Bewertung: Qatar Economy Class im Airbus A380 (Melbourne – Doha)

Qatar Eco Airbus A380 Aussenansicht crop

15 Stunden in der Economy Class? Ein Vergnügen ist das keinesfalls – egal mit welcher Airline man unterwegs ist. Doch oft führt an der Holzklasse kein Weg vorbei, wenn man das Urlaubsbudget nicht alleine für die Flüge verbraten will.

So war es auch bei Travel-Dealz-Autor Peer, als er Anfang März 2020 (kurz bevor das Coronavirus die Welt lahm gelegt hat) den Rückflug des Australien-Urlaubs antrat. Also ging es in der Economy-Kabine eines Airbus A380 von Qatar Airways von Melbourne nach Doha. Wie er den Flug überstanden hat und ob die 5 SkyTrax-Sterne gerechtfertigt sind, lest ihr in dieser Bewertung.

Im Nachhinein stellte sich die Rückreise Anfang März als sehr glücklicher Zufall heraus. Während des Aufenthalts in Australien schien es noch, als würde sich die Verbreitung des Coronavirus auf Asien begrenzen. In ganz Australien gab es nur rund 100 nachgewiesene Infektionen und Einschränkungen im öffentlichen Leben waren nicht spürbar – erst recht nicht auf Tasmanien. Nur zwei Wochen später kam der weltweite Flugverkehr dann allerdings fast komplett zum Erliegen.

Bevor es an die eigentliche Bewertung geht zunächst die Flugdetails:

  • Flug: QR905 MEL-DOH
  • Sitzplatz: 75H (Exit Row)
  • Fluggerät: Airbus A380-800 A7-APJ
    (Auslieferung: April 2018)
  • Zeitpunkt: März 2020
  • Abflug: 22:20
  • Ankunft: 05:15
  • Blockzeit: 14h 55min
Info

Im Sinne der Transparenz: Ich habe die Flüge zu 100% aus eigener Tasche bezahlt. Weder Qatar Airways noch eine der anderen erwähnten Firmen hat uns in irgendeiner Weise finanziell unterstützt. Wir haben auch niemanden mitgeteilt, dass wir eine Bewertung über diese Reise verfassen werden.

Check-in

Online

Auch in der Economy ist die Sitzplatzwahl bei Qatar ab dem Buchungszeitpunkt kostenfrei möglich. Bis auf Sitze am Notausgang, das Upper Deck und die ersten Reihen der Economy Class kann frei gewählt werden. Vor kurzem war es laut Beiträgen im Flyertalk noch so, dass das Upper Deck für alle Passagiere mit Oneworld Ruby, Sapphire oder Emerald zugängig war. Mittlerweile ist das nur noch ab Sapphire der Fall, mein Ruby brachte in dieser Hinsicht also keine Vorteile.

Aber es gibt ja noch eine zweite Möglichkeit: Den Online-Check-In, der bei Qatar Airways ab 48 Stunden vor Abflug möglich ist. Pünktlich auf die Minute öffnete ich also die Qatar-App, um nochmal nach den Sitzplätzen zu sehen und die mobile Bordkarte zu erhalten. Und siehe da: Uns wurden tatsächlich zwei benachbarte Sitze im Upper Deck als verfügbar angezeigt.

Blöd nur: Beim Versuch, die Sitzplatzwahl zu speichern, erschien immer nur eine Fehlermeldung. Nicht mal mehr einen anderen Sitz im Unterdeck konnten wir wählen, womit der Online Check-in ziemlich nutzlos ist. Im Browser zeigte sich das gleiche Fehlerbild und auch der Twitter-Support konnte nichts mehr dran rütteln – es hieß nur, der Flug wäre bereits unter airport control. So hatten wir zwar die mobilen Bordkarten erhalten, aber nirgendwo eine Möglichkeit, den Platz zu ändern.

