Einreise in die đŸ‡ș🇾 USA: Das mĂŒsst ihr wissen & beachten!

USA Customs declaration

SpĂ€testens seit den AnschlĂ€gen vom 11. September gelten die USA als eines der LĂ€nder mit den schĂ€rfsten Einreise- und Visumsrichtlinien weltweit. Neben einem gĂŒltigen Reisepass (vorlĂ€ufiger Pass reicht nicht!), benötigt ihr als deutscher StaatsbĂŒrger ein Visum oder mĂŒsst eine sogenannte ESTA vorweisen können.

Info

Dieser Artikel beschreibt die Situation fĂŒr Reisende mit deutscher Staatsangehörigkeit. Die Vorschriften dĂŒrften aber fĂŒr die meisten ZentraleuropĂ€er recht Ă€hnlich sein.

ESTA oder Visum?

Deutsche Touristen und GeschĂ€ftsreisende können im Regelfall am so genanten Visa Waver Program (deutsch: Visum-Verzichtsprogramm) teilnehmen und benötigen kein klassisches Visum, das in den Reisepass geklebt wird. Um am Visa Waver Program teilnehmen zu können, mĂŒsst ihr euch eine Elektronische Einreisegenehmigung besorgen, das so genannte ESTA (Electronic System for Travel Authorization):

In bestimmten FÀllen oder nach dem Besuch bestimmter LÀnder kann aber auch ein richtiges Visum von Nöten sein:

Prozedere vor und auf dem Hinflug

Sicherheit hat auf USA-FlĂŒgen höchste PrioritĂ€t. Daher prĂŒfen die Airlines nicht nur, ob ihr ein Visum/ESTA fĂŒr die USA habt, sondern sind auch noch verpflichtet, bestimmte Daten ĂŒber euch an die Amerikanische grenzschutzbehörde CBP zu ĂŒbertragen. Unter anderem wird abgeglichen, ob ihr auf einer No-Fly-Liste steht.

APIS: Das muss die Airline von euch wissen

Bereits bei der Buchung – oder spĂ€testens beim Check-In am Flughafen sind die Airlines verpflichtet, zusĂ€tzliche Informationen (APIS = Advanced Passenger Information System) von euch zu erheben, die sie an die amerikanischen Behörden ĂŒbermitteln muss. Klar, Reisepassnummer, Ablaufdatum und Geburtsdatum werden ohnehin von den meisten Airlines erhoben. DarĂŒber hinaus wollen die Airlines beim Check-In bzw. im Buchungsprozess von euch wissen:

  • Reist ihr mit Visum oder ESTA?
  • Besitzt ihr eine permanente Aufenthaltsgenehmigung (Greed Card?)
  • Wie lautet eure Adresse in den USA?

Zwar interessiert es faktisch niemanden, welche US-Adresse ihr bei den Airlines angebt. Dennoch solltet ihr zumindest eine Hotel-Nacht schon vor der Reise buchen, denn spĂ€testens bei der Einreise kann euch der Immigration-Officer fragen, wo ihr wohnt. Könnt ihr keine Hotel-BuchungsbestĂ€tigung oder Ähnliches vorweisen, heißt es im schlimmsten Fall: „No address, no States!“

Sicherheitsbefragung am Airport

Seit geraumer Zeit sind Fluggesellschaften von der US-Regierung aufgefordert, Reisende auf FlĂŒgen in die USA einer Sicherheitsbefragung zu unterziehen. WĂ€hrend US-Airlines wie United, Delta und American diese Vorgabe sehr ernst nehmen, wird bei den meisten europĂ€ischen Airlines mehr oder minder auf eine Befragung verzichtet.

Bei US-Airlines findet die Befragung meist vor dem Check-In-Schalter statt. Checkt ihr Online ein und ĂŒberspringt den Check-In-Schalter, werdet ihr am Gate ggf. per Lautsprecherdurchsage aufgerufen und zur Sicherheitsbefragung gebeten. Habt ihr die Befragung erfolgreich absolviert, erhaltet ihr meist einen kleinen Sticker auf euren Pass.

