Kenia beendet Visumspflicht ab Januar 2024, erhöht aber Gebühren für Nationalparks

Kenia

Das afrikanische Land Kenia macht aktuell mit positiven Neuigkeiten Schlagzeilen. Der kenianische Präsident William Ruto hat kürzlich in einer Rede zum 60. Unabhängigkeitstag bekannt gegeben, dass die bisher bestehende Visumpflicht für ausländische Staatsbürger ab dem 1. Januar 2024 entfallen soll. Diese Maßnahme soll zu einer Stärkung des Tourismus sowie des internationalen Handels führen.

Es ist davon auszugehen, dass das Land somit weiter in der Beliebtheit für Auslandsreisen steigen wird. Bisher ist zur Einreise nach Kenia noch ein Visum erforderlich, welches vorab für 51 $ (~47 €) online beantragt werden muss. Diese Regelung soll ab Januar 2024 nicht mehr umgesetzt werden.

Stattdessen ist nun davon die Rede, dass nur noch eine obligatorische Einreisegenehmigung einzuholen ist. Aktuell ist nicht genau bekannt, ob dafür Gebühren erhoben werden (ähnlich der ESTA-Registrierung für die USA) oder ob diese Genehmigung kostenlos ausgestellt wird. Falls die Beantragung mit Kosten verbunden ist, so werden diese aber wahrscheinlich deutlich niedriger sein als die Gebühren für das bisher notwendige Visum.

Steigende Gebühren für die Nationalparks

Im Gegenzug hat Kenia für das neue Jahr teils drastisch steigende Gebühren für den Eintritt in die Nationalparks angekündigt. So soll beispielsweise der Zugang zum Masai Mara National Reserve in der Nebensaison für Erwachsene 100 $ (~93 €) kosten. Zwischen Juli und Ende Dezember werden sogar 200 $ (~186 €) fällig.

Besucherinnen und Besucher des Lake Nakuru Nationalparks sollen 100 $ (~93 €) zahlen, in der Nebensaison 80 $ (~74 €). Das käme quasi einer Verdoppelung gleich. Günstiger ist es für Kinder und Studenten.

Fazit

Nach der Ankündigung für höhere Eintrittsgelder bei den Nationalparks, ist die geplante Aufhebung der Visumpflicht zumindest eine positive Nachricht, um den Tourismus im Land auch weiterhin anzukurbeln. Bisher sind nicht alle Details bzgl. der neuen Einreisegenehmigung geklärt. Insgesamt bleibt daher abzuwarten, ob das Entfallen der Visumpflicht in Verbindung mit den höheren Gebühren für die Nationalparks zu mehr Besuchern führen wird.

Quellen: kbc.co.ke, tip-online.at und reisevor9.de

Titelbild: Photo by Ahmed Galal on Unsplash

Schreibe einen Kommentar

Kommentare (8)

  1. Jörg sagt:

    Die Botschaft teilt online mit, dass dazu keine offizielle Information vorliegt… da
    Mein Flug in 15 Tagen geht, werde ich jetzt doch das eVisum beantragen.

  2. Peter Peet sagt:

    also ich halte die angebliche Erleichterung der Visaerteilung zunächst für ein Gerücht. E-visa ist seit der regulären Einrichtung zwischen 2015-2017 immer noch voller Komplikationen und Visa werden in den letzten Jahren auch in einem anderen Modus ausgestellt. Früher waren die 90 Tage ab Einreise gültig seit 2 Jahren gültig bei Ausstellung der Behörde, was bedeutet, dass das Rückflug Datum oft nicht mehr mit der Visaerteilung kooperiert,was erhebliche Zusatzkosten für Umbuchungen etc.
    ich wurde erneut sehr diskriminierend bei der Einreise in NBO behandelt, als ich die für mich schon sehr unsinnige Frage,wie lange ich denn bleiben wolle, mit der Antwort erwiderte,dass ich ja sowieso wiederholt meine Rückflug ändern muss,weil die Behörde meinen Visaantrag ignoriert hat.Ich musste in einem Interview Raum 30 Minuten warten, als mir dann verschiedene andere Beamte sagten,sie könnten mich auch zurück schicken und eine Beamtin mir dann letztendlich nur einen Monat bewilligte,dass jedoch nirgendwo vermerkt wurde und ich somit erneut im Ungewissen bin. Ich reise seit 2011 regelmäßig nach Mombasa,nicht um Urlaub zu machen,ich habe hier Angehörige, allerdings wird es diese Jahr auch das letzte Mal sein. in keinem anderen afrikanischen Land habe ich so viel Rassismus und Diskriminierung Europäern gegenüber erlebt wie in Kenia. Ich bin der festen Überzeugung, in Mombasa hat sich nichts für die Kenianer verändert, egal unter welchem Presidenten. Ich werde mich jetzt wohl vorsichtshalber über das deutsche Außenministerium Absichern,was meine Visagültigkeit betrifft, denn eines ist ganz sicher…eine Gebühr bei der Ausreise werde ich unter kleinen Umständen zahlen.