Qatar Eco Airbus A380 Sitzplatzwahl nicht moeglich
Auch nach Erhalt der mobilen Bordkarte war es nicht mehr möglich, den Sitzplatz zu ändern

Am Schalter

Wir gaben die Hoffnung auf etwas zusätzlichen Komfort noch nicht auf und versuchten am Flughafen Melbourne erneut unser Glück. Dort öffnete der Check-in-Schalter drei Stunden vor Abflug und wir waren unter den ersten Passagieren am Priority-Schalter. Hier zahlte sich der Ruby-Status aus, denn an der regulären Economy-Schlange hätten wir rund 15 Minuten anstehen müssen.

Auf Nachfrage teilte uns der Check-in-Agent mit, dass noch zwei Plätze am Notausgang verfügbar wären. Das Angebot nahmen wir gerne an und bekamen 75H und 75J (Gang + Mitte) zugewiesen – der Fensterplatz war zu diesem Zeitpunkt bereits belegt.

Qatar Eco Airbus A380 Boarding Pass
Erfolgreicher Check-in am Schalter: Sitz in Reihe 75 und somit ein Platz am Notausgang

Bei Qatar ist das Handgepäck auf 7 kg zzgl. Personal Item beschränkt. Zumindest wenn ihr am Schalter eincheckt, wird das auch tatsächlich überprüft. Ein, zwei Kilo mehr lässt man meist noch durchgehen, ansonsten muss überschüssiges Gepäck eingecheckt werden. Dabei gilt zu beachten, dass ihr euer Gepäck bei Zwischenstopps unter 24 Stunden (auch wenn über Nacht!) nicht zu sehen bekommt. Wir hatten einen Doha-Stopover von 20 Stunden und mussten daher die Wechselklamotten im Handgepäck verstauen.

Boarding

Laut Bordkarte sollte das Einsteigen eine Stunde vor Abflugzeit beginnen. Tatsächlich begann man gerade erst mit dem Boarding, als wir 20 Minuten später am Gate aufschlugen. Es hätte also keinesfalls geschadet, noch etwas länger das À-la-carte-Dining in der The House Lounge zu genießen. Die Lounge lag übrigens direkt oberhalb unseres Gates und war ist mit Priority Pass zzgl. 10€ Zuzahlung zugänglich – die Bewertung findet ihr hier:

Zum Boarding rief man dann die Gruppen 1 – 3 auf einmal auf und so versuchte direkt die Hälfte der Passagiere, gleichzeitig ins Flugzeug zu stürmen. Entsprechend dauerte es einige Zeit, bis wir an unserem Sitzplatz angekommen waren. Bis dahin wurde stolze vier Mal der Boardingpass kontrolliert.

Maßnahmen zum Social Distancing gab es weder am Flughafen noch im Flugzeug. Die Economy Class war fast ausgebucht, nur in der Business Class waren noch einige Plätze verfügbar.

Qatar Eco Airbus A380 Boarding
Von Social Distancing keine Spur: Boarding in den Qatar Airbus A380

Kabine & Komfort

Glücklicherweise fand die A380-Konfiguration mit 11 Sitzen je Reihe bislang keine Abnehmer. Daher bietet die Holzklasse des Superjumbo bei allen verbliebenen Betreibern einen relativ hohen Komfort. Im Unterdeck gibt es die übliche 3-4-3-Anordnung, wer einen Platz im Oberdeck erwischt, kann sich sogar über Zweierreihen freuen (2-4-2).

Qatar Eco Airbus A380 Sitze 2

So kommt es, dass die Sitze ordentliche 47 cm (18,5″) breit sind. Was den Sitzabstand angeht, sind die gebotenen 79 cm eher durchschnittlich. Da die Rückenlehnen vergleichsweise dünn ausfallen, bleibt aber trotzdem genug Kniefreiheit – zumindest für alle „normal großen“ Passagiere.

Qatar Eco Airbus A380 Sitzabstand

Dennoch war ich sehr froh, noch einen Platz am Notausgang ergattert zu haben. Zwar sind die Armlehnen dort nicht verstellbar (sie beinhalten den Tisch), aber dafür gibt es quasi unbegrenzte Beinfreiheit. Nur am Fensterplatz müsst ihr etwas aufpassen: Dort ragt die Tür in den Fußraum hinein und begrenzt das Platzangebot etwas.

