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Apr

Bewertung: British Airways Economy Class (Euro/World Traveller)

Dank des doppelten Gabelflugs von British Airways flogen wir im März 2015 von Oslo über London nach Los Angeles. Auf dem Rückflug waren wir ursprünglich auf Seattle -Dalles – London gebucht.

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Da der American Airlines-Flug von Seattle nach Dallas mehrere Stunden Verspätung hatte, wurden wir auf einen Alaska Airlines Flug nach Washington D.C. und weiter mit British Airways nach London umgebucht. Von dort aus ging es als letzte Etappe weiter nach Düsseldorf.

Auf der Langstrecke (London – Los Angeles & Washington D.C. – London) wurde jeweils ein Airbus A380 eingesetzt, auf den Kurzstrecken (Oslo – London & London – Düsseldorf) ein Airbus A319 bzw. A320.

Auf allen Flügen saßen wir in der British Airways Euro bzw. World Traveller (Economy Class).

Check-In & Boarding

Der Web Check-in öffnet 24 Stunden vor Abflug und funktionierte problemlos. Hier kann man sich kostenlos einen Sitzplatz aussuchen. Sogar für den Anschlussflug der noch mehr als 24 Stunden in der Zukunft lag. Für den Rückflug war der Web Check-in für den British Airways-Flug aber wirklich erst 24 Stunden vor Abflug möglich.

Für eine Sitzplatzreservierung muss man bei British Airways ohne Status sonst ordentlich blechen. Wir haben aber über den Web Check-in ohne Probleme einen Fensterplatz bekommen.

Die Gepäckaufgabe am Schalter ging reibungslos und war in wenigen Minuten erledigt.

Auch das Boarding verlief reibungslos und ging dank Boarding Groups recht zügig voran. Nur in Deutschland scheint sich nie jemand daran zu halten.

Komfort

Wir saßen auf dem Hinflug im Upper Deck und auf dem Rückflug am Notausgang im Main Deck:

London – Los Angeles im A380: Upper Deck

Auf dem Hinflug saßen wir im Upper Deck in der letzten Reihe (83J/K). Da wir die letzten beim Boarding waren, waren die Overhead Bins schon alle voll.

Die Overhead Bins sind im Upper Deck recht klein sind und nicht einmal einen vollen Rucksack konnten wir dort unterbringen. Weil jedoch niemand hinter uns saß, durften wir die großen Taschen hinter den Sitzen verstauen und mussten diese nicht unter den Vordersitz legen.

Wer im Upper Deck einen Fensterplatz hat, hat neben der Aufbewahrungstasche am Vordersitz noch eine Box unterm Fenster, die viel Stauraum für persönliche Dinge bietet. Damit ist der Platz durch die Schräge optimal genutzt und die Kopffreiheit ist auch nicht eingeschränkt.

Die Sitze sind recht dick und sehr bequem. Die Kopfstützen sind im Gegensatz zu den Sitzen der meisten anderer Airlines nur in der Höhe verstellbar, die seitlichen Kopfstützen sind fest und können nicht verstellt werden.
Das bietet Vor- aber auch Nachteile. Der Vorteil ist, dass die Stütze sich beim Anlehnen nicht weg biegt, wie bei manchen alten Sitzen. Der Nachteil ist dagegen, dass wenn man sich unterhalten möchte, muss man sich vorbeugen und kann dabei nicht angelehnt bleiben. Auch kann der feste Winkel, nicht jedem gerecht werden.

Der Sitzabstand war auf jeden Fall ok. Vermutlich hat man 79 cm Platz, zwischen zwei Sitzen. Zurückstellen ließ sich der Sitz nicht besonders weit. Ich würde sagen, durchschnittlich.

Für den Komfort während des Fluges gibt es Kissen und Decke, sowie ein kleines Amenity Kit mit Zahnbürste, Zahnpasta und Kopfhörer. Die Decke war jedoch sehr schmal und waren bei den doch sehr kühlen Temperaturen in der Kabine doch recht dürftig.

Washington D.C. – London im A380: Notausgang

Auf dem Rückfug hatten wir Plätze am Notausgang (20J/K) im Main Deck. Vermutlich hat uns die Mitarbeiterin von American Airlines, die uns auf diesen Flug umgebucht hatte, diese sonst recht teuren Plätze zugeteilt.

Größter Vorteil ist natürlich, dass man sehr sehr viel Platz hat um seine Beine auszustrecken.

