt!

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