Qatar Eco Airbus A380 Beinfreiheit Exit
Unendlich Beinfreiheit – außer am Fensterplatz

Nicht nur wir waren erfreut über die vergleichsweise große Freifläche vor uns, auch andere Fluggäste wussten sie zu nutzen. Ein paar Stunden vor der Landung begann ein Passagier direkt vor meinem Sitz mit hektischen Akrobatik-Übungen. Man kann es den Passagieren kaum übel nehmen, wenn sie 15 Stunden in einer Metallbüchse eingesperrt sind, beim Versuch zu schlafen ist es aber definitiv hinderlich. Die Klos waren hingegen einen Ausgang weiter vorne platziert. Entsprechend bildeten sich Warteschlangen vor den Toiletten vor Reihe 63 und nicht bei uns in Reihe 75.

Zurück zum Sitz: Er bietet eine Kopfstütze, die ausreichend in der Höhe verstellt werden kann. Zusätzlich ist es (im Gegensatz zum Airbus A350-900) auch möglich, die Seiten der Stütze nach vorne zu klappen. So lässt sich der Kopf seitlich abstützen, ohne dem Sitznachbar zu sehr auf die Pelle zu rücken. Zusammen mit der verstellbaren Rückenlehne und der bequemen Polsterung des Sitzes ergibt sich so eine halbwegs akzeptable Schlafposition.

Tatsächlich konnte ich auf dem Flug nach Doha sehr gut schlafen und habe die Hälfte der Flugzeit verpennt. Dazu hat sicher auch die bequeme Decke beigetragen: Qatar bietet nicht nur einen dünnen Stoff-Fetzen wie United oder Eurowings, sondern eine schön kuschelige Decke in angenehmer Größe. Was so eine Kleinigkeit doch ausmachen kann…

Essen & Trinken

Natürlich gibt es bei Qatar Airways auch in der Economy eine kleine Speisekarte, die uns kurz nach dem Takeoff ausgehändigt wurde. Sie listet alle Optionen für die Hauptspeise nach Abflug, das Frühstück vor der Landung in Doha und natürlich die Getränke auf.

Qatar Eco Airbus A380 Quisine

Insgesamt sollte der Bordservice laut Speisekarte wie folgt ablaufen:

  1. Abendessen
  2. Kaffee & Tee
  3. Getränkerunde
  4. Movie Snack
  5. Getränkerunde
  6. Warmer Snack
  7. Getränkerunde
  8. Frühstück

Für das Dinner standen demnach zur Wahl:

  • Hähnchenbrust mit Kokosreis, Bohnen und Senfsoße
  • Shepherd’s Pie
  • Gebratene Eiernudeln mit Gemüse

Der Bordservice begann kurz darauf, allerdings genau eine Reihe hinter uns. Bis wir bedient wurden, verging fast eine Stunde und die Auswahl war entsprechend eingeschränkt.

Qatar Eco Airbus A380 Hauptspeise

Uns blieb nur noch der Shepherd’s Pie, der sich glücklicherweise als exzellente Wahl herausstellte. Die Portion war für ein Flugzeugessen sehr reichhaltig und zusätzlich blieben ja noch die Beilagen: Nudelsalat, Schoko-Mousse und ein Stück Focaccia mit Pesto. Letzteres war eine gelungene Abwechslung zum sonst üblichen Dauerbrötchen. Die zugehörige Butter wurde allerdings nur auf Verlangen gereicht.

Bei Abflügen nach 21 Uhr verzichtet Qatar auf den ersten Getränkeservice. Entsprechend landete das erste Wasserglas erst zweieinhalb Stunden nach Boarding auf unseren Klapptischen. Das empfand ich doch als etwas lang, zumal es sicher auch Leute gibt, die eigentlich ohne Abendessen direkt in den Schlafmodus wechseln möchten.

