Bewertung: Neue Air France Business Class Suite in der Boeing 777

AF Business CDG ICN Sitz Fenster 2

Das SkyTeam-Mitglied Air France ist derzeit dabei, einige Boeing 777 mit neuen Business-Class-Sitzen auszustatten. Das wird auch Zeit, denn dort war zuvor eine alte Business Class mit angewinkelten Sitzen und 2-3-2-Anordnung verbaut.

Nachdem es im Dezember einen passenden „Error Fare“ gab, konnte ich das neue Bordprodukt auf einem Flug von Paris nach Seoul Incheon ausprobieren. Ich hatte dabei gleich doppelt Glück: Zum einen wurde das entsprechende Ticket (im Gegensatz zu vielen anderen) nicht storniert. Zum anderen gab es genau auf dieser Route den neuen „Suite“-Sitz mit Türen.

Zunächst aber ein kurzer Blick auf die Flugdetails:

  • Flug: AF264 Paris CDG – Seoul ICN
  • Sitzplatz: 10D (Gang)
  • Fluggerät: Boeing 777-300ER F-GZNK (Auslieferung Mai 2011)
  • Planm. Abflug: 13:20 Uhr
  • Planm. Ankunft: 09:10 Uhr
  • Blockzeit: 12h 20min
  • Reisezeitpunkt: März 2024

Die F-GZNK war übrigens das erste Flugzeug mit dem neuen Sitz. Dort wurde er im September 2022 eingebaut.

Info

Im Sinne der Transparenz: Wir haben den Flug (wie üblich) selber bezahlt und auch niemandem davon erzählt, dass wir eine Bewertung verfassen würden.

Wo ist der neue Business-Sitz zu finden?

In der Flotte von Air France gibt es eine ganze Reihe an verschiedenen Business-Class-Kabinen. Der Großteil von Air France’s Boeing 777 verfügt nicht über den hier gezeigten Sitz. Er ist ausschließlich in einer kleinen Anzahl an Boeing 777-300ER zu finden. Das sind all jene Flugzeuge, die vorher mit der uralten Business Class in 2-3-2-Anordnung unterwegs waren und mittlerweile umgerüstet wurden.

Konkret sind dies (laut Flyertalk) folgende Flugzeuge:

  • F-GZNK
  • F-GZNP
  • F-GZNQ
  • F-GZNS
  • F-GZNT
  • F-GZNI
  • F-GZNR
  • F-GZNU
  • F-GZNJ
  • F-GZNH

Bald werden noch zwei Flugzeuge mit den Registrierungen F-GSQD und F-GSQE dazu kommen. Insgesamt gibt es dann also 12 Flugzeuge mit der brandneuen Kabine.

Aktuell (Stand März 2024) ist die neue Business Class primär auf folgenden Strecken zu finden:

  • Bangkok
  • Boston (1x täglich)
  • Dakar
  • Houston
  • Johannesburg (tlw. noch angled-flat)
  • Rio de Janeiro
  • Seoul
  • Shanghai

Immer mal wieder haben auch Passagiere auf anderen Strecken Glück, aber planen lässt sich das nicht. Genau so kann man auch mal Pech haben und das letzte Flugzeug mit Uralt-Business erwischen. Das Risiko besteht wohl vor allem auf der Route Paris – Johannesburg.

Buchung

Im Dezember 2023 boten Air France und KLM für kurze Zeit sehr günstige Oneway-Tickets auf ausgewählten Strecken an. Für etwas mehr als 500€ gab es Flüge im Tarif Business Flex nach bspw. Asien oder Südamerika. Günstig genug, dass wir eine Eilmeldung verschickt haben:

In den Tagen (und Wochen) darauf hagelte es dann Stornierungen. Ich hatte insgesamt drei Tickets gebucht und zwei davon wurden storniert:

  • Oslo – Paris – Seoul – Taipeh im März 2024 für 614€ (nicht storniert)
  • Oslo – Amsterdam – Singapur – Kuala Lumpur im Nov. 2024 für 528€ (storniert von Air France)
  • Tallinn – Paris – Singapur – Auckland im Sept. 2024 für 727€ (storniert von KLM)

Wieso gerade dieses eine Ticket nach Taipeh bestehen blieb, vermag ich nicht zu sagen. In den Kommentaren unseres Artikels gab es mehrere Kommentare anderer Nutzer, die eine Stornierung für exakt das gleiche Routing erhalten haben. Womöglich lag es am Reisezeitraum und vergleichsweise kurzfristige Buchungen wurden nicht angerührt.

Der Tarif Business Class Light bei Air France & KLM beinhaltet normalerweise nur 1x 32 kg Aufgabegepäck und keinen Loungezugang. Auch die Sitzplatzwahl ist standardmäßig nicht inbegriffen.

In meinem Fall handelte es sich aber um den Flex-Tarif. Daher konnte der Sitzplatz direkt nach der Buchung kostenfrei ausgewählt werden. Zumindest in der Theorie. Ich war zunächst froh, für uns beide die Plätze am Bulkhead ergattert zu haben. Eine Woche vor Abflug musste ich dann aber feststellen, dass die Platzwahl verschwunden war. Offenbar hatte ich entweder vergessen, die Reservierung richtig zu speichern, oder wir wurden weggesetzt, weil eine Mutter mit Kind den Platz reserviert hatte.

Check-in

Kurz vor Abflug wurde es dann noch einmal spannend. Denn im Flyertalk gab es einen Bericht über einen verweigerten Check-in in Oslo trotz aktiver Buchung. Leider ist die KLM-Website auch nicht sehr auskunftsfreudig, was den Status des Tickets angeht. Ein Check auf Saudia.com zeigte aber: Alle Flugcoupons des Tickets waren noch Open und somit bereit, abgeflogen zu werden. Somit sollte dem Trip nichts im Wege stehen.

30 Stunden vor Abflug funktionierte dann auch der Online Check-in und ich war erleichtert. Denn ein langwieriger Rechtsstreit bzgl. Denied Boarding mit Gerichtsstand Oslo müsste nun wirklich nicht sein.

Für den Abflug um 06:20 Uhr trafen wir gegen 5 Uhr morgens am Flughafen Oslo ein. An der SkyPriority-Schlange war nichts los und wir kamen sofort dran.

Am Schalter schaffte man es zum Glück auch, die Vielfliegernummer wie gewünscht auf den Virgin Atlantic Flying Club zu ändern. Ich hatte das zuvor mehrfach online versucht, sie ist aber immer wieder rausgeflogen. Air France hätte es wohl lieber, man würde 2.000 (umsatzbasierte) Meilen bei Flying Blue sammeln als 30.000 bei Virgin.

