Sommer an der Adria: Mit der Bahn von Deutschland nach Rijeka, Kroatien ab 60€ roundtrip

Moscenicka Draga, Kroatien

Mit dem Sparpreis Europa der Deutschen Bahn gibt es allerlei Verbindungen ins Ausland zu günstigen Preisen. Vor allem in Nachbarländer wie nach Österreich, Tschechien oder in die Niederlande sind die Preise oft schwer zu schlagen.

Mit der Bahn lassen sich aber auch deutlich größere Distanzen bewältigen. Kürzlich haben wir euch Fahrten von Deutschland ins französische Marseille ab 40€ je Richtung präsentiert. Noch günstiger, dafür mit Umstieg, geht es auch an die kroatische Adria. Von Deutschland aus kommt ihr so ab 30€ je Richtung nach Rijeka (mit BahnCard sogar ab 28€). Reisen könnt ihr bis 4. September 2022.

Auf der Strecke München – Rijeka verkehrt auch ein Nachtzug der ÖBB. Wir könnten dort aber keine Tickets für den Schlafwagen finden. Einen Platz im Sitzabteil bekommt ihr aber auch dort ab 29,90€.

Falls ihr nicht bis nach Rijeka möchtet, gibt es im Mai und August auch Direktverbindungen von München nach Zagreb. Entweder tagsüber als EuroCity oder nachts als EuroNight.

Info

Die Einreise nach Kroatien (und auch nach Slowenien) ist wieder ohne Einschränkungen erlaubt. Impfnachweis oder Test sind nicht notwendig. Denkt bei der Buchung daran, dass der DB Super Sparpreis Europa nicht änderbar und nicht stornierbar ist. Selbiges gilt für die ÖBB Sparschiene.

Tagsüber mit Umstieg

Absolviert ihr die Fahrt tagsüber, könnt ihr 10 Stunden lang die atemberaubenden Landschaften von den Alpen bis ans Mittelmeer bestaunen. Dafür müsst ihr allerdings auch zweimal umsteigen: In Villach (Österreich) und Ljubljana (Slowenien). Tickets sind bei der Deutschen Bahn für 29,90€ buchbar:

München – Rijeka tagsüber für 29,90€ (z.B. am 4. August 2022)

Neben München könnt ihr auch von anderen Städten in Süddeutschland starten:

  • von München für 30€
  • von Ingolstadt für 35€
  • von Rosenheim für 38€1
  • von Ulm für 38€
  • von Nürnberg für 38€
  • von Stuttgart für 38€

1 – es ist günstiger, das Ticket ab München zu buchen und einfach erst in Rosenheim einzusteigen

Günstige Tickets gibt es auch von vielen weiteren Bahnhöfen im Westen und Norden Deutschlands. Allerdings müsst ihr dann entweder im ICE durch die Nacht fahren und um 2 Uhr morgens aufstehen. Dann wäre einer der Nachtzüge München – Kroatien oder das Flugzeug wohl die bessere Alternative. Oder ihr legt einfach einen längeren Zwischenstopp in München ein.

Routenführung

Von München nach Villach fahrt ihr ohne Umstieg mit einem Railjet der ÖBB. Dieser bietet ausschließlich Großraumsitze, vergleichbar mit einem ICE der DB.

Weiter von Villach nach Ljbuljana geht es mit einem InterCity der ÖBB und Slowenischen Eisenbahn. Dieser verkehrt weiter über Zagreb bis nach Vinkovci im Osten Kroatiens. Wollt ihr aber nach Rijeka an der Adria, ist noch ein Umstieg in Ljubljana vonnöten. Für diesen ist dann alleine die slowenische Bahn verantwortlich. Auf beiden Segmenten fahrt ihr in etwas antiquierten Abteilwagen – wie in guten, alten Zeiten.

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Planmäßig beträgt der Aufenthalt in Villach nur 10 Minuten. Laut Daten von Zugfinder.net erreicht der RJ 111 den Bahnhof Villach für gewöhnlich mit einer Verspätung von ca. 5 Minuten. Der Anschlusszug nach Ljubljana fährt direkt vom Nachbargleis ab. Auch wenn ein entspannter Umstieg anders aussieht, sollte die Verbindung so in 95% der Fälle funktionieren. Falls ihr den Anschluss verpasst, müsst ihr euch aber vermutlich auf eine Nacht in Ljubljana einstellen (bezahlt von der DB).

