Bewertung der Turkish Airlines Business Class in der Boeing 777-300ER nach Singapur

turkish business 777 review

Nachdem ich schon 2018 in der Boeing 777 Business Class von Turkish Airlines fliegen konnte – noch vor meiner Travel-Dealz-Zeit – hat sich das Vergnügen dieses Jahr wiederholt. Ob die 2-3-2 Bestuhlung tatsächlich so schlimm ist wie sie klingt, oder ob das Problem eher ganz woanders liegt, lest ihr in diesem Erfahrungsbericht.

Info

Im Sinne der Transparenz: Der Flug ist aus der eigenen Tasche bezahlt worden und niemand von Turkish Airlines wusste, dass ich einen Bericht über den Flug schreiben würde.

Flugdaten

Zu Beginn hier erstmal die harten Fakten über den Hin- und Rückflug:

  • Flüge: TK54 und TK55 zwischen Istanbul und Singapur (IST-SIN-IST)
  • Sitz: 7J
  • Flugzeug: Boeing 777-300ER (TC-LJF und TC-LJD)
  • Reisezeitpunkt: Mai 2022

Buchung

Ich hatte 2019 etwa 90.000 Meilen auf meinem Miles&Smiles-Konto herumliegen, die Ende des Jahres abgelaufen wären. Prämienflüge sind aufgrund der extrem niedrigen Verfügbarkeit eher unattraktiv, also entschied ich mich für die wohl beste Einlösemöglichkeit bei Miles&Smiles: Ich buchte ein einigermaßen günstiges Ticket von Hamburg nach Singapur (580€) und machte dann mit den Meilen ein Upgrade in die Business Class. Letztendlich war das auch nicht teurer, als was man heutzutage anderswo meistens als Treibstoffzuschlag bei einer Prämienbuchung zahlen müsste. Und 90.000 Meilen sind auch ein vergleichsweise niedriger Preis für einen Hin- und Rückflug nach Singapur in der Business Class. Es ist sehr lobenswert, dass Miles&Smiles Upgrades aus allen Buchungsklassen erlaubt, und diese auch für die komplette Strecke gelten – nicht nur für ein Segment (also auch für den Zubringer von Hamburg nach Istanbul).

Somit war meine Reise nach Singapur für 2020 eigentlich perfekt, sogar mit der neuen Turkish Airlines Business Class auf dem Hinflug (Boeing 787) und der alten auf dem Rückflug (Boeing 777). Jedenfalls so lange perfekt, bis die Pandemie kam und alles erstmal ins Wasser fiel. Turkish Airlines war allerdings sehr kulant und stellte mir ein offenes Ticket aus, dass ich bis Dezember 2021 für ein Datum meiner Wahl (bis Mai 2022) einlösen könnte. Die Grenzen habe ich auch bis zum letzten Moment ausgereizt, indem ich im Dezember dann Daten im Mai auswählte, mit Rückflug am 30. Mai. Das hat dann auch zufälligerweise super gepasst, da Singapur im Mai gerade alle Einreisebeschränkungen aufgehoben hatte. Nur auf den Hinflug in der neuen Business Class der Boeing 787 musste ich wegen Corona verzichten – allzu sehr geschmerzt hat das nicht.

Check-in in Hamburg und Zubringer nach Istanbul

Der Check-in in Hamburg verlief reibungslos: Wie üblich gab es eine separate Schlange für Business-Class-Passagiere. Anstehen, Gepäck abgeben und die Bordkarten zu bekommen dauerte insgesamt weniger als 5 Minuten. Natürlich gab es auch Zugang zum Fast Track der Sicherheitskontrolle und in die Lufthansa-Lounge.

Hier kommt nun aber das erste Ärgernis, dass mich schon immer bei Turkish Airlines gestört hat: Die auf der Bordkarte aufgeführte Boarding-Zeit ist deutlich zu früh, denn Turkish rechnet eine Stunde Boarding-Zeit für einen Airbus A321 ein. Üblicherweise reichen da 30 Minuten und auch bei Turkish dauert das Boarding natürlich nur um die 30 Minuten. Die restliche halbe Stunde davor sitzt man blöd beim Gate herum und fragt sich, warum man immer wieder darauf reinfällt.

