Für günstiges Internet im Ausland: eSIM.me macht (fast) jedes Android-Smartphone eSIM-fähig (+ unsere Erfahrungen)

eSIM.me

Eine der nervigsten Angelegenheiten bei Fernreisen ist oftmals das Internet vor Ort. Es könnte so einfach sein, aber die deutschen Internetprovider bieten nur selten attraktive Roaming-Pakete an. Erste Wahl ist daher üblicherweise eine lokale SIM-Karte, die aber mit entsprechendem Aufwand verbunden ist.

Zum Glück hat sich in den letzten Jahren eine attraktive Alternative etabliert: Mithilfe einer eingebetteten SIM-Karte, kurz e-SIM, ist der Wechsel des Anbieters eine Sache von Minuten. Und ein Blick auf unseren eSIM-Preisvergleich zeugt vom Potential für Vielreisende. Denn Preise von ca. 5€ pro GB in Asien oder den USA sind per eSIM keine Seltenheit.

Blöd nur: Wer kein top-aktuelles Smartphone besitzt, schaut in die Röhre. Damit das nicht so bleibt, möchten wir euch heute eine Alternative namens eSIM.me vorstellen. Kurz gesagt wird damit fast jedes Android-Smartphone eSIM-kompatibel. Ihr müsst aber einmalig mindestens 32€ in die entsprechende SIM-Karte investieren.

Info

Im Sinne der Transparenz: Das Produkt wurde uns von eSIM.me kostenlos zum Test zur Verfügung gestellt. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um auf einer kleinen Weltreise günstig surfen zu können. Der Inhalt des Berichts wurde von eSIM.me in keinster Weise beeinflusst.

So funktioniert’s

Wichtig zu wissen: Das Angebot von eSIM.me beinhaltet selbst noch keine eSIM. Es gibt euch lediglich die Möglichkeit, eine eSIM bei einem günstigen Anbieter zu kaufen und diese mit eurem Android-Smartphone zu nutzen. Die Wahl eines eSIM-Anbieters läuft komplett unabhängig davon.

Für alle, die (wie ich) noch nicht viel mit einer eSIM zu tun hatten, nachfolgend eine kurze Anleitung, wie es funktioniert.

Kompatibilität prüfen

Der Service von eSIM.me funktioniert mit (fast?) allen Android-Smartphones ab Android-Version 9.0. Geräte einiger Hersteller (z.B. Samsung) sind sogar schon ab Android 7 kompatibel.

Leider gibt es keine übersichtliche Liste, welche Geräte kompatibel sind und welche nicht. Um zu schauen, ob euer Gerät eSIM.me unterstützt, ladet ihr am besten die (kostenlose) Android-App aus dem Google Play Store auf euer Smartphone. Wenn das Smartphone nicht kompatibel ist, sollte die App sich gar nicht erst herunterladen lassen, das ist aber nur ein erster Anlaufpunkt.

Sicher seht ihr es dann nach dem Start der App. Wenn eSIM.me von eurem Gerät unterstützt wird, zeigt die App dies an. Zusätzlich könnt ihr (bei Dual-SIM-Geräten) sehen, welche(r) der SIM-Slots kompatibel sind:

Smartphone ist kompatibel. Ihr müsst aber den 1. SIM-Slot nutzen

Karte bei eSIM.me kaufen

Es gibt diverse Varianten des Produkts. Alle erfüllen den gleichen Zweck, aber bei genauerem Hinblick spielt es doch eine wichtige Rolle, ob ihr die günstigste Option für 36€ (inkl. Versand + MwSt.) oder eine der teureren Karten bestellt.

Die Karten unterscheiden sich nämlich in folgenden Aspekten:

  • Größe des eSIM-Speichers: Je nach Karte könnt ihr mindestens 2 und maximal 15 eSIM-Profile auf einer Karte verwalten. Ein solches Profil entspricht dann einem Anbieter (z.B. Airalo)
  • Anzahl unterstützter Geräte: Die günstigste Einstiegs-SIM an ein einziges Android-Gerät gebunden. Wechselt ihr nach einem Jahr z.B. das Smartphone, so müsst ihr noch einmal 10€ berappen. Teurere Optionen erlauben beliebig oft den Gerätewechsel (tlw. auf eine Handymarke beschränkt)
  • Dual-SIM fähig?: Die günstigsten Optionen unterstützen nur eine aktive eSIM. Das sollte in der Praxis m.E. nur selten ein Problem sein.

Eine Übersicht der angebotenen SIM-Karten findet ihr hier. Die attraktivsten Optionen sind vermutlich:

Dazu kommen jeweils noch die Versandkosten. Nach Deutschland ist der Briefversand für ca. 5€ möglich. Standardmäßig ist allerdings ein deutlich teurerer Expressversand eingestellt.

Tipp

Mit unserem Gutscheincode spart ihr knapp 10% beim Kauf beliebiger Produkte im Shop. Der Rabatt durch den Gutschein wurde oben noch nicht berücksichtigt.

Meine spontanen Tipps wären hier die Single 5 und die Omni 15. Die Beschränkung auf ein Gerät klingt zwar zunächst nervig (und ist es auch), allerdings dürften in ein paar Jahren ohnehin fast alle neuen Smartphones eSIMs unterstützen. Es haben aber alle Optionen ihre Daseinsberechtigung.

Es gibt zahlreiche SIM-Karten zur Auswahl – eine Wahl zu treffen fällt nicht leicht

Karte aktivieren

Sobald die Karte eingetroffen ist, kann sie direkt über die eSIM.me-App auf dem Smartphone aktiviert werden. Abgefragt werden nur ein paar persönliche Daten. Dann muss noch die E-Mail-Adresse bestätigt werden und schon ist die Karte aktiviert.

Ein wichtiger Schritt fehlt dann aber noch: Das passende eSIM-Profil. Denn zunächst mal ist die App komplett leer:

eSIM-Anbieter finden

Ihr müsst euch daher noch eine eSIM besorgen. Und das ist bei mehr als 200 Anbietern auf dem Markt einfacher gesagt als getan. Welcher Anbieter der beste ist, kommt stark auf euer Reiseland an. Als ersten Anhaltspunkt könnt ihr einen Blick auf unseren Vergleich werfen:

Für den Fall, dass euer gewünschtes Zielland nicht von der Liste abgedeckt ist (wie in meinem Fall Neuseeland), gibt es auch noch zahlreiche Websites zum Preisvergleich:

Nicht alle Vergleichsseiten listen wirklich alle eSIM-Anbieter auf, also schaut ruhig kurz bei mehreren Websites nach der besten Option.

eSIM besorgen und installieren

Sobald ihr einen Anbieter gefunden habt, könnt ihr dort das gewünschte Datenpaket kaufen. Das ist je nach Anbieter unterschiedlich, aber üblicherweise in wenigen Minuten erledigt.

Der eSIM-Anbieter wird euch dann einen QR-Code zur Verfügung stellen, mit dem die eSIM aktiviert werden kann. Dies ist der nächste, essentielle Schritt. Sobald ihr den QR-Code erhalten habt, könnt ihr das entsprechende Profil über die eSIM.me-App installieren.

esimme airalo

Lossurfen

Sobald das Profil heruntergeladen und aktiviert wurde, müsst ihr noch einmal das Handy neustarten und dann seid ihr endlich startklar. Je nach Anbieter kann es aber vorkommen, dass ihr noch einen der folgenden Schritte unternehmen müsst:

  • Bis zu 10 Minuten warten, bis das Gerät Netz findet
  • Manuell den Zugangspunkt (APN) des Netzproviders auswählen bzw. einstellen
  • Datenroaming aktivieren

Unsere Erfahrungen mit eSIM.me

Wie eingangs erwähnt, hat uns eSIM.me freundlicherweise eine Karte zum Testen zur Verfügung gestellt. Da ich selbst über kein eSIM-fähiges Gerät verfüge, habe ich das Angebot sehr gerne für eine kleine Weltreise in Anspruch genommen.

Da sich ein Weltpaket nicht gelohnt hätte, wählte ich zwei verschiedene Anbieter für Japan und Neuseeland:

  • Japan: 1 Woche, 1 GB für 5 $ (~5 €) bei Airalo
    • in meinem Fall nur 2 USD, da es für Neukunden noch einen 3€-Gutschein gibt
  • Neuseeland: 2 Wochen, 3 GB für 12€ bei Yesim

In meinem Huawei P30 Pro ließ sich die Karte von eSIM.me ohne Probleme aktivieren. Nach der Installation der Airalo-eSIM musste ich zunächst einige Male den Flugmodus aus- und einschalten, bis die Airalo-Karte das Netz gefunden hatte. Danach funktionierte es aber 5 Tage ohne Probleme.

Leider dauerte die Freude nur so lange, bis wir Osaka verlassen hatten und in Tokio waren. An den letzten 2 Tagen wollte das Internet partout nicht mehr funktionieren. Es wurde immer nur eine halbe Sekunde 4G angezeigt und dann verschwand das Netz wieder.

unschlagbar günstig, aber leider nicht ganz reibungslos: 1 GB in Japan für 5 $ (~5 €) über Airalo

Zum Glück lagen die Probleme aber offenbar bei Airalo bzw. ihrem Roaming-Partner – und nicht an eSIM.me. Denn das Profil von Yesim funktionierte nach der Landung in Neuseeland einwandfrei. Während sich meine Reisebegleitung vor Ort eine physische SIM-Karte besorgen musste, musste ich nur in der App das Profil umstellen. Und günstiger war es noch dazu.

Nachdem ich (mangels entsprechendem Endgerät) lange Zeit nichts mit einer eSIM anfangen konnte, hat mich das ganze System nun also doch überzeugt. Vor allem für Reisen über mehrere Kontinente bedeutet das Ganze eine enorme Zeit- bzw. Geldersparnis. Ich kann eSIM.me daher weiterempfehlen. Nur um Airalo werde ich künftig (zumindest in Japan) einen Bogen machen.

Wie sind eure Erfahrungen mit eSIM-Karten zum Surfen im Ausland? Hinterlasst gerne einen Kommentar.

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Kommentare (18)

  1. Nikolai sagt:

    Habe die eSIM gerade gekauft. Travel Dealz Rabattcode hat noch funktioniert, obwohl dort ein Ablaufdatum 31.12.2022 angegeben wird. Standardmäßig ist der Expressversand eingestellt, hab das zu spät gemerkt. Das macht die eSIM dann locker mal 40% teurer. Klar hätte ich mal besser aufpassen sollen, aber trotzdem ärgerlich. Fällt halt nicht gleich auf, wenn die Umsatzsteuer nachträglich erst aufgeschlagen wird. Ich würde vorschlagen, dass ihr den Text bei der Passage 5 Euro für den Briefversand ergänzt. Naja, aber schauen wir mal, wann die geliefert wird

    • Peer sagt:

      Danke für den Hinweis, ich habe es mal wie vorgeschlagen im Satz mit den Versandkosten ergänzt.

      Du könntest widerrufen und mit normalem Versand neu bestellen. Oder eine kurze Mail schicken, ob sie es im Nachhinein anpassen können.

      • Nikolai sagt:

        Also Express war es zwei Tage nach Bestellung da (Sonntag auf Dienstag). Mit UPS von Versandadresse in Berlin. Ob man da wirklich Express Versand braucht, kann ja jeder selbst entscheiden. Großes Lob für euren Artikel zu esim Anbietern USA. Ein echter Mehrwert. Man kann sich direkt das raussuchen was für einen passt. TD Podcast zu dem Thema war auch gut.

  2. Nico sagt:

    In Japan hatte ich vor der Pandemie auch meine Probleme. Hatte eine normal SIM Karte geholt. Manchmal lief sie 2 Tage ohne Probleme, dann wieder alle 10 Minuten Blackout. Ich bin dann zu der Elektrokette gegangen und hab nachgefragt, und soweit wir uns verständigen konnten, hab ich verstanden, dass Japan mehrere Systeme parallel betreibt, in manchen Regionen ist das eine System vorherrschenden, in der nächsten Region ein anderes. Manchmal gibt es auch mehrere. Gerade wenn man mit dem Shinkansen unterwegs ist oder in den Bergen, kommt man in eine Region wo das eine Netz schlecht ist, und das Handy trotzdem immer versucht dahin zu verbinden anstatt das andere Netz zu wählen. Ein Neustart half bei mir meist, wenn’s auch nervig ist. Er riet mir ein zweites Handy zu kaufen, das würde er bei Wanderungen auch so machen. Fand ich etwas übertrieben, aber das Problem schien bekannt. Ich würde das eher vermuten als das die Registrierung per (e)Sim das Problem verursacht.

  3. Peter sagt:

    Stimmt. Mit iphones hat man da Problem nicht. Dafür aber, dass man bald nur noch esim kann (siehe US-iPhone 14) und alle günstigen Provider ohne esim dann wegfallen. Naja, aber das vereinfacht auch die Providerwahl lol

  4. gast1234 sagt:

    Kurzer Preisvergleich aus Lesotho: SIM-Karte 2 ZAR (15 Eurocent), 2 GB (weekly package) für 50 ZAR (3,5 Euro). Rest deckt Hotel-Wifi ab. 5 Euro pro GB? Naja. 😉

  5. Andy Grinjuks sagt:

    Wir waren gerade in Australien unterwegs. Ich hatte eine eSim von FlexiRoam. Mein Handy braucht keine eSim.me sondern kann das automatisch als zweite Karte. Handling von FlexiRoam ist einfach. Hatte 11GB im 80% Angebot für ca. 45$ im Vorfeld gekauft. Allerdings nutzt FlexiRoam in Australien das Vodafone Netzt und dieses ist wie in Deutschland außerhalb der Metropolen eher schlecht bis gar nicht vorhanden. Meine Frau hatte eine lokal gekaufte SIM von Alditalk (!), 47 GB für 25 AUD, die das Optus Netz nutzte und das war immer sehr gut erreichbar.

  6. Sabine Steinle sagt:

    Eine klassische eSIM (embedded) bedeutet man muss nur einen QR Code auf sein Smartphone laden und benötigt keine physische SIM, deshalb ist euer Angebot etwas irreführend. Denn einen Auslandtarif könnte man dann auch günstig im jeweiligen Land mittels einer Prepaid Karte kaufen.

    • Peer sagt:

      Was heißt denn irreführend? eSIM.me ist ja gerade für den Fall gedacht, dass das eigene Smartphone von Haus aus keine eSIMs unterstützt. Und das ist auch in 2022 leider noch der Großteil der Android-Smartphones. Und in dem Fall wird die Installation & Verwaltung von eSIMs eben über eine physische SIM-Karte gelöst.

      Wer ein Pixel 7, Galaxy S22 o.ä. benutzt, braucht eSIM.me natürlich nicht. 🙂 Aber nicht jeder will dafür sein Smartphone wechseln

  7. Ronny sagt:

    Werden Iphone nicht auch u.a. in China produziert?😉

    Auf jeden Fall vielen Dank für den tollen und sehr informativen Beitrag. Da mein Handy (bislang) auch nicht eSim-fähig war, hatte ich mich hiermit auch nicht weiter beschäftigt und mir stehts im Ausland eine physische Sim-Card gekauft. Werde es jetzt mal mit esim.me probieren. Vorallem, wenn man dann doch mal 2 oder drei Grenzen überschreitet.😊

    Vielen Dank!

  8. Ronny sagt:

    Werden Iphones nicht auch in China produziert?😉

  9. Felix sagt:

    Asialink über Airalo macht leider seit langem Probleme in Japan, sollte meiner Meinung nach aktuell nicht für Japan verkauft werden (Probleme sind bekannt). Mal klappt es und dann fällt es für Tage aus, bis es wieder klappt.
    Grundsätzlich sind eSims aber für digitale Nomaden und Vielreisende die perfekte Lösung.

  10. Sven sagt:

    Ich nutze aktuell Airalo in den USA (FL). Und ich muss sagen, es funktioniert durchweg einwandfrei. Den Zeiten, in denen ich mir eine physische lokale SIM besorgen musste, trauere ich wirklich nicht hinterher.

    Und an den Autor dieses Artikels: Schmeiß den China-Schrott in die Tonne und hol Dir ein iPhone 😉

  11. Joerg Schuler sagt:

    Wenn man schon eine physische SIM-Karte benötigt, ist mein Tipp weiterhin sim2fly. Zumindest in Asien sind die Tarife nicht schlecht (verschiedene Pakete, Z.B. circa 10€ für 6 GB für 10 Tage in fast allen asiatischen Ländern). Hat man das ursprüngliche Paket aufgebraucht, kann man per App einfach Geld einzahlen und andere Pakete aktivieren. Es gibt auch Pakete für Europa/USS.
    Die Gültigkeit der SIM Karte verlängert sich mit jeder Einzahlung um 30 Tage, d.h. notfalls Mini-Beträge aufladen, um die Karte in den nächsten Urlaub zu retten.

  12. Jens sagt:

    Warum fragt esim.me persönliche Daten ab, wenn sie selbst gar keine eSim (also Profil) anbieten? Wenn ich ein Smartphone mit eingebauter eSim kaufe, muss ich keine persönlichen Daten angeben.

  13. Tim sagt:

    Da bin ich sicher nicht der einzige, der jetzt denkt: Mit iPhone gibt es solche Probleme nicht… 😉

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