Zubringer Oslo – Paris

Der Zubringerflug von Oslo nach Paris verlief ziemlich ereignislos. Wie üblich wird im Airbus A319 der Mittelsitz freigehalten, ansonsten sind die Sitze aber die gleichen wie in der Economy Class. Zugutehalten muss man Air France, dass in allen Klassen verstellbare Kopfstützen verbaut sind.

Die zwei größten Kritikpunkte: Der Sitzabstand ist (selbst für europäische Standards) unterdurchschnittlich und das Catering war (bis auf Brötchen und Croissant) kalt. Bei einem Europaflug mit fast drei Stunden Blockzeit hätte ich zumindest eine warme Eierspeise o.ä. erwartet.

In meinem Fall war die Kabineneinrichtung recht alt. Daher boten die Sitze noch eine recht gute Polsterung und angemessen breite Armlehnen. Dafür geht die Polsterung eben auf Kosten der Beinfreiheit.

Umstieg in Paris

Paris-Charles-de-Gaulle entspricht ziemlich meiner Horrorvorstellung eines Flughafens. Es gibt dutzende Terminals, dadurch entstehen lange Fußwege und noch dazu fühlt sich alles sehr chaotisch an. Aus Europa kommend blieb unser immerhin eine zweite Sicherheitskontrolle erspart.

Dafür gab es an der Passkontrolle lange Schlangen. Theoretisch gibt es dort einen Bereich für Gäste mit SkyPriority. Diese mündete aber an einem einzigen Schalter zur Passkontrolle, während anderen Passagieren auch automatische E-Gates zur Verfügung standen. Selbst von diesen E-Gates gibt es aber (für Europäer) gerade mal drei Stück. So standen wir insgesamt rund eine halbe Stunde Schlange.

Vermutlich wäre es schneller gewesen, den Sicherheitsbereich zu verlassen und zuerst auf die Landseite zu gehen. Dann hätten wir zwar erneut durch die Security gemusst, aber uns zumindest das lange Warten an der Passkontrolle gespart.

Lounge

Der Flug ging von den K-Gates im Terminal 2E. (Wer hat den Terminals eigentlich diese verwirrenden Namen gegeben?) Dort gibt es eine passende Air-France-Lounge für Non-Schengen-Flüge. Die erstreckt sich über zwei Etagen, ist allerdings dennoch nicht besonders groß. Außerdem wirkt sie ein wenig altbacken und kann es insgesamt nicht mit den anderen AF-Lounges in Paris aufnehmen.

AF Biz Lounge CDG E K Interior

Es gibt auf jeder Etage ein kleines Buffet. Das Essensangebot ist insgesamt in Ordnung, aber nicht mehr. Zum Frühstück gab es Rührei, Würste, Gebäck und passenden Aufschnitt.

Besser wurde es, als um 11 das Mittagessen aufgetischt wurde. Das Angebot an warmen Speisen blieb überschaubar, und bestand aus:

  • Geschmortem Rind
  • Gebratene Würstchen
  • Gedünstetes Gemüse
  • Irgendeine Art Pilz-Risotto

Das konnte aber durch eine hervorragende Auswahl an Desserts kompensiert werden. Ich probierte mich unter anderem durch eine Art Windbeutel in Schokomantel, Schoko-Kuchen, Mousse au Chocolat und Berliner mit Schokofüllung. All dies war exzellent und könnte so auch in einem französischen Café serviert werden.

Sonderlich angenehm war der Aufenthalt leider schon aus dem Grund nicht, dass die Klimaanlage deutlich zu warm eingestellt war. Zudem mangelt es an Tischen, an denen man vernünftig mit dem Laptop arbeiten könnte.

Boarding

Das Boarding war eigentlich für 35 Minuten vor Abflugzeit angegeben, vergleichsweise kurz für eine Langstrecke. Ich war pünktlich dort, um möglichst noch Fotos der leeren Kabine machen zu können. Tatsächlich ging es aber erst 15 Minuten nach der geplanten Boardingzeit los.

Doch damit nicht genug Wartezeit. Das Boarding mündete zunächst nur in einer weiteren Warteschlange, denn die Türen zur Gangway waren noch nicht geöffnet. Dort mussten alle Passagiere nochmals mindestens 10 Minuten stehen, bis es endlich ins Flugzeug ging. Ich hätte wohl besser auf den Final Boarding Call gewartet, statt so lange Schlange zu stehen. Leider scheint dieses Vorgehen in Paris Standard zu sein.

AF Business CDG ICN Warteschlange Gate
Selbst nach dem (verspäteten) Boardingaufruf ging es noch nicht direkt in den Flieger

Kabine

In der Kabine der Boeing 777 dominiert die Farbe Weiß. Man schafft es aber immerhin, die ansonsten sterile Farbgebung durch die dunkelblauen Sitze und den gemusterten Teppich aufzubrechen.

AF Business CDG ICN Kabine

Das offizielle Logo von Air France ist ein roter Strich (man kann ihn hinten in der Economy-Kabine erahnen). Dass das etwas langweilig ist, weiß man auch beim Hauptquartier in Roissypôle. An mehreren Stellen der Kabine prangt daher das alte Logo, ein geflügeltes Seepferdchen. Es befindet sich einmal vorn an der Wand, und dann noch beleuchtet an jedem Sitz wieder. Vor allem letzteres wirkt stilvoll.

AF Business CDG ICN Shrimp
Ein Shrimp mit Flügeln und gutem WLAN-Empfang – oder so ähnlich

Gepäckfächer gibt es sowohl seitlich als auch in der Mitte. Die Kabine der Boeing 777 ist hoch genug, sodass dennoch kein beengendes Gefühl aufkommt.

Aerolopa Air France 777 neue Business
Sitzplan der Business Class in der Boeing 777-300ER (© AeroLopa)

Die 48 Sitze der Business Class verteilen sich in insgesamt zwei Abschnitte: Eine größere Kabine mit sieben Sitzreihen und eine kleinere mit fünf. Dementsprechend gibt es gleich achtmal die Möglichkeit, von einem Platz in der „ersten Reihe“ zu profitieren:

Bester Sitzplatz

Die besten Sitzplätze sind zweifelsohne die am Bulkhead, d.h. 1A, 1D, 1E und 1L sowie 9A, 9D, 9E und 9L. Die bieten ein unschlagbar großes Platzangebot, da der Fußraum nach vorne nicht eingeschränkt wird. Die Beine müssen also nicht in ein kleines Fach, sondern man kann sich auf Wunsch auch einrollen. Das dürfte vor allem den Seitenschläfern zugutekommen.

AF Business CDG ICN Bulkhead 2
Der Bildschirm ist weiter weg, aber sonst hat ein Platz in der ersten Reihe quasi nur Vorteile

Offenbar können diese standardmäßig nur von SkyTeam-Vielfliegern (kostenfrei) ausgewählt werden. Wer das kann, sollte es auf jeden Fall tun… und dann hoffen, dass er nicht wieder rausfliegt.

