Hotels buchen wie ein Profi – Travel-Dealz Podcast #19

Titelbild Podcast 19

Bei Travel-Dealz geht es häufig darum, wie ihr an den den günstigsten Flug von A nach B kommt. Doch ein billiger Flug bringt nichts, wenn die Hotels am Zielort extrem teuer sind und damit ein vielfaches der Kosten ausmachen. Wir haben daher unsere Tipps für die Hotelbuchung zusammen gefasst.

Der Podcast dauert gut 30 Minuten. Hört euch den Podcast in Ruhe an! Es geht bei einem Podcast nicht darum, möglichst viele Informationen in möglichst kurzer Zeit zu vermitteln, sondern auch um unsere eigenen Erfahrungen und Geschichten.

Der Travel-Dealz-Podcast wird euch präsentiert vom Barclaycard Platinum Double, dem perfekten Kreditkarten-Duo für eure Reise!

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Erst Hotelpreise checken, dann Flug buchen

Seid ihr flexibel mit euren Reiseterminen? Dann empfehlen wir euch: Checkt unbedingt vor der Flugbuchung oder Anreiseplanung, was Hotels in eurem Wunschzeitraum kosten. Stehen nämlich Veranstaltungen, Messen oder auch einfach nur Ferien, können Hotels gerne mal ein vielfaches kosten! Zudem solltet ihr auf folgende Regel achten:

  • Hotels, die vorwiegend von Geschäftsreisenden genutzt werden, sind unter der Woche i. d. R. teurer und am Wochenende günstiger
  • Hotels, die vorwiegend von Touristen genutzt werden, sind unter der Woche i. d. R. günstiger und am Wochenende teurer

Gleiches gilt für Feiertage wie Weihnachten: Die Preise für romantische Wellnesshotels dürften in astronomische Höhe schießen, während 4-Sterne-Business-Hotels z. B. in einem Bankendistrikt für einen Schnäppchenpreis zu haben sein sollten.

Hotel-Website vs. Buchungsportal

Die letzten Punkte zeigen: Die Buchung über die verschiedenen Onlinereisebüros bzw. Buchungsportale bringt einige Vorteile. Warum sollte man da noch über die Hotelwebsite direkt buchen? Dafür gibt es einige Argumente:

  • Statusvorteile: Bei den meisten Ketten gibt es bei Buchung über Fremdportale keine Vorteile für Mitglieder der Vielfschläferprogramme. Bucht ihr zum Beispiel ein Hilton über Expedia, gibt es für Gold-Member kein kostenloses Frühstück und auch kein Zimmerupgrade.
  • Punkte: Auch erhaltet ihr bei Buchung über Drittanbieter keine Punkte für das jeweilige Hotelbonusprogramm
  • Sondertarife: Meist gibt es für Mitglieder der jeweiligen Hotebonusprogramme Sondertarife, die nicht selten unter dem Preis bei Buchungsportalen liegen. Zudem bieten Hotelketten auch regelmäßig auf ihren Websites Sonder-Tarife für alle an, die unter dem Preis auf Buchungsportalen liegen.
  • Regelmäßige Angebote: 3-für-2 oder eine Freinacht nach zwei Übernachtungen? Bei den großen Hotelketten gibt es regelmäßig Angebote, die ordentlich Sparpotential bieten, wenn ihr eine Direktbuchung tätigt. Alle unsere Hotel-Angebote findet ihr hier. Abonniert am besten den Newsletter, um keines zu verpassen.

Ob Buchungsportal oder Hotelwebsite günstiger ist, kann man nicht pauschal sagen. Hier lautet die Devise: Vergleichen! Achtet dabei nicht nur auf den Preis, sondern berücksichtigt, was euch Punkte und eventuelle Statusvorteile wert sind. Grundsätzlich kann man sagen: Bei Kettenhotels lohnt es sich eher, direkt über die Hotelwebsite zu buchen.

Nicht nur auf einem Portal schauen

Es kann vorkommen, dass eine Unterkunft bei z. B. Expedia bereits ausgebucht ist, über Booking.com aber noch verfügbar. Zumindest wenn ihr auf den 1. Blick keine Unterkunft findet, solltet ihr Metasuchen wie die Travel-Dealz-Hotelsuche benutzen, um einen plattformübergreifenden Überblick über alle Verfügbarkeiten zu erhalten.

