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Revolut – Der britische Bankenschreck: Kostenlose Prepaid-Kreditkarte ohne Auslandsgebühren & mit Girokonto-Funktionen

Revolut Titelbild
gültig

Revolut ist im Grunde eine Prepaid-Kreditkarte, die sich aber gleichzeitig auch als Giro- und Währungskonto bezeichnet. Außerdem hat sie einige nette Vorteile auf Reisen. So könnt ihr unter anderem bis zu 200€ Bargeld pro Monat abheben, es gibt bei Zahlungen in Fremdwährungen keine Auslandseinsatzgebühr und ihr könnt Währungskonten einrichten sowie ohne Gebühren Währungen tauschen.

Update

Bis zum 2. Dezember (oder solange der Vorrat reicht), können auch Bestandskunden die bisher keine physische Karte haben, diese kostenlos beantragen! Dafür müsst ihr euer Konto mit mindestens 10 Pfund (ca. 12€) aufladen und könnt anschließend eine physische Karte mit Standard Card Delivery bestellen. Mehr Details hier.

Tipp: Ihr könnt die erste Karte ohne Versandkosten erhalten, wenn ihr euch an ein paar Regeln bei der Beantragung haltet. Mehr dazu hier: So bekommt ihr die 1. Karte kostenlos & versandkostenfrei

Genau wie N26 gilt Revolut als Bankenschreck. Statt auf Filialen und persönliche Beratung setzen die Startups komplett auf eine App für euer Smartphone. Statt wegen jeder Kleinigkeit einen Termin mit eurem Bankberater zu machen, erledigt ihr alles über die App.

Revolut ist ein britisches Startup. Genau wie N26 hat es ohne eigene Banklizenz angefangen und bemüht sich aktuell um eine eigene Lizenz in Lettland. Revolut hat sehr früh auf eine Internationalisierung gesetzt und ist in vielen Ländern, auch außerhalb Europas & Nordamerikas, aktiv.

Eins vorweg: Revolut ist bisher kein perfekter Ersatz für ein deutsches Girokonto aber die Ambitionen sind bemerkenswert. Seit kurzem ist es möglich eine Maestro-Karte zu erhalten und auch SEPA-Lastschriften sind mittlerweile möglich. Allerdings nur mit einer britischen IBAN, was bei deutschen Händlern oft zu Problemen führt.

Vorteile

Die Vorteile von Revolut sind sehr großzügig und zum Teil sogar einzigartig in der Konstellation:

  • Keine Jahresgebühr: Revolut verlangt keine Jahresgebühr. Egal ob ihr die Karte nutzt oder nicht, müsst ihr mit keinen laufenden Kosten rechnen. Zusätzliche gibt es noch eine Premium-Variante für 82€ pro Jahr oder 7,99€ pro Monat. Die Vorteile dadurch sind aber begrenzt und es besteht kein Zwang dazu.
  • 1. Karte kostenlos: Die Nutzung von Revolut ist zwar grundsätzlich kostenlos, für eine physische Karte werden allerdings 5,99€ Versandkosten fällig. Ausnahme: Beantragt ihr Revolut über unseren Link, entfallen für Euch die Versandkosten für eure erste physische Revolut-Karte, sofern ihr mindestens 10€ aufgeladen habt. Mehr dazu unter So bekommt ihr die 1. Karte kostenlos & versandkostenfrei
  • Kostenlos Bargeld abheben: Pro Kalendermonat könnt ihr an jedem Geldautomaten, der Mastercard akzeptiert, 200€/200 ohne Gebühren durch Revolut abheben. Für alles, was darüber hinaus geht, fallen 2% Gebühren an. Immerhin gibt es hier keine Mindestgebühr wie bei vielen anderen Kreditkarten z.B. mindestens 5€.
  • 0% Auslandseinsatzgebühr: Zahlt ihr mit eurer Revolut Mastercard in einer Fremdwährung, z. B. in US-Dollar oder Pfund, werden dafür keine Gebühren fällig. Bei anderen Kreditkarten werden schnell 1-2% fällig, was teuer werden kann, wenn ihr viel im Nicht-EU-Ausland unterwegs seid.
  • Girokonten-Funktionen: Revolut ist sehr bemüht, sich nicht nur als Prepaid-Kreditkarte anzupreisen, sondern auch als vollwertigen Girokonten-Ersatz. Ihr könnt ganz klassisch Überweisungen und Daueraufträgen durchführen und bekommt dazu auch eine (britische!) IBAN und BIC. Somit könnt ihr auch von euren deutschen Konto einfach etwas auf die Revolut überweisen. Für SWIFT-Überweisungen auf dem Nicht-EU-Ausland muss der Sender zusätzlich eine Referenznummer angeben, damit die Zahlung euch zugeordnet werden kann.
  • Konten in 25 Währungen: Euer Revolut Konto könnt ihr gleichzeitig in mehreren Währungen führen, z. B. Euro, US-Dollar, Britische Pfund, Schweizer Franken, Kanadische Dollar und so weiter. Ingesamt sind bis zu 25 Währungen möglich. Habt ihr Guthaben in einer bestimmten Währung und zahlt mit der Karte, wird zuerst das Guthaben in der entsprechenden Währung belastet.
  • Währungen tauschen: Nach eigener Aussage tauscht euch Revolut Währungen bis 5.000€/5.000₤ pro Kalendermonat kostenlos (danach 0,5%) und lässt sie euch auch kostenlos überweisen. Dabei soll Revolut sogar günstiger als Dienste wie TransferWise sein. Genau wie bei TrasferWise erfolgt der Umtausch dabei nicht direkt sondern kann bis zu zwei Tage dauern.
  • Maestro-Karte bestellbar: Seit kurzem lässt sich auch eine Maestro-Karte (Debitkarte, bessere Akzeptanz in Deutschland als Kreditkarten) als Standardkarte bestellen. Gegen einmalig 6,99€ + 5,99€ Versandkosten erhaltet ihr die Maestro-Karte auch zusätzlich zur Visa. Schade ist, dass man nicht beide Karte kostenlos erhalten kann – aber die einmalige Gebühr ist ein guter Kompromiss.
  • Zusätzliche physische und virtuelle Karten: Meistens erhält man von einer Bank nur eine Karte. Das ist bei Revolut anders. Hier könnt ihr euch mehrere Karten physische oder virtuelle Karten ausgeben lassen. Allerdings ist der Spaß nicht immer kostenlos. Eine zusätzliche physische Karte kostet 5,99€ + 5,99€ Versandkosten. Eine zusätzliche virtuelle Karte zur physischen Karte gibt es kostenlos. Weitere virtuelle Karten kosten ebenfalls 5,99€ Gebühr – aber natürlich keine Versandkosten.
  • Keine Schufa-Abfrage/Eintrag: Da es sich bei Revolut um ein britisches Startup handelt und euch Revolut keinen Verfügungsrahmen bietet (= kein Risiko für Revolut), erfolgt bei der Kontoeröffnung keine Abfrage bei der Schufa. Auch einen Eintrag bei der Schufa gibt es nicht. Das kann sich aber in Zukunft ändern, z. B. wenn Revolut einen Verfügungsrahmen anbieten sollte.
  • Einfache Verifizierung: Wer von schon Post- oder sogar Video-Ident genervt ist, wird mit Revolut glücklich. Zur Verifizierung reicht es ein Bild von der Vorder- sowie Rückseite eures Personalausweises sowie ein Selfie von Euch in der App hochzuladen. Anschließend wird das Konto in der Regel innerhalb weniger Minuten freigeschaltet. Ob das allerdings in Deutschland wirklich ausreichend ist, ist fraglich. Sonst wird Revolut ganz sicher noch einmal auf euch zukommen. Eine Nutzung komplett ohne Verifizierung ist nicht mehr möglich.
  • Kontaktlos bezahlen: Die Revolut Visa Card ist mit NFC ausgestattet, wodurch ihr bequem kontaktlos und Beträge bis 25€ sogar ohne PIN-Eingabe bezahlen könnt.
  • Google Pay: Ihr könnt eure Mastercard oder Maestro in Google Pay auf eurem Android-Smartphone hinterlegen und so bequem mit eurem Smartphone bezahlen.