Alle anderen Sitze sind mehr oder weniger identisch. Einziger Unterschied: Am Fenster gibt es Einzelsitze, in der Mitte sitzen zwei Passagiere nebeneinander. Wer alleine unterwegs ist, sollte also einen Fensterplatz wählen, für Paare eignen sich die Sitze D und E.

Eigentlich ziehe ich kleinere Business-Kabinen vor und so fiel die Wahl auf Reihe 10. Einen Punkt habe ich dabei leider nicht beachtet: Die Plätze 9A und 9K sind standardmäßig für Reisende mit Baby vorgesehen. Wir waren nur eine Reihe davon entfernt und mussten uns die ganze Nacht Kindergeschrei anhören. Ich empfehle daher, wenn verfügbar, die vordere Kabinenhälfte.

Sitz

Air France verbaut als Erstkunde den Sitz Safran Cirrus 5C03. Das Konzept ist mittlerweile nichts Neues mehr: Es folgt der typischen Reverse-Herringbone-Anordnung, ergänzt um eine Tür für zusätzliche Privatsphäre. Quasi jeder Sitzhersteller hat so etwas im Sortiment, darunter:

  • Collins Super Diamond
    (British Airways Club Suite – Eindrücke)
  • Recaro CL6720 (Iberia – Review)
  • Collins Elements Suite (Etihad)
  • JAMCO Venture (in einigen KLM 777)

Auch, wenn ich mit dem Sitz von Safran noch nie geflogen bin, so kam er mir daher gleich ziemlich bekannt vor. Aber es gibt natürlich trotzdem ein paar Unterschiede zur Konkurrenz. Spannend sind beispielsweise die Fragen nach Steuerung der Sitze, Stauraum am Sitz, Größe des Tisches, Polsterung usw.

Beginnen wir also mit einer Tour um den Sitzplatz. Dabei fällt zunächst der Schultergurt auf, der bei Start und Landung angelegt werden muss.

AF Business CDG ICN Schultergurt

Seitlich befindet sich ein Fach, in dem der Kopfhörer untergebracht ist. Es ist aber groß genug, um zusätzlich auch noch Smartphone, Geldbeutel, Reisepass und Co aufzunehmen:

AF Business CDG ICN Stauraum

Daneben befindet sich eine kleine Leselampe, darunter eine USB-Ladebuchse (nur Typ A) sowie eine Klinkenbuchse für eigene Kopfhörer.

Dann schließt sich auch schon der große Ablagetisch an. Der ist ausreichend groß bemessen und kann zumindest Laptop und Essens-Tray aufnehmen (wenn man beim Essen mal auf Toilette muss). Auch ein kabelloses Ladegerät fürs Smartphone gibt es.

In den Tisch ist ebenfalls die Sitzsteuerung eingelassen. Zur Verstellung des Sitzes stehen die üblichen drei Modi (Startposition, Lounge-Modus und Bett) zur Auswahl, zwischen denen eine stufenlose Verstellung möglich ist. Außerdem kann dort das Deckenlicht aktiviert und ein Do-not-Disturb-Modus aktiviert werden. Im Gegensatz zu Recaro hat Safran mitgedacht und den Rand um das Touchpanel leicht erhöht. So kommt man nicht versehentlich dagegen.

AF Business CDG ICN Sitzverstellung
Etwas abgenutzt: Das Panel für die Sitzsteuerung

Wer bisher die Steckdose vermisst, kommt natürlich auch auf seine Kosten. Die ist nur etwas versteckt, nämlich unterhalb des Bedienpanels angebracht. Dort gibt es außerdem noch:

  • Platz für eine Wasserflasche
  • Eine USB-C Ladebuchse für Laptop, Nintendo Switch und Co (60W)
  • Ein Staufach, das standardmäßig mit einem Paar Slipper bestückt war
AF Business CDG ICN Steckdose

Die Schuhe bekommt man unter der Fußablage unter. Alles andere, was nicht in das Fach mit dem Kopfhörer passt, wird aber letztlich irgendwie auf dem Tisch herumliegen. Das ist bei British Airways (mit der Club Suite) besser gelöst, wo sich unter der seitlichen Ablage weitere Stauflächen verbergen.

Überrascht hat mich, dass der Sitz an mehreren Bereichen schon ziemlich abgenutzt wirkte. Aktuell ist das noch nicht so schlimm, aber nach anderthalb Jahren sollte es eigentlich nicht so aussehen:

Der Esstisch wird aus der Seite ausgefahren und dann (teilweise) aufgeklappt. Sonderlich groß ist er nicht, vor allem ist aber die Verstellbarkeit nach vorne und hinten sehr eingeschränkt. Andere Hersteller lösen das besser.

Zum Gang hin gibt es überall eine Schiebetür. Ausgefahren wird die über einen Button, was erstaunlich gut funktionierte. Dafür braucht es etwas Kraft, um sie wieder einzufahren. Völlige Privatsphäre bietet die Tür nicht, da die Wände nicht besonders hoch sind. Aber das war zu erwarten.

AF Business CDG ICN Schlafkomfort Liegen
Links ist die verschlossene Tür zu sehen

Wer auf einem Sitz in der Mitte landet, mit dem Nachbarn aber eigentlich nichts zu tun haben möchte, kann einen zusätzlichen Sichtschutz ausfahren und sich so weiter abkapseln:

AF Business CDG ICN Trennwand

Wer gerne mit seinem Nachbarn redet, lässt die Wand einfach unten. Obwohl sich die Köpfe recht weit auseinander befinden, klappte das Plaudern erstaunlich gut. Bei anderen Sitzen muss man sich erst nach vorne beugen, um überhaupt etwas zu verstehen.

Sitzkomfort

Mindestens so wichtig wie die anderen Punkte ist natürlich der Komfort. Prinzipiell gibt es da nicht sonderlich viel zu klagen. Der Schultergurt ist halbwegs bequem, der Sitz ist breit genug, und für die Beine ist (im Sitzen) auch genug Platz.

AF Business CDG ICN Sitz 10A

Allerdings kam mir die Sitzfläche insgesamt ziemlich hart vor. Nach etwa zwei Stunden begann es daher, etwas im Hintern zu schmerzen. Es hilft, sich gelegentlich mal etwas auf dem Sitz zu drehen und/oder aufzustehen. Aber der Sitz ist auf jeden Fall härter als viele Konkurrenzprodukte. Das fällt selbst im Loungemodus (= halb zurückgelehnt) auf.

Insgesamt kam ich selbst bei 12 Stunden Flugzeit damit klar. Aber es gibt trotzdem noch Luft nach oben in puncto Sitzkomfort.