Fliegt ihr mit Lufthansa von Frankfurt oder MĂŒnchen, gibt es kurz vor den USA-Gates nochmal eine separate Kontrolle. Hier wird kurz euer Reisepass und eure Bordkarte geprĂŒft und im Rechner gecheckt, ob ihr wirklich Visum oder ESTA habt. Ich wurde noch nie etwas anders gefragt als „Reisen Sie auf ESTA oder Visum?“

Typische Sicherheitsfragen sind:

  • Haben Sie Ihren Koffer selbst gepackt?
  • War das GepĂ€ck die ganze Zeit bei Ihnen?
  • Welche elektronischen GerĂ€te befinden sich im GepĂ€ck?
  • Reisen Sie auf ESTA oder Visum?
  • Warum reisen Sie in die USA?
  • Hatten Sie ihr GepĂ€ck seit dem Packen die ganze Zeit im Blickfeld?
  • Haben Sie im Flughafen noch etwas gekauft? (Bejaht ihr diese Frage, werdet ihr meist nochmal einer zusĂ€tzlichen Sicherheitskontrolle unterzogen – die, die auch SSSS-Passagiere durchlaufen mĂŒssen. Dazu weiter unten mehr.)

SSSS: ZusÀtzliche Sicherheitskontrolle am Flughafen

Es kann passieren, dass die vier Buchstaben SSSS auf eure Bordkarte gedruckt werden. Das bedeutet, ihr wurdet (mehr oder minder zufĂ€llig) fĂŒr eine verschĂ€rfte Sicherheitskontrolle ausgewĂ€hlt. SSSS bedeutet Secondary Security Screening Selection und gibt es nur auf FlĂŒgen, von, in und aus den USA.

SSSS
Fotomontage aus CC0-Bild und Foto von Wikimedia-User „Definitelynotdodgy“ unter CC-BY-SA-3.0-Lizenz

Auch wenn am oder vor dem Gate festgestellt wird, dass ihr im Flughafen noch etwas gekauft habt, werdet ihr gerne in die SSSS-Sicherheitskontrolle geschickt, damit die Produkte geröntgt werden können.

Auf FlĂŒgen in die USA gibt es meist in der NĂ€he der USA-Gates eine zusĂ€tzliche, separate Sicherheitskontrollstelle, die ihr als SSSS-Kandidat passieren mĂŒsst. Die Kontrolle ist in Deutschland Ă€hnlich der normalen Sicherheitskontrolle und eigentlich recht harmlos. In den USA kann das Prozedere lĂ€nger dauern. Alle Infos zu SSSS findet ihr in diesem Artikel:

ZollerklĂ€rung im Flieger ausfĂŒllen

Habt ihr endlich alle Checks und Kontrollen am Flughafen ĂŒberstanden, könnt ihr im Flieger Platz nehmen. Hier wartet jedoch BĂŒrokratie auf euch: Im Flieger werden blaue ZollerklĂ€rungen ausgeteilt, die ihr wahrheitsgemĂ€ĂŸ ausfĂŒllen mĂŒsst. Hier ein Beispiel:

Zollerklärung USA
Zollerklärung USA: Die RĂŒckseite ist nur relevant, wenn ihr etwas zu verzollen habt, z. B. HandelsgĂŒter

Aber: Seid ihr seit 2008 mindestens einmal per ESTA in die USA eingereist, ist das AusfĂŒllen der ZollerklĂ€rung in vielen FĂ€llen ĂŒberfĂ€llig. Ihr könnt nĂ€mlich zur Einreise an den meisten Airports die sogenannten APC-Kiosks nutzen. Hierbei handelt es sich um Automaten, auf denen ihr per Touchscreen die ZollerklĂ€rung ausfĂŒllt. Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob die APC-Kiosks benutzt werden dĂŒrfen, lasst euch lieber von den Flugbegleitern eine ZollerklĂ€rung mitgeben – schaden oder kosten tut das nicht. Mehr zu den Kiosks weiter unten.