So bekommt ihr die 1. Karte kostenlos & versandkostenfrei

Normalerweise schenkt euch Revolut die einmalige Gebühr für die 1. Karte, jedoch müsst ihr 5,99€ Versandkosten nach Deutschland bezahlen. Wollt ihr euch die Versandkosten sparen, müsst ihr hier auf Zum Deal klicken und anschließend auf der Landingpage eure Handynummer eingeben:

Normalerweise schenkt euch Revolut die einmalige Gebühr für die 1. Karte, jedoch müsst ihr 5,99€ Versandkosten nach Deutschland bezahlen. Wollt ihr euch die Versandkosten sparen, müsst ihr hier auf Zum Deal klicken und anschließend auf der Landingpage eure Handynummer eingeben:

Anschließend erhaltet ihr eine SMS mit dem Download-Link für die App:

Revolut App Download SMS
Link für den Download der App per SMS

Ladet die App herunter, registriert euch (wichtig: hier die gleiche Handynummer verwenden), durchlauft die Verifizierung und ladet eurer neues Revolut-Konto mit mindestens 10€ per Kreditkarte oder Banküberweisung auf. Anschließend (bei der Banküberweisung müsst ihr 1-2 Werktage warten) könnt ihr euch in der App unter Karten über das + eine physische Karte aussuchen. Hier müsst ihr euch zwischen einer Visa oder einer Maestro-Karte (Debitkarte, mit besserer Akzeptanz in Deutschland) entscheiden. Anschließend sollten für den Standardversand keine Kosten anfallen:

Revolut App keine Versandkosten
Keine Versandkosten für eure erste physische Karte

Falls ihr Probleme habt, hier ein paar Lösungsmöglichkeiten:

  • Gebühr für 1. Karte wird erhoben: Wird für die erste physische Karte eine Gebühr verlangt, kann das daran liegen, dass ihr bereits eine virtuelle Karte angelegt habt. Löscht die virtuelle Karte einfach vorübergehend und die erste physische Karte sollte jetzt kostenlos sein.
  • Versandkosten werden verlangt: Wenn die 1. Karte zwar kostenlos ist aber für den Standardversand, 5,99€ Versandkosten angezeigt werden, habt ihr einen Fehler in dem Anmeldeprozess gemacht. Wahrscheinlich habt ihr dann die App direkt aus dem App Store geladen und vorher nicht eure Handynummer auf der Landingpage eingegeben. Leider müsst ihr dann in den sauren Apfel beißen oder ihr wartet bis Revolut eine Aktion für Bestandskunden hat, wodurch ihr die Karte ohne Versandkosten bestellen könnt. Diese Aktionen gibt es leider recht unregelmäßig.

Funktionen der App

Revolut setzt voll und ganz auf ihre App für iOS und Android. Sie wird regelmäßig mit neuen Features versehen:

  • Push Notifications: Bei jeder Transaktion erhaltet ihr über die Revolut-App automatisch eine Nachricht auf euer Smartphone. Die Benachrichtigungen erfolgen extrem schnell und auch sehr zuverlässig. So könnt ihr ggf. direkt auf einen Missbrauch der Karte reagieren und habt auch immer den Überblick über eure Geldein- und ausgänge.
  • Konto aufladen: Aktuell könnt ihr euer Revolut-Konto per Kreditkarte (per Visa/Mastercard und in der lokalen Währung ohne Gebühren!) oder Überweisung aufladen. Was bisher fehlt die das Aufladen des Kontos per Lastschrift. Außerdem könnt ihr euer Konto auch automatisch Aufladen lassen, wenn der Kontostand z.B. 50€ unterschreitet.
  • Wechselkurs anzeigen: Unter Mehr -> Kurse könnt ihr euch den aktuelle von Revolut verwendeten Wechselkurs und dessen Verlauf anzeigen lassen. Auch ein Umrechner und ein Alarm, um einen möglichst günstigen Wechselkurs nicht zu verpassen, z. B. wenn man größere Summen verschicken will, sind nette Funktionen.
  • Währungen tauschen: In der App könnt ihr beliebig euer Guthaben in andere Währungen tauschen. Das klappt ohne Gebühr, aber zum Wechselkurs von Revolut.
  • Kartenfunktionen verwalten: NFC, Abhebungen an Geldautomaten, Magnetstreifen, Online-Zahlungen können gezielt und einzeln deaktiviert werden
  • Geo-Blocking: Über die App könnt ihr euren aktuellen Standort mit Revolut teilen und euch vor möglichen betrügerischen Transaktionen bewahren. Alles optional – kein Muss.
  • Sparkonten: Ihr könnt euch bestimmte Ziele setzen und als Valet, ähnlich einem Sparkonto, anlegen. Zum Beispiel könnt ihr eine Urlaubskasse anlegen, in der ihr 300€ sparen könnt. Anschließend könnt ihr immer selber etwas Geld in den Tresor legen oder Revolut damit beauftragen jede Zahlung/Überweisung aufzurunden und das „Kleingeld“ in den Tresor zu packen. Zinsen gibt es auf die Sparkonten aber leider nicht.
  • Ausgabelimit: Für jede Karte könnt ihr ein eigenes monatliches Limit festlegen.
  • Budget festlegen: Ihr könnt ein monatliches Budget für bestimmte Ausgabe-Kategorien, z. B. Lebensmittel, festlegen. Revolut informiert euch, wenn das Limit bald erreicht ist.
  • Überweisung: Ihr könnt von eurem Revolut-Konto SEPA-Überweisungen durchführen. Auch Daueraufträge sind möglich.
  • Zahlung per Link anfordern: In der App könnt ihr einen Link generieren, über den ihr Geld von einer Person anfordern könnt. Diese kann den von euch festgelegen Betrag dann per Kreditkarte (Mastercard oder Visa) bezahlen.
  • Geld per Link senden: Gleichzeitig könnt ihr auch einen Link generieren, um einer Person Geld zu senden. Diese muss kein Revolut-Konto besitzen, sondern kann einfach ihre Bankdaten angeben.
  • Geld von/an Revolut-Nutzer in meiner Nähe senden: Ebenfalls ein praktisches Feature ist die Möglichkeit, Geld an Revolut-Nutzer in der Nähe zu senden. Dafür muss bei beiden Geräten die Funktion aktiviert sein und die Personen müssen sich in der Nähe befinden (wird über die Standort-Funktion ermittelt). Vor allem um z. B. eine Rechnung im Restaurant schnell zu teilen, ein sehr praktisches Feature.

Nachteile

Jede Kreditkarte hat – wie jedes Finanzprodukt – auch Nachteile. Überlegt euch allerdings, welche Ansprüche ihr an so eine Karte tatsächlich habt:

  • App-Zwang: Selbst für die Kontoeröffnung benötigt ihr die Revolut-App für iOS oder Android. Ein Webinterface gibt es nicht. Fällt die App aus, könnt ihr zwar weiterhin mit der Karte bezahlen, aber alle anderen Funktionen sind nicht verfügbar, z. B. Aufladen des Kontos.
  • Kein Verfügungsrahmen: Es handelt sich bei der Kreditkarte um eine reine Prepaid-Kreditkarte. Ihr könnt nur über das Geld verfügen, das tatsächlich auf eurem Revolut-Konto liegt.
    Vor allem Autovermieter und zum Teil auch Hotels haben ein Problem damit. Sie akzeptieren häufig ausschließlich echte Kreditkarten, um die Kaution zu hinterlegen.
  • Eigener Wechselkurs: Offiziell sagt Revolut, sie verwenden stets den bestmöglichen Wechselkurs. Bei Stichproben liegt der wirklich sehr nah an den Referenzwechselkursen der Europäischen Zentralbank. Trotzdem hat Revolut die volle Kontrolle und kann ggf. Aufschläge erheben. Aktuell wird das an Wochenenden gemacht:
  • Wechselkurs wird am Wochenende eingefroren: Freitag 23:59 Uhr UTC werden die Wechselkurse bei Revolut eingefroren und um sich vor Währungsschwankungen zu schützen werden je nach Währung zwischen 0,5-2,0% auf den Wechselkurs draufgeschlagen. Der Wechselkurs lässt sich aber jederzeit in der App einsehen.
  • Probleme mit Lastschriften: Wegen der britischen IBAN (beginnt mit GB, statt DE) kann es zu Problemen mit Lastschriften kommen. Von einigen Händlern wird die GB-IBAN nicht akzeptiert.
  • Keine Erstattung von Fremdgebühren: Hebt ihr in vielen Ländern Bargeld ab, wird von dem Automatenbereiber häufig eine eigene Gebühr erhoben. Die Santander erstattet diese Gebühr auf Antrag für Inhaber der 1Plus Visa. Revolut tut dies nicht.
  • Startup: Was man auf keinen Fall vergessen sollte ist, dass Revolut ein Startup ist! Aktuell wird für den Großteil der Dienste keine Gebühr erhoben und gleichzeitig sind mittlerweile über 300 Millionen Dollar an Kapital in Revolut geflossen. Irgendwann wollen die Investoren Gewinne sehen und das wird bei dem aktuell Kurs auf jeden Fall sehr schwierig. Deswegen muss man davon ausgehen, dass in Zukunft Leistungen gekürzt und Gebühren eingeführt werden. Bestes Beispiel dafür ist das deutsche Startup N26 (früher Number26). Am Anfang gab es auch so gut wie keine Gebühren und mittlerweile wurde vor allem das Abheben von Bargeld eingeschränkt und ist nicht mehr ohne Limit kostenfrei.
  • Keine eigene Banklizenz: Im Gegensatz zu N26 hat Revolut noch keine eigene Banklizenz. Es hat zwar eine in Litauen beantragt, genehmigt ist sie jedoch noch nicht. Als Kunde müsst ihr euch darauf einstellen, dass alle ausgegeben Kreditkarten ausgetauscht werden müssen und sich auch die persönliche IBAN ändern wird, wenn Revolut eine eigene Lizenz erhält.
  • Keine Filialen: Als Internet-Bank betreibt Revolut natürlich keine Filalien. Den gewohnten Komfort, dass euch der Bankberater persönlich kennt, wird man auf jeden Fall verlieren.
  • American Express wird nicht unterstützt: Leider kann man Revolut nur mit einer Visa oder Mastercard (oder per Überweisung) aufladen. American Express wird derzeit nicht unterstützt.

Vorteile der Premium-Variante

Revolut versucht mit einer Premium-Variante, Geld zu verdienen. Dabei erhält man für 7,99€ pro Monat im Jahresvertrag (= 95,88€ pro Jahr), oder 82€ bei jährlicher Bezahlung, zusätzliche Vorteile:

  • 400€ pro Monat kostenfrei abheben: Das Limit für den kostenlosen Bargeldbezug pro Monat wird verdoppelt. Statt 200€/200₤ könnt ihr 400€/400₤ ohne Gebühren aus dem Geldautomat ziehen.
  • Kein Limit beim Geldwechseln: Statt maximal 5.000€/5.000₤ pro Kalendermonat könnt ihr unbegrenzt Geld in andere Währungen wechseln.
  • Auslandsreisekrankenversicherung: Inklusive ist eine Auslandsreisekrankenversicherung. Allerdings nach britischem Recht und mit einer Selbstbeteiligung von 75₤ (ca. 85€) im Schadensfall. Vergleichbare Versicherungen bekommt man in Deutschland ab 10€/Jahr.
  • Kostenlose Kartenlieferung: Statt 5,99€ Versandkosten liefert euch Revolut eine Karte kostenfrei innerhalb von drei Tagen weltweit.
  • Virtuelle Einmalkarte: Man kann sich eine virtuelle Einmalkarte in der App hinterlegen wo sich nach jeder Zahlung die Kartennummer ändert. Praktisch wenn man bei dubiosen Onlineshops einkaufen möchte – aber auch umständlich, jedes Mal eine neue Kartennummer einzugeben.

Die Frage ist ob sich die Jahresgebühr wirklich für diese Vorteile rentiert. Das kostenlose Produkt ist bereits sehr umfangreich und viele Vorteile hätte man sicherlich in die Premium-Variante packen können. Vielleicht kommt das ja noch.

Fazit

Revolut ist wirklich eine sehr umfangreiche Prepaid-Kreditkarte und zudem noch kostenlos. Vor allem, da es viele Features so nur bei Revolut gibt, macht das Produkt sehr interessant.

Ein Knackpunkt ist allerdings die Prepaid-Kreditkarte. Bei der Anmietung von Mietwagen und zum Teil auch Hotels werden zum Teil echte Kreditkarten mit Verfügungsrahmen als Sicherheit erwartet. Die Aussicht, dass wegen der eigenen Banklizenz alle Karten und Nummern getauscht werden müssen, sorgt für einen faden Beigeschmack.

Außerdem solltet ihr euch die Frage stellen, ob Revolut auf Dauer den aktuellen Standard wahren kann oder, ob nicht irgendwann Abstriche gemacht werden müssen, um Geld zu verdienen. Allerdings spricht kaum etwas dagegen, das Produkt jetzt zu testen. Dafür mein Girokonto bei meiner Bank in Deutschland aufgeben würde ich persönlich aber nicht.

Alternativen

Zwar sind Währungskonten und die umfangreiche App gute Argumente für Revolut, trotzdem ist die Karte sicherlich nicht für alle perfekt. Wer nur eine gute und kostenlose Karte für die Reise sucht und das zudem noch bei einer Bank aus Deutschland, hat folgende gute Alternativen:

  • Barclaycard Visa: Die Barclaycard Visa ist ganz neu auf dem Markt und ist die fast perfekte Reisekreditkarte: Dauerhaft ohne Jahresgebühr, 0% Auslandseinsatzgebühr und auch auf Gebühren für Bargeldabhebungen wird verzichtet. Einziger Knackpunkt: Nur automatische Teilzahlung möglich.
  • N26 inkl. Mastercard: Ein sehr ähnliches Konzept wie Revolut verfolgt das Startup N26. Alles wird über die App verwaltet und es gibt keine Fremdwährungsgebühren. Allerdings hat N26 mittlerweile das Abheben von Bargeld auf drei Abhebungen innerhalb Deutschlands beschränkt.
  • Santander 1Plus Visa: Im Gegenzug zu Revolut & N26 gibt die Santander Bank mit der 1Plus Visa eine echte Kreditkarte mit Verfügungsrahmen aus. Außerdem wird auf alle Auslands- und Bargeldabhebungsgebühren verzichtet und Fremdgebühren beim Abheben von Bargeld werden sogar erstattet. Allerdings gibt es einige Punkte über die man Bescheid wissen sollte!
  • DKB-Cash inkl. Visa: Die DKB ist eine der Vorreiter in im Thema Direktbank. Zwar erhält man die besten Bedingungen nur als Aktivkunde, dafür sind Änderungen an den Leistungen der Karte in naher Zukunft unwahrscheinlich.