Schlafkomfort

Ganz nach unten gefahren, verwandelt sich der Sitzplatz in ein rund 2 Meter langes Bett. Der Platz für die Füße ist bauartbedingt nicht immens, aber besser als bei manch anderer Airline. Trotz Schuhgröße 48 konnte ich meine Beine ausstrecken:

AF Business CDG ICN Fussraum
Nicht riesig, aber ausreichend: Platz für die Füße

Um schlafen zu können, sollte man entweder die Schlafmaske aus dem Amenity Kit nutzen, oder etwas warten. Auf dem Flug nach Seoul wurde erst nach 3 Stunden das Licht in der Kabine ausgeschaltet. Allerdings war es zu dem Zeitpunkt auch erst 16:30 Uhr Ortszeit in Paris (00:30 in Seoul). Zeit genug zum Schlafen war jedenfalls noch, bei mehr als 8 Stunden verbleibender Flugzeit.

Ich habe zumindest gut vier Stunden schlafen können und mich dann diesem Review gewidmet. Der Komfort als Seitenschläfer ist insgesamt ok. Die Knie lassen sich zumindest ein wenig anwinkeln. Auch im Liegen ist der Sitz eher hart, aber dort hat es mich weniger gestört als im Sitzen.

AF Business CDG ICN Schlafkomfort

Eine Matratzenauflage wurde nicht angeboten. Decke und Kissen fühlten sich beide recht hochwertig an und waren vor allem auch bequem.

Essen & Trinken

Als Welcome Drink wurden kurz nach dem Betreten des Flugzeugs Orangensaft oder Champagner angeboten. Außerdem wurde die Speisekarte ausgeteilt.

Hier ein Blick hinein:

AF Biz CDG ICN Speisekarte 1

Als Champagner wurde ein Brut Reserve Thienot (Flaschenpreis anscheinend ca. 50€) angeboten. Weitere Getränkeoptionen findet ihr nachfolgend:

Hauptspeisen können, zumindest bei Abflug von Paris, auch online unter Buchung verwalten gewählt werden. Die Auswahl ist allerdings die gleiche wie an Bord. Die Online-Bestellung garantiert also nur, dass die Speise auch wirklich geladen gibt. Ein oder zwei zusätzliche Optionen hätten definitiv nicht geschadet.

Air France Essen bestellen Business
Vorbestellung von Hauptspeisen auf der Website

Als kleiner Appetizer wurde eine Knoblauch-Creme mit marinierter gelber Beete serviert. Nicht so mein Geschmack, aber dafür waren die dazu gereichten Käse-Crêpes umso besser.

AF Business CDG ICN Appetizer

Als Vorspeise wurden Lachsfilet (sehr gut), Kürbisstücke (nicht angerührt) und ein Brötchen nach Wahl gereicht. Ich entschied mich für ein kleines Baguette, das aber mit einem guten, französischen Baguette nicht viel gemein hat.

AF Business CDG ICN Vorspeise

Bereits vorab hatte ich mich mit meinem Kollegen Felix über die Wahl der Hauptspeise ausgetauscht. Er hatte fast die gleiche Auswahl wie ich, und mir dringend vom Hühnchen abgeraten. Ich wählte dennoch das Huhn, um mir für das Review eine eigene Meinung bilden zu können. Und was soll ich sagen? Das Hühnchen mitsamt den Beilagen war ausgezeichnet. Geschmäcker sind halt doch unterschiedlich (oder das mit der Zubereitung klappt nicht immer).

AF Business CDG ICN Hauptgericht

Weiter ging es mit der Käseplatte, die natürlich bei einer französischen Airline nicht fehlen darf. An der Optik könnte man noch arbeiten:

AF Business CDG ICN Kaeseplatte
Bitte entschuldigt den dreckigen Teller darunter. Den hatte die Crew nicht rechtzeitig abgeräumt

Ich hatte mich zwar schon durch die gesamte Dessert-Auswahl in der Lounge probiert, aber das ist natürlich kein Grund, es im Flugzeug auszulassen. Neben dem Dessert mit Yuzu (eine Art Zitrone) gab es Schoko-Eis, Vanille-Eis und Himbeereis zur Auswahl. Für Eiscreme im Flugzeug bin ich immer zu haben. Daher freut es mich umso mehr, dass die beiden probierten Eissorten von ausgezeichneter Qualität waren. Nur die Anrichtung im Pappbecher ist vielleicht nicht das edelste.

AF Business CDG ICN Eis

Insgesamt dauerte das Essen von Start bis Dessert knapp zweieinhalb Stunden. Wer danach immer noch Hunger hat, kann sich im Snack-Korb bedienen, der in der Galley ausliegt. Dort gab es bis kurz vor Landung:

  • extra dunkle Schokoladentafeln
  • Mini-Crêpes mit Käsefüllung (sehr gut)
  • Kekse
  • Shortbread mit Tomate & Basilikum
    (knochentrocken, zerfällt im Mund zu Staub)
  • Weintrauben und Mandarinen
AF Business CDG ICN Snacks
Kleines Snack-Buffet in der Galley

In der Speisekarte werden auch weitere Snacks genannt, die man sich zu jederzeit liefern lassen könne. Davon machte ich 4 Stunden vor Landung Gebrauch. Die anderen Optionen habe ich leider vergessen, aber auf Nachfrage über den Crew-Call-Button wurden mir zwei Stück Croque Monsieur gebracht. Ich war erstaunt, dass man sie in weniger als 2 Minuten servieren konnte. Dafür waren sie allerdings auch nur lauwarm. Ohnehin hatte dieses trockene Stück Brot mit einem Croque Monsieur nicht viel gemein.

AF Business CDG ICN Snack

Rund eine Stunde und 45 Minuten vor der Landung in Seoul gingen dann die Lichter fürs Frühstück an. Es war zu dem Zeitpunkt 07:30 Uhr Ortszeit in Korea. Das Timing passt also in etwa, auch wenn man sicher noch 15 Minuten länger warten könnte.

Zum Frühstück standen zwei Optionen zur Auswahl: Entweder ein Omelette mit Gemüse oder ein Stück Lachs-Muffin (?). Das Omelette kam mit einer leckeren Tomatensoße und einem Croissant. Omelette und Tomatensoße waren gut, das Croissant nicht. Würde man so etwas in einem französischen Kaffee servieren, wäre der Shitstorm vorprogrammiert. Selbst für ein Flugzeug-Croissant war es allenfalls mittelmäßig. Einzig die Butter aus der Normandie konnte es leicht aufwerten.

AF Business CDG ICN Fruehstueck

Service

Zum Start wurde erwähnt, welcher Sprachen die Crew-Mitglieder mächtig sind. Deutsch wäre ebenfalls darunter gewesen, wenn man die passende Flugbegleiterin erwischt. Ich beließ es jedenfalls beim Englisch und war ein wenig überrascht, wie gut das funktionierte. Die Flugbegleiter wirkten fast schon wie Native Speaker. In Frankreich selbst und auch bei Airlines aus Südamerika habe ich andere Erfahrungen gemacht.