Prozedere bei der Einreise

Welcome to the United States! Ihr habt es fast geschafft – auf amerikanischen Boden befindet ihr euch schon mal, jedoch mĂŒsst ihr noch die Einreisecounter passieren. Das ist in den USA auch etwas umstĂ€ndlicher als in Deutschland. Nicht selten kommt es zu Wartezeiten von ĂŒber 1Âœ Stunden. Zudem ist die Benutzung von Handys und Kameras rund um die Passkontrolle – auch im Wartebereich – tabu. Dieses Verbot wird jedoch von Airports zu Airport unterschiedlich streng gehandhabt. WĂ€hrend in San Francisco niemand etwas sagt, wenn ihr auf dem Handy kurz Nachrichten checkt, wird man in Charlotte in militĂ€rischem Ton angebrĂŒllt, sobald man nur sein Telefon berĂŒhrt. Klar sollte sein: Fotos von der Passkontrolle machen – das geht gar nicht.

Zur Einreise gibt es prinzipiell vier verschiedene Möglichkeiten, die ich euch hier im einzelnen ErlÀuterten möchte:

RegulÀrer Passcounter

Hierbei handelt es sich um ganz normale Einreisecounter, wie wir sie zum Beispiel auch aus Österreich, Deutschland oder der Schweiz kennen. Der Unterschied: Die Officer fragen eine menge Fragen – und das kann ganz schön unangenehm sein. Auf diese Fragen mĂŒsst ihr euch einstellen:

  • Warum reist du in die USA? (Holiday, Business Meeting, Road Trip, Conference etc.)
  • Wie lange bleibst du in den USA?
  • Wie sehen deine ReiseplĂ€ne aus?
  • Hast du Hotel/Mietwagen bereits gebucht? Wo wohnst du in den USA?
  • Wann warst du das letzte mal in den Staaten?
  • Reist du alleine?
  • Wie viel Bargeld hast du dabei? (falls wenig oder keins, könnt ihr sagen, dass ihr eine oder mehrere Kreditkarten dabei habt)
  • Besitzt ihr eine Kreditkarte?
  • Was ist dein Job?
  • Wer hat die Reise bezahlt?
  • Hast du Familie/Freunde in den USA?

Manche Fragen werden in einigen FĂ€llen (bewusst!) zwei Mal gestellt. Hier ist logischerweise wichtig, dass ihr beide Male die selbe Antwort gibt.

ErfahrungsgemĂ€ĂŸ werden bei jungen Touristen die meisten Fragen gestellt, da die Behörden wohl befĂŒrchten, sie könnten in den USA illegal einen Job aufnehmen. Wenn ich geschĂ€ftlich in die Staaten reise, werden mir hingegen kaum Fragen gestellt. Je nach Situation dauert die Befragung zwischen 15 Sekunden und 5 Minuten. Nach und/oder wĂ€hrend der Befragung:

  • wird euer Reisepass kontrolliert
  • wird ein Foto von euch geschossen
  • werden FingerabdrĂŒcke genommen (meist 4 Finger, teilweise 2 x 4 Finger + Daumen).
  • werden Reisepass und Einreisekarte gestempelt

Die Karte behaltet ihr (zumindest bei den meisten Airports) bis zum Zoll und gebt sie dort ab. HĂ€lt der Officer euch fĂŒr verdĂ€chtig oder liegen sonst Komplikationen vor, kann es passieren, dass ihr in ein Hinterzimmer zur Secondary geschickt, zu einer ausfĂŒhrlichen Befragung. Mehr dazu weiter unten.

Einreise ĂŒber APC-Automaten

Als AuslĂ€nder, der per ESTA einreist, ist es durchaus möglich, die APC-Automaten zu nutzen, die es mittlerweile an allen großen US-Airports gibt.

Voraussetzung: Ihr mĂŒsst seit 2008 mindestens einmal per ESTA in den Staaten gewesen sein – manchmal funktioniert es (inoffiziell) sogar bei der ersten US-Einreise. Try and Error lautet da die Devise.