Der Zubringer erfolgte auf dem Hinflug mit einem Airbus A321, auf dem Rückflug sogar mit einem Airbus A330. Beide hatten aber die gleiche Bestuhlung in der Business Class. Es handelt sich um 2-er Reihen, mit dick gepolsterten Recliner-Sitzen mit persönlichem Monitor in der einen Armlehne und Tisch in der anderen. Nichts Herausragendes, aber definitiv besser als die typische innereuropäische Business Class:

Auf dem etwa 3-stündigen Flug wird auch eine vollwertige Mahlzeit serviert, mit Türkischen Mezze als Vorspeise, dann entweder Kebab, Schwertfisch, oder Gnocchi als Hauptgericht, und als Dessert gab es Käse und Milchreis. Ich entschied mich für den in Aubergine eingewickelten Kebab als Hauptgericht. Insgesamt hat alles sehr gut geschmeckt und es war auch sehr sättigend.

Ich saß auf beiden Zubringer-Flügen in der letzten Reihe. Das war ein Fehler, denn immer, wenn die Stewardess mit einem Tablett mit Getränken ankam, wurde dieses von den ersten Reihen geleert. Dann kam die Stewardess erstmal nicht wieder. Insofern sind von 8 „Getränke-Runden“ nur 3 bei mir angekommen, was eine schlechte Organisation darlegt und nicht mein letzter Kritikpunkt am Service in diesem Bericht ist.

Flughafen Istanbul

Normalerweise bekommt der Umsteigeflughafen keinen eigenen Abschnitt, aber hier gab es genug Negatives, um dies zu rechtfertigen. Ich war mehrmals im alten Flughafen (Atatürk) von Istanbul und dieser hatte mehrere Defizite, weshalb ich mich auf den neuen Flughafen freute, denn ich dachte, dass diese Defizite nun wegfallen würden. Stattdessen musste ich aber feststellen, dass der neue Flughafen die Nachteile des alten einfach übernommen hat, und zwar:

  • Hohe Wahrscheinlichkeit für Bus-Boarding.
  • Extrem lange Laufwege
  • Nur eine Lounge für alle Flüge (und fragwürdiges Lounge-Konzept)
  • Zentralisierte Sicherheitskontrolle für den gesamten Flughafen
  • Sehr schlechte Organisation

Fangen wir mit dem ersten Punkt an: Auch wenn der Flughafen der größte Europas ist, scheint es trotzdem nicht genügend Gangways für alle Flüge zu geben. Also mussten wir mit dem Bus vom Flugzeug zum Terminal gebracht werden. Positiv: es gibt einen eigenen Bus für die Business Class! Dennoch ist es suboptimal das Handgepäck die Treppe heruntertragen zu müssen, durch Nässe und Kälte, gerade für ältere Passagiere.

Die restlichen Punkte sind dem zentralistischen Design des Flughafens zu verdanken – warum auch immer dieses gewählt wurde. Alles was man während des Umstiegs braucht (Lounge, Sicherheitskontrolle auf dem Rückweg, Shops, etc.) ist exakt einmal (und nur) im Zentrum des Flughafens vorhanden. Das nächste Gate zu diesem Flughafenherz ist ca. 10 Geh-Minuten entfernt, insofern sind einem schonmal mindestens 20 Minuten Fußweg sicher. Außerdem ballen sich in diesem Flughafen-Zentrum alle Passagiere, was zu langen Schlangen, z.B. an der Sicherheitskontrolle, führt. Und obendrein kommt noch die schlechte Organisation: Das Gate wird erst ca. 15 Minuten vor dem Boarding-Beginn überhaupt auf den Bildschirmen bekannt gegeben. Daraufhin läuft man an etwa 20 leeren Gates vorbei zu seinem Gate, wo 3 Flüge nebeneinander auf engstem Raum fast zeitgleich boarden, mit einer unübersichtlichen Menschenmenge. Und dort steht man dann ziemlich lange herum, denn – Überraschung – das Boarding beginnt gar nicht so früh wie angegeben. Alles unnötige Sachen, die zwar nicht schlimm sind, aber um 1 Uhr morgens dann doch auf die Nerven gehen.