Info

Die hier aufgeführte Routenführung ist für Reisen ab sofort bis 20. Mai und 3. August bis 4. September 2022 verfügbar. Von Ende Mai bis Anfang August müsst ihr zusätzlich in Salzburg umsteigen – und ca. eine Stunde eher in München losfahren.

Zwischenstopps in Österreich oder Slowenien

Mit dem DB Sparpreis Europa könnt ihr einen Aufenthalt bis 24 Stunden ohne Aufpreis einlegen. So könnt ihr die längere Fahrtdauer auch etwas aufteilen. Möglich wären etwa:

  • München – Rijeka mit 20h Aufenthalt in Salzburg ab 29,90€
  • München – Rijeka mit 20h Aufenthalt in Villach ab 29,90€
  • München – Rijeka mit 20h Aufenthalt in Ljbuljana ab 29,90€
  • München – Rijeka mit 24h Aufenthalt in Bled (Lesce) ab 29,90€
  • Berlin – Rijeka mit 20h Aufenthalt in München ab 37,90€
  • und unzählige mehr

Die Strecke München – Ljubljana könnt ihr im EC 113 (Abfahrt 12:13 Uhr) sogar ganz ohne Umstieg fahren. So ergibt sich ein Aufenthalt im schönen Ljbubljana von 20 Stunden, ehe es (ebenfalls Direktverbindung) weiter nach Rijeka geht.

Bled Slowenien
Slowenien ist so ein schönes Land – da wäre es schade, einfach nur durchzufahren

Einen solchen Zwischenhalt könnt ihr auf Bahn.de einfach unter den weiteren Angaben hinzufügen:

Bei der Aufenthaltsdauer müsst ihr teilweise etwas rumspielen – oder euch am Fahrplan orientieren. Dann landet ihr zum Beispiel bei folgender Verbindung:

Ein Zwischenstopp in Ljubljana erspart euch sogar einen Umstieg.

Alternative: Im Nachtzug der ÖBB

ÖBB und kroatische Bahn bieten im Sommer täglich einen Nachtzug von München nach Rijeka an. Abfahrt in München ist um 23:20 Uhr, Rijeka erreicht ihr dann am nächsten Morgen gegen 09:30 Uhr.

Von München nach Rijeka verkehrt ein Kurswagen mit 6er-Sitzabteilen und einer mit Schlafabteilen. Wir konnten leider keine günstigen Tickets für den Schlafwagen finden, aber einen Sitzplatz könnt ihr ab 29,90€ buchen:

Es erscheint mir deutlich bequemer, lieber tagsüber zu fahren, auf Wunsch mit Stopp in z.B. Ljubljana. Aber wer in der Economy Class im Flugzeug gut schlafen kann, bekommt das vermutlich auch im Sitzabteil im Zug hin.

Titelbild: © xbrchx

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Kommentare (3)

  1. TheM sagt:

    Das was in Slowenien und Kroatien als „Schnellzug“ durchgeht, würde hierzulande nicht mal als RE durchgehen. Der „Schnell-„zug hält zwischen Slowenien und Kroatien ca. alle 5-10 Minuten an gefühlt jeder Kaffeekanne. Die daraus resultierenden Verspätungen sind enorm.

    Ich finde es trotzdem nicht schlecht mit der Bahn zu reisen. Man sollte sich nur im Voraus bewusst sein, dass man da gerne mal ein paar Stunden später ankommt oder irgendwo Übernacht feststeckt und auf den nächsten Morgen warten muss, um weiter fahren zu können. Aber wie im Text bereits erwähnt zahlt das dann die DB.

  2. Roadrunner sagt:

    Das ist halt so das unlösbare Problem mit den Nachtzügen, selbst in den Fällen wo die Tagverbindung mal nicht deutlich schneller ist: entweder man nimmt den Sitzwagen, dann ist der nächste Tag eigentlich gelaufen. Oder man nimmt einen Schlafwagen, dann ist das prohibitiv teuer UND der nächste Tag ist fast genauso im Eimer. Da muss man schon ein echter Überzeugungstäter sein.

    • Peer sagt:

      An sich ist Ankunft gegen 10 Uhr morgens ja nicht so verkehrt. Aber ich bin mit Nachtzügen auch noch nicht allzu warm geworden. Selbst im privaten Nachtzug-Abteil habe ich schlechter geschlafen als im Economy-Sitz im Flugzeug. Ich glaube, mein Körper mag das Liegen quer zur Fahrtrichtung einfach nicht. Und das ist ja im Nachtzug leider üblich.

      Persönlich fahre ich dann lieber direkt tagsüber. Hat man auch mehr von der Landschaft.

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