Ist die Flugbuchung über Online-Reisebüro (OTA) sicher & seriös?

Reisebüro

Online-Reisebüros (OTA) gibt es wie Sand am Meer: Expedia, Opodo, Cheaptickets, Flugaden, Travel2Be, Travelgenio und so weiter. Diese Anbieter sind theoretisch zwar halbwegs seriös, jedoch lauern eine Menge Fallstricke. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bucht seinen Flug lieber auf der Website der Airline direkt – oder befasst sich vor der Buchung intensiv mit den jeweiligen Portalen. Wir zeigen die typischen Problematiken auf:

Info

Mit dem Hintergrund der Coronakrise möchten wir Euch noch einmal auf diesen Artikel hinweisen. Sehr viele Passagiere die über einen OTA gebucht habe, erhalten kaum unterstützung. Einige Portale haben sogar ihre Hotlines komplett abgeschaltet.

Unsere Empfehlung: Statt bei der Buchung auf jeden Euro zu achten, sollte man in Zukunft lieber für etwas mehr direkt bei der Airline buchen. Dort ist der Kundenservice zwar auch nicht perfekt aber man kann i.d.R. deutlich unkomplizierter seinen Flug umbuchen oder das Geld erstatten lassen.

Die Flugindustrie hat sich in den vergangenen Jahren drastisch entwickelt: Passagiere erwarten immer mehr Leistung für immer weniger Geld, die Recherchemöglichkeiten für Kunden haben sich dank Google Flights & Co. massiv verbessert. Gleichzeitig zahlen Airlines den Reisebüros in aller Regel keine Provision mehr für die Vermittlung der Flüge. Klassische Offline-Reisebüros bitten stattdessen die Kunden zur Kasse. Bei Online-Reisebüros ist dies anders. Sie wissen, dass sie in Metasuchmaschinen (= Preisvergleichswebsites) wie Momondo, Skyscanner, Idealo und Co. nur wahrgenommen werden, wenn ihr Preis unter dem der Airlines liegt.

Bedeutet: Online-Reisebüros zahlen beim Flug nicht selten aus eigener Tasche drauf, nehmen Verlust in Kauf, um euch den besten Preis zu bieten. Ihr Geld verdienen sie anderweitig:

Preissuchmaschinen nutzen: Preise niedriger!

Vermeidet es, die Websites von Onlinereisebüros direkt aufzurufen und dort nach Flügen zu suchen. Nutzt stattdessen lieber eine sogenannte Metasuchmaschine! Dabei handelt es sich um eine Preisvergleichs-Website, die für euch die preiswerteste OTA herausfindet. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass ihr tatsächlich das günstigste Onlinereisebüro findet – nein, manche OTAs schlagen nochmal eine ordentliche Summe drauf, wenn ihr direkt über deren Websites sucht! Das OTA Cheaptickets schlägt bei unserer Beispielverbindung gut 20€ drauf, wenn ihr nicht über den Idealo-Preisvergleich geht:

Bekannte Preissuchmaschinen sind Momondo, Idealo, Skyscanner oder Kayak. Momondo ist schnell, bietet umfassende Filteroptionen und bildet Zahlungsgebühren und Rabatte ab. Idealo hat eine etwas langsame und nervige Benutzeroberfläche, liefert dafür aber nicht selten die niedrigsten Preise. Und bei Skyscanner werden oft Tarife angezeigt, die andere Metasuchmaschinen gar nicht abbilden können, weil sie z. B. nur bei Buchung über die Airline-Website selbst verfügbar sind.