Das ist insbesondere wichtig, wenn es Unterkünfte im ländlichen Raum geht. In den USA hat Booking.com teilweise deutlich mehr Unterkünfte gelistet sind als die Konkurrenz, aber auch das Gegenteil kann vorkommen.

Außerdem eine gute Idee: Hotels an beliebten Urlaubsdestinationen (z. B. Mallorca) bei einem Reiseveranstalter als Buchung mit Eigenanreise buchen. Das klappt beispielsweise über Expedia:

Immer noch nichts passendes gefunden oder alles zu teuer? Ein Geheimtipp ist AirBnB schon lange nicht mehr, aber auch dort gibt es viele Unterkünfte zu günstigen Preisen. Wer seine Ruhe möchte, bucht natürlich am besten eine gesamte Unterkunft und nicht nur ein einzelnes Zimmer.

Gutscheine auf Hotels nutzen

Auf Travel-Dealz veröffentlichen wir regelmäßig Rabattgutscheincodes für Hotelbuchungsportale. Diese gewähren euch in der Regel zwischen 5% und 15% Rabatt. Meist gibt es keinen Rabatt auf Häuser der großen Hotelketten, sparen könnt ihr vor allem bei unabhängigen Hotels. Dies sind die aktuell gültigen Gutscheincodes:

Hin und wieder gibt es auch wirklich außergewöhnliche Aktionen. So gab es für Expedia am letzten Black Friday einen 75%-Gutschein!

Hotels.com Rewards: Bonusnacht nach 10 Übernachtungen

Eine sehr interessante Buchungsplattform für Hotels ist Hotels.com bzw.- das zugehörige Bonusprogramm: Es gibt für 10 Übernachtungen (keine Aufenthalte!), eine Bonusnacht. Dabei errechnet sich der Rabatt für die Bonusnacht aus dem durchschnittlichen Zimmerpreis der 10 Übernachtungen. Steuern und Gebühren müssen allerdings extra gezahlt werden. Die sind aber zum Glück nicht so hoch, wie bei Flugprämien.

Übernachtungen könnt ihr bei über 100.000 teilnehmenden Hotels sammeln. Darunter sind auch alle großen Ketten. Ob ein Hotel an Hotels.com Rewards teilnimmt, erkennt man an dem kleinen Mond neben dem Hotelnamen in der Suche.

eBookers Bonus+: 5% Cashback & mit Gutscheincodes kombinierbar

Eine weitere sehr empfehlenswerte Buchungsplattform ist die Expedia-Tochter eBookers. Beim zugehörigen Bonusprogramm erhaltet ihr 5% des Reisepreises als Guthaben zurück und könnt die Hotelbuchung trotzdem noch mit Gutscheinen kombinieren. Rabattgutscheincodes für eBookers gibt es regelmäßig.

Außerdem gibt es ab 5 Übernachtungen einen Status mit weiteren Vorteilen, z. B. kostenfreies Frühstück, Getränke, Spa-Gutscheine bei ausgewählten Hotels.

Blind Booking bei Hotwire & Priceline

Richtige Schnäppchen lassen sich auch über die Buchungsportale Hotwire und Priceline schießen. Beide bieten Blind Booking an: Ihr wisst also vor der Buchung nicht, in welches Hotel ihr kommt. Ihr seht zwar Rahmendaten wie Stadtteil, Sterneklassifizierung und Annehmlichkeiten des Hotels, den Hotelnamen bekommt ihr aber erst nach der Buchungsbestätigung angezeigt! Somit können die Hotels Restplätze günstig abverkaufen, ohne ihren guten Namen dafür aufs Spiel setzen zu müssen. Es lassen sich damit tatsächlich bis zu 60% sparen, allerdings hauptsächlich bei sehr kurzfristigen Buchungen.

Mein wenig Recherche kann man trotzdem nicht selten auf das Hotel schließen, das man dann bekommt. Achtet auf die angezeigten Hotelannehmlichkeiten (Pools, Business Center, Pet Friendly) und die Bewertungen bei Tripadvisor

Abseits der großen Plattformen suchen

Nicht immer sind alle Übernachtungsmöglichkeiten auch bei den großen Portalen wie Booking.com oder Expedia gelistet. In Europa kommt das zwar nur selten vor, z. B. in Südamerika aber umso häufiger. Schaut also auch ruhig mal bei z. B. Google (Maps) nach anderen Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe.

