Miles&More hat angekündigt, dauerhaft mehr (Qualifying) Points für Flüge in der First Class gutzuschreiben. Die Änderung betrifft demnach alle interkontinentalen Flüge mit Lufthansa, Swiss und den übrigen Star-Alliance-Partnern. Ab 1. Januar 2026 gibt es dann 400 statt 300 Points pro Flugsegment. Bei Lufthansa und Swiss kommen noch Qualifying Points in gleicher Höhe hinzu.
Es ist die erste Anpassung der Tabelle zum Sammeln von Statuspunkten seit der Einführung des neuen Systems im Januar 2024. Allerdings hat Miles&More es seitdem bereits deutlich einfacher gemacht, einen Status zu erlangen. Als Beispiele seien die aktuelle Promo mit 50% mehr Statuspunkten auf ausgewählten Strecken, bis zu 80% Bonus für CO2-Kompensation und die UpTrip-App zu nennen.
In einer kurzen Mitteilung heißt es seitens Miles&More zu der Änderung:
Auf allen von den Star Alliance Airline-Partnern durchgeführten Flügen in der First Class werden Ihnen 400 Points gutgeschrieben.
Miles&More | Mehr Points, Qualifying Points und HON Circle Points in der First Class
Wir gehen davon aus, dass dies ein Fehler ist und kontinentale First-Class-Flüge wie beispielsweise Singapur – Shanghai weiterhin mit nur mit 40 Points vergütet werden.
Fazit
Zusätzliche Statuspunkte können sicher ein Anreiz sein, Flüge in der First Class zu buchen. Oftmals kosten sie aber mehr als doppelt so viel wie ein vergleichbares Business-Class-Ticket. An sich ist die Änderung jedenfalls nachvollziehbar. Die Punktegutschrift trägt nun jedenfalls der oftmals großen Preisdifferenz Rechnung und ist zumindest eine kleine Verbesserung.
Titelbild: Peer Linder
Kommentare (12)
Frage: Gilt das auch für Cah-Upgrade aus der Business oder nur für „echte“ First-Buchung?
Bei Cash-Upgrades gibt es i.d.R. nur die Gutschrift für die gebuchte Buchungsklasse.
Hmm, das war zumindest in der Vergangenheit nicht so. Ich habe 2023 auf Swiss von Business auf First upgegraded (ich glaube 750 oder 900 EUR) und dann die Meilen (altes System) für First bekommen. Wäre natürlich spannend, ob das weiterhin so geht – insbesondere bei Swiss hat man aus Asien ja derzeit durchaus noch Chancen ein Cash-Upgrade zu bekommen. C zahlt die Firma und das Komfort + Points wären mir die private Extra-Kohle wert. Zumal ich Cash-Upgrades sowohl innerdeutsch als auch international bislang immer als Werbungskosten in der Steuer anerkannt bekommen habe.
Wenn sich die Gelegenheit mal wieder bietet werde ich berichten.
Angeblich wird ein unterschied gemacht wann (wo) der cash-upgrade gemacht wurde. Gemäss den Informationen die ich erhalten habe ist es angeblich wiefolgt:
– Cash-Upgrade in der App oder beim Check-In –> man bekommt die Punkte der geflogenen Klasse
– Cash-Upgrade am Gate –> man bekommt die Punkte der ursprünglich gebuchten Klasse
Hab jetzt nach 6Jahren meinen SEN aufgegeben. Im Februar ist Schluss. Dieses Jahr bin ich oft mit Ethiopian geflogen, da wir mehrmals im Jahr in Afrika sind. Ist eine gute Business, und man kommt von Addis in modernen Flugzeugen wirklich überall hin. Das Angebot, für 2500 Eur den Status zu verlängern habe ich nicht beantwortet. Meine letzten Evoucher verfallen nun, ist aber auch egal. Wir werden uns die Amex Platinum holen und können dann endlich mit allen Gesellschaften fliegen, ohne irgendwelche Meilen im Hinterkopf zu haben.
Da bin ich mal gespannt, wie lange es noch dauert bis die Lufthansa auch bei der Business und Premium Eco nachsteuern muss. Ganz offensichtlich haben sie bei der Umstellung auf die Status Points maßlos überzogen. Das hat auch mich dazu veranlasst, meinen Senator Status aufzugeben und mir dafür einen Aegean Goldstatus zu erfliegen.
Ein klassischer Fall von Eigentor.
Leider hat Aegean ebenfalls an den Anforderungen gedreht – ich persönlich finde sie aber noch ok.
Ziel bei der LHG war, die Zahl der teuren Statuskunden zu reduzieren (auch wenn das immer bestritten worden ist). Neu hinzugekommen sein dürften ehemalige BA-Flieger und einige andere via Status Match. Wie stark die Ausblutung an langjährigen regulären und ehemals treuen Statuskunden für die LHG sein wird, dürften wir bald sehen und die Konsequenzen ebenso.
Nicht an den Lounges, denn da sitzen in einer LHG SEN Lounge wie bisher jede Menge Star Alliance Gold Member. Zu bewirten und zu befördern sind weniger eigene und mehr fremde Kunden (und diese nicht mehr so häufig).
Sehen werden wir das bald an den Zahlen des Konzerns. Die LH Airline soll wieder in die schwarzen Zahlen: Hm. Wird sich zeigen.
Ich denke auch, dass die ganzen aktuellen Anpassungen zeigen, dass hier ein spektakuläres Eigentor erzielt worden ist.
Übersichtlicher und transparenter wird das System damit für mich im Übrigen auch nicht wirklich (darum ging es ja angeblich).
Danke für die Information die ich von M&M erhalten habe. Da steht nichts zu mehr Meilen. Habt ihr dazu Infos? Grüße
Ich bin mal gespannt. Demnächst bittet das Management, dass man LH-Group bucht, damit sie noch Statuskunden haben. Ich warte noch ein bisschen mit meiner M&M Kreditkarte. Als Sen hab ich damit nicht eilig.
Bucht wohl keiner die Allergie-First…
Ab 600 Punkten bin ich käuflich 😀
Im Ernst: ein Lehrbeispiel dafür, wie man krampfhaft versucht, ein desaströses Prudukt mit marktschreierischem Marketing zu pushen.
Hat vor 50 Jahren schon nicht funktioniert, wird es auch in Zukunft nicht.
Herr Spohr und liebes Topmanagement: alle abtreten. Ein sehr treuer HON, bisher
Wenn durch die „Vereinfachung“ der Status nur noch halb so lang gilt und man dafür doppelt so viel fliegen muss um diesen zu erreichen, macht es das Produkt halt wirklich extremst unattraktiv.
Wie ich hörte, ist geplant, die SWISS Senses „Grand Suite“ zu pushen:
Damit der Klump gebucht wird und die Zusatzerlöse endlich so sprudeln, wie das in der abgekoppelten Blase von den Spezialisten für die F berechnet worden ist, gibt es dafür sogar 605 Points.
😉