  3. Sylke Wegener sagt:

    Also ich hatte nie Probleme mit meinem E- visa von Europa aus. Auch mit WhatsApp erhielt ich immer einen Kontakt. Die Visaverlängerung in Kenia war problematisch, weil die Website nicht funktioniert. Allerdings war ich gestern in Mombasa in der Immigration. Dort sagte man mir, dass das visafreie Verfahren seit Jahren mit afrikanischen Staaten läuft und jetzt nur ausgeweitet wird. Also alle Vorbehalte hier einschließlich im Artikel sind doch leicht zu beantworten, wenn das laufende innerafrikanische Visafreisystem angeschaut wird.

  4. Alfred Alex sagt:

    Das bisherige online-Verfahren war eine Katastrophe. So werden die Visagegebuehren trotz korrekter Kredikartendaten nicht abgebucht. Ob Visa oder Master, nichts lief. Mails und Telefonate blieben unbeantwortet. Die support Nummern werden nicht abgehoben. Notloesung: Transfer der 51 $ per Ueberweisung an einen keniaschen Bekannten, der die Summe bar bei der Kenya National Bank auf das Regierungskonto einzahlte. Und siehe da, im online tool erscheint die Bestaetigung. Weiterhin: Der evisa-account wurde manipuliert, ein neues angefordertes password wurde nicht zugesandt, da die mail address mit einen Sonderzeichen nahezu unsichtbar ergaenzt wurde. In 2023 wurde das System ueberarbeitet – aus guten Grunde! – und das e-visa kam binnen 24 Studen. Es geht also doch! Vielleicht bringt President Ruto das Land voran. Es waere dem wunderbaren Kenya zu wuenschen.

  5. Alexandra sagt:

    Ist diese Nachricht @Mr.Ruto & Aufhebung der Tourist Visagebühren wirklich seriös?!?
    Mag dieses auf Grund der Situation im Land absolut bezweifeln – leider. Nachdem zuletzt noch (im November, 7./8.11.2023) eine Erhöhung der Visa Gebühren um das Doppelte seitens der Ruto Regierung im Goverment verlangt und beschlossen worden war! Und lediglich durch eine Petition des kenianischen Tourismusverbands gestoppt, bzw. „ausgesetzt“ werden konnte! Gleichzeitig wurde im Goverment unter Mr.President Ruto eine zwangs- & kostenpflichtige Krankenversicherung für Touristen trotz ihrer privaten, generellen AuslandsKV als neues Gesetz geschaffen. Also diverses um mehr Steuern & Einahmen zu generieren statt mehr Tourismus – & damit Divisen – ins hochverschuldete Land (dank China Krediten) zu holen. Kann mir ein kostenloses Kenia Touristen Visa definitiv NICHT auf Grund der aktuellen, politschen Lage vorstellen, und kann dieses Update hier leider nur absolute Fake News betrachten.
    Mehr alles gerne würde ich mich freuen darüber, mich vielleicht darüber geirrt haben zu dürfen.

  6. Bjarne sagt:

    Ist schon etwas bekannt, ob das auch für Geschäftsreisen gilt?

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Hinweis: Sollte dein Kommentar nicht umgehend auf der Seite erscheinen, muss es zuerst von einem Moderator freigegeben werden. Das ist insbesondere der Fall, wenn du zum ersten Mal bei uns kommentierst.


Suchen