Allerdings sollte man sich nicht für die Reihe 20 in der Mitte entscheiden. Dort hat man durch den Zugang zur Crew Rest Area (auf deutsch: Personalruhebereich), deutlich weniger Platz als an den Seiten.

Der Sitz am Notausgang hat auch noch einige andere Nachteile:

Dort ist nur am „Fensterplatz“ eine schmale Tasche. Da aber dort für alle drei Sitzplätze, Magazine steckten, war diese sehr voll. Nachdem wir die Zeitschriften entfernt hatten, hatte man so gerade Platz für ein Ipad und Kopfhörer, also trotzdem nicht sehr viel.
Hinzu kommt noch, dass man wie üblich keine Gegenstände wären Start und Landung an seinem Sitz verstauen kann. Auch hat die Reihe durch die großen Notausgangstüren, kein richtiges Fenster.

Während Start und Landung sitzen einem jeweils zwei Stewardessen gegenüber. Da muss man leider wieder ein wenig seine Füße einziehen.

In der Armlehne werden die Tische und die Bildschirme unten zwischen den Sitzen verstaut. Habt ihr neben euch jemand sitzen, der die ganze Zeit schläft und die Armlehne einnimmt, kommt ihr unter Umständen nicht jederzeit an euern Tisch bzw. Bildschirm. Auch ist man durch die starren Armlehnen, seitlich etwas eingeschränkt.

Trotzdem überwiegt am Notausgang natürlich die sehr sehr große Beinfreiheit!

Entertainment System

Dank der modernen Kabine des A380 gibt es für jeden Sitz einen Bildschirm im Vordersitz. Die Box für das Entertainment System ist unter dem Sitz recht klein und stört kaum. Die Füße kann man auf jeden Fall bequem unterstellen.

Zur Auswahl stehen viele aktuelle Filme und Serien, die natürlich auf Englisch sind. Es gibt aber auch einige Filme auf Deutsch.

Leider hat man kein Zugriff auf die Außenkameras des Airbus A380. Dafür aber eine wirklich tolle Moving-Map, auf der man den Flug sehr genau beobachten kann.

Essen & Service

Auf dem Hinflug hat es mehr als anderthalb Stunden gedauert, bis die erste Getränkerunde bei uns hinten ankam. Als Mittagessen gab es das obligatorische Chicken or Pasta, für uns in der letzten Reihen jedoch nur noch Chicken. Während der Hauptgänge bei beiden Flügen nicht gerade berauschend waren, waren die Salate und die Nachtische jeweils super. Auch zum Essen gab es leider keine weiteren Softdrinks, sondern nur Redwine or Whitewine.

Auf Langstrecke sollte man möglich viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Deswegen gibt es in der Regel mehrere Getränkerunden und zwischendurch geht eine Stewardess mit einem Tablett Wasser und Saft durch die Kabine.
Anders läuft es bei British Airways. Insgesamt gab es auf dem Hinflug (12 Stunden Flugzeit) nur zwei  Getränkerunden. Auf dem Rückflug (6:30 Stunden Flugzeit) gab es kurz nach dem Start direkt etwas zu trinken, aber danach kam nichts mehr, außer die 0,2l Flasche Wasser zum Abendessen. Selbst zum „Frühstück“, gab es nur Tee oder Kaffee.

Weitere Getränke musste man sich in der Galley holen. Dort stand Wasser und Säfte bereit. Softdrinks gab es nur auf Nachfrage.

Wer in der Mitte oder am Fenster sitz, muss seine Sitznachbarn für jeden Becher Wasser aufscheuchen. Wer direkt vor der Galley sitzt, hat zwar einen kurzen Weg, wird aber dauernd von drängelnden Menschen angestoßen.

Wenn ich an meinen British Airways-Flug von Singapur nach London zurückdenke, wo ich in der Mitte in der Mitte gesessen habe (Umbuchung…), wäre ich verdurstet. Auf diesem 13 Stunden Flug haben beide Passagiere neben mir nur geschlafen und ich hätte sie für jeden Becher Wasser wecken müssen.
Ich kann die Argumentation, dass sich die Passagiere dadurch zumindest bewegen verstehen, allerdings wäre das damals extrem nervig gewesen und ich wäre vermutlich verdurstet.

Fazit zum Service: Lieber am Flughafen noch eine große Flasche Wasser kaufen. In London-Heathrow sind die Preise hinter den Sicherheitskontrollen recht human.