Die APC-Kiosks können offiziell ĂŒberall bei ESTA-Einreise genutzt werden, jedoch kann es vorkommen (z. B. in Charlotte), dass man behauptet, die APC-Automaten seien nur fĂŒr Amerikaner bestimmt. Eine Sicherheitsmitarbeiterin dort wollte mich sogar mal verhaften lassen, weil ich einfach an die APC-Automaten gegangen bin und mich zunĂ€chst weigerte, mich an einem regulĂ€ren Counter anzustellen.

Nachdem ihr euren Pass eingelegt habt, fragt der Automat alle wichtigen Informationen ab, die auch auf der Einreisekarte angeben werden mĂŒssen – lediglich nicht so detailliert. Es ist nicht mehr zwingend erforderlich, die ZollerklĂ€rung (die ihr im Flieger erhaltet) auszufĂŒllen. Anschließend wird ein Foto von euch gemacht und ihr mĂŒsst eure FingerabdrĂŒcke scannen lassen, was teilweise etwas schlecht funktioniert. Seid ihr fertig, kommt ein Ausdruck (mit Foto und allen euren Daten) aus dem Automaten, der ZollerklĂ€rung und Reisepass ersetzt:

  • Ausdruck enthĂ€lt ein großes „X“: Irgendetwas stimmt nicht (z. B. ihr konntet keiner Flugnummer zugeordnet werden, FingerabdrĂŒcke nicht richtig gescannt) und ihr werdet – nachdem ihr den Automatenbereich verlassen habt – in eine spezielle Schlange (mit Einreisecountern am Ende) geschickt. Das braucht euch nicht beunruhigen! Ich hatte fast bei jeder zweiten Einreise ein X auf dem „Kassenzettel“.
  • Ausdruck enthĂ€lt ein großes „O“: Ihr habt angegeben, dass ihr etwas zu verzollen habt, oder irgendetwas einfĂŒhrt (z. B. Lebensmittel), das sich der Zoll genauer ansehen sollte.
  • Ausdruck enthĂ€lt weder „X“ noch „O“: Alles bestens – ihr dĂŒrft nach Verlassen des Automatenbereichs die Nicht-X-Schlange wĂ€hlen. Am Ende der Schlange steht ein Officer, der meist angenehm wenige Fragen stellt und schnell den Stempel in den Pass macht.
APC Receipt mit X
APC-Ausdruck enthÀlt ein X, weil die Flugnummer fehlt

Behaltet aber euren Ausdruck auch nach dem Einreiseschalter; ihr mĂŒsst ihn beim Zoll erneut vorzeigen!

Einreise mit Global Entry

Die sicherlich komfortabelste Variante einzureisen heißt Global Entry: Dabei handelt es sich um eine bezahlte Mitgliedschaft, fĂŒr die man sich bei der US-Grenzschutzbehörde CBP bewerben kann. FĂŒr 100$ genießt ihr nach einer ausfĂŒhrlichen SicherheitsĂŒberprĂŒfung und Befragung fĂŒr fĂŒnf Jahre Global Entry und TSA Precheck.

Die Einreise funktioniert ebenfalls ĂŒber Automaten, die im Prinzip sehr Ă€hnlich funktionieren, wie die APC-Kiosks. Lediglich die Software scheint etwas benutzerfreundlicher zu sein, die Fingerabdrucksensoren reagieren schneller und das Portraitfoto muss offenbar nicht schön (= biometrisch etc.) sein, wie dieses Beweisfoto zeigt:

Global Entry Receipt
Global Entry-Beleg

Nachdem ihr euren Ausdruck erhalten habt könnt ihr ohne Wartezeit an der Immigration vorbei gehen, meist werden keinerlei Fragen gestellt. In manchen Airports (z. B. Chicago), ist es noch nicht einmal erforderlich bei der Einreise stehenzubleiben. Der Sinn dahinter: Der Ausdruck wird ja beim Zoll ohnehin nochmals kontrolliert, somit wird sicher gestellt, dass ihr nicht illegal einreisen könnt.

