Mediterrane Seen der Schweiz: Von Deutschland nach Lugano, Lago Maggiore, … ab 27€ pro Richtung mit der Bahn

Ascona Lago Maggiore

Die Schweiz ist nicht gerade für ihr mediterranes Flair bekannt. Und doch gibt es im Süden des Landes eine Region, die der Mittelmeerregion in wenig nachsteht. Die Rede ist vom Tessin mit wohlklingenden Namen wie Lugano, Locarno, Ascona und natürlich dem Lago Maggiore.

Seit kurzem bietet die Deutsche Bahn zu all diesen Zielen wieder Sparpreise ab 26,90€ an. Zwischenzeitig waren die Preise auf mindestens 40€ gestiegen. Tickets in der 1. Klasse bekommt ihr ab 36,90€. Derzeit gibt es recht gute Verfügbarkeiten für Reisen ab Mitte September 2022.

Selbst wenn ihr eigentlich weiter nach Italien möchtet, ist ein Ticket in die Südschweiz die attraktivste Möglichkeit. Denn ein Anschlussticket nach Mailand gibt’s schon ab 7,20€. Dagegen kostet euch eine durchgehende Buchung Deutschland – Mailand mindestens 60€. Dann allerdings ohne umsteigen zu müssen.

Beispielpreise

Tickets für unter 40€ gibt es von so gut wie jedem Bahnhof Deutschlands. Und neben Lugano sind auch zahlreiche weitere Destinationen im Tessin möglich. Ein paar Beispiele für Oneway-Preise (Stand 31.8. / 15:00 Uhr):

Zur Buchung direkt auf Bahn.de könnt ihr auch das nachstehende Formular nutzen:

Selbst die lange Fahrt von Bremen gibt’s für 30€.
Tipp

Besonders empfehlenswert wäre im obigen Beispiel ab Bremen die 1. Klasse für 42€. Denn der EC 9 führt als Wagen 263 einen Panoramawagen der SBB. Der bietet zwar kein WLAN, aber dafür eine tolle Aussicht entlang der Rheinstrecke.

Strecke

Der EuroCity Express (kurz ECE), der direkt von Frankfurt ins Tessin fährt, ist leider fast nie zu den hier angegebenen Preisen erhältlich. Für die günstigsten Preise müsst ihr daher meist 1x pro Richtung umsteigen, je nach Abfahrtsbahnhof ggf. auch öfter.

Ab Deutschland kommt ihr dann entweder an Basel oder Zürich vorbei, teils auch an beiden Großstädten. Bis auf wenige Ausnahmen fahrt ihr dorthin mit der Deutschen Bahn. Weiter Richtung Tessin geht es dann mit den SBB.

Durch die Schweizer Alpen geht es dann auf verschiedenen Wegen nach Arth-Goldau und von dort in den Gotthard-Basistunnel. Der ist mit einer Länge von mehr als 50 km der längste Eisenbahntunnel der Welt. Sobald ihr wieder Licht am Ende des Tunnels erblickt, seid ihr auch schon fast in Bellinzona und somit im Tessin angekommen.

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Zwischenstopps

Der (Super) Sparpreis Europa erlaubt Zwischenstopps ohne Aufpreis. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Tag in Zürich oder Luzern, wenn ihr dort sowieso vorbeikommt? Hier ein Beispiel für 29,90€:

München – Lugano mit 22h Aufenthalt im schönen Luzern

Ebenso ist natürlich auch eine Übernachtung in Karlsruhe, Frankfurt, Freiburg, … möglich. Das bietet sich vor allem an, wenn ihr aus Norddeutschland kommt und nicht 14h am Stück im Zug sitzen möchtet.

Weiter nach Italien

Chiasso ist der letzte Punkt, zu dem die Sparpreise für 30€ erhältlich sind. Von dort aus könnt ihr mit den Regionalzügen von Trenord in unter einer Stunde bis nach Mailand gelangen. Tickets gibt es schon ab 7,20€ – und das spontan bis kurz vor Abfahrt:

trenord chiasso mailand

Auch ab Lugano ist das Ganze mit 12€ nur unwesentlich teurer.

Klima

Wer das mediterrane Flair im Tessin erleben will, der sollte am besten im (Spät)sommer reisen. Im Herbst sinken die Temperaturen dann schnell unter die 15-Grad-Marke, im Winter teilweise bis zum Gefrierpunkt. Hier beispielhaft das Klimadiagramm für Lugano:

Klimadiagramm für Lugano (Quelle: WMO World Weather Information Service)

Titelbild: Nadine Marfurt

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Kommentare (4)

  1. Claudio sagt:

    Hallo,
    ich reise gerne 1.Klasse. Wie schaut das mit den Reservierungen in der Schweiz aus? Von meinem Startbahnhof nach Zürich habe ich eine Reservierung. Wie geht das dann ich CH weiter? Hab auf youTube einen Bericht gesehen, in dem es hie?, eine Reservierung sei unter den Schweizern nicht üblich. Gibt es hierzu Erfahrungswerte?

    • Peer sagt:

      Auf den Zügen der SBB ist meines Wissens eine Platzreservierung inkludiert. Aber: Die interessiert erfahrungsgemäß niemanden und jeder Schweizer setzt sich einfach dahin, wo er möchte.

      Das ist zumindest meine Erfahrung im InterCity. Hatte bisher keine Lust, jemanden von „meinem“ Platz zu verscheuchen und dann einfach einen der übrigen freien Plätze genutzt.

  2. Marcus sagt:

    Auch von mir: Danke für den Tipp!

    Es wäre wünscheswert, in Zukunft mehr Bahn-Reisen hier zu finden (ja, die Provision dürfte nicht so groß sein wie bei Flug-Angeboten).

  3. Johannes sagt:

    Tolle Idee Peer! Danke für den Tipp.

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