Statusrechner: Berechne deinen schnellsten Weg zum Vielfliegerstatus

Ihr wollt euch den begehrten Star Alliance Gold, Oneworld Sapphire oder SkyTeam Elite Plus Status erfliegen? Dann habt ihr die Qual der Wahl und müsst euch für ein Vielfliegerprogramm der jeweiligen Allianz entscheiden! Bei jedem Programm gibt es unterschiedliche Anforderungen und Wege, den begehrten Status zu erreichen.

Um euch die Auswahl zu vereinfachen, haben wir einen Statusrechner entwickelt. Ihr gebt euer Flugverhalten bzw. eure geplanten Flüge und wir sagen euch, wo ihr dem goldenen Status am nächsten kommt:

Info

Wir übernehmen für die Berechnung keine Haftung! Das Ergebnis ist als Anhaltspunkt zu sehen und muss für eine endgültige Entscheidung immer per Hand nachgerechnet werden. Es kann vorkommen, dass unsere Berechnung von der tatsächlichen Meilengutschrift stark abweicht. Außerdem können wir nicht jede Besonderheit bei der Berechnung berücksichtigen (siehe Einschränkungen). Wir haben uns große Mühe gegeben, die Besonderheiten als Kommentar zu den einzelnen Programmen, Status und Qualifikationen anzugeben.

Aktuell befindet sich der Statusrechner noch im Beta-Stadium. Falls ihr einen Fehler entdeckt, schickt uns bitte eine Email an Johannes@Travel-Dealz.de mit eurem Routing.

Um dir ein Vielfliegerprogramm zu empfehlen, musst du gebuchte Flüge angeben. Wichtig ist neben der genauen Strecke auch die Airline, die den Flug durchführt und deine Buchungsklasse. Diese Angaben findest du am zuverlässigsten auf den Buchungsbestätigungen oder während der Flugsuche bei der Airline.

Für die Eingabe im Statusrechner nutze bitte folgendes Format:

Airline:Buchungsklasse:Flugsegment(e)
  • Airline: IATA-Code der Fluggesellschaft, z.B. LH für Lufthansa (Hinweise zur Buchungsklasse bei Codeshares beachten)
  • Buchungsklasse: Buchungsklasse der Flüge, z.B. A
  • Flugsegment(e): IATA-Codes der angesteuerten Flughäfen, getrennt durch einen Bindestrich. z.B. HAM-FRA-HKG für einen Oneway-Flug und HAM-FRA-HKG-FRA-HAM für einen Hin- und Rückflug von Hamburg nach Hong Kong via Frankfurt.
Optionale Parameter

Für die Berechnung der Statusmeilen reichen fast immer die Route, die Fluggesellschaft und die Buchungsklasse aus. Es gibt aber auch Ausnahmen, wie bei United Airlines MileagePlus, bei denen in bestimmten Fällen die Vergabe der Statusmeilen auf dem Flugpreis basiert – jedenfalls wenn das Ticket von United ausgestellt wurde oder der Flug von United durchgeführt wird. In dem Fall brauchen wir von euch diese Informationen. Das geht aber ganz leicht, in dem ihr sie in folgendem Format einfach hin an hängt:

Ausführende Airline:Buchungsklasse:Flugsegment(e):Ausstellende Airline:Preis (in USD)

Hier zwei Beispiele:

  • LH:K:HAM-FRA-DEN-FRA-HAM:UA:150USD
    Lufthansa-Flüge in Buchungsklasse K, Ticket ausgestellt von United Airlines mit einem Flugpreis von 150 USD
  • UA:P:FRA-IAH-PHX-IAH-FRA:UA:1235USD
    United-Flüge in Buchungsklasse P, ausgestellt von United mit einem Flugpreis von 1235 USD

Bitte bedenkt dabei, dass in der Regel der Flugpreis abzgl. Steuern & tatsächlicher Gebühren zählt. Dieser fällt niedriger aus, als der Preis, den ihr tatsächlich für das Ticket bezahlt.

Das solltet ihr bei eurer Entscheidung beachten

Insbesondere bei Vielfliegerprogrammen ist nicht immer der einfachste Weg auch der Beste. Es gibt große Unterschiede bei dem Qualifikationszeitraum, der Statusgültigkeit und auch weitere Punkte wie zusätzliche Statusvorteile oder Wert der gesammelten Prämienmeilen.