Zudem verliefen alle Interaktionen sehr freundlich, ohne dabei ein allzu unterwürfiges Verhalten an den Tag zu legen, wie es bei Airlines aus Nahost und Asien teilweise der Fall ist.

Etwas Verbesserungspotential besteht bei den Service-Abläufen. So erhielt ich meine Vorspeise rund 10 Minuten vor meinem Sitznachbarn, dafür aber die Hauptspeise deutlich später als er. Wie es besser geht, zeigt Iberia. Dort legten die Flugbegleiter Wert darauf, dass alle Speisen genau zeitgleich serviert werden – wie in einem guten Restaurant.

Beim Essen wurden die leeren Teller meist schnell abgeräumt. Bei der Hauptspeise hingegen blieb der Teller so lange stehen, dass ich die Käseplatte darauf stapeln musste. Und auch das Nachfüllen der Getränke war etwas vom Mitarbeiter abhängig. Nachts habe ich gar keine Servicerunde mehr wahrgenommen. Zwar stehen in der Galley auch Getränke und Eiswürfel bereit, aber ein adäquater Ersatz ist das nicht.

Insgesamt habe ich den Service aber trotz der kleinen Mäkel positiv in Erinnerung. Letztlich ist mir das Gefühl, als Gast wertgeschätzt zu werden, doch wichtiger als ein reibungsloses Einhalten aller Abläufe.

In-Flight Entertainment

Die Bordunterhaltung spielt sich auf einem 17″ großen Touchscreen mit 4K-Auflösung ab. Recht modern ist auch das darauf laufende Betriebssystem: So kann bspw. die Flugkarte als schwebendes Overlay eingeblendet werden und ist somit immer im Blick. Es werden auch Mehrfingergesten unterstützt: Mit zwei Fingern kann man das Fenster mit der Karte vergrößern und verkleinern.

Besonders gut gefallen hat mir die Kombination aus Kamera und Flugkarte. Auch die Kameras sind sehr hochauflösend, was insbesondere beim Flug über die Alpen seine Stärken ausspielen konnte. Die Sicht vertikal nach unten ist ein adäquater Ersatz für das in der Mitte der Kabine fehlende Fenster.

AF Business CDG ICN IFE Picture in Picture
Moving Map zusammen mit der Livekamera nach unten

Ein wenig verbuggt ist diese Funktion aber noch. Ich bekam das Kamera-Overlay zwar wie gewünscht eingerichtet, konnte es dann aber irgendwann nicht mehr schließen. Auch ein Ein- und Ausschalten des Bildschirms und viele andere Versuche brachten keine Besserung. Der Fehler war mir aber nicht wichtig genug, um die Crew um ein Reset zu bitten.

Air France stellt ein paar Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung zur Verfügung. Das Noise Cancelling funktioniert leider eher schlecht als recht. Die Tonqualität ist jedoch ganz in Ordnung und taugt auch zur Musikwiedergabe. Alternativ können natürlich auch eigene Kopfhörer verwendet werden – entweder per 3,5mm-Klinkenbuchse oder über Bluetooth.

Wer nicht die Arme zum Bildschirm ausstrecken möchte, kann das Unterhaltungssystem auch per Fernbedienung steuern. Die verfügt über ein Touchpad und Buttons für die wichtigsten Funktionen. Nettes Gimmick: Es wird dauerhaft die verbleibende Flugzeit angezeigt.

AF Business CDG ICN Fernbedienung Touchpad
Fernbedienung mit Anzeige der Restflugzeit

Natürlich stehen auch zahlreiche Filme zur Auswahl. Das aktuelle Angebot an Filmen und Serien kann vorab online unter diesem Link geprüft werden. Ich zählte insgesamt 280 Filme und somit eine sehr stattliche Auswahl. Auch ein paar neuere Filme wie Oppenheimer waren geladen. Die Auswahl an Serien ist hingegen eher witzlos, da oft nur einzelne Episoden statt ganzer Staffeln geladen waren.

WiFi

Air France bietet insgesamt vier verschiedene WLAN-Pakete an. Das sind:

  • Messaging – kostenlos (nur WhatsApp und Co)
  • Paket „Surf“ für 1 Stunde – 8€
  • Paket „Surf“ auf dem ganzen Flug – 18€
  • Paket „Stream“ auf dem ganzen Flug – 30€

Die Preise sind vergleichsweise fair. Allerdings ist auch zu bedenken, dass andere Airlines dauerhaft kostenfreien Zugang in der Business Class anbieten.

Leider war das Netz immer mal wieder für einige Minuten weg. Theoretisch sollte das Stream-Paket bessere Übertragungsraten – und somit auch das Videostreamen ermöglichen. In der Praxis war kein großer Unterschied bemerkbar. Die Zuverlässigkeit war eher ein Problem als die Geschwindigkeit.

Air France Wifi Speedtest
Wenn es funktioniert, ist das WiFi brauchbar. Hier das Surf-Paket

Extras

Air France verzichtet leider auf individuelle Luftdüsen an den Sitzen. Das war anfangs kein Problem, denn die Kabine war angenehm (kühl) temperiert. Leider wurde es im Flug dann zunehmend wärmer. Da hätten die Düsen Abhilfe schaffen können.

Im Amenity Kit befinden sich Socken, Schlafmaske, Zahnbürste + Zahnpasta, Kugelschreiber, Ohrstöpsel und zwei Gels. Gereicht wird das Ganze in einer Stofftasche. Durch den etwas dickeren Stoff wirkt die recht wertig, sodass einer Zweitnutzung als Kosmetik- oder Kabeltasche nichts im Wege steht.

Ebenfalls am Platz befindet sich ein Paar Slipper. Die sind viel zu klein für Schuhgröße 48, aber das ist bei allen Airlines so.

Fazit

Insgesamt stechen bei der (neuen) Air France Business Class die folgenden Punkte heraus:

Pro:

  • Gutes Essen an Bord
  • Moderner Sitz mit großen Ablageflächen
  • Viel Privatsphäre
  • Unterhaltungssystem mit 4K-Bildschirm und flüssiger, intuitiver Bedienung
  • Enormes Platzangebot bei den Bulkhead-Sitzen (Reihen 1 und 9)
  • Freundlicher Service

Contra:

  • Wenige Servicerunden, insbesondere nachts
  • Kein Stauraum für z.B. einen Laptop
  • Harter Sitz
  • In-Flight Entertainment etwas buggy
  • Nervenaufreibender Umstieg in Paris
  • Sitzplatzreservierung vor Check-in kostenpflichtig (mit Ausnahmen)
  • Standardmäßig kein Loungezugang
Air France Business Class Suite Paris – Seoul (Boeing 777)
  • Check-in & Boarding
  • Transfer am Hub (Paris CDG)
  • Lounge
  • Sitzfunktionen & Privatsphäre
  • Sitzkomfort
  • Schlafkomfort
  • Essen & Verpflegung
  • Service
  • In-Flight Entertainment
  • Extras & WLAN
3.88
Fazit

Das Produkt an Bord ist bei Air France mindestens leicht überdurchschnittlich. Positiv überrascht wurde ich vom Catering sowie dem freundlichen Service. Bei den Service-Abläufen ist aber noch Luft nach oben. Der neue Sitz hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn es ein paar kleinere Kritikpunkte gibt.

Womit ich allerdings nicht warm werde, ist der Umstieg in Paris. Er ist chaotisch, schlecht organisiert und bedeutet lange Fußwege. Ich werde daher weiterhin versuchen, Flüge über Charles-de-Gaulle zu meiden. Kritisch sehe ich auch das Unbundling, indem Sitzplatzreservierung und Loungezugang aus den Inklusivleistungen gestrichen wurden. Wenn es ein gutes Angebot gibt, kann man darüber ggf. hinwegsehen.

Falls ihr einen Platz am Bulkhead auswählen könnt, dürfte der Sitz noch ein paar Extrapunkte sammeln. Allerdings stehen die Chancen darauf eher schlecht, sofern ihr nicht über einen Vielfliegerstatus verfügt.

Die Sternebewertungen sind immer abhängig vom Autor, und daher nur begrenzt untereinander vergleichbar. Letztlich hängt die Beurteilung auch immer von den Vergleichswerten und individuellen Präferenzen ab. Ich würde einen Flug in der British Airways Club Suite oder Delta One Suite jedenfalls gegenüber Air France vorziehen. Vergleicht man das Ganze hingegen mit der Lufthansa, bietet Air France ein mehr als solides Produkt.

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Kommentare (32)

  1. charlie sagt:

    Wenn der gleiche Flug mit LH stattgefunden hätte und alle Punkte wären identisch gewesen , wäre es dann ein ähnlicher oder mehr ein Jubelreport geworden.
    Schreiende Kleinkinder sind auch in der eco nervend.Früher bin ich viel eco geflogen ,sie wurden mitsamt ihren Eltern in der hinteren Ecke rechts oder links plaziert .
    Die Kleinkinder Ecke…
    Die haben dann auch Verständnis für Fragen wie:Können Sie mal die volle Windel halten ? Schreien und gegen den Vordersitz treten konnten sie auch verständnisvoll genießen.
    Das war Alitalia , trotzdem Italiener traditionell Kinderlieb sind… Der Purser :Das haben wir eingeführt , damit Passagiere ohne Kleinkinder einen angehmeren Flug haben.

  2. Kevin sagt:

    Einer der beiden tgl. Flüge nach HND wird auch von einer B77W mit dieser Konfiguration geflogen. Auf dem 2. kommt der B77W mit First Class zum Einsatz.

    Bin in September 2023 auf dem fast 15Std. Tagflug HND-CDG geflogen. Der Sitz 1L fand ich super und konnte sehr gut schlafen. Einzig der Service ließ einiges zu
    wünschen übrig – was sage ich da, es wahr eher enttäuschend. Ca. 5Std vor Landung hatte ich hunger es gab keine snacks in der galley. Nicht mal Wasser. Die Crew war nirgends zu sehen/finden.

    Ich habe das Gefühl, dass Service auf AF Langstrecken deutlich schlechter geworden ist. Vor 2J gabs z.B auf der 11std RUN-CDG Strecke sogar Champagner und Wein in der Galley. Ich fliege demnächst nach HongKong in der neuen A350 und bin auf der Service gespannt. Sollte ich zum 3. Mal Folge enttäuscht werden, werde ich zurück zu KLM wechseln.

    Ich gehöre wohl zu einer der wenigen, die CDG vollkommen in Ordnung finden. Sogar besser als FRA oder AMS. Vielleicht bin ich zu oft über CDG geflogen und kenne mich einigermaßen gut aus. Wenn ich in FRA bei Gate A26 lande und muss zu den Z -Gates laufen, dann ist es schlimmer als CDG.

  3. Daniel sagt:

    Danke für die tolle Review!

    Welche Lounge wäre denn besser in CDG?

    Der JAMCO Venture hat keine Tür, oder? Nur einen starren Sichtschutz. Das ist doch der aus KLMs 787-10?

    Fliege diese Woche mit AF EWR-CDG im A350 und konnte den Bulkhead kostenlos reservieren. Habe über KLM gebucht und habe noch keine einizge Meile erflogen als Flying Blue Explorer. Hoffe mal, dass mir nicht noch jemand den Sitz wegschnappt.

    • Peer sagt:

      Ich würde immer die Lounge dort aufsuchen, wo auch der Flug losgeht. Weiß auch gar nicht, ob du als Kunde überhaupt die Wahl hast, da auf dem Weg mehrfach die Bordkarte kontrolliert wurde. Die Lounge in Schengen – 2F fand ich jedenfalls insgesamt angenehmer als die in 2E – K Gates.

      Beim JAMCO-Sitz ist mir tatsächlich ein kleiner Fehler unterlaufen. Der Sitz in unserem Review (787-10) hatte noch keine Tür. Es gibt aber eine Version mit Tür, die KLM neuerdings in der 777 verbaut:
      https://www.jamco.co.jp/en/news/news/news2703393514380118351.html

      Wünsche guten Flug 🙂

  4. max burth sagt:

    Nach meinen persönlichen Erfahrungen mit Air France und dem Flughafen CDG, kann ich nur jedem Raten nicht ! mit dieser Airline zu fliegen. Zweimal unterirdisches Personal in der BC erlebt, einen total verdreckten Sitz beim einsteigen in Paris und vor allem ein Personal in der Kabine die alles wollten nur nicht arbeiten. Zum Flughafen CDG ist wohl schon alles geschrieben worden, aber was sehr heraussticht ist das sehr unfreundliche und dazu arrogante Personal. Wer dann noch ein Problem hat und die Hotline von AF braucht……der hat dann wahrlich ein Problem. Ich glaube diese ist nur dazu eingerichtet um die Kunden für blöd zu verkaufen.

  5. Michael sagt:

    Hi,

    na da sind wir ja eventuell im gleichen Flieger geflogen – ich hab auch das Ticket damals gekauft und wurde zum Glück nicht storniert. Somit ebenfalls Oslo -> Paris -> Seoul -> Taipei vor etwas mehr als 2 Wochen.