Einreise als Diplomat/Crew

FĂŒr Reisende mit einem A- (Diplomaten) oder D-Visum (Flugbegleiter/Piloten) steht meist ein separater Counter zur VerfĂŒgung. Hierbei handelt es sich um einen ganz regulĂ€ren Einreisecounter, der zum Teil auch von Rollstuhlfahrern etc. genutzt werden darf. Wenn ihr nicht gerade Angela Merkel heißt, mĂŒsst ihr euch darauf einstellen, dass euch die gleichen Fragen gestellt werden, wie im Punkt RegulĂ€rer Passcounter.

Zoll in den USA

Habt ihr die Einreise samt Befragung ĂŒberstanden, erwarten euch hinter den Countern und Automaten meist die GepĂ€ckbĂ€nder. Hier immer schon ein paar Zollbeamte (mit Hunden) herum und stellen auch gerne Fragen zum GepĂ€ck. Habt ihr euer GepĂ€ckstĂŒck, dĂŒrft ihr zum Ausgang, wo ein Officer euch und euer GepĂ€ck „bewertet“:

  • Entweder zieht er eure ZollerklĂ€rung (oder den Automatenausdruck) ein und ihr dĂŒrft gehen
  • Oder: Ihr werdet zu einer Secondary Inspection gebeten und euer GepĂ€ck wird geröntgt
  • Oder: Ihr gebt selbst an, dass ihr etwas zu verzollen habt und mĂŒsst dann zu einer Secondary Inspection

Tipp: Gebt auf den ZollerklĂ€rungen bzw. am Automaten auch an, wenn ihr Lebensmittel dabei habt – und sei es nur ein Apfel, eine Tafel Schokolade oder Ă€hnliches. Tut ihr das nicht, könnt ihr bei der Kontrolle auffliegen und eure Einreiseprivilegien wie Global Entry dauerhaft verspielen!

Habt ihr den Zoll ĂŒberstanden, habt ihr es wirklich geschafft. Ihr seid offiziell in den USA und nichts und niemand kann euch mehr stoppen ;)!

Sonderfall: Transit durch die USA

Nach einem internationalen Flug in die USA mĂŒsst ihr immer in die Staaten einreisen (es gibt auf US-Airports keine Transitbereiche!) und durch den Zoll.

Egal ob International- oder USA-Transit: Ihr mĂŒsst nach eurer Ankunft einreisen, anschließend euer GepĂ€ck vom Band nehmen und durch den Zoll. Und zwar auch dann, wenn euer GepĂ€ck laut GepĂ€cklabel schon bis zum endgĂŒltigen Zielflughafen durchgecheckt wurde. Nach dem Zollbereich befindet sich meist ein Kofferband, auf das ihr euren Koffer selbst wieder drauf legen könnt. Habt ihr noch kein GepĂ€cklabel fĂŒr den Weiterflug, befinden sich in unmittelbarer NĂ€he Transit/Check-In-Schalter, bei denen ihr diese bekommt.

Keine Regel ohne Ausnahme: Einige Airlines bieten neuerdings an, das GepĂ€ck bei internationalen Transits (= Drittland-USA-Drittland) tatsĂ€chlich durchzuchecken. Delta macht das zum Beispiel bei einigen Routings ĂŒber Atlanta. Dies ist aber ein Sonderfall und ihr werdet beim Check-In auf jeden Fall darauf hingewiesen.

Reist ihr innerhalb der USA oder aus den USA heraus, wird euer GepĂ€ck in der Regel durchgecheckt und ihr mĂŒsst euch nicht mehr darum kĂŒmmern.

Sonderfall: Erweiterte Sicherheitsbefragung bei Einreise – Immigration Secondary

Wenn mit euren Dokumenten etwas nicht stimmt, euer ESTA ungĂŒltig ist oder ihr euch sonst irgendwie verdĂ€chtig gemacht habt, werdet ihr vom Einreiseschalter in ein Hinterzimmer geschickt. Ich habe dies selbst mal erlebt, als ich ĂŒber die TĂŒrkei eingereist bin und möchte euch kurz meine Erfahrungen schildern:

Der Einreiseofficer teilte mir mit, dass er das nicht bearbeiten könne und ich zur Secondary mĂŒsse. Ich wurdevon einem Beamten abgeholt und in ein Hinterzimmer gefĂŒhrt, in dem bereits mehrere Leute auf ihre Befragung warteten. Es vergingen in etwa 1,5 Stunden, ehe ich an die Reihe kam. Der Officer war nicht sonderbar freundlich. Er stellte Fragen wie „Sind Sie Muslim?“ oder „Warum sind Sie nach Ägypten gereist? Das ist doch ein Terrorland!“ und sah sich sĂ€mtliche Reiseunterlagen und – besonders unangenehm – Fotos auf meinem Handy an. Die Befragung an sich dauerte ca. 30 Minuten.

Ausreise aus den USA

Kurz gesagt: Gibt es in den Vereinigten Staaten nicht. Nach dem Check-In könnt ihr euch auf direktem Wege zur Sicherheitskontrolle begeben. Dort werden von der Transportsicherheitsbehörde TSA zunĂ€chst eure Bordkarte und euer Reisepass gecheckt. Wer TSA Precheck-Member (= Global Entry) ist kann die bevorzugte Sicherheitskontrolle nutzen, muss weder Schuhe noch GĂŒrtel ausziehen und kann Laptops und FlĂŒssigkeiten im GepĂ€ck lasssen. Mehr Informationen:

Internationaler und Inlands-Abflugbereich sind in den USA nicht unbedingt getrennt, es kann sein, dass das Gate fĂŒr den Flug nach Detroit gleich neben dem nach Frankfurt liegt.

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Kommentare (13)

  1. Hallo Adrian,
    zuerst mal Danke fĂŒr die umfangreiche Info, die mir schon sehr geholfen hat. Nun noch eine Frage, denn ich habe bislang keine verlĂ€ĂŸliche Antwort gefunden:
    Ich habe Fluge ĂŒber LHR nach MIA gebucht (Juni 2019). Wir wollen 3-4 Tage in Florida bleiben und dann weiter nach Belize fliegen. Also „normale“ Einreise in die Staaten (gibts in LHR was zu beachten?) und dann nach Belize, wie ich gelesen haben, braucht man dafĂŒr Bein einem Aufenthalt bis 30 Tage kein Visum. Beim RĂŒckflug von Belize geht es wieder nach MIA. Dort am gleichen Tag weiter nach LHR und dann MĂŒnchen. Brauche ich außer ESTA noch was, wegen Weiter-/Ein-/Ausreise nach Belize?
    Freue mich ĂŒber eine Antwort,
    Danke und LG

    Antwort

    • Auf dem Hin- und RĂŒckweg normale Enreise in den USA, auch auf der RĂŒckreise werdet ihr vermutlich einmal das GepĂ€ck vom Band und neu aufholen mĂŒssen. Ansonsten wĂ€re mir nichts bekannt.

      Antwort

  2. ich habe gehört das ab MÀrz 2018 jeder, auch der noch nicht in den USA war, den APC Automaten benutzten kann. Kannst Du mir das bestÀtigen ?
    Gibt es in Miami eine separate Einreisespur fĂŒr Business Class Passagiere ?
    Über eure Antworten wĂ€re ich sehr dankbar
    Gruß Peter

    Antwort

  3. Ich fand es eigentlich recht einfach. Einreise war quasi Reisepass-Scan, dahinterliegendes ESTA prĂŒfen und einige Fragen zum Zettel den man ausfĂŒllte (quasi die Fragen die da standen mĂŒndlich noch einmal gefragt um die ValiditĂ€t zu prĂŒfen) und dann noch das ĂŒbliche „was machen Sie beruflich? Welchen Zweck verfolgt Ihre Reise? Sind Sie die ganze Zeit in dem angegebenen Hotel oder reisen Sie innerhalb der USA weiter?“
    und dann gab es die Koffer (meiner war ungeöffnet so da), keine extra HandgepĂ€ckprĂŒfung, eigentlich nichts weiteres als die Fragen des Einreisemenschens…

    Das sieht dann bei Abreise natĂŒrlich ganz anders aus, aber die Einreise war so einfach dass ich schon angst hatte irgendwas verpasst zu haben.

    Antwort

  4. Wer freiwillig in diesen Schurkenstaat fliegt, dessen pschopathische politische Klasse seit Jahrzehnten die Welt mit Kriegen ĂŒber zieht, die nur Not und Elend schaffen, braucht dringend einen Arzt!

    Antwort

  5. Ich habe B1/B2 Visa.

    Wenn man in die USA einreisen möchte, sollte man möglichst versuchen, die Reise auf einem Ticket zu buchen.

    Mit ist es nun schon 4 mal passiert, das ich nur CPH-YYZ-CPH und auf ein weiteres Ticket YYZ-ICT-YYZ gebucht habe. Der Grund war, das ich dadurch unglaubliche SchnÀppchen in der SAS Business machen konnte, die auf einem Ticket nicht möglich waren.

    Bei United war ein Online Checkin niemals möglich, sondern ich musste immer an den Kiosk, wo mir dann der Stempel SSSS aufgedrĂŒckt wurde.

    Eine BegrĂŒndung gabs keine.

    Ich vermute, das die mit dem Flugverhalten nicht klar gekommen sind.

    Trotzdem lief alles reibungslos.

    Antwort

  6. warum sollte sich ein denkender Mensch diese feindliche Prozedur gefallen lassen. Kiss my back, trUSAmp

    Antwort

  7. Danke fĂŒr den guten Überblick!
    Ich habe gelesen, dass es rechtwiedrig ist, wenn Handys und Laptops durchsucht werden dĂŒrfen. Habt ihr Erfahrungen und Infos darĂŒber, wenn man beim secondary screening verweigert seine Handy Pin zu nennen etc. ?

    Antwort

  8. Bei der Einreise mit A-Visum dĂŒrfen keine FingerabdrĂŒcke genommen werden und auch keine Fragen zu grĂŒnden der Einreise gestellt werden.

    Antwort

    • Ja, fĂŒrs Diplomatenvisum ganz klar. Das haben aber eben auch nur Diplomaten…
      Alle anderen mĂŒssen den Anweisungen der Officer folgen – und wenn er einen Global Entry Menschen nach erfolgreichem Check am Automaten fĂŒrs SSSS-Screening rauswinkt – dann muss das sein…

      Antwort

  9. Kann GE absolut empfehlen. Hab’s selber seit 4 Jahren und bei ca 15 Einreisen nutzen können. Man spart unheimlich Zeit, viel geringer Stressfaktor nach einem 8 – 10 Stunden Flug, und ein sicheres Mittel um ggfs seinen Anschlussflug noch zu erreichen. Noch kurze Anmerkung, was im Artikel nicht stand: mit GE kann man auch von einigen wenigen europĂ€ischen Airport schon „Einreisen“, der Flug dann in die USA ist dann quasi domestic, hab selbst mal in Dublin ca. 90 Sekunden fĂŒr GE gebraucht, mein pers. Rekord.

    Antwort

    • GE finde ich ebenfalls sehr praktisch. Aber die Pre-Clearance (Kanada, Dublin, Abu Dhabi…) hat damit ja erstmal nichts zu tun, da sie auch ohne GE nutzen kann. Nur muss man dann halt meist ein paar Minuten lĂ€nger warten.

      Antwort

  10. Hey, meiner Erfahrung nach kann das (kostenlose) A-Visum auch in einen regulĂ€ren Pass geklebt werden und es ist auch keine Vorsprache beim Konsulat erforderlich. Bei der Einreise gab es dann ohne weitere Fragen, Foto- oder Fingerabdrucknahme den Stempel in den Pass. Ist natĂŒrlich nur fĂŒr eine Minderheit interessant.

    Antwort

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