Nach geplatzter LOT-Übernahme: EU-Kommission genehmigt Condor Kredit von 550 Mio. Euro

Condor

Nachdem Condor wegen der Thomas-Cook-Pleite plötzlich in eine starke finanzielle Krise geriet, schien die Situation durch eine Übernahme von der Polnischen Airline LOT geregelt zu sein. Aufgrund der Coronakrise kam nun alles anders: LOT zog sich aus der Vereinbarung zurück, und Condor kämpfte wieder ums Überleben. Vorgängige Woche verschlimmerte sich die Krise noch weiter, da der Überbrückungskredit ausgelaufen war.

Heute hat die EU-Kommission einen Kredit in Höhe von 550 Millionen Euro für Condor genehmigt. Dieser besteht zum einen aus einer neuen Corona-Hilfe der Bundesregierung und Hessischen Landesregierung von 294 Millionen Euro. Außerdem wird der Überbrückungskredit der KfW von 256 Millionen Euro vollständig refinanziert.

Ralf Teckentrup, CEO von Condor, beteuerte, dass Condor ein „operativ gesundes und profitables Unternemen“, dass „zum zweiten Mal innerhalb knapp eines halben Jahres unverschuldet in Not geraten“ sei. Dennoch gibt es einige Zweifel daran, dass Condor, trotz Kredits, diese Krise überleben wird.

Die Coronakrise stellt alle Airlines vor eine historische Herrausforderung, und da momentan die Einnahmen durch Flugbuchungen fast komplett weggebrochen sind, stellt sich die Frage womit der Überbrückungskredit zurückgezahlt werden könnte. Auch eine Übernahme durch eine andere Airline scheint in diesen Krisenzeiten unwahrscheinlich.

Quelle: Condor

Cover Picture: Ditmar Lange

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Kommentare (15)

  1. Kate sagt:

    Weg mit dem schmutz.! .. Mehr ist dazu nicht zu sagen.. Zur untermauerung vielleicht noch mal Passagier Erfahrungen bei TripAdvisor oder trust pilot lesen.. Solch ein Unternehmen gehört nicht mit steuer millionen am Tropf gehalten… Weg weg weg..

  2. Josh sagt:

    @Marco
    Was Du „Argumente“ nennst, sind einfach nur persönliche Annahmen und Mutmaßungen,
    demnach von fundierten und belastbaren Aussagen soweit entfernt wie die Sonne vom Mond.
    Vielleicht liest Du Deine Ergüsse (Beiträge kann man die ja nicht nennen)
    einfach selbst nochmals durch.
    Das Du unkritischer LH-und Condor-Fanboy bist hat ja nun jeder verstanden,
    interessiert nur niemanden.

  3. Marco sagt:

    @Josh, ich habe viele Argumente und Zahlen zum Thema gebracht, du kannst sie hier immer noch lesen. Meinen Argumenten gegenüber schreibst du leider nichts, da es dir irgendwie lieber ist, dein unangebrachtes Vokabular weiterhin zu nutzen. Slicht und ergreifend das Verhalten eines Trolls. Sorry.

  4. Josh sagt:

    @ Fabi
    Was fabulierst Du denn da, das war kein hingehaltenes Stöckchen,
    über das auch der gute Fabi springen sollte.
    Mir würde aber nur ein ! Argument Deinerseits reichen,
    was an meinen belastbaren Aussagen in Deinem beschränkten Leitplankendenken
    Bullshit wäre.
    Das Zauberwort heisst „big picture“, Fabi
    und wenn Dir da Google nicht weiterhelfen kann und/oder Du Verständnisschwierigkeiten hast,
    ich bin für Dich da!