Flughafentafel Istanbul
Gate-Info gibt es 1:15 vor Abflug. Also 15 Minuten vor Boarding. Danke für nichts.

Und zur Business-Lounge: Diese ist sehr ähnlich gestaltet wie die Lounge im alten Flughafen (gefühlt ist diese etwas kleiner, aber ich mag mich irren). Das Essens-Konzept überzeugt mich weiterhin nicht, denn an mehreren Stationen wird live gekocht – im Prinzip super. Allerdings sind die Köche an den Stationen immer jeweils 20 Minuten damit beschäftigt, die nächsten Portionen zuzubereiten. Wenn es endlich so weit ist, stürzen sich stets um die 15 Gäste auf das frische Essen, nach höchstens 3 Minuten ist nichts mehr da, und dann muss wieder 15-20 Minuten gewartet werden. Auch wenn ich das frisch-zubereitete Essen sehr schätze, finde ich, dass dieses Konzept nicht gut genug skaliert. Jedenfalls nicht, wenn die Lounge für alle Business-Class-Passagiere des gesamten Flughafens herhalten muss – was leider der Fall ist. Ansonsten störte mich noch die eher geringe Anzahl an Steckdosen in Sitzplatznähe.

Kabine & Sitz

Kommen wir (endlich) zum Langstrecken-Flug in der Boeing 777. Die Business-Class-Sitze sind hier in einer (nicht mehr allzu zeitgemäßen) 2-3-2 Anordnung eingebaut. Es gibt zwei Abschnitte: der vordere mit 4 Reihen, der hintere mit 3 weiteren Reihen. Dazwischen befindet sich eine kleine Bordküche und 2 Toiletten, während sich die Haupt-Küche ganz vorne befindet. Ich saß in der letzten Reihe des hinteren Abschnitts und im Nachhinein würde ich davon eher abraten, denn man sitzt dann quasi nur einen Vorhang entfernt von der Economy Class. An der Trennwand werden oft Baby-Betten aufgehängt. Insofern würde ich in Zukunft den vorderen Abschnitt wählen, denn auf beiden Flügen gab es (glücklicherweise nur kurz) Baby-Geschrei.

Alle Sitze sind nach vorne gerichtet und es gibt einen beachtlich großen Abstand zum Vordersitz. Die Beinfreiheit ist so enorm, dass einem die Enge des Sitzes gar nicht mehr auffällt. Man sitzt durchaus gemütlich und genug Privatsphäre zu seinem Sitznachbar hat man auch (dank einer herausfahrbaren Trennwand). Vor dem Vordersitz ist eine Ottomane, die sich fantastisch zum Verstauen von Gegenständen (oder Schuhen) eignet.

Mein Sitz befand sich in der letzten 2-er Reihe am Gang. Wie oben schon erwähnt, sitzt man deutlich bequemer als man vermuten würde, denn ich fühlte mich zu keiner Zeit eingeengt. Im Gegenteil, der Abstand zum Vordersitz vermittelt einem das Gefühl, unfassbar viel Platz zu haben. Der Sitz lässt sich per Knopfdruck verstellen, entweder manuell, oder automatisch in den Liege- oder Sitzmodus. Zusätzlich gibt es auch einen Knopf für eine (leichte) Massage-Funktion. Was die Knöpfe M+ und MR machen, habe ich nicht herausgefunden, denn ich habe da überhaupt nichts gespürt. Ansonsten ist in der Mittelkonsole auch der Tisch verstaut, der eine ganz ordentliche Größe hat.

Der Sitz lässt sich natürlich zu einem komplett flachen Bett herunterfahren und die Ottomane wird Teil der Liegefläche. Von der Stewardess wird auch noch eine sehr dünne „Matratze“ auf den Sitz gelegt (die den Schlafkomfort nicht wirklich besonders steigert). Auf dem Hinflug wurde dies entweder vergessen, oder ich bin zu schnell eingeschlafen, aber insgesamt fand ich den Sitz zum Schlafen sehr gemütlich. Dass der Sitz, anders als bei den meisten modernen Sitzen, hier nicht unter den Vordersitz fährt, hat zwei große Vorteile: auch mit großen Füßen wird es nicht eng und der Sitznachbar kann sehr leicht über einen hinweg steigen. Auch wenn hier nicht jedem Passagier ein direkter Zugang zum Gang gewährt wird, ist dies wegen des großen Sitzabstandes tatsächlich kein erwähnenswertes Problem.

Service und Catering

Generell würde ich sagen, dass die Crew bei Turkish Airlines meistens ein gutes Beispiel dafür ist, dass Freundlichkeit allein nicht genug ist. Gerade wenn man Hin- und Rückflug fliegt, kann man Unterschiede schnell erkennen, und schon merkt man, dass die Crew oft nicht richtig weiß, was sie tut.

Ein Beispiel: Bei Turkish Airlines gibt es zwei verschiedene Amenity Kits – eins für Frauen (in Rosa), eins für Männer (grau), mit unterschiedlichem Inhalt. Auf dem Hinflug wurden sie auch dementsprechend verteilt. Auf dem Rückflug hatte die Stewardess den Unterschied scheinbar nicht verstanden oder mitgeteilt bekommen. Somit verteilte sie die beiden Amenity Kits kreuz und quer, unabhängig vom Geschlecht. Dafür wurde das „Bettzeug“ auf dem Rückflug direkt nach Abflug verteilt (schon vor dem Essen), auf dem Hinflug erst deutlich später (falls überhaupt, ich schlief jedenfalls schon). Diese Inkonsistenzen sollten bei gut geschulten Personal eher nicht auftreten.

Der Höhepunkt der (überspitzt gesagt) Inkompetenz kam aber im Zusammenhang mit dem Abendessen auf dem Hinflug. Schon vor Abflug wurden die Speisekarten verteilt und oben auf der Speisekarte stand „Your selection will be served […] at your preferred time“. Da es schon 2 Uhr morgens war, ich noch vom Zubringerflug einigermaßen satt war, und vor allem aber auch schon sehr müde war, fand ich das wirklich super. Also legte ich mich schlafen und wachte etwa 3 Stunden nach Abflug auf. Als ich die Stewardess um mein Essen bat, wurde ich verdutzt angeschaut, denn davon, dass man auch später essen könne, wusste sie überhaupt nichts. Ich durfte dann wenigstens die kalte Vorspeise und die Käseplatte vom Nachtisch essen, und mich an den Pringles-Dosen der Galley bedienen, mehr gab es aber nicht. Das war für mich nicht schlimm, denn ich war schließlich nicht am Verhungern, aber trotzdem finde ich das im Prinzip nicht wirklich akzeptabel.

Den Fehler beging ich auf dem Rückflug natürlich nicht nochmal. Ich aß direkt nach Abflug, und da schmeckte das Essen auch hervorragend. Es gab ein paar Nüsse und Mandeln vorweg, eine leckere Kürbissuppe und Riesengarnelen als Vorspeise, als Hauptgericht wählte ich den gebratenen Lachs, und Kuchen als Dessert. Der Schokoladen-Lava-Cake am Nebensitz war angeblich auch vorzüglich. Zum Frühstück konnte man wählen zwischen Omelette (bin ich kein Fan von) oder Crêpes mit Vanillesauce (bin ich ein großer Fan von), zusätzlich zum Obst, Gemüse, Joghurt und Käse. Auch das schmeckte alles sehr gut.

Insgesamt ist das Essen bei Turkish Airlines sehr gut – der Service leider trotz aller Freundlichkeit eher nicht.

Entertainment

Der Bildschirm am Vordersitz ist schön groß, allerdings auch ziemlich weit weg. Die Beinfreiheit hat in der Hinsicht ihren Preis, aber ich konnte trotzdem alles problemlos sehen. Die Bedienung via Touch-Screen ist möglich, allerdings unpraktisch. Deshalb gibt es eine Fernbedienung, die sehr ähnlich wie eine PSP aussieht (PlayStation Portable, meine Generation erinnert sich). Wer möchte, kann die Filme/Serien/TV-Sender auch direkt auf der Fernbedienung statt auf dem Bildschirm schauen. Evtl. interessant für Leute mit einer Sehschwäche, ich habe jedenfalls alles auf dem großen Bildschirm geschaut.

