Tipp: Hotel mit Baby oder Kleinkind ohne großen Aufpreis buchen

Hilton Garden Inn Stuttgart NeckarPark Beistellbett

Als frisch gebackene Eltern stellt man sich vor der ersten Reise mit dem Nachwuchs Fragen, über die man vorher keinen Gedanken verloren hat. Das fängt schon bei der Hotelbuchung an.

Das Problem

Gibt man beim Hotelbuchungsportal seiner Wahl zwei Erwachsene und ein (Klein)Kind ein, wundert man sich schnell, warum die Auswahl so viel kleiner und auch so viel teurer ist, als wenn man nur für zwei Erwachsene sucht. Schaut man sich die Ergebnisse genauer an, stellt man häufig fest, dass nur Dreibettzimmer angezeigt werden.

Dabei schläft ein Baby doch oft noch mit im Bett der Eltern oder braucht nur ein Beistellbett. Das berücksichtigen die meisten Buchungsplattformen leider nicht und schlagen, selbst wenn man das Alter des Kindes angeben kann, für Kleinkinder lieber ein Doppelzimmer mit Schlafcoach vor als ein Doppelzimmer mit extra Babybett.

Selbst wenn man einen guten Preis gefunden hat, sollte man die Zimmer- und Hotelbeschreibung genau studieren, einige Hotels (z.B. B&B Hotels) bieten grundsätzlich keine Zustellbetten an. Nicht selten findet man auf Buchungsplattformen wie Booking.com oder Hotels.com zudem widersprüchliche Informationen.

Die Lösung

Die meisten Hotels bieten aber kostenfrei oder gegen einen Aufpreis Beistell- oder Babybetten (oft 5€ pro Nacht oder pauschal 20€ für den ganzen Aufenthalt) für den Nachwuchs an. Hier lohnt sich ein Blick auf die Hotelwebsite oder ggf. ein kurze Email oder Anruf. Auf den Buchungsplattformen, aber auch bei den Buchungsstrecken der Hotels oder Hotelketten selbst, wird das meistens nicht berücksichtigt.

Tipp

Ein positives Beispiel ist hier die Hotelkette Premier Inn, die mittlerweile sehr viele Hotels in Deutschland betreibt. Bei der Suche kann man direkt angeben, dass man gerne ein Babybett für 0-2-Jährige hätte und es wird dafür kein Zuschlag berechnet!
Zudem stehen Familienzimmer oft ohne Aufpreis zur Verfügung, wo bis zu zwei Kinder bis einschließlich 15 Jahre mit im Zimmer übernachten können. Auch das Frühstück ist für Kinder unter 16 Jahren komplett kostenfrei.

Alternativ kann man ein Reisebett selbst mitbringen. Viele Airlines transportieren ein Reisebett, zusätzlich zu einem Kinderwagen/Buggy kostenfrei bei Kleinkindern. Reist man mit dem Auto, sollte man aber vorher sichergehen, dass man neben Kinderwagen und Gepäck auch noch ein Reisebett mitbekommt.

Meine Erfahrung

Bei meinen Hotelbuchungen mit Kleinkind habe ich mich bisher immer vorher über den Aufpreis für ein Beistellbett informiert und anschließend ein Doppelzimmer für zwei Erwachsene gebucht. Als Mitteilung an das Hotel habe ich bei der Buchung dann angegeben, dass wir mit einem Kleinkind X Monate anreisen. Zudem habe ich vermerkt, ob wir a) kein Beistellbett benötigen oder b) gerne ein Beistellbett hätten.

Bisher hat das hervorragend funktioniert und oft war das Beistellbett nur mit geringen Zusatzkosten verbunden oder sogar komplett kostenfrei.

Nur ein Hotel meinte bisher, in das gebuchte Zimmer passe kein Beistellbett und wollte mir ein Upgrade verkaufen und zusätzlich einen Aufpreis von 20€ für ein Beistellbett haben. Zu dem Zeitpunkt hat unser Nachwuchs aber noch bei uns im Bett geschlafen. In das zugewiesene Zimmer hätte natürlich locker noch ein Beistellbett gepasst…

Wenn der Nachwuchs noch im Bett der Eltern schläft und nicht immer in der Mitte liegen soll, ist es ratsam, ein Bettgitter (gibt es auch für kleines Geld über Kleinanzeigen) mitzunehmen. Einige Hotels bieten das auch auf Nachfrage an.

Fazit

Die erste Reise mit dem Nachwuchs kann eine ziemliche Herausforderung, aber auch ein tolles Erlebnis sein. Hotels sind aber meistens sehr freundlich zu Kleinkindern und den Eltern. Da sollte man sich nicht von dem Buchungserlebnis verunsichern lassen.

Booking Doppelzimmer ohne Zustellbett
Zwei Erwachsene und ein Kleinkind in einem Doppelzimmer, ohne die Möglichkeit ein Baby- oder Zustellbett zu erhalten

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Kommentare (4)

  1. Sandra sagt:

    Leider ist auch das Übernachten mit Kindern über 2 mit viel Extra-Arbeit verbunden. Die Buchungsportale präsentieren oft sehr teure Familienzimmer. Angebote gelten oft nur für normale Doppelzimmer. Manchmal sind diese Familienzimmer sogar mehr als doppelt so teuer sind wie 2 Zimmer.

    Da wir ziemlich viel reisen, würde es ganzschön ins Geld gehen, immer die Familienzimmer zu buchen. Wir übernachten daher öfter als früher in Ketten, bei denen wir wissen, dass Kinder unter 12 Jahren in allen Hotels immer kostenlos mit übernachten, z.B. Ibis Styles. Da entfällt die lästige Telefoniererei.

    Dabei schläft unsere Kleine dann meist nicht mit im Bett, sondern auf einer selbstaufblasenden Campingmatte. Diese ist hochwertig und hat mal über 100 Euro gekostet. Der Preis hat sich aber schon mehrfach gelohnt. Wer das nicht kennt, sollte mal in einem Campingladen probeliegen. Dies ist kein Vergleich zu einer Isomatte oder Luftmatratze. Eher wie eine echte Matratze. Sie sagt, sie schläft gut auf der Matte. Einziges Problem ist, dass sie noch so leicht ist und die Matte manchmal nachts im Raum rumrutscht. Daher klemmen wir die Matte mit einem Koffer fest.

  2. Christian Kohnert sagt:

    Bei Premier Inn zahlt man nur für das Zimmer, bis zu drei Kinder schlafen und frühstücken kostenfrei.

  3. Robert sagt:

    Mich betrifft die Thematik ebenfalls seit knapp 2 Jahren und wir haben seither in zig Hotels in verschiedensten Ländern übernachtet inkl. 4 Monaten Elternzeit, die wir fast durchgehend gereist sind.
    Eine ergänzende Erfahrung meinerseits: Nie auf die Informationen zu Babybetten verlassen, die auf den Buchungsportalen angegeben sind. Diese widersprechen sich oft untereinander oder sind ganz falsch. Am besten direkt beim Hotel nachschauen/ -fragen. Meistens ist ein Babybett dann gar kein Problem und sehr oft auch kostenlos.
    Daher mein Workflow: Hotelwebsite checken/ anrufen und wenn Babybett kein Problem, dann ganz normal für 2 Erwachsene buchen und im Kommentar das mitreisende Baby/Kleinkind samt Alter sowie Bitte um Bereitstellung eines Babybetts eintragen (wie im Beitrag beschrieben). Oft bekomme ich das Babybett dann sogar nochmal extra bestätigt.
    Generell stört mich allerdings, dass die Buchungsportale und oft selbst die Buchungssysteme der Hotelwebsites dahingehend sehr schlecht umgesetzt sind. Ich hatte anfangs ernste Zweifel, ob ich einfach zu blöd bin. Hier gibt es definitiv noch viel Potential, diese Zielgruppe wesentlich besser abzuholen!
    In den Hotels wiederum trifft man fast immer auf wohlgesonnenes Personal. Frühstück für den Nachwuchs war bislang immer kostenfrei (und wir haben einen kleinen Vielfraß!). Auch als ich anfangs an der Bar nach einer warmen Milch zum Brei anrühren gefragt habe, wurde die gern einfach so über den Tresen gereicht.

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