Was die Auswahl an Getränken angeht, lässt sich Qatar nicht lumpen. An alkoholfreien Getränken stehen fünf Säfte, verschiedene Soft Drinks (Pepsi), Kaffee und Co zur Auswahl. Dazu gibt es drei Weine, einige Cocktails, Vodka, Gin, Whisky, Baileys und verschiedene Biere:

Qatar Eco Airbus A380 Karte Drinks
Umfassende Getraenkeauswahl

Eine kleine Wasserflasche für die Nacht gab es noch, ansonsten hielt sich Qatar genau an den beschriebenen Ablauf. Alles Weitere musste man sich direkt aus der Galley holen. Für den kleinen Hunger zwischendurch stehen laut Qatar-Website kleine Snacks in der Galley bereit. Ich war allerdings zu müde, um selbst nachzuschauen.

Qatar Eco Airbus A380 Burger

Nachdem ich den kleinen Movie Snack verschlafen hatte, wurde ich sechs Stunden vor Doha von einem Duft aus der Galley geweckt. Kurz darauf stellte sich das laut Speisekarte warme herzhafte Gebäck als schmackhafter Mini-Cheeseburger heraus. Die Pommes waren zwar labberig, aber das tat dem gelungenen Mitternachts-Snack keinen Abbruch. Die Crew war übrigens sehr bemüht, niemanden aus dem Schlaf zu reißen und ließ das Kabinenlicht daher ausgeschaltet.

Anders sah es beim Frühstück aus. Die Kabinenlichter wurden zweieinhalb Stunden vor Touchdown wieder eingeschaltet und die Schlafphase war somit vorbei. Kurz darauf wurden erneut die Essenswünsche aufgenommen – zur Auswahl standen:

  • Omelette mit Wurst und Baked Beans
  • Vegetarisches Nasi Goreng mit Tofu
  • Porridge mit Kokosnuss, Chiasamen und Beerenkompott

Diesmal wurden wir ganz zu Anfang bedient und konnten unser Frühstück in Empfang nehmen:

Qatar Eco Airbus A380 Fruehstueck

Auch das Frühstück war wieder sehr schmackhaft und beinhaltete die bekannte Getränkeauswahl. Bei der Verpflegung muss sich Qatar also wirklich nichts vorwerfen lassen und trägt ganz zu Recht das 5-Sterne-Rating – zumindest im Economy-Vergleich.

Service

Alle Mitarbeiter, mit denen wir Kontakt hatten (sowohl das Personal am Boden als auch die Flugbegleiter) waren professionell und freundlich. Dabei wirkte das Lächeln auch nicht aufgesetzt, sondern man scheint den Service wirklich verinnerlicht zu haben.

Eine kleine Geschichte dazu: Auf dem Hinflug von Zürich nach Doha war mein präferierter Rindergulasch als Abendessen schon nicht mehr verfügbar. Ich hätte mich dann auch mit dem Hühnchen zufriedengegeben, aber die Flugbegleiterin bot mir alternativ noch ein Gericht mit Lamm an – und zauberte aus der Galley kurzerhand einen Lamm-Gulasch hervor. Ich vermute, dass es sich dabei um eines der Crew-Gerichte handelte.

In-Flight-Entertainment

Natürlich ist bei Qatar Airways jeder Sitzplatz mit einem persönlichem Touchscreen für das In-Flight-Entertainment ausgestattet. Am Bulkhead muss der Monitor mangels Vordersitz unter der Armlehne verstaut werden und steht somit bei Start und Landung nicht zur Verfügung. Zugleich fällt er dadurch etwas kleiner aus (geschätzt sind es etwa 8 statt der regulär 10 Zoll) und man muss zum Monitor recht weit nach unten schauen. Aber in Hinblick auf die unendliche Beinfreiheit nimmt man das natürlich gerne in Kauf.

Qatar Eco Airbus A380 IFE ausgeklappt
Der BIldschirm am Bulkhead befindet sich unter der Armlehne – und fällt somit etwas kleiner aus

Qatar spricht von über 500 Filmen, die im Unterhaltungsprogramm von Onyx One zur Verfügung stehen und das kommt auch etwa hin. Mit dabei sind auch einige Neuerscheinungen, Dokus (auf meinem Flug u.a. Seven Worlds, One Planet von der BBC) und Filme mit deutscher Synchronisierung. Dazu kommen noch verschiedene Fernsehserien, Musikalben, Spiele und mehr. Die Auswahl ist nicht überragend, aber auf jeden Fall in Ordnung. Wenn man nicht gerade wöchentlich nach Australien pendelt, sollte man die Flugzeit also gut ohne Langeweile überstehen.