Einzelne Unterkünfte sind dann meist per E-Mail (oder Telefon) erreichbar. Und da sie sich die Provision an Buchungsportale sparen, liegen die Preise üblicherweise auch recht niedrig. Auch Unterkünfte in Nationalparks sparen sich gerne die Provision, sondern verfügen dann über eigene Online-Buchungskanäle.

„Geheime“ Hotelangebote auf Buchungsportalen nutzen

Für Mitglieder mit Kundenaccount gibt es bei den verschiedenen Buchungsportalen regelmäßig besondere Angebote. Der Hintergrund: Diese Portale dürfen Hotelketten häufig nicht günstiger anbieten als auf der Hotelwebsite direkt. Ausnahme: Es handelt sich um nicht öffentliche Tarife, also z. B. solche die nur für Mitglieder buchbar sind. Beispiele:

  • Secret Escapes: Bei Secret Escapes gibt es regelmäßig sehr gute Angebote für angemeldete User. Meist ist der Hotelpreis etwas niedriger als regulär und zusätzlich gibt es kostenlose Extras wie Frühstück, Welcomedrink oder Loungezugang
  • Expedia Member Pricing: Spezielle Angebote für Mitglieder mit (angeblich) 50% Rabatt und mehr. Allerdings sollte man die Preise in Frage stellen und vergleichen. Ähnliche Sonderpreise gibt es meist auf anderen Expedia-Seiten wie eBookers oder Hotels.com.
  • Booking.com Genius-Programm: Ab 5 Übernachtungen im Jahr erhaltet ihr bei Booking.com den Genius-Status. Dieser beinhaltet ebenfalls besondere Preise, die recht häufig bis zu 15% unter denen der Konkurrenz liegen können.
  • HotelTonight: Vor allem für kurzfristige Buchungen ist HotelTonight einen Blick wert. Teilweise gibt es dort noch deutlich bessere Konditionen als über Expedia und Co. Allerdings ist es nicht möglich, den Zimmertyp oder die Bettenpräferenz frei zu wählen.

Wunschhotel ausgebucht? Verfügbarkeit überwachen

Obwohl ihr die Reise mehrere Monate im Voraus geplant habt, oder das Wunschhotel bereits ausgebucht? Ärgerlich, aber insbesondere an dünn besiedelten Orten kann das schnell passieren.

Dank stornierbarer Raten kommt es aber immer wieder vor, dass das Hotel doch wieder ein paar Zimmer zur Buchung freigibt. Damit ihr das nicht alle paar Tage manuell prüfen müsst, gibt es Portale wie OpenHotelAlert oder HotelAlerts. Tragt dort einfach den Namen der Unterkunft, die gewünschten Reisedaten und ggf. das Wunschzimmer ein. Sollte ein Platz frei werden, wird euch dies per Mail mitgeteilt und ihr könnt über den Wunschkanal buchen.

Es ist aber ratsam, zuvor eine stornierbare Buchung als Backup getätigt zu haben. Denn wenn zwischenzeitlich auch die zweitbeste Unterkunft ausgebucht ist, habt ihr unter Umständen ein Problem.

Ebenfalls möglich ist natürlich die Überwachung der Zimmerpreise. Sofern ihr also eine stornierbare Rate habt, stellt auch ruhig einen Preisalarm bei Kayak. Sollte der Preis dann stark fallen, storniert einfach die alte Rate und bucht die gleiche Unterkunft neu.

Keine günstigen Termine? Bonus-Punkte nutzen!