    Ich hatte besagten Sitz 1A und konnte den problemlos auch online auswählen, ohne irgendwelchen Flying Blue Status zu haben. Der Platz ist genial, ich konnte gut schlafen und vor allem hatte ich einen perfekten Steward mit ausgezeichnetem Service.

    Ebenso kann ich jetzt nich so ganz nachvollziehen was CDG angeht, ich hatte null Probleme, weder Passkontrolle noch danach. Ich bin noch nie so smooth gereist wie dieses mal.

    • Peer sagt:

      In meinem Fall war es der 19. März. Heute also exakt 2 Wochen her. Ausschließen würde ich es also nicht. 🙂

      Das mit der Schlange an der Passkontrolle wundert mich dann aber, wenn wir zur gleichen Zeit unterwegs waren.

  6. peco sagt:

    Hallo Peer , haben uns auf die 777 gefreut und was kommt? 772 am 02.4 + 03.04 super oder??? schau mer mal wie da die Rückreise wird.

  7. Stefan sagt:

    Puh, die Kommentare von einigen hier sind echt grenzwertig. Die Eltern mit Kind haben nicht ebenfalls einen höheren Preis gezahlt? Um vielleicht auch etwas mehr Komfort zu haben? Eco mit Kind ist manchmal eine Zumutung.

    Und dann von Egoismus der Eltern zu sprechen während man im selben Kommentar erwähnt, dass man doch so viel gezahlt hat und seine Ruhe haben will? Zweierlei Maß, wie immer ist die eigene Meinung aber die Wichtigste.

    Es ist leider echt frustrierend, solche Kommentare als Eltern zu lesen. Es ist so schon schwierig genug, heutzutage ein Kind zu erziehen und dann sollten nach Ansicht einiger (nicht nur hier) Dinge auch noch explizit verboten werden. Manchmal frage ich mich echt, in welcher egoistischen Welt wir eigentlich angekommen sind?

  8. Jens sagt:

    Es ist immer wieder lustig wenn man mit kleinen Kindern vor einem Nachtflug ins Flugzeug steigt und die ganzen bösen Blicke einem entgegengebracht werden. Egal ob in Business oder Eco. Und am Morgen sagen dieselben Leute wie lieb der kleine war und wie well behaved 😅

  9. Stefan sagt:

    Ein super Report – danke! Ich bin Vielflieger mit Elite Status bei KLM/AF und kann alle Deine positiven Erfahrungen nur bestätigen. Leider aber auch die verwinkelten Wege und das sehr maue Lounge-Programm am CDG. Generell ist meine Erfahrung jedoch: Es steht und fällt mir der Crew! Ich hatte traumhafte und perfekt Business-Flüge mit LH, KLM und Thai und einen desaströsen First-Flug (zudem im A380 Upperdeck) mit Qatar. Manch Eco-Flug ist toller und menschlicher als ein Business- oder First-Ticket (egal, welche Airline). Traurig immer wieder und überall: bei Nachtflügen nur ein paar trockene Snacks in der Galley und keine Stewards iwo. Wo sind die nachts? Party im Keller? Btw: die einzige Airline mit Leistungsgefälle in den Reiseklassen: Singapore! Eco: pfui, Premuim Eco: extra pfui, Business: klasse, warum ???

  10. Jogi1888 sagt:

    Kinder ( schreien ) stört dich ? Bleib doch zu Hause . Bist bestimmt erwachsen auf die Welt gekommen ?!

    • Carsten sagt:

      Mich kotzen die schreienden Gören auch an. Sollte verboten werden in Business und First. Für die Kohle, die das kostet will ich meine Ruhe. Hatte auch schon mal das Vergnügen, bis die Stewardess eingriff bei dem Schreihals. Egal was hier behauptet wird, es ist eine Zumutung. Und ich rede nicht nur von ein oder zwei Stunden Geschrei.

    • Rene sagt:

      Ja, ununterbrochene Kinder die schreien stören und nerven jeden einzelnen on Board.

      Viele leiden unter Flugangst.
      Fragen?

    • Peer sagt:

      Stört mich genauso wie anderer Lärm (z.B. aus der Galley).

      Es ist nicht so, als würde ich den Eltern Vorwürfe machen. Aber wenn ich die Wahl habe, setze ich mich soweit weg, wie möglich. Das gilt in der Business ganz besonders, denn dort zahlt man einen (heftigen) Aufpreis, um ausgeruht ans Ziel zu kommen.

    • Markus sagt:

      Da fühlt sich wohl mal wieder ein Helikopter Elternteil angesprochen. Kinder und vorallem Babys haben in Business und First nichts zu suchen. Es ist eine Frechheit dass Airlines nicht wenigstens kennzeichnen wo Kinder sitzen, damit man sich weit genug davon weg setzen kann. So versauen die einem den kompletten Flug wenn man pech hat und auf nem Nachtflug ein baby neben sich hat. Dabei hat man im Zweifelsfall mehrere tausend Euro gezahlt um ausgeruht anzukommen und eben schlafen zu können! Aber ignorante Eltern juckt das nicht wenn sie andere nerven. Hauptsache sie selber haben es bequemer. Unfassbar der Egoismus heutzutage

    • BG sagt:

      AK’s kommen von AE’s, ich kann auf beides verzichten.

  11. Christian vom Gourmet Report sagt:

    Danke für den ausführlichen Bericht!

  12. SEBASTIAN MÜLLER sagt:

    Ich fliege zwar meist eher mit Airlines der OneWorld-Alliance, durfte aber beruflich auch öfters mit AF/KLM unterwegs sein. AF hat sich in den letzten Jahren zum Glück stark verbessert, was das Produkt angeht. Nur im A330 ist die BC noch eher unterdurchschnittlich. Früher war es wie eine Lotterie. In den letzten 3 Jahren hatte ich zudem auch immer motivierte Crews (bei insgesamt 10 Flügen mit AF) und auch der Service in der Lounge war gut. Da kann sich zb Lufthansa eine Scheibe von abschneiden.

    Auch was den Kundenservice wegen Stornierungen/Umbuchungen angeht, hatte ich nie Probleme. Selbst zur Coronahochzeit wurde die Erstattung von 2 Flügen sehr schnell erledigt.

  13. Mike Bunse sagt:

    Ich bin letzte Woche zweimal in CDG umgestiegen, einmal von Easyjet (Terminal 2B) auf Cathay Pacific in Business in Terminal 1 und beim Rückflug genau das Gegenteil.
    Beidesmal war ich begeistert wie schnell das Gepäck kam (einmal in 20min, das nächste mal in 22 min), es keinerlei Warteschlangen vor der Sicherheitskontrolle und bei der Passkontrolle gab ( es gab E-Gates für EU-Bürger und separate für diverse andere Nationen wie Japan und die USA). Der Umstieg mit der CDG fahrerlosen Bahn war einfach. Die Qatar Lounge in Terminal 1 war grossartig, die Geschäfte in den Terminals hochwertig. Nach schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit habe ich CDG für zukünftige Flüge als guten Umstiegsflughafen empfunden.

