SAS beantragt Gläubigerschutz nach Chapter 11

Airbus A350 SAS am Flughafen LAX

Das skandinavische Star-Alliance-Mitglied SAS ist seit einiger Zeit finanziell angeschlagen. Zudem führte nun ein Pilotenstreik dazu, dass die Airline zahlreiche Flüge streichen musste.

Heute hat die Airline offiziell einen Antrag auf Gläubigerschutz gestellt. Dazu schlüpft sie, wie zuvor LATAM, Avianca und andere Airlines, unter das Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechts. So soll der Flugbetrieb der Airline aufrechterhalten und eine Restrukturierung des Unternehmens möglich werden. Alle Tickets, Meilen und Gutscheine behalten zunächst ihre Gültigkeit.

Gemäß Pressemitteilung soll das Insolvenzverfahren die bereits begonnene Umstrukturierung unterstützen. SAS erhofft sich unter anderem eine Umschichtung der Schulden und möchte auch die Flotte umstrukturieren. Dabei wird es von einem amerikanischen Insolvenzgericht beaufsichtigt.

Was ändert sich für Passagiere?

Was die heutige Ankündigung für Passagiere mit SAS-Ticket bedeutet, ist noch nicht hundertprozentig abzusehen. Wenn alles planmäßig läuft, ändert sich für Passagiere nichts. Klar ist, dass nach aktuellem Stand alle Tickets ihre Gültigkeit behalten. SAS verspricht zudem, weiter Erstattungen an Kunden zu leisten. Das muss aber zunächst noch vom zuständigen Insolvenzgericht bestätigt werden.

Weitere Details sollen heute im Rahmen einer Pressekonferenz verkündet werden. SAS geht davon aus, dass das Verfahren ca. 9 bis 12 Monate dauert.

Quelle: Pressemitteilung von SAS und Infoblatt Chapter 11

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Kommentare (8)

  1. Stefan sagt:

    Bin zwei Mal Business von CPH nach Boston geflogen. Service und Sitze waren ok – noch dazu kostenloses Internet

  2. Matt sagt:

    Na dann kann LH ja günstig zukaufen, vom Service nehmen sich beide ja nicht mehr viel – wobei, bei SAS gabs wenigstens noch Kaffee/Tee. 🙈

    Andererseits, wenn in Europa endlich mal der Flugmarkt konsolidiert wird, und nur noch drei bis vier Flagcarrier und drei bis vier LCC übrig bleiben, steigt hoffentlich der Service wieder…

    • Jens sagt:

      In Nordamerika ist der Flugmarkt „konsolidiert“, wirklich besseren Service sehe ich da aber auch nicht

      • Matt sagt:

        Ich kann nur von vor Corona sprechen. 2019noch bin ich mit Delta über den Teich geflogen, Eco: Sitzabstand war gut (bin 1,81), essen, naja für Amerikaner auch genießbar, Getränke waren inklusive, auch Alkohol/ Softdrinks, sie sind mehrere Male mit dem Wagen durch und an der Bordküche gab es immer etwas zwischendurch.
        Schon besser als LH oder SAS.

        Inneramerikanisch war ich mit AA unterwegs, der Flug ist mir allerdings nicht im grdächtnis geblieben – weder positiv noch negativ.

        Innerhalb der USA werde ich definitiv Delta Ausprobieren, ob das positive interkontinentalerlebis auch im Inland gilt.

  3. Christian sagt:

    Eine der Airlines mit dem miserabelsten Management, das ich erlebt habe, das Personal macht(e), was es wollte, ähnlich Alitalia. Das kann ja nicht funktionieren.

  4. Nico sagt:

    Ich hoffe sie schaffen den Neustart. SAS war mir immer eine sehr sympathische und im Notfall auch kulante Fluggesellschaft. Mit Norwegian und anderen Billigheimern hatten sie aber schon zu kämpfen, da SAS immer angemessene Löhne gezahlt hat. Ich hoffe sie können mit Qualität erhalten bleiben.

    • Peer sagt:

      Durch die Abschaffung des Handgepäcks hat SAS sie bei mir einige Sympathiepunkte verloren.

      An sich finde ich aber auch, dass es mehr starke Airlines abseits der großen Gruppen (LH Group, AF/KL, IAG) braucht. Ich denke, die Chancen auf erfolgreiche Umstrukturierung stehen recht gut, zumal mindestens der dänische Staat ja weiter hinter SAS steht.

    • Andi sagt:

      Sehe ich überhaupt nicht. SAS lebt wie LH vom Glanz früherer Zeiten. Das Produkt ist schon lange auf Niveau der Billigkonkurrenz, nur die hohen Preise sind von früher übrig geblieben. Wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis in der Luftfahrt relevant ist, gibt es wenige Gründe, SAS auf Europastrecken zu buchen.

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