  5. Fabian sagt:

    @Josh
    Herzlichen Glückwunsch zum ersten BWL-Semester! Spätestens wenn du deinen Master mal gemacht hast und dich nur ein wenig mehr mit der Luftfahrt und Fluggesellschaften auseinandergesetzt hast, wird dir hoffentlich auffallen, dass deine Aussage nicht mehr als völlig unqualifizierter Bullshit ist. Nicht böse gemeint 😉

    Freundliche Grüße

  6. Josh sagt:

    @ Marco
    Condor und LH sind vieles, aber garantiert nicht systemrelevant.
    Sollten sie vom Markt verschwinden, kommen halt andere
    Gesellschaften nach, stopfen die Lücke und bedienen die Kundenwünsche.
    Meistens besser, flexibler und auf Anforderungen ausgerichtet.
    BWL, 1. Semester – nennt man -freie- Marktwirtschaft.

  7. Josh sagt:

    @ Marco
    Das ist zu durchschau-und berechenbar, wenn Sachargumente ausgehen,
    die Trollkarte zu ziehen.
    Zeugt nur von Hilflosigkeit, statt von Souveränität bei konstruktiver Diskussion.
    Denke, da gibt es andere Plattformen, wo Du Dich austoben solltest,
    denn gleich und gleich gesellt sich gern.

  8. HJ Freund sagt:

    Wozu brauchen wir die Condor (?) – eine Billigfluggessellschaft wie tausend andere auch. Sie lebt nur noch von ihrem alten Image, einstmals die Tochtergesellschaft der Lufthansa gewesen zu sein. Wenn diese Krise doch wenigstens etwas Gutes hat, so fegt sie vermutlich einen großen Teil dieser billigen Massen-Viehtransporter vom Markt, die das Fliegen nur noch zu einem unerträglichen Alptraum machen und die nur noch wenig verbliebenen Möglichkeiten des behaglichen, angenehmen Fliegens zunehmend verdrängen.

    • Marco sagt:

      @HJ Freund: was du schreibst ist sicherlich zutreffend und sehr wahrscheinlich. Die Billigflieger werden von der Coronakrise am meistens betroffen und deren Geschäft ist langfristig nicht (mehr) nachhaltig. Massentourismus bringt mehreren Ländern mehr wirtschaftlichen Druck als Aufschwung. In den letzten Tagen habe ich viel über Virgin und Richard Branson gelesen. Die Virgin ist kurz vor der Pleite, Richard Branson hat nach einer Finanzspritze vom Britischen Staat gebeten, er selbst wohnt seit Jahren in den Britischen Virgin Islands, also Steuerparadies. Wiedersprucsvoller Verhalten. Mit Sicherheit können wir weniger Wettbewerb und teurerer Ticketpreise nach der Krise erwarten. Und vielleicht ist dies auch gut so.

  9. mauipeter sagt:

    Bin letzten Sommer 2 mal Condor geflogen. Corfu hin und zurueck. Nie wieder! Zum Hinflug musste man 2 Stunden vor Abflug da sein. Um 4 Uhr morgens ! MUC menschenleer, und ca 200 Leute am Condor Schalter. Aber aufgemacht haben sie erst eine halbe Stunde spaeter, und absolut kein Hinweis wo man anstehen sollte, wenn man schon online eingecheckt hatte. Beim Rueckflug von CFU standen 2 Stunden vor Abflug schon drei Schlangen zur Terminal Tuere hinaus. So langsam. Warum so langsam? Wenn das Gepaeck zu viel wog, liessen sie diese Leute, als erste in der Schlange stehend, umpacken. Der gute Mann vor mir musste dreimal umpacken, 15 Minuten. ‚Und wo tun wir jetzt das Olivenoel fuer Oma hin?‘ Haette er eh billiger bei Aldi gekriegt. So war der Flug ca. 2 Stunden verspaetet, und ich musste extra fuer den Leihwagen in MUC zahlen, weil es nach Mitternacht war. Leider nicht drei Stunden, denn dann haette ich gemaess EU 261/2004 kassiert.

  10. Marco sagt:

    Zum Thema hätte Torquemada mildere Wörter als Josh oder Hartmut. Man kann überdenken, ob die Kommentare solcher Trolls gleich gelöscht werden sollten. Wem helfen schon solche Kommentare? Wichtig hier ist dass die Deutschen Airlines jetzt Staatshilfe bekommen. dürfen. Aufgrund der Ausnahmezustand genehmigt EU doch. Wir wollen alle weiterhin ins Ausland ohne Zwischenstopp in Paris oder Amsterdam fliegen können. Das Thema „ausgenutzte“ Steuerzahler bedeutet nichts, solange man den gesamten Sektor nicht betrachtet. Kaum ein Sektor ist systemrelevanter als Flugverkehr. Lass uns hoffen, dass Lufthansa gerettet wird. Mit dem Fahrrad kann man Singapur nicht so schnell erreichen. All the best!

    • Peter sagt:

      @Marco: Nicht mal lesen können und Andere als Troll bezeichnen ? Bezug ist auf Condor genommen, ein billige und beliebige Airline. Diese wird niemand vermissen. Gegenwert für Darlehen weder in Sachwerten noch Businessplan vorhanden. Also gehört diese Airline abgewickelt. Und es gibt noch genügend Airlines die solche wie Marco an den Ballermann befördern.

      • Marco sagt:

        @Peter: ich war noch nicht am Ballermann, ich begrüße aber die Freiheit, jede Airline auszuwählen. Im 2019 hat Condor 9,4 MiO Passagiere befördert, 1.700 Milliarden Umsatz und 57 MiO Euro Gewinn. Peter, du willst mir nicht sagen, dass die 9,4 MiO Passagiere alle Idioten oder Opfer sind? Vielleicht überschätzt du dich, wenn du dir erlaubst, ein so profitablen Konzern von 4.000 Mitarbeitern pauschal zu verurteilen. Und ja, ich kann gut lesen und finde Trolls wie Josh und Hartmuth, dessen Kommentar mit „totes Pferd“ bzw. „der übelster Art“ anfing, gar nicht passend zum Ditmars Bericht bzw. zu den von dir erwünschten Business Pläne. Jeder nach seiner Fasson, auch mit Condor. Die Finanzierungen der Autobahnen durch die Steuerzahler ist ebenfalls ein Minusgeschäft finanziert ohne Sachwerte und Businesspläne, ich begrüße aber die Freiheit, mehrere Reisemittel wählen zu dürfen! Denn kannst du mit einem Lada oder mit einem Audi auf die Autobahn fahren, sowie du mit Cathay Pacific oder mit Condor fliegen kannst! Denk nach!

  11. Josh sagt:

    Ein totes Pferd sollte man nicht mehr satteln,
    denn auch diese 2. Kreditlinie an Condor verlängert nur schmerzhaft (für den Steuerzahler) den
    Todeszeitpunkt dieser Airline, aufzuhalten ist er eh nicht mehr.
    Das einzig Positive an dem nun nächsten Kredit ist der Fakt, dass Condor dann ja mal endlich beginnen kann, seine Kunden mit den ihnen rechtmässig zustehenden Rückzahlungen für nicht erbrachte Leistungen zu beglücken.
    Die Condor Facebook-Seite ist unter „Community“ voll mit Posts von massiv verärgerten Kunden dieses (Noch)Dienstleisters.

  12. Hartmut sagt:

    Condor ist ein Billigflieger der übelsten Art… schlechter Service…miese Qualität … woher die Erkenntnis kommt, man könnte mit diesem Kredit überleben ? Nach welcher Maßgabe wird hier entschieden, wer welches Geld bekommt ? Warum kriegt ein bereits vor Corona angeschlagenes Unternehmen mit keiner Zukunftsaussicht so viel Geld ? Warum bekommt es nicht der darbende Mittelstand für den die bereitgestellten Mittel nicht ausreichend sind ?
    Aber es gibt ja den deutschen Steuerzahler, der finanziert sehr gerne überteuerte und / oder sinnlose Projekte ( z.B. BER und Maut). Zur Verantwortung gezogen wird für dieses Missmanagement niemand, wie immer. Und der „eitle Gockel“ genannt Verkehrsminister Scheuer mit seinem Hermes Gürtel verbrennt halt gerne Geld.

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