    • Peer sagt:

      In deinem Fall dann aber getrennte Tickets und somit zwischendurch aus dem Sicherheitsbereich raus und wieder neu rein? Der Flaschenhals bzgl. Passkontrolle scheint nur im Transitbereich zu bestehen. An der „normalen“ Sicherheits- und Passkontrolle war fast nichts los.

      • Mark Bunse sagt:

        In der Tat, das scheint dann das Rezept für schnellere Transfers zu sein, komplett raus und dann durch die Sicherheitskontrolle wieder rein. Ging davon aus, dass auch bei Transfers sich vieles zum Besseren geändert hat, nach Deiner Aussage scheinbar nicht, also Glück gehabt, dass ich durch die Osterfeiertage kein AirFranceticket mehr bekommen hatte und mit Easyjet fliegen musste.

      • Max sagt:

        Jop.. Ich habe den selben Fehler gemacht! Ich bin im November in Cdg angekommen mit Cathay und mit AF weitergeflogen von 2F. Damals bin ich wohl übermüdet ohne auf Schilder zu achten raus und dann mit der Bahn gefahren und in 2F erneut durch die Sicherheit.
        Nun vor 3 Wochen genau die selben Flüge. Ankunft mit Cathay in T1 und Weiterflug mit AF in 2F. Diesmal war ich so doof und dachte das geht schneller weil ich ja letztes mal ausversehen raus bin. Bin dann den Transferschildern gefolgt. Man musste erstens trotzdem wieder durch eine Security und dann mit einem sch*** Bus der an jedem einzelnen Terminal gehalten hat fahren. In 2F angekommen musste man dann durch eine Passkontrolle die für nicht EU Pässe locker 40-60min gedauert hätte. Bei den EU Automaten Gottseidank keine Schlange aber in t1 bei Ankunft gab es nirgendwo eine Schlange! Alles in allem hat der Transfer locker 30min länger gedauert als damals mein versehentlicher Transfer..

        Dieser Airport ist so ein Müll das ist unfassbar. Wie kann es sein, dass der Transfer länger dauert als wenn man aus dem Terminal raus geht und außerhalb zum nächsten fährt. Dann sollen die das gar nicht erst anbieten. Unfassbar schlecht!

  14. Gerhard sagt:

    Soweit ich weiß, sind die Bulkhead-Sitze vorrangig für Flying-Blue-Platinum-Mitglieder reserviert. Als solche konnten wir sie buchen und waren begeistert, wie viel Platz sie bieten (so wie im Artikel beschrieben).
    Ich persönlich finde das Umsteigen in Paris CDG auch nicht berauschend, aber akzeptabel. In Amsterdam haben wir bei der Einreise bzw. Passkontrolle (auch mit e-Gates) mehrmals auch schon länger warten müssen. Wir sind gestern über Paris (von Terminal 2F zu 2E/L-Gates – die Namensgebung ist wirklich nicht sehr praktisch) geflogen und mussten mit SkyPriority an der Passkontrolle nur eine Minute warten (e-Gates hatten mehr Leute, wären wohl 2-3 Minuten gewesen).

  15. Pete sagt:

    Ehrlicherweise hat der Umstieg bzw der Flughafen per se nichts mit der Bewertung der neuen Suite zu tun, sollte daher mMn nicht in die Bewertung einfließen

    • Peer sagt:

      Die Meinung respektiere ich.

      Für mich ist es dennoch ein wichtiger Grund, Flüge mit Air France zu vermeiden. Und daher auch in der Bewertung erwähnt. Wer das anders sieht (oder gar CDG-Fan ist), kann sich ja aus den übrigen Abschnitten dennoch ein Urteil bilden. 🙂

    • SEBASTIAN MÜLLER sagt:

      Ich finde es gut, wenn man es erwähnt. Wenn es nicht unbedingt sein muss, meide ich auch den ein oder anderen Flughafen (meist liegt es aber am Kunden was gebucht wird). Und wenn man die Wahl hat, kann man so entscheiden was einem wichtiger ist. Es gibt halt Drehkreuze, die zum Umsteigen einfach genial sind und manche einfach grausam. Natürlich kann da erstmal Air France nichts für, aber gehört für mich halt auch zum Flugerlebnis dazu.

  16. SEBASTIAN MÜLLER sagt:

    Ich durfte vor kurzem im A350 die neue Business Class Suite nach Chicago erleben. Ich weiß nicht, ob es genau der gleiche Sitz wie der von Dir getestete ist. Zumindest wirkt er so. Im Vergleich zum „alten“ Reverse Herringbone Sitz fand ich den Anfang der Fußablage etwas eingeengt, der Fußraum selbst war groß genug. Der Service war sehr gut, ich finde es (vor allem nachts) besser wenn man nur auf Wunsch was erhält. Bei uns hatte aber immer wieder jemand reingeschaut, ob wer wach ist und dann auch proaktiv was angeboten.

    CDG ist zum Umsteigen eine Krankheit, ich hatte dank eines (gebuchten) Assistenten von 2F nach 2E M-Gates nur 15min benötigt, da wir an allen Kontrollen uns vorbeidrängeln konnten. Ansonsten waren die Schlangen extrem.

    • Peer sagt:

      Die neuen Sitze in 777 und A350 sind nicht ganz die gleichen, aber recht ähnlich. Sitzhersteller ist beide Male Safran, aber im A350 ist es der „Optima“-Sitz, in der 777 ein Cirrus 5C03.

      Im A350 gibt es offenbar einen zusätzlichen Touchscreen am Sitz und der Tisch sieht größer aus. Schlafkomfort lässt sich natürlich nur vergleichen, wenn man beide kennt.

      Air France hat ein ziemlich interessantes Sammelsurium aus vielen verschiedenen Business-Sitzen.

      • SEBASTIAN MÜLLER sagt:

        Danke für die Info. Der Schlafkomfort war für mich bis auf die kleine Engstelle sehr gut und die Tür für mich auch ausreichend. Natürlich gibt es da höhere, aber besser als ohne. Der Sitz war zwar hart (was mich aber nicht gestört hat), ist natürlich Geschmacksache. Zu weiche Sitze mag ich nicht. Vielleicht erwische ich auch die neue 777, beruflich flieg ich ja doch recht oft.

    • Sven Hennig sagt:

      Hallo Sebastian,

      welchen Service hast du denn genutzt?

      • SEBASTIAN MÜLLER sagt:

        Hallo Sven,
        ich nutzte den Assistentservice von SkyVIP (bzw wurde vom Kunden gebucht, da die Transitzeit recht kurz war). War sehr gut, natürlich die Frage ob einen das Geld wert ist.

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