Und zu guter Letzt gibt es natürlich auch noch das beste Unterhaltungsprogramm: Ein Fensterplatz in Verbindung mit der Inflight-Map. Etwas nervig ist nur, dass letztere regelmäßig Werbung einblendet, wenn man den Automatik-Modus aktiviert lässt.

Qatar Eco Airbus A380 IFE Karte
Animierte Weltkarte – leider mit Werbung, je nach Voreinstellung

Sitzt man nicht am Fenster, kann es sich lohnen, ab und an mal den Livestream der Außenkameras anzuschauen. Leider merkt man dort aber, dass die verbaute Technik im Airbus A380 schon etwas älter ist. Statt scharfer HD-Bilder wie im A350 gibt es nur animierten Pixelbrei.

Extras

Auch für Passagiere der Economy Class gibt es bei Qatar Airways ein kleines Economy Kit. Der kleine Plastikbeutel ist nicht gerade aufregend, aber enthält immerhin das nötigste: Einwegsocken, eine Schlafmaske, Zahnbürste mit Zahnpasta, Ohropax und Lippenbalsam.

Qatar Eco Airbus A380 Bulkhead Sitze
Decke, Kissen und kleines Amenity Kit auf jedem Economy-Sitz

An jedem Monitor ist die übliche USB-Ladebuchse verbaut, welche Smartphone und Co langsam aufladen kann. Möchte man beispielsweise mit seinem Laptop arbeiten, gibt es zwischen den Sitzen zudem internationale Steckdosen.

WLAN

Dann sollte man allerdings genug Arbeit mitbringen, die sich auch offline ausführen lässt. Die WLAN-Pakete entsprechen gefühlt noch dem Stand von 2015 und sind allenfalls dazu geeignet, ein paar E-Mails zu verschicken. Zur Auswahl stehen folgende Pakete:

  • Messenger: 8 MB kostenfrei (nur für WhatsApp, Facebook Messenger, WeChat u.a. – kein Telegram)
  • Starter: Eine Stunde, maximal 30 MB für 5 $ (~4 €)
  • Prime: Drei Stunden, maximal 100 MB für 10 $ (~8 €)
  • Ultimate: Ohne Zeitbegrenzung, maximal 200 MB für 20 $ (~17 €)

Fairerweise muss man sagen: Die Datenbegrenzung war nicht der limitierende Faktor. Das WLAN funktionierte so unzuverlässig und langsam, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, seine 200 MB überhaupt zu verbrauchen. Wir haben spaßeshalber versucht, uns über das kostenlose Messenger-Paket gegenseitig eine WhatsApp-Nachricht zu schicken. Empfangen wurde sie erst nach mehr als einer Stunde Wartezeit.

Auch beim WLAN bot der A350 auf dem Weg von Zürich nach Doha übrigens das deutlich bessere Produkt: Dort war das Internet schnell genug zum Posten eines Flug-Deals, für die Dauer einer Stunde komplett kostenlos und eine Flatrate für den Rest des Fluges kostete nur 10 $ (~8 €) – ganz ohne Datenbegrenzung. Falls ihr die Flugdauer zum Arbeiten nutzen wollt, kann es sich also wirklich lohnen, nach einem Flug mit Super WiFi Ausschau zu halten.

Fazit

Qatar Airways Economy Class im Airbus A380
  • Check-in & Boarding
  • Komfort & Kabine
  • Essen & Trinken
  • Service
  • In-Flight-Entertainment
  • WLAN
  • Extras
3.93
Fazit

Was das Hard Product angeht, ist heutzutage die Economy Class aller Airlines ziemlich austauschbar. Dennoch merkt man an Bord durchaus den Unterschied zwischen einem Flug mit bspw. der Lufthansa oder Qatar Airways. Was das Soft Product angeht, lässt sich die Airline aus Katar nämlich nicht lumpen: Das Essen schmeckt und ist reichhaltig, es gibt eine vernünftige, große Kuscheldecke, ein kleines Amenity Kit und mehr.

Wenn das Marktumfeld sich Mittelmäßigkeit auf die Fahnen geschrieben hat, reicht es schon, überall etwas besser als der Durchschnitt zu sein. In der Hinsicht sind die 5 Sterne im Skytrax-Rating durchaus gerechtfertigt – auch wenn das Produkt keinesfalls perfekt ist.

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Kommentare (9)

  1. Sney sagt:

    2 1/2 Wartezeit bis zum ersten Getränk ist eine ziemlich lange Zeit, die vollen 5 Sterne halte ich daher für keineswegs angemessen. Sowas kann deutlich besser laufen, z.B. mit einer Flasche Wasser am Platz o.ä.

  2. Jörg Gummersbach sagt:

    Dein Bericht ist wirklich sehr ausführlich und toll geschrieben. 👍🏼
    Vielen Dank, Peer, für deine Eindrücke, die du uns gibst. 😎

    Ich verstehe allerdings deine Bewertung hinsichtlich des Check-in und Boardings nicht.

    Wenn ein Check-in sowohl über die App als auch online im Browser nicht funktioniert, dann kann eine 4-Sterne Bewertung nicht richtig sein.
    Gerade hinsichtlich der Tatsache, dass die meisten wohl ohne Status am Counter stehen und dementsprechend Pech haben dürften, bei der Auswahl eines „gescheiten“ Sitzplatzes.
    Was der diesbezüglichen Bewertung m.E. zusätzlich widerspricht, ist, drei Gruppen (nach Aufruf) zeitgleich den Flieger stürmen zu lassen. 🤷🏼‍♂️
    Ich hätte da schon meine Schwierigkeiten 1 Stern als adäquat anzusehen.
    So etwas darf bei solch einem Carrier nicht vorkommen.

    • Peer sagt:

      Danke für dein Feedback 🙂

      Du hast recht, die 4 Sterne für den Check-in scheinen mir in Anbetracht der Probleme übertrieben. Online einchecken konnten wir ja immerhin, nur war es dabei nicht möglich, die Sitzplätze auszuwählen. Ich habe den Abschnitt daher von 4 auf 2,5 Sterne heruntergestuft.

  3. Joerg Holterhoff sagt:

    Schöner informativer Bericht. Danke dafür. Er hatte nur einen Nachteil für mich: Er weckt das Fernweh in dieser Zeit.

  4. RS sagt:

    Toller Bericht, da träumt man gleich wieder vom hoffentlich nicht all zu fernen nächsten A380 Flug nach Straya 🙂 … Danke dafür.

  5. Ingo sagt:

    Sehr schöner Bericht – danke dafür!

    Hab beim Lesen an meinen ersten A380 Flug mit SQ von SIN nach SYD denken müssen.
    Ich hatte eigentlich mal vor, alle A380 Betreiber abzufliegen. QR wird wahrscheinlich nicht mehr möglich sein – schade!!

  6. shakingstevens sagt:

    A380 für Australien-Flüge ist ein Traum. 2016 mit Ethihad gemacht (RIP glamour Airbus der Scheichs!) und sagenhafte 8 Stunden (zusammenhängend) in der Economy geschlafen. So ein ruhiger Flug und breiter Sitz – wunderbar! Wir kamen wirklich perfekt erholt in beide Flug-Richtungen und hatten obendrein noch viele Filme gesehen. Stopover waren damals auch noch echt kurz, dank AirBerlin-Feed. Mal schauen, wann man wieder nach Down Under darauf; steht auch bei uns nochmals auf dem Wunschzettel..,

  7. Stefan sagt:

    Ein netter Bericht zur richtigen Zeit. Ist für März 22 gebucht. Paar Tage Melbourne und dann weiter nach Auckland. Ich wünschte nur, ich könnte im Flugzeug schlafen 😀

    • Peer sagt:

      Ich drücke die Daumen, dass mit der Reise alles klappt. Nach mittlerweile über einem Jahr innerhalb Europas würde ich auch sofort wieder hin 😀

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