Euer Wunschhotel ist zu teuer? Dann hilft ein Griff in die Trickkiste der Hotelbonusprogramme. Habt ihr genug Punkte gesammelt, lassen sich damit auch Freinächte buchen. Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen Hotelbonusprogrammen mit Dynamic Pricing und Programmen mit fester Punktetabelle. Bei Dynamic Pricing hängt der Punkteeinsatz von der Auslastung des Hotels und dem tatsächlichen Preis ab. Beispiel das Hampton New York Times Square Center gebucht über HHonors:

  • Preis über Weihnachten: 259$ oder 70.000 Punkte
  • Preis an anderem Termin: 139$ oder 33.000 Punkte

Attraktiver sind Programme mit festen Kategorien und Punktetabelle (IHG Rewards, Wold of Hyatt, Marriott Bonvoy). Allerdings kann es Schwankungen bei der Saison geben, dies ist z. B. bald bei Marriott Bonvoy geplant. Beispielsweise kostet das Crown Plaza Times Square Manhattan bei IHG Rewards:

  • Preis über Silvester: 1.645$ oder 60.000 Punkte
  • Preis an anderem Termin: 130$ oder 60.000 Punkte

Hier lohnt sich also das Einlösen von Punkten so richtig!

Übrigens müsst ihr nicht zwangsläufig sammeln, sondern könnt bei vielen Programmen auch Punkte kaufen. Regelmäßig gibt es Aktionen (z. B. bei IHG, Hyatt) wo ihr noch mal 100% Bonus oder 50% Rabatt bekommt. Dies lohnt sich meistens nur für sehr günstige Hotels. Zum Beispiel gibt es das Hilton Garden Inn Vienna für 10.000 Punkte. Kauft ihr diese Punkte mit einem Bonus von 100%, zahlt ihr Effeitv nur 50$ für die Übernachtung.

Vielschläfer-Status ausnutzen

Wenn wir schon beim Thema Bonusprogramme sind: Diese gewähren euch ja bei den großen Hotelketten durchaus attraktive Vielschläfer-Vorteile wie Zimmerupgrades, Loungezugang, gratis Wasserflasche und so weiter. Es kann sich also lohen, sich auf eine Kette zu fokussieren und dort die Punkte zu sammeln. Besonders interessant finde ich hier das Programm HHonors von Hilton. Für Kunden ab dem Gold-Status gibt es Frühstück kostenlos. Und den Gold-Status bekommt man auch z. B. mit der Amex Platin gratis dazu oder über die HHonors Kreditkarte.

Die Kreditkarte kostet zwar 48€ im Jahr. Das lohnt sich aber bereits ab 2 Übernachtungen, wenn man frühstückt! Denn Frühstück bei Hilton kostet in der Regel über 20€ pro Person.

Bestpreisgarantien nutzen

Viele Hotelketten werben damit, dass sie auf ihrer eigenen Website den günstigsten Preis anbieten. Findet man auf einem anderen Portal einen günstigeren Preis, erhaltet ihr diesen auch direkt beim Hotel und noch dazu bekommt ihr dafür etwas geschenkt. Welche Vorteile es bei einem „Claim“ gibt, ist von Kette zu Kette unterschiedlich:

Allerdings gilt dies nur für öffentlich buchbare Tarife, ist also ein Login, eine Mitgliedschaft oder ähnliches erforderlich, kann die Bestpreisgarantie nicht genutzt werden.

Steuern, Gebühren und Resortfees beachten

Der Übernachtungspreis, der euch auf den Buchungsplattformen bzw. angezeigt wird, muss nicht dem tatsächlichen Hotelpreis entsprechen! Oftmals kommen nämlich noch weitere Gebühren dazu, die ihr beim Check-In entrichten müsst. Besonders krass in den USA: Dort kommen in der Regel noch die kompletten Steuern on top sowie in größeren Anlagen Resort-Fees, also Gebühren für Nutzung von Swimmingpools, Fitnessstudio. Es kommt nicht selten vor, dass sich beim Check-In der Gesamtpreis verdoppelt! Daher: Augen auf bei der Buchung und auf das Kleingedruckte achten oder bis zum Abschluss der Buchung alle Schritte durchgehen.

In vielen anderen Ländern, darunter in Europa, sind die Steuern und Resortabgaben in der Regel enthalten. Jedoch kommen öfters mal Kurtaxen oder ähnliches drauf, die jedoch meist nur wenige Euro betragen.

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  1. Bei booking.com kann man, wenn man über den richtigen Link zur Webseite geht, auch Miles and More Meilen sammeln. Es steht dann oben auf der Website Lufthansa und bei der Buchung muss man seine Meilen Nummer angeben. Ist nicht viel aber wenn man eh dort bucht kommen auch ein paar tausend Meilen für’n Urlaub zusammen.

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