Zahlungsgebühren & Rabatte bei bestimmten Zahlungsmethoden

Seit Anfang 2018 ist es in der EU verboten, für bestimmte Zahlungsmittel (z. B. Kreditkarten, Paypal, Lastschrift) ein Entgelt zu erheben. Bedeutet: Eigentlich müsstet ihr die gewünschte Reise zu ein und dem selben Preis erhalten, egal ob ihr per Bankeinzug, MasterCard oder was auch immer bezahlt. Mittlerweile halten sich an diese Regel auch so gut wie alle Online-Reisebüros. Aber – manche haben sich schon etwas neues einfallen lassen:

Das Onlinereisebüro Opodo wirbt für einen Flug von Köln nach London mit einem günstigen Preis von 48€ für Hin- und Rückflug. Doch das böse Erwachen kommt beim Bezahlen: Der Preis von 48€ ist nur dann verfügbar, wenn ihr eine ViaBuy MasterCard einsetzt. Sobald man eine andere Kreditkarte eingibt, wird der Rabatt in Höhe von knapp 25€ gestrichen und der Flug kostet auf einmal 72€. Vorher wird dem Kunden aber nur der günstige Preis angezeigt.

Das Problem ist hier, dass speziell für eine Zahlungsvariante ein Rabatt gewährt wird und nicht für die anderen Zahlungsmethoden eine Gebühr verlangt wird. Meiner Meinung nach ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Praxis gerichtlich verboten wird. Die Flugsuchmaschine Momondo berücksichtigt (theoretisch) solche Rabatte und sollte euch gleich den korrekten Endpreis anzeigen.

Aufschlag für Airline-Zusatzleistungen

Airlines bieten vielerlei Zusatzleistungen an, zum Beispiel Sitzplatzreservierungen oder Aufgabegepäckstücke. Bucht ihr diese Leistungen über OTAs, erheben diese gerne Zusatzgebühren dafür. Für einen Flug von München nach Hamburg möchte die Lufthansa auf ihrer Website pro Strecke 15€ für ein 23 kg Gepäckstück, für Hin- und Rückflug also 30€. Buchen wir die selbe Reise über Seat24 und wollen hier ein Gepäckstück hinzufügen, werden plötzlich 78€ fällig!

Seat24 Gepaeckbuchung
Dreist: 78€ statt 30€ für das Aufgabegepäckstück

Gleiches gilt auch z. B. für Sitzplatzreservierungen. Hier schlägt Seat24 pauschal 10€ auf den Preis von Lufthansa. Die regulären Plätze kosten auf LH.com 10€, bei Seat24 werden 20€ fällig.

Kosten bei Umbuchung & Storno

Bucht ihr über ein Reisebüro, ist dieses auch dann verantwortlich, wenn ihr den Flug ändern wollt, sprich umbuchen oder stornieren. Online-Reisebüros lasen sich diese Leistungen in der Regel gut bezahlen – zuzüglich zu den Umbuchungs-/Stornogebühren der Airlines verlangen sie eigene Bearbeitungsgebühren. Beispielsweise werden bei Flugladen laut den AGBs zusätzlich zu den Kosten der Airline mindestens 55€ „Service Fee“ fällig:

Die Abwicklung einer Änderung oder Stornierung einer bestätigten Buchung via Flugladen.de […] stellt eine zusätzliche Dienstleistung dar, die der Kunde freiwillig in Anspruch nehmen kann. Diese Dienstleistung gilt als erbracht, wenn eine Änderung oder Stornierung durch Flugladen.de erfolgt ist. Die Servicefee für die erbrachte Dienstleistung beträgt 55 Euro pro Person, maximal jedoch 110 Euro pro Buchung. Die Servicefee wird selbstverständlich nicht erhoben, sofern eine Umbuchung oder Stornierung eines Fluges wegen schuldhaften Verhaltens von Flugladen notwendig war.