Nach dem Start wurden geräuschunterdrückende Kopfhörer ausgehändigt. Der Hersteller heißt Denon, und sie funktionierten gut. Sie wurden allerdings schon etwa eine Stunde vor der Landung eingesammelt und man bekam dann normale Billig-Kopfhörer für den Rest der Flugzeit. Finde ich etwas fragwürdig, aber evtl. wird sonst viel geklaut.

Es gibt eine sehr große Auswahl an Filmen und Serien in mehreren Sprachen. Besonders schätze ich aber die Möglichkeit, Live-Fernsehen zu schauen. Es gibt 4 Sender zur Auswahl: BBC, Euronews, TRT World, und ein Sport-Sender, der mehrere Wettbewerbe überträgt, z.B. NFL, Champions League, Bundesliga, Premier League oder Tennis. Die Lufthansa hatte (früher?) den gleichen Sender auch auf ihren Flügen.

Für viele inzwischen wichtiger ist ein Internet-Zugang. Auch hier kann Turkish punkten, denn Business-Class-Passagiere bekommen 1 GB an Datenvolumen. Mit Elite-Status im hauseigenen Vielfliegerprogramm gibt es sogar unbegrenzten Zugang.

Extras

Turkish Airlines gibt jedem Business-Class-Passagier einen Beutel mit Hausschuhen. Diese waren so hochwertig, dass ich sie sogar für den Rest meiner Reise auch im Hotel verwendet habe. Selbst das 5-Sterne InterContinental in Singapur hatte nicht so gute Hausschuhe. Besonders gut an denen war, dass sie so groß waren, dass selbst meine Schuhgröße 48 da problemlos reinpasste. Außerdem gab es das vorher schon erwähnte Amenity Kit und ich habe (auf beiden Flügen) die Version für Männer bekommen, von Hackett. Interessanterweise war bei den Frauen scheinbar Zahnbürste und Zahnpasta im Kit drin, bei den Männern nicht, deshalb wurde das den Männern noch mal separat gegeben. Ansonsten gab es nichts Erwähnenswertes.

Fazit

Turkish Airlines Business Class in der Boeing 777-300ER
  • Buchung
  • Check-in & Boarding
  • Sitz
  • Service
  • Catering
  • Entertainment
  • Extras
3.71
Conclusion

Obwohl man erst mal vor der 2-3-2 Konfiguration zurückschreckt, ist der Sitz wirklich in jeder Hinsicht zufriedenstellend. Auch das Entertainment-Angebot ist besonders durch Live-TV und großzügiges Internet-Volumen im oberen Niveau. Leider ziehen die freundliche, aber nicht besonders gute Crew, sowie auch die wirklich sehr schlechte Organisation am Flughafen das Gesamtbild etwas runter. Für ältere (wegen der langen Fußwege) eher nicht zu empfehlen, ansonsten bestimmt keine schlechte Wahl, wenn der Preis stimmt.

Titelbild: Ditmar Lange

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Kommentare (16)

  1. Christian Blees sagt:

    Danke für den ehrlichen Bericht. Ich selbst bin zwar (aus finanziellen Gründen) bislang noch nie Business Class geflogen, werde das nach der Lektüre aber wohl demnächst nachholen (wegen der Hausschuhe).

  2. Peter sagt:

    Hallo Herr Lange,

    vielen Dank für den ausführlichen Bericht über die Turkish Airlines.
    Ich bin auch öfters mit der TK Business Class geflogen. Von Düsseldorf nach Istanbul zum neuen Flughafen. sowie zurück von IST-DUS. Alle Flüge bis jetzt mit der A330.
    Ich finde das Kommentar zu dem Service an Bord nicht vollkommen korrekt. Jedesmal wenn ich schon an Bord steige sehe ich die sehr freundlichen Stewardessen, Begrüßung und Bedienung schon an Bord. Es fehlt einfach an nichts, es wird direkt gefragt was man noch haben möchte Decken, Kissen Extras usw. So ein Service habe ich bis jetzt nur bei der Turkish Airlines gesehen. Bordbedienung ist einfach nur Top. Essen und der Turkish coffee sind wie beim richtigen Türkischen Restaurant mit dem Koch zusammen bei der Bedienung. Sowas finden Sie nicht überall. Zum Flughafen in IST. Sie hatten an dem Tag vielleicht pech/Zufall sonst werden alle Flüge direkt mit der Brücke/Flugsteg verbunden. Ich war direkt nachdem das Flugzeug an der Parkposition war in 5 Minuten schon wieder m Airport drin. Zudem wenn Sie die langen Wege am Istanbuler Flughafen meiden möchten, können Business Passagiere einen Abholservice beantragen. Die holen Sie direkt am Gate ab und fahren Sie zur Ausweiskontrolle direkt hin. Fast line für Business passagiere gibt es dort. Sie müssen das schwarze TK Schild verfolgen. Dauert dann bei der Ausweiskontrolle nur 1-2minuten. Im Endeffekt, meine Meinung zum neuen Flughafen IST.
    Atemberaubende Architektur, Sauberkeit hoch, wenn man noch shoppen möchte alle Marken vorhanden. Von Normal bis zu den Luxusmarken. Die Lounge einfach Top, traditionelles Türkisches Essen, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Bsp. Gebäck und Manti schwer vorzubereiten wird dort frisch zubereitet. Die paar Minuten muss man sich in Kauf nehmen. Leider nehmen sich Personen mehr raus als das Sie essen können. Der Rest landet im Müll. Ist eine Einstellungssache.
    Das ist nur meine eigene Meinung dazu, ich finde die TK und den neuen Flughafen IST einfach nur Atemberaubend. Einfach schön was man nur in 3-4 Jahren aufbauen kann.
    Es ist immer schön dort zu sein. Sollte jeder mal ein eigenes Bild vom neuen Flughafen machen, es ist einfach eine Reise Wert.
    Ich danke ihnen für den ausführlichen Bericht war schön wieder mal was von Turkish Airlines zu lesen. TOP Bericht👍🏻
    Danke

    • Rainer Haeßner sagt:

      Um Himmels willen. Das ist jetzt kein Jubelbot?
      Was ist denn am neuen Flughafen atemberaubend?
      Soll man das wörtlich nehmen, dahingehend, dass die ewigen Wege den Atem rauben?
      Die neue Lounge fand ich auch einfach nur dreckig. An der alten war aus meiner Sicht wenig auszusetzen, die war auch architektonisch in ihrer offenen Gestaltung ein Schmuckstück. Einverstanden, das mag subjektiv sein.

      Service scheint wirklich ein Glücksspiel zu sein.
      Vom aufrichtigen „schön, dass sie unser Gast sind“ bis zur Einstellung „Flugbegleiter ist ein toller Beruf, nur diese Fluggäste stören etwas“ durften wir einige Nuancen erleben.

  3. Rainer Haeßner sagt:

    Uff.
    Ich dachte schon, alle Welt kann nur noch die klaustrophobe QSuite von Qatar mit guten Liege-, aber schlechten Sitzqualitäten bejubeln.
    Gut, die 2-3-2-Konfiguration einer Triple seven kenne ich nicht, nur 2-2-2 auf einer A330-300.
    Und die ist toll, eben wegen des großzügigen Platzes für die Beine.
    Service bei TK? Ja, von unterirdisch bis Spitzenklasse hatten wir auch schon alles. Scheint eine Art von Lotto zu sein.

  4. Baser sagt:

    Ich finde toll, dass du so einen ehrlichen Bericht geschrieben hast, es ist heutzutage eher eine Seltenheit. Vielen Dank dir dafür! Ich stand vor Kurzem vor der Wahl einen Flug mit Turkish oder Austrian in Biz zu buchen und bin froh, das nicht getan zu haben. Mit nur 1 Stunde Umsteigezeit in IST hätte ich leider nichts von der Lounge gehabt.

  5. Dieter Schenk sagt:

    Ich bin noch nie Business Class geflogen. Diese Welt war mir bisher völlig fremd.
    Und ich schrieb bisher nie einen Kommentar zu einem Reisebericht.
    Wenn ich allerdings diesen Bericht lese kann ich fast nicht glauben, was verwöhnte europäische Vielflieger für Sorgen und Beschwerden haben.

    • Ditmar Lange sagt:

      Sorgen und Beschwerden sind es nicht unbedingt. Ich erwähne ja auch z.B. extra, dass es für mich persönlich kein großes Problem war, dass ich auf dem Hinflug dann kein warmes Abendessen bekommen habe. Allerdings muss man bei einem Reisebericht schon kritisch an die Sache herangehen. Einfach „alles super, viel besser als in der Economy Class“ zu schreiben, ist halt inhaltlich wenig ansprechend. Aber für den Leser kann es durchaus eine wichtige Information sein, dass man in Istanbul lange Laufwege hat, dass er das Essen am besten direkt nach Abflug essen sollte, oder aber auch, dass der Sitz trotz 2-3-2 Anordnung sehr gemütlich ist.

    • Claudia Schwab sagt:

      Das hat nichts mit verwöhnt zu tun sondern mit erfreulich erfrischendem Vergleich von Business Class-Produkten. Sehr wertvoll und gerne gelesen, vielen Dank

  6. Frank sagt:

    Diese Berichte sind immer sehr hilfreich, vielen Dank! Kann die Kritikpunkte nachvollziehen. Bin aber trotzdem inzwischen Turkish Airlines auf Flügen nach Asien mangels Alternativen zugeneigt. Zumal ab Hamburg. Finnair z.B. hat enge Sitze und schlechtes Essen, Lufthansa oder British Airways sind ebenfalls unterdurchschnittlich und die Crews ein Glücksspiel. Singapore hingegen kosten i.d.R. Business 1/3 mehr. Da finde ich Turkish eine gute Option – mit zudem nicht so teuren Umbuchungsoptionen.

  7. Philipp sagt:

    Hiho,

    super Bericht, jedoch würde ich sagen, dass TK nichts (direkt) mit dem Flughafen zutun hat. Dieser geht aber trotzdem mit in deine Bewertung für die Airline ein.

    • Ditmar Lange sagt:

      Hi Philipp
      Auch wenn TK nicht den Flughafen Istanbul direkt betreibt, ist es dennoch so, dass kein Weg an ihm vorbeiführt, wenn man mit TK fliegt. Und somit ist er halt ein klarer Teil des TK-Erlebnisses.

  8. hasan sagt:

    Ich finde die tuerkish Buissness Lounge toll vor allem das lifekochen. Was mich stoert ist das lange warten und die weiten Wege bei der Sicherheitskontrolle. Dass alles zentral ist wie in Singapore ist kein Problem. Musste auch lange am Gate warten. Gut extra warteraum fuer Buissness. Habe noch nie so gut gegessen wie in der Tuerkish Lounge.

  9. Peter sagt:

    mittelsitz ist völlig inakzeptabel
    zeitgemäße konfiguration der 777 ist 1-2-1 oder von mir aus noch 1-2-2

  10. Frank sagt:

    Knöpfe “ M+ und MR „. Wie beim Taschenrechner Memory + und Memory Recall. Sitzstellung abspeichern und wieder abrufen.

  11. Niclas K sagt:

    Hallo Zusammen,

    vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Ich bin vor drei Monaten via IST nach DPS in der TK Business geflogen und muss leider viele Dinge, speziell Service bestätigen. Wir hatten die Boeing 787 mit der neuen Business Class drin, welcher ein wirklich schöner Sitz ist und viel Privatsphäre bietet. Allerdings hatte auch bei uns der Service vor allem beim Abflug von IST sehr gelitten. Wir wollten ebenfalls alle nicht sofort essen (2:00 Abflugzeit), ich bekam es trotzdem hingestellt, da ich noch gerade so wach war (wobei auch die Nachspeise vergessen wurde) und meine Mitreisende haben direkt geschlafen und sind nach ca. 8h aufgewacht, nach Essen gefragt und es wurde darauf verwiesen, dass es in 2h Frühstück gäbe. Ebenfalls musste ich extrem lange warten, als ich vor dem Schlafen gehen, nach einer Wasserflasche gefragt hatte.

    Beim Rückflug wurde auch bei unseren Flügen vieles deutlich besser gemacht von der Crew. Ein wirkliches Konzept habe ich auch da leider nicht erkannt. Auch beim Thema Lounge und Aufenthalt in IST kann ich mich dem Bericht nur anschließen. Wollte auf dem Rückflug eine Dusche nehmen, da wir 3,5h Aufenthalt in IST hatten, aber bei über 45min Wartezeit, war mir das dann auch bald schon wieder zu knapp.

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