Weitere Bedingungen

Bei den meisten Vielfliegerprogrammen muss eine bestimmte Anzahl an Statusmeilen erflogen werden. Einige Programme haben aber das Erreichen des Status an weitere Bedingungen geknüpft, z.B. eine bestimmte Anzahl an Flügen mit der Mutterfluggesellschaft. Das ist häufig der Fall bei Fluggesellschaften, die keine oder nur wenige Langstreckenverbindungen anbieten. Nur wenn diese Bedingung erfüllt ist, erhält man auch den Status.

Qualifikationszeitraum

Bei (fast) jedem Vielfliegerprogramm müsst ihr eine bestimmte Anzahl an Statusmeilen und/oder Flugsegmenten (einzelne Flüge) in einem festen Qualifikationszeitraum erfliegen. Dieser Qualifikationszeitraum ist aber je nach Programm unterschiedlich definiert:

  • Kalenderjahr: Vom 1. Januar bis 31. Dezember eines Jahres. Am 1. Januar 00:00 Uhr verfallen immer alle Statusmeilen (auch die, die am 31. Dezember gesammelt worden sind) und der Qualifikationszeitraum startet von Neuem.
  • Aufeinanderfolgende Monate: Statt nur den Zeitraum von Anfang Januar bis Ende Dezember zu betrachten, können die geforderten Statusmeilen oder Segmente innerhalb von 12 (manchmal auch mehr, z.B. 24) beliebigen aber aufeinanderfolgenden Monaten erflogen werden. Das ist i.d.R. deutlich flexibler als ein festes Kalenderjahr oder ein Mitgliedsjahr.
  • Mitgliedsjahr: Jedes Mitglied erhält mit Beitritt zum Vielfliegerprogramm ein individuelles Mitgliedsjahr (oder Mitgliedschaftsmonate). Zu einem festen Zeitpunkt wird dann jedes Jahr der Zähler auf 0 gesetzt. Das kann von Vorteil sein, wenn man den Beitritt zum Programm klug wählt, kann aber auch ein erheblicher Nachteil sein, wenn man kurz vor Ablauf und zum (Neu)Beginn des Mitgliedsjahres viel fliegt.

Statusgültigkeit

Habt ihr den Status einmal erflogen, wollt ihr die Vorteile natürlich so lange wie möglich nutzen. Bei vielen Programmen ist der Status für mindestens 12 Monate (1 Jahr) gültig, bei manchen aber sogar mindestens 24 Monate (2 Jahre).

Für eine längere Gültigkeit kann man durchaus einen höheren Aufwand in Kauf nehmen. Das bringt aber trotzdem nichts, wenn man am Ende die Qualifikation nicht schafft. Deswegen sollte man auch hier sicher gehen, die Hürde wirklich zu schaffen.

Wir geben nur eine Mindestgültigkeit an, weil die meisten Vielfliegerprogramme zwar eine Statusgültigkeit von z.B. 12 Monate angeben, aber diese oft erst ab Beginn des nächsten Qualifikationszeitraumes anfängt. Den Status erhält man aber natürlich sofort und so wird man belohnt, wenn man möglichst schnell den Status erfliegt, z.B. direkt zu Beginn eines neuen Kalender- oder Mitgliedsjahres.
Bei Vielfliegerprogrammen mit einem Qualifikationszeitraum von aufeinanderfolgenden Monaten erhält man i.d.R. nur die versprochene Gültigkeit von z.B. 12 Monaten. Das kann ein Nachteil sein.

Weitere Statusvorteile

Neben den allianzweiten Statusvorteilen gewähren einige Fluggesellschaften weitere Vorteile. I. d. R. aber nur auf eigenen Flügen. So erhält man z. B. bei United Mileage Plus häufig Standby-Upgrades auf inneramerikanischen Flügen oder beim Miles&More Frequent Traveller (allianzweit eigentlich nur ein Star Alliance Silver Status) Zugang zu ausgewählten Business Class Lounges.

Diese zusätzlichen Statusvorteile können durchaus ein Grund sein, eine höhere Hürde in Kauf zu nehmen.

Wert der Prämienmeilen

Neben Statusmeilen sammelt man gleichzeitig auch Prämienmeilen, die deutlich länger gültig und, wie der Name schon sagt, für Prämien z.B. Prämienflüge, Upgrades… eingelöst werden können.