Flugladen.de AGB 5.4 Abwicklung via Flugladen.de

Ebenfalls wird eine Bearbeitungspauschale erhoben, wenn ihr für nicht genutzte Flüge Geld (in der Regel die Steuern) zurückholen wollt und dazu Flugladen beauftragt. Hier werden 25€ fällig. Dreist: Ihr erhaltet die Rückforderung nicht ausbezahlt, sondern nur einen Gutschein:

Der Kunde ermächtigt Flugladen, für von ihm nicht genutzte Flugtickets – auch für nicht genutzte Teilstrecken – im Namen des Kunden […] – eine Rückerstattung von der Fluggesellschaftzufordern. […] Im Anschluss an eine erfolgreiche Geltendmachung der Rückforderung bei der Fluggesellschaft, übermittelt Flugladen dem Kunden einen Gutschein in Höhe des Wertes der Rückerstattung abzüglich der geltenden Servicefee (€ 25 pro Flugticket). […]

Flugladen.de AGB 5.5 Ermächtigung zur Regulierung von refund-Forderungen

Natürlich könnt ihr auch versuchen, den Flug direkt bei der Airline umzubuchen oder zu stornieren. Doch dies funktioniert bei OTA-Buchung häufig nicht, da die Airlines an das entsprechende Reisebüro verweisen. Wer auf Nummer sicher gehen will, bucht also lieber direkt bei der Airline! Diese erheben meist auch – vor allem bei günstigen Ticket – eine Umbuchungs- oder Stornogebühr, jedoch entfällt die Bearbeitungsgebühr der Reisebüros!

Info

Selbst in der aktuellen Situation, in der fast alle Airlines sehr kulante Regelungen für Umbuchungen oder Stornierungen eingeführt haben, stellen übrigens viele OTA auf stur und verlangen weiterhin ihre Bearbeitungsgebühren. Somit ist gerade jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, um durch den Kauf eines Tickets bei einem Onlinereisebüro ein paar Euro zu sparen. Lieber direkt bei der Fluggesellschaft buchen und sich zusätzlichen Ärger ersparen.

Tickets werden nicht direkt ausgestellt

Viele Online-Reisebüros stellen die Flugtickets nicht unmittelbar zum Zeitpunkt eurer Buchung aus. Nicht selten kommt es vor, dass Mitarbeiter erst Stunden nach eurer „Anfrage“ ihr Reservierungssystem bemühen und manuell die Buchung durchführen. Beispielsweise findet sich in den AGB von Flugladen folgender Hinweis:

Es kann vorkommen, dass auf der Website von Flugladen (Kombinationen von) Fluggesellschaften angeboten werden, für welche keine elektronischen Tickets ausgestellt werden können. Nicht alle Fluggesellschaften haben eine Ticketing-Vereinbarung miteinander oder eine IATA-Lizenz.

Das bedeutet: Es könnte dauern, bis ihr die E-Tickets per Email zugeschickt bekommt und/oder im schlimmsten Fall ist zum Zeitpunkt der Buchung der gewünschte Preis bzw. Platz im Flieger schon weg und die OTA wird euch bezüglich Alternativen kontaktieren müssen. Besonders bei Tarifen die nur kurz verfügbar sind oder bei Error Fares kann dies natürlich sehr ärgerlich sein.

Habt ihr per Sofortüberweisung bezahlt, kann es mehrere Tage dauern (und sind Fälle bekannt, wo es bis zu 10 Tage gedauert hat), bis der OTA euch das Geld zurück auf euer Konto überwiesen hat.

Auch hier hilft: Bei den Airlines direkt buchen oder eine OTA bemühen, bei der die Tickets unverzüglich automatisch eingebucht werden, zum Beispiel Expedia.

Versicherungen und Zusatzangebote versprechen zu viel

Typischerweise versuchen die Online-Reisebüros, euch bei der Buchung eine Menge Versicherungen und eigene Zusatzleistungen aufzuquatschen, von der Gepäckversicherung bis zum 24-Stunden-Spezialservice. Doch hier ist Vorsicht geboten: Häufig sind diese Leistungen zu teuer, versprechen zu viel oder sind einfach nicht sinnvoll.

Beispielsweise verspricht uns Travelstart ein „Flexibles Tickets“ für gerade einmal 22€ Aufpreis. Klingt zu schön um wahr zu sein. Aber wie kann das sein? Lufthansa selbst bietet für den selben selben Flug sein tatsächlich flexibles Ticket (= kostenlos umbuchbar zzgl. eventueller Tarifdifferenz) für einen Aufpreis von knapp 120€ an.

