Amerikanische Reisekreditkarten – und wie man sie als Europäer bekommt – Travel-Dealz Podcast #49

Titelbild Podcast 49 US Kreditkarten

Wer amerikanische Vielfliegerblogs liest, stößt regelmäßig auf gute US-Kreditkartenangebote mit etlichen Vielfliegervorteilen und Meilen. Welche Karten sich lohnen und wie man diese auch als Nicht-Amerikaner bekommen kann, darum geht’s im 49. Travel-Dealz-Podcast. Adrian hat den US-Credit-History-Experten Andy Michelmann zu Gast.

Der Podcast dauert 30 Minuten. Hört euch den Podcast in Ruhe an! Es geht bei unserem Podcast nicht darum, möglichst viele Informationen in möglichst kurzer Zeit zu vermitteln, sondern auch um unsere Erfahrungen und Geschichten.

Warnung

Eine US-Kreditkarte zu bekommen ist als Nicht-Amerikaner zwar möglich, aber mit viel Aufwand verbunden und eine entsprechende Kredithistorie aufzubauen dauert Jahre. Beachtet, dass auf jeden Fall eine amerikanische Adresse (z. B. bei Freunden, Verwandten, evtl. Mailing-Service) nötig ist.

Kreditkarten-Tipps

Im Podcast stellen euch Andy und Adrian verschiedene Kreditkarten vor, die man als Ausländer (relativ) „einfach“ bekommen kann und die bereits mit vielen Vorteilen versehen sind.

Bank Of America Travel Rewards Credit Card: Diese Karte ist für viele das Einsteigsmodell und kommt von Beginn an mit 1,5% Cashback daher. Es gibt keine Jahresgebühr und Auslandseinsatzentgelt wird nicht fällig.

Air France KLM World Elite Mastercard: Das Einstiegsmodell der Bank of America in die Welt der Meilen & Punkte. Pro USD Umsatz sammelt ihr 1,5 Meilen bei FlyingBlue (3 Meilen bei SkyTeam-Flugbuchungen). Außerdem gibt es 60 XP Sign-Up-Bonus und 5.000 Meilen jährlich für die aktive Kartennutzung. Auslandseinsatzentgelt gibt es nicht.

United MileagePlus Explorer Visa Card: Für diese Karte ist bereits ein gehobener Credit Score erforderlich. Die Karte wartet mit einem Sign-Up-Bonus von häufig über 60.000 Meilen auf, es gibt zahlreiche Vielfliegervorteile (erstes Gepäck kostenlos, Priority Boarding etc, Upgrades, Global Entry) und ihr sammelt 1 Meile pro USD Umsatz (2 Meilen bei United-Umsätzen). Kein Auslandseinsatzentgelt.

Amerikanische Amex Platinum: Guter Credit Score nötig – nichts für Einsteiger. Ähnliche Vorteile (Loungezugang, Priority Pass, Versicherungen, Hotel- und Mietwagenstatus) wie bei der deutschen Karte. Darüber hinaus monatliches Guthaben für verschiedene Dienstleister wie Uber. 1 Punkt pro 1 USD Umsatz, 5 Punkte pro USD Umsatz bei Airlines. Punkte lassen sich zu den meisten Airlines 1:1 transferieren. Die Jahresgebühr beträgt 695 USD. Kein Auslandseinsatzentgelt.

5 Schritte zur Ami-Kreditkarte

Im Podcast erläutert Andy, wie ihr als Nicht-Amerikaner eine US-Kreditkarte bekommen könnt. Dazu sind im Prinzip fünf Schritte nötig:

1. US-Adresse besorgen: Am einfachsten über Freunde, Verwandte etc., theoretisch auch über Dienstleister möglich. Das Gute: Eurer Name muss nicht am Briefkasten stehen.

2. Steuernummer beantragen: Ihr benötigt eine US-Steuernummer, um eine Kredithistorie aufbauen zu können. Diese „ITIN“ könnt ihr z. B. kostenpflichtig über „Tax-Offices“ beantragen.

3. Bankkonto eröffnen: Insbesondere die Bank of America ist ausländerfreundlich und lässt euch auch als Nicht-Resident ein Konto eröffnen (schwankt von Bundesstaat zu Bundesstaat, in Texas i. d. R. möglich). Dazu ist aber die Angabe einer Adresse nötig. Mit dem Konto erhaltet ihr eine Debit Card („EC-Karte“), die noch keine Vorteile bringt.

4. Charge Karte beantragen: Eure erste Kreditkarte wird vsl. eine so genannte „Secure Deposit“ Karte sein, eine Art Prepaid-Kreditkarte, die beispielsweise von der Bank of America herausgegeben wird. Hier ladet ihr Geld auf und könnt dann eure erste Kredithistorie aufbauen.

5. Kredithistorie aufbauen und Karten beantragen: Nun müsst ihr unter Beweis stellen, dass ihr ein vertrauenswürdiger Kunde seid. Durch regelmäßigen Karteneinsatz und rechtzeitige Rückzahlung steigt euer Score (vergleichbar mit der „Schufa“) und ihr könnt immer bessere Karten beantragen. Dieser Prozess dauert Jahre!

Über den Gast

Andy Michelmann ist Vielflieger, professioneller Poker-Spieler und nebenher berät er Menschen zum Aufbau einer US-Kredithistorie. Er selbst hat vor Jahren bei der Bank of America sein erstes Konto eröffnet und besitzt mittlerweile mehrere US-Kreditkarten, darunter die amerikanische Version der American Express Platinum Kreditkarte.

Ihr könnt Andy unter andy@creditprof.de kontaktieren.

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Titelbild: Fotomontage, CC0-Lizenz, Pixabay-User oohhsnapp und mohamed_hassan

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Kommentare (9)

  1. Yanick sagt:

    Sehr interessante Folge, vielen Dank (freue mich jeden Monat auf den Podcast)! Ich werde wahrscheinlich im kommenden Jahr in die USA ziehen und mich hätte noch der Vergleich Amex Platinum vs Chase Sapphire Reserve interessiert (obwohl dies sowieso erst nach erfolgreichem Aufbau eines guten Credit Scores ein Thema werden wird).

  2. Rahim sagt:

    ich finde das sehr interessant wegen der Miles and More Meilen. Aber gem. Punkt 5 braucht es mehrere Jahre bis ich meine Credit history aufgebaut habe oder ab wann kann ich dann erfolgreich eine Kreditkarte beantragen?

  3. Martin sagt:

    In der Tat sehe ich den Vorteil nur wenn man in den USA lebt. Hab lange dort gelebt und ja dann macht es sehr viel Sinn und bringt viel. Lass mich aber gerne aufklären

  4. Thomas sagt:

    Danke für den Podcast. Für Intensivkreditkartennutzer auf jeden Fall sehr interessant.

  5. AS sagt:

    Der „Vorteil“ erschließt sich mir hier auch null…….

  6. Alexandra sagt:

    Also man kann es auch mit der Jagd nach angeblichen Vorteilen, Benefits, etc. übertreiben. US Steuernummer? Also, wenn man nicht in den USA lebt, will man das ganz sicher nicht haben, nicht einmal anstreifen….

    • Martin sagt:

      Die Steuer Nummer zu besitzen zieht erstmal keine Pflichten nach sich. Also ruhig bleiben. Wichtig ist ob man steuerpflichtig ist nicht ob man sie SSN oder TIN hat

      • Alexandra sagt:

        Nicht so paternalistisch, lieber Martin – von wegen „ruhig bleiben“. Das ist richtig, wenn man eben eine tatsächliche Addresse in den USA hat, dort lebt, steuerpflichtig ist oder auch nicht. Von einer „remote location“ ist das wieder etwas anderes. Dieser Aufwand mit allen möglichen Begleiterscheinungen lohnt sich sicher nicht.

        • MARTIN sagt:

          Sollte nicht vormundschaftlich rüber kommen. Sorry dafür. Wollte nur ausdrücken dass der Besitz einer US Steuernummer in keinem Fall ein Nachteil darstellt

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