Kurzstrecken

Auf dem Flügen zwischen Oslo und London bzw. Düsseldorf, wurde jeweils ein Airbus A320 bzw A319 eingesetzt. Die Kabine ist mit Sitzen ausgestattet, die deren neuen NEK von Lufthansa sehr ähneln. Bequem ist die einfach nicht. Dafür ist der Sitzabstand aber in Ordnung.

Auf dem Morgenflug gab es sogar ein kleines Frühstück. Ansonsten gibt es Getränke und einen kleinen Sneak.

Fazit

British Airways Bewertung
  • Check-in & Boarding
  • Komfort
  • Entertainment System
  • Essen & Service
  • Extras

Kurzfassung

Das Kabinenprodukt in der Economy Class konnte mich sowohl auf Lang- als auch auf Kurzstrecke überzeugen.

Vom Service, speziell der Versorgung mit Getränken, war ungenügend. Das Essen aber durchaus genießbar.

3.8
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Ich habe 2010 Travel-Dealz gegründet und schreibe seit dem täglich über die neusten Reiseschnäppchen. Seit dem ich 17 bin, suche ich nach Wegen so günstig wie möglich zu fliegen. Mit meinem Wissen versuche ich Dir genau das selbe zu ermöglichen. Wenn du eine Frage hast kannst du dich jederzeit an mich wenden! Schreib mir einfach eine Email an: Johannes@Travel-Dealz.de Bitte aber nicht mit einem Reisebüro verwechseln.

8 Kommentare bei “Bewertung: British Airways Economy Class (Euro/World Traveller)
  1. DavidDavid sagt:

    Wir sind mit British Airways von Zürich über London nach Kapstadt geflogen, die Langstrecke mit einer 747. Am Check-In Schalter in Zürich konnte die Angestellte erst unsere Buchung nicht finden, bis drei Mitarbeiter am PC beschäftigt waren unsere Bordkarten auszustellen; das alles nahm locker eine Viertelstunde in Anspruch. Plätze konnten wir keine aussuchen und bekamen die beiden Mittelsitze im Viererblock. Eine Entschuldigung für die Umstände kam seitens der Mitarbeiter gar nicht.
    Nach London sind wir sehr gut versorgt worden und es wurde sogar Alkohol ausgeschenkt und wir bekamen Kekse. Ganz anders sah es dann auf der Langstrecke aus: Genau eine Getränkerunde bei 12 Stunden Flugzeit, ich kann also Johannes bestätigen. Das Essen war gut, jedoch wird man nur nach Vegetarisch oder nicht gefragt und bekommt dann sein Essen. Ziemliches Glücksspiel 😉 Auf Nachfrage an der „Bar“ im Flieger bekam ich drei volle Becher Wasser ausgeschenkt, sodass ich nicht ständig den Nachbarn aufscheuchen musste. Frühstück war full english und total okay. Vermisst habe ich sonstige Snacks und öftere Getränkerunden. Bei Cathay zum Beispiel gab es Nudelsuppe so viel man wollte und es standen Knabbereien und Getränke bereit. Von BA musste ich alles erbitten.
    Im Cape Town konnte der Agent wieder keine Plätze buchen, wir hatten wieder kein Gangplatz. Die Sitze der 747 fand ich sehr schmal, das Entertainmentprogramm sehr gut, wenn auch der Bildschirm miserabel ist. Amenity Kit gabs keins, dafür eine Decke und ein Kissen. Beim Rückflug dasselbe mit den Getränken. Johannes hat Recht: Man muss aufpassen um nicht zu verdursten! (Das mit den Sitzplätzen hätten wir selbstverständlich umgehen können und vorher einchecken können… Aber der Agent wird doch wohl in der Lage sein, Sitzplätze zu vergeben?) Insgesamt nicht sehr zufrieden!

    • JohannesJohannes sagt:

      Hallo David,

      die Erfahrung in der 747 Mitte-Mitte zu fliegen habe ich auch schon machen müssen. Da hilft leider wirklich nur 24h vor Abflug Online einchecken. Ist recht häufig das am Schalter dann nur noch Mittelsitze vorhanden sind.

  2. Edith QuaryEdith Quary sagt:

    Hallo,
    wir mussten unseren Urlaub in Kapstadt wegen einem Notfall Zuhause abbrechen.
    Wir sind am Flughafen in das Büro von B.A und haben unsere Situation erklärt und da hat man uns ohne große Umschweife die Flüge umgebucht. Das ganze hat uns nichts gekostet. Wir sind sehr zufrieden gewesen mit dem tollen Personal und natürlich mit British Airways. Danke Wir können diese Fluggesellschaft sehr empfehlen.