Auch hier gibt es zwischen den Vielfliegerprogrammen große Unterschiede beim Gegenwert. Dieselben Flüge können komplett verschiedene (Meilen)preise haben und auch die Höhe der Zuzahlung kann stark abweichen. Die meisten Vielfliegerprogramme erheben neben den obligatorischen Steuern & Gebühren auch einen Zuschlag. Meistens als Treibstoffzuschlag ausgewiesen. So kann die Zuzahlung für denselben Flug bei einem Programm deutlich unter 100€ liegen und bei einem andern Programm über 300€ betragen.

Buchungsklasse bei Codeshares

Grundsätzlich ist die Buchungsklasse relativ einfach festzustellen. Bei bereits gebuchten Tickets findet ihr sie meist auf der Buchungsbestätigung, vor der Buchung könnt ihr sie beispielsweise mithilfe der Matrix oder über Expedia herausfinden. Mehr dazu in unserem Lexikon-Eintrag zu Buchungsklassen.

Deutlich komplizierter wird es, wenn Codeshares ins Spiel kommen. Je nach Airline-Allianz basiert die Meilengutschrift entweder auf dem Marketing Carrier (Airline, deren Flugnummer der Flug trägt) oder dem Operating Carrier (Airline, die den Fluggesellschaft tatsächlich durchführt):

  • Star Alliance:
    • Die ausführende Airline ist für die Meilengutschrift entscheidend.
    • Beispiel: Ihr habt auf Lufthansa.com einen Flug nach New York gebucht, der aber von United Airlines durchgeführt wird. Buchungsklasse von LH7603 ist K. In diesem Fall müsst ihr den Flug als UA:K:FRA-EWR eintragen.
    • Achtung, Buchungsklassen-Mapping!
  • Oneworld:
    • Die Flugnummer ist für die Meilengutschrift entscheidend
    • Beispiel: Ihr habt über die Website von British Airways einen Flug von London nach New York gebucht. Dieser trägt eine BA-Flugnummer mit Buchungsklasse O, wird aber von American Airlines durchgeführt. In den Statusrechner tragt ihr ihn als normalen Flug mit British Airways ein: BA:O:LHR-JFK
  • SkyTeam:
    • Die Flugnummer ist für die Meilengutschrift entscheidend
    • Beispiel: Ihr habt auf Delta.com einen Flug von Amsterdam nach New York gebucht. Dieser trägt eine DL-Flugnummer mit Buchungsklase E, wird aber von KLM durchgeführt. In den Statusrechner tragt ihr diesen als regulären Delta-Flug ein: DL:E:AMS-JFK

Buchungsklassen-Mapping bei der Star Alliance

Nicht immer sind die Buchungsklassen bei einem Codeshare-Flug die gleichen. Der Buchstabe N steht bei United beispielsweise für die Basic Economy, bei Lufthansa aber für die Premium Economy. In solchen Fällen wird die Lufthansa-Buchungsklasse auf die Buchungsklasse der ausführenden airline gemapped.

Beispiel: Ihr bucht auf der Lufthansa-Website einen Premium-Economy-Flug von Frankfurt nach New York, der aber von United durchgeführt wird. Lufthansa zeigt hier Buchungsklasse N an. Tatsächlich erfolgt die Gutschrift aber in der United-Buchungsklasse für günstige Premium-Eco-Tickets und das ist R. Ihr müsstet also eintragen: UA:R:FRA-EWR

Leider ist das Buchungsklassen-Mapping für uns Kunden sehr schwer zu durchschauen. Meistens sind die Klassen innerhalb der Allianz identisch, aber nicht immer. Im Zweifelsfall solltet ihr Codeshares vermeiden.

Einschränkungen

  • United MileagePlus:
    • Statuspunkte: Wenn das Ticket von United ausgestellt und/oder der Flug von United durchgeführt wird, berechnet United MileagePlus die Statuspunkte anhand des Ticketpreises, insofern können wir nicht nur anhand eures Routings einen korrekten Wert ermitteln, sondern benötigen von euch diese zusätzlichen Informationen. Solltet ihr aber mit einer Partner-Airline fliegen, z.B. mit Singapore Airlines nach Asien, wird die Anzahl der Statuspunkte doch nach Distanz, Fluggesellschaft und Klasse berechnet und fließt dann auch ganz normal in unseren Statusrechner mit ein.
    • Segmente: Bei United muss man jedes Jahr 4 Segmente mit United fliegen – egal in welcher Buchungsklasse. Für den Status selbst gibt es dann jeweils zwei Möglichkeiten ihn zu erfliegen. Entweder ihr erreicht eine feste Anzahl an Statuspunkten oder weniger Statuspunkte, aber dafür eine bestimmte Anzahl an Flugsegmenten mit United oder Star-Alliance-Partnern. Beispielsweise benötigt ihr für den Gold-Status entweder 7.000 Punkte (PQP) oder 6.000 Punkte und 16 Segmente (PQS). Eine Einschränkung dabei: Transatlantische Tickets in der billigsten Economy-Klasse (d.h. ohne Gepäck) bringen keine PQS sein. Da dies nicht von der Buchungsklasse abhängt, können wir die Einschränkung nicht weiter berücksichtigen.
  • Finnair Plus:
    • Leider vergibt Finnair Plus für Finnair-Flüge die Punkte je nach Flugnummer und „Ticketart“. Da die Ticketart nicht eine bestimmte Buchungsklasse wiederspiegelt, können wir Finnair-Flüge leider nicht in die Berechnung der Finnair-Punkte einbeziehen.

Folgende Programme unterstützt unser Rechner momentan nicht:

Oneworld:

  • JAL Mileage Bank
  • Malaysia Airlines Enrich
  • Qantas Frequent Flyer

Star Alliance:

  • Air India Flying Returns
  • Air New Zealand Airpoints
  • ANA Mileage Club
  • Avianca LifeMiles
  • South African Airways Voyager

SkyTeam:

  • China Airlines Dynasty Flyer
  • China Eastern Eastern Miles
  • Garuda Indonesia GarudaMiles
  • Korean Air SKYPASS
  • Xiamen Egret Miles

Diese Programme wurden entweder deshalb nicht implementiert, weil die Vergabe der Statusmeilen zu intransparent war, oder weil die Anforderungen für Europäer kaum realistisch erfüllt werden konnten, sodass eine Implementierung für uns aktuell keine Priorität hat.

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Kommentare (8)

  1. MeisterLampe sagt:

    Werden bei Miles and More schon die doppelten Meilen angezeigt oder sind es nur die ‚normalen‘.

  2. Kev sagt:

    Vielen herzlichen Dank. Finde den Tool klasse!

  3. Hermann sagt:

    Ich finde die Idee toll, besonders, wenn man sich überlegt das Bonusprogramm zu wechseln oder ein neues anzufangen. Ich habe einige Routen ausprobiert und mir ist aufgefallen, dass Teneriffa (TFS) als Europa behandelt wird, dabei gehört es zumindest bei Miles&More zur Region Afrika (also keine fixen Meilenwerte, sondern nach Entfernung). Bin mir aber nicht sicher, daher nur als Hinweis)

    • Henning sagt:

      Hallo Hermann,
      da bin ich auch grade drüber gestolpert!
      Routing: LH:W:MUC-TFS
      Bringt hier 500 Meilen (1.000 in 2021). Das ist richtig für grenzüberschreitende Flüge in Europa.
      Die Kanaren zählen aber zu Afrika. Lt. Miles&More-App sind es 3.070 Meilen.

      • Peer sagt:

        Vielen Dank für eure Hinweise. Schauen wir uns an.

      • Ditmar Lange sagt:

        Danke für den Hinweis. Habe ich nun im System korrigiert.
        Die 3.070 Meilen scheinen übrigens aber für einen Roundtrip + Executive Bonus zu sein.
        LH:W:MUC-TFS gibt nun 1.031 Meilen aus. Willst du den Roundtrip, musst du MUC-TFS-MUC schreiben.
        Für die Berechnung incl. Executive Bonus werden wir bald einen separaten Miles&More-Rechner veröffentlichen.

  4. John sagt:

    Eine extrem gute Idee von Euch und wheretocredit!

    Für mich passt das so. Gibt aber sicherlich viele Eurer Leser, die da gerne noch ein kleines GUI vorgeschaltet sehen würden, wo man sich das ganze mit Drop-Down-Menüs oder dergleichen zusammenklickt. In der verschärften Variante noch mit Slider, mit denen man angibt, wie oft man eine bestimmte Route oder Buchungsklasse nimmt 😉

    Bitte als konstruktive Kritik verstehen, die Idee ist klasse.

    • Johannes sagt:

      Wir haben im Team die Erfahrung gemacht, dass man so viel schneller Strecken eingeben kann. Vor allem, wenn es mehrere Flüge sind. Aber sollte der Wunsch nach einem richtigen Formular bestehen, werden wir das auch umsetzen.

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