Johannes

Ich habe 2010 Travel-Dealz gegründet und schreibe seit dem täglich über die neusten Reiseschnäppchen. Seitdem ich 17 bin, suche ich nach Wegen so günstig wie möglich zu fliegen. Mit meinem Wissen versuche ich Dir genau das selbe zu ermöglichen. Wenn du eine Frage hast kannst du dich jederzeit an mich wenden! Schreib mir einfach eine Email an: Johannes@Travel-Dealz.de Bitte aber nicht mit einem Reisebüro verwechseln.
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Kommentare (18)

  1. Kostet das Aufladen per Kreditkarte Gebühren ?

    Und – wenn man eine M&M KK für das Topup ersetzt, erhält man dafür M&M Punkte ?

    Antwort

  2. Scheinbar werden nur für jede Aufladung mit einer Kreditkarte Gebühren erhoben. Das zeigt auf die App so beim Aufladevorgang an. Beil kleinen „i“ ist dann zu lesen: „Wenn du dien Revolut Konto mit einer Kreditkarte auflädst, fällt eine geringe Gebühr an“

    Antwort

  3. Revolut berechnet Gebühr ohne Vorabinformation. Ich habe über die Limit von €30000,00 von Kreditkarte aufgeladen. Es wurde mir gesagt, dass ich jetzt ohne Limit aufladen kann. Plötzlich wurde mir beim Aufladen über €32,00 als Gebühr für €2500,00 berechnet. Beim Chat mit Revolut habe ich gefragt, warum mir hier diese Gebühr berechnet wurde. Die haben gesagt, das ist eine Corporate Kreditkarte, keine private Kreditkarte,deshalb wurde Gebühr berechnet. Ich habe extra einen Screenshot geschickt, dass es beweist, dass meine Kreditkarte eine private Karte ist. Sie haben geschrieben, trotzdem wird diese Karte als Corporate Card definiert. Seitdem benutze ich das Konto nicht mehr. Die Geschäftspraxis ist nicht transparent.

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  4. Ich hab mich sogar mit Führerschein registriert. Ob das so noch geht, müssen andere bestätigen. Dennoch: hatte bisher keine Probleme, nutze das Konto aber auch nur auf der Seite und nicht als Hauptkonto.

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  5. Hallo zusammen, große Vorsicht bei der Nutzung der Revolut Kreditkarte. Diese schaffte ich mir extra an für einen guten Kurs bei Zahlungen, die nicht in Euro sind. Bei Kleinbeträgen nehme ich der Einfachheit lieber die DKB Visa, aber für 193.200 Koreanische Won (KRW) lud ich das Revolut-Konto auf und zahlte mit deren Mastercard.

    In diesem Fall sollten es etwa 148,xx Euro sein, je nach Schwankung. Laut deren Support wird ein Interbanken-Kurs angewandt, der zum Zeitpunkt der Zahlung aktuell ist. Abgerechnet wurden 152,26 Euro, das sind 2,6% mehr als der Kurs, der über XE.com oder Google zum Zeitpunkt der Zahlung zu recherchieren ist. Sensationell schlecht.

    Der Support redete sich erst heraus mit, dass man von EUR in KRW rechnen müsse, statt KRW in EUR. Was de facto keinen Unterschied macht. Später schoben Sie es erst auf Morning Star als Kurs-Quelle ab, dann auf „externe Faktoren“, dann auf mich: Ich solle halt dann zahlen, wenn mir die Rate passt. Was in diesem Fall einerseits nicht möglich war, weil ich am Wochenende etwas kaufte und es Montag zu Arbeitsbeginn in Korea belastet wurde, also 1:50 Uhr deutscher Zeit.
    Andererseits zeigt selbst der eigene Revolut-Chart im betreffenden Zeitraum einen Tiefstwert von 1300,7000 an, was einem maximalen Zahlbetrag von 148,54 Euro entspricht. Selbst wenn man deren Preisliste heranzieht, dass es bei schwachem Handel 0,5-2% extra kosten kann, sind wir bei max. 151,51 Euro.
    Berechnet wurden wie gesagt 152,26 Euro.

    Fazit: Finger weg, vor allem, wenn Ihr eine andere Karte ohne Auslandsentgelt habt. Dort wird zum Tageskurs abgerechnet, ohne Schwankungen, die hier offensichtlich allein in der Welt von Revolut existieren und in keiner Weise nachvollziehbar sind.

    Screenshots dazu: https://i.imgur.com/mPeNwvv.jpg

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  6. Gutes Konzept, leider funktioniert der geschilderte Weg der kostenlosen Anmeldung nicht. Der SMS-Download Link kommt nicht. Weder mit einer irischen Nummer noch mit einer deutschen Nummer.
    Wenn man das Problem mal googelt, sieht man das das Problem der ausbleibenden SMS seit über einem Jahr akut und ungelöst ist.
    Schade, wieder eine gute Idee die an mangelnder Kompetenz und mangelndem Problemlösungswillen scheitert.

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  7. Seit Anfang des Jahres gibt es in der kostenlosen Variante nur Visa und Maestro, aber keine Mastercard mehr. Wollte zu meiner Santander 1plus Visa eine Mastercard als Backup auf Reisen, das fällt so leider weg.

    Antwort

  8. Ist das eine ganz normale „Master Credit Card“, oder hat man bei der Flugbuchung bei manchem Portal Vorteile, weil es eine „Debit Card“ ist und es damit Rabatt bei der Zahlung gibt…?

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  9. Ein „nettes“ Schlupfloch für jene, die eine Kontopfändung am Hals haben. Eine Pfändung auf einem britischen Konto durchzusetzen ist verlorene Liebesmüh. Ergo: Als Gläubiger rennst du deinem Geld bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag hinterher. Ich spreche leider aus Erfahrung.

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  10. Ich habe die Revolut-Lösung nun schon seit ca Anfang Jahr. Von April bis Juni habe ich 11 europäische Länder bereist und die Revolut-Karte war eine treue und gute Begleiterin.
    Speziell toll ist die Funktion der virtuellen Kreditkarte, welche sich nach dem Gebrauch zerstört und durch eine neue Nummer ersetzt wird. So ist Phishing quasi kein Thema mehr, wenn ich auch obskuren Seiten eine Leistung beziehe, bezahle ich mit der virtuellen Karte. Diese Nummer wird nur einmal verwendet. Ich habe das Pro-Package und bezahle ca CHF 90 pro Jahr. Ob diese bei der günstigen Version auch angeboten wird, weiss ich nicht.

    Allerdings habe ich festgestellt, dass ich mit meiner physischen Revolut-Karte an keiner Tankstellen-Säule bezahlen konnte. Ich musste also nach wie vor meine ursprüngliche Karte dabei haben.

    Alles in Allem bin ich sehr zufrieden. Die App-Anwendung funktioniert gut und zeigt innert Sekundenbruchteilen nach der Abbuchung schon den neuen Stand an.

    Ich kann die Karte empfehlen.

    Antwort

  11. Hallo Johannes, die für mich bessere (und einzige wirkliche) Alternative (wenn man den Leistungsumfang beachtet) ist das Transferwise Währungskonto mit der Hello World Mastercard. Besserer Umtauschkurs als bei Revolut und etwas geringere Gebühren beim Geldumtausch bei bestimmten Währungen. (z.B. Thai-Baht). Ich habe jedenfalls nichts gefunden, wo das Revolut-Konto einen Vorteil, geschweige denn ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Transferwise hat.
    Ansonsten möchte ich auchmal Danke sagen für deine vielen Tips und Tricks, die du uns allen hier offenbarst.

    LG Karsten

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