  3. JanetJanet sagt:

    Hallo.Wir sind letzte Woche von Hannover nach London und von da aus weiter zum Hauptziel los angeles.von Hannover nach London ging es mit BA (British A.)und dann weiter mit American Airline.Zum Vergleich kann ich nur sagen das ich von der Freundlichkeit der flugbegleiter nur sagen das sie alle sehr bemüht waren.das Essen war bei der lang Strecke nach L.A.super!!!!und obwohl wir schon häufig mit Air Berlin nach Miami geflogen sind und wir hatten immer einen Nachtflug zurück nach Hause und wir hatten jedes mal starke Turbulenzen, so war es mit American Airline komischerweise sehr ruhig die Nacht. Ich war sehr überrascht.woran kann das gelegen haben?!das war der erste von mehreren Flügen nachts übers große Wasser der sehr angenehm war.

  4. AlbanAlban sagt:

    Hi,

    ECO mit BA bin ich 2007 nach Kapstadt geflogen: Ich habe den Service als überdurchschnittlich und zuvorkommend in Erinnerung. Ich kann mich nicht erinnern, ob zu selten jemand mit Getränken vorbei kam. Aber wie auch bei anderen Flügen stehen Getränke immer in der Küche.

    Da ich 1,90m groß bin, sind ECO aller Gesellschaften eine kleine Qual… Deshalb gebe ich hierzu BA keinen Abzug. (Warum auch immer: bei der einen oder anderen Gesellschaft habe ich es an die großen Notausgänge geschafft; so auch hier auf beiden Langstreckenabschnitten.)

    Als auf dem Rückflug das Entertain kaputt war und auch ein re-set nicht half, wurde ich freundlicherweise in die Business geleitet – die PRE war leider voll, so ein Pech… 😉

    Unabhängig davon fliege ich BA immer sehr gerne, weil ich die Freundlichkeit und die Sitze der europäischen Linien dort am besten finde. (LH hat in der Business immer noch keine Betten…)

    Daher gibt es keinen Abzug von 5 auf 4 Punkte, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass Mitte-Mitte tödlich ist. (Klar, bei Umbuchung hat man es nicht selbst in der Hand…) Ich buche wegen der langen Beine immer Gang.

    Ich denke, die Wahl einer Fluggesellschaft hängt von vielen Faktoren ab. Wenn bestimmte Dinge wie die Flughafen-Innenstadt Entfernung oder der Preis ungefähr gleich sind, nehme ich gerne BA.

    Viele Grüße

    Alban

  5. DavidDavid sagt:

    Ich konnte bislang BA nur auf der Kurzstrecke testen, A319/320. Die Maschinen waren etwas älter (10-15 Jahre) und die genannten Sitze waren eingebaut. Der Service war ordentlich und es gab immer einen Snack bzw. ein Frühstück. Auf meinem letzten BA Flug vor ca 1 Woche morgens von LHR nach Prag war die Maschine ca. Nur 40% gebucht, somit hätte ich eine eigene Reihe für mich. Insgesamt wirklich guter Service wenn man bedenkt unter welchem Konkurrenzdruck (Ryanair etc.) die etablierten Airlines stehen.

  6. Reiner KesternichReiner Kesternich sagt:

    Bin auf B787-8 von Heathrow nach Philadelphia geflogen. Leider hat auch die British Airways 9 Sitze pro Reihe in der Eco (World Traveller). Die sind dann schon recht schmal. Der Sitzabstand war dagegen einigermaßen ok. Das Essen war in Ordnung, ansonsten war der Service nicht überragend, hat quasi kaum stattgefunden. Der Flieger war nur halb voll und damit der Stress-Level für die FlugbegleiterInnen überschaubar. Ich hätte mir hier die ein oder andere Getränke-Runde mehr gewünscht. Das Entertainment war dagegen gut. Ansonsten war der Flug eher recht durchschnittlich. Auf Europa- und Inlands-Strecken bin ich mehrfach auf A319 und A320 unterwegs gewesen. Das war, bei alter Bestuhlung, ganz ok. Einmal war es ein ehemaliger BMI-Flieger mit neuer Bestuhlung, das war dann eher so wie bei Ryanair oder Easyjet.

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