Flexibles Ticket für 22€ Aufpreis – wirklich?

Natürlich bedeutet es bei OTA nicht, dass ihr euer Ticket ändern und stornieren könnt wie ihr lustig seid und euch dadurch keine bzw. nur geringe (Tarifdifferenz) Extrakosten entstehen. Aus dem Kleingedruckten geht hervor, dass mit einem flexiblen Ticket lediglich die Servicegebühr von Travelgenio entfällt. Die Umbuchungsgebühren und Steuern der Airlines – die bei günstigen Tickets ja doch recht hoch sind – fallen weiterhin an. Auch hier hilft: Einfach direkt bei der Airline buchen oder jede Aussage hinterfragen.

Beliebt sind auch Reiserücktrittsversicherungen, die versprechen, man könne problemlos von der Reise zurücktreten, zum Beispiel bei Travel2Be:

Travel2Be Reiseruecktrittsgarantie Plus
Aus egal welchen Gründen – wirklich?

Tatsächlich: Der Grund für die Storno der Reise scheint Travel2Be wirklich egal zu sein. Allerdings muss es halt auch irgend einen plausiblen Grund geben, wie aus dem Kleingedruckten hervorgeht. Diesen Grund müsst ihr auch schriftlich und mit Nachweisen (z. B. Bescheinigung des Arbeitgebers, dass ihr doch arbeiten müsst) per Post oder Fax an die OTA schicken. Zudem wird nicht der volle Reisepreis rückerstattet, sondern nur 85% des Fluges, abzüglich Bearbeitungsgebühr (30-50€), abzüglich der Kosten für die Reiserücktrittsgarantie (35€) und abzüglich aller Zusatzleistungen sowie Verwaltungsgebühren. Bei günstigen Flügen dürfte da nicht viel übrig bleiben.

Sehr häufig könnt ihr mit separat – nicht über OTA – gebuchten Versicherungen deutlich sparen, wie unser Ratgeber zeigt:

Fazit

Wenn ihr wisst, was ihr tut, könnt ihr bei Buchung über Onlinereisebüros tatsächlich sparen. Die Ersparnis ist aber in der Regel nur dann gegeben, wenn ihr zunächst Metasuchmaschinen wie Momondo bemüht und keinerlei Zusaltzleistungen hinzubucht. Wollt ihr beispielsweise ein Gepäckstück zusätzlich aufgeben, ist die Buchung über die Airline-Website meist günstiger. Zudem solltet ihr nicht vorhaben, euer Ticket umzubuchen oder zu stornieren – das lassen sich OTAs gut bezahlen und ist nicht selten mit viel Stress verbunden!

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Kommentare (36)

  1. und warum erwähnt ihr mit keinem Wort, dass klassische Reisebüro? Anstatt immer online, könnte man für geringes Service Entgelt Arbeitsplätze unterstützen und einen Top Service erhalten. Viele diese Reisebüros akzeptieren auch Buchungen via Facebook und Messenger und haben nicht nur von 9-5 offen, sondern komplett andere Öffnungszeiten.
    Ich hab innert nützlichster Frist alle Kunden heimgebracht und helf nun den weiter die mit OTAS gebucht haben. Das Problem aber die melden sich erst jetzt bei mir wo es kaum Verbindungen mehr gibt und ich nicht mehr viel helfen kann.
    Manchmal ist halt ein Travel Agent gold wert. Was die momentan leisten obwohl ihr Gehalt extrem tief ist, ist einfach nur Spitze. Ein Dank in diesem Sinne an all meine Branchenkollegen.

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    • Hallo Barbara,

      wir empfehlen für komplizierte Fälle immer auch gerne spezialisierte Reisebüro. Einen Flug von Düsseldorf nach Berlin kann auch jeder Online buchen.

      Leider haben wir aber auch die Erfahrung gemacht, dass viele lokale Reisebüros hauptsächlich Pauschalreisen verkaufen und kaum Fachwissen im Bereich Flüge haben. Vor allem bei komplizierten Routings oder bei der Beratung zu First & Business Class Produkten kann man da kaum Hilfe erwarten. Das gilt ausdrücklich nicht für alle Reisebüros aber, wenn ich in meiner Umgebung an den Schaufenstern vorbeilaufen finde ich da i.d.R. nur Angebote für Pauschalreisen und so gut wie nie für Flüge.

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      • Braucht ein Reisebüro ein Schaufenster? Also in der Schweiz gibt es viele Reisebüros die haben das nicht mehr, braucht es auch nicht. Ich arbeite als Reisebüro Inhaberin von zu Hause, kein Büro, kein Schaufenster nichts. Sondern Fachkompetenz und Know How. Es gibt einige die auf Flugtarife spezialisiert sind und eine Ahnung davon haben was abgeht. Hätte ich ein Schaufenster würde ich auch keine Flugpreise reinhängen, weil die bereits beim Druck veraltet sind. Das war früher als man mit billig Tickets locken konnte. Heute verändert sich alles so schnel…. Aber man darf mal nachfragen, gerade wenn ein Reisebüro noch Firmenkunden hat, darf man davon ausgehen, dass die von Flugtarifen eine Ahnung haben.

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  2. Teils sind OTAs günstiger, gerade wenn man mit einer bestimmten Kreditkarte zahlt. Man kann also schon sparen.
    Aber wenn man die Hotline doch mal braucht ist man verlassen.
    Bei einem Japan Flug erlebt. BA streicht Rückflug nach Düsseldorf. Mehrmals mit BA Hotline und eDreams Hotline telefoniert (beide mit langen Wartezeiten).
    Es gab widersprüchliche Aussagen, wer (OTA oder Airline) unter welchen Bedingungen umbuchen kann. Und Umbuchen sollte nur gegen Aufpreis gehen, obwohl die Airline den Flug storniert hatte.

    Mein Fazit: Nur Premium Airlines buchen (Miles and More war viel besser erreichbar als British Airways) und dann am besten direkt bei der Airline.

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  3. Ich kann auch leider nur das schlimmste über Travel2be berichten. Ticket zwar ausgestellt aber die Airline ändert die Abflugzeit. Ich darf selbstverständlich das Ticket nicht stornieren und mein Geld zurückbekommen. Schlimmer aber: um das Ticket neu aufzustellen verlangt Travel2be 20€ Gebühren bei mir. Sonst würden die kein neues Ticket ausstellen und ich würde nicht reisen können. Diebstahl. Ein Anruf bei Amex (zum Glück hatte ich diese Karte benutzt) – Charge back beantragt, nach 14 Tagen Geld zurück da das Reisebüro bei denen auch nicht gemeldet hatte. Ab diesem Zeitpunkt bekomme ich doch wieder Emails von Travel2be, das vorher untergetaucht war… Um mich zurückzuerstatten müsste ich mein Claim bei Amex zu machen… Und die haben gedacht, dass ich dumm genug wäre, um dies zu tun. Das Geld ist jetzt zurück auf meinem Konto, Travel2be hat doch das Ticket stornieren können… und einen Kunden für immer verloren. Die gehören zur Travelgenio Gruppe aus Madrid! Finger weg!

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  4. Charge Back – ich habe es insgesamt 8 mal versucht (Amex, LBB, DKB) immer das gleiche – machen wir nicht.
    Hat schon einmal jemand was wiederbekommen – hänge jetzt mit 1500 Euro bei Emirates (Flug storniert – Geld kriegen Sie nicht zurück) und 5500 Euro bei Air New Zealand (gebucht über Cube – da war die Aussage – warten Sie mal 12 Wochen – toll für ein Reisebüro)

    Also mein Fazit: Ob OTA oder Airline oder Reisebüro – wenn es hart auf hart kommt zahlt keiner

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  5. Ich kann nur sagen, dass es insbesondere in solchen Momenten einfach nur Vorteile hat in einem guten stationären Reisebüro gebucht zu haben, anstatt online oder bei der Airline selbst. Während meine Reisekollegen in Australien alle die Panik erfasste, da man keinen Ansprechpartner mehr erreichte, konnte mir sofort geholfen werden. Ich bin wieder hier. Selbst wenn es vorab überhaupt etwas mehr gekostet hat, dann war es dieser Mehrwert ganz klar wert. Daher verstehe ich es nicht, dass es oft bei Flügen oder Reisen nur darum geht den ein oder anderen Cent zu sparen. Eine Reise ist kein Pfund Butter, sondern dient dazu Nachhaltigkeit für einen selbst zu schaffen, in vielen persönlichen Bereichen. Diese Nachhaltigkeit sollte einem was wert sein !

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  6. Ich vermisse hier die Empfehlung, auch mal bei einem lokalen Reisebüro zu buchen. Die sind bei Problemen persönlich erreichbar und kümmern sich, ohne zusätzliche Gebühren dafür zu verlangen.
    Mittlerweile buche ich alle meine Flüge und Mietwagen beim Reisebüro meines Vertrauens und habe oft weniger bezahlt als von OTAs verlangt. Reale Reisebüros haben Zugriff auf Pakete (Flug inkl. einer Reiseleistung) zum Sonderpreis, die Vermittler getrennt anbieten (nur Flug und nur Mietwagen z.B.). Und nur beim realen Reisebüro habe ich bisher die Möglichkeit gefunden, unterschiedliche Klassen zu kombinieren, also hin mit eco und zurück in biz.

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  7. Egal ob Airline oder OTA, Verlass ist zu dieser schwierigen Zeit auf Niemand! Ich schreibe dies gerade aus Thailand und habe die letzten 3 Tage viel erlebt. Bei Etihad mit Status war der Roundtrip gebucht, retour 26.04. – Flugbetrieb eingestellt…. nobody cares! Keine Cancel-Mail etc.
    OneWay über OTA nun nachgebucht, keine Bestätigung, somit auch drauf geschi…en! Aktuell Qatar mit Status gebucht für 08.04. nach MUC, ich bin gespannt…
    Auch die Flüge in Asien (Bali ua.) wurden kurzfristig von den Lowcosts vor Ort gecanceled ohne nähere Info zwecks Gutschein oder Rückerstattung. Wird eine spannende Geschichte, zum Glück habe ich eine eigene Reiseversicherung, Buchung via Kreditkarte (zusätzlicher Schutz) und eine gute Rechtsschutzversicherung….
    Auf jeden Fall jedem Leser/Reisenden viel Gesundheit und Durchhaltevermögen in dieser schweren Zeit, wie auch ein großes Dankeschön mal meinerseits an Johannes (Seiteninhaber) für die laufenden Updates!!!

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  8. Toller Artikel!
    Sehr gut die Realität beschrieben. Service und Qualität kosten eben.
    Alle wollen etwas verdienen und niemand hat etwas zu verschenken.

    Augen auf und die Tips beachten – Im Moment aber lieber daheim bleiben.

    LG Rainer

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  9. Wenn OTAs telefonisch nicht erreichbar sind, ist das schon frech. Es ist auch nicht akzeptabel, dass man auf der Seite keine E-Mail-Adresse oder deutsche Anschrift findet. Hinterher ist man immer schlauer. Ich werde künftig auch genauer schauen wo ich buche. Heute habe ich ein Einschreiben mit der Bitte um Rückerstattung an das OTA geschickt. Die Airline hat mir sogar telefonisch bestätigt, dass die Flüge storniert sind. Das OTA hat mich telefonisch andauernd vertröstet.

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  10. Eine weitere Möglichkeit, falls mit Kreditkarte bezahlt wurde, ist das „chargeback“ Verfahren.
    Zieht vor allem auch wenn ein Reisebüro, Fluglinie o.ä. insolvent wird.
    Hatte ich damals bei AirBerlin erfolgreich durchgeführt..

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  11. Stornogebühren von OTAs
    Hierzu gibt es verschieden Gerichtsurteile die das verbieten.
    U. a. laut Urteil des LG Leipzig vom 8.04.2014 (08 O 1784/13) darf keine Bearbeitungsgebühr für die Stornierung verlangt werden.

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    • Christian, das ist ein altes Urteil gegen Unister, Leipzig und wurde neu verhandelt!

      Reisevermittler darf für Unterstützung bei Reisestornierung Gebühr verlangen

      Aktuelle News
      22.01.2019 veröffentlich von http://www.stolpe-rechtsanwaelte.de
      Angaben zum Gericht:

      Gericht:Landgericht Berlin
      Entscheidungsart:Urteil
      Datum:03.05.2017
      Aktenzeichen:15 O 228/16

      Landgericht Berlin, ra-online (zt/RRa 2018, 267/rb)

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  12. Ich hatte bis jetzt nie Probleme mit OTAs.
    Aber die Corona-Kriese hat mich eines besseren belehrt: CheapTickets ist telefonisch nicht erreichbar, die Mails gehen meistens ins leere und kostenlose Stornos sind wohl auch nicht möglich.
    Ich bin mir sicher, dass die OTAs jetzt wegen den „Service Fees“ beim Storno das Geschäft Ihren Lebens machen.

    Dennoch habe ich diesmal einen Lufthansa Flug mit Interjet (Mexico) Segment über OTA gebucht, bei Lufthansa war die Strecke so nicht buchbar.
    Auch habe ich wohl bei den dutzenden Flügen schon so viel gespart, dass dieser „Verlust“ mehr als kompensiert ist.

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  13. Ihr habt echt ne super Seite für Reisen mit vielen Tipps.
    Aber in dieser Situation des Coronavirus solltet ihr wirklich abraten über Buchungen die über OTA gebucht werden, wenn Reisen dann direkt buchen und die Umbuchungsmägichkeit der Airlines nutzen.

    In dieser Situation wo viele von Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit oder so gar Bankrott betroffen seit, solltet nicht ihr von Travel Dealz nur eure Provision von den OTA im Hinterkopf haben.

    Hoffe ihr fangt mal an nachzudenken.

    Vielen Dank.

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    • Hallo Michael,

      wir haben den Artikel mit dem Hintergrund der Coronakrise erneut gepostet. Wir haben hier eindeutig auch die Nachteile rausgestellt. Vor allem was Umbuchungen angeht. Wir empfehlen außerdem immer direkt bei der Airline zu buchen.

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  14. Hat das einen Einfluss wenn der OTA pleite geht nachdem schon das Ticket ausgestellt worden ist?
    Ist aktuell ja sehr wahrscheinlich dass viele OTAs die nächsten Wochen nicht überleben!

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    • Pleiten von OTAs haben bisher keine großen Probleme für die Kunden nach sich gezogen.

      Antwort

  15. hi zusammen, interessante zusammenfassung. aber ist es nicht so, dass eine buchung über einen OTA automatisch bedeutet, dass man einen reisesicherungsschein erhält und die reise damit evtl. besser abgesichert ist, als wenn man direkt bei der airline bucht? oder gilt das nur, wenn bei der buchung über den OTA auch eine übernachtung mitgebucht wird und somit eine pauschalreise draus wird?

    Antwort

    • Hallo Klaus,

      nur bei Paketreisen d.h. z.B. Hotel + Flug zusammen wird ein Reisesicherungsschein ausgestellt. Für eine reine Flugbuchung nicht.

      Antwort

  16. Moin
    sehr guter Artikel!
    Ich benutze meistens die OTA-„Angebote“ zur Orientierung und buche dann
    bei der Airline direkt. Dort gibt es oft die Zugtickets (Abflug = QYG und nächsten Stopp beachten!) für wenig € und manchmal die Platzreservierung dazu – für das gleiche Geld
    mit Kartenzahlung dazu.
    Ausserdem kümmert sich die Airline dann auch, wenn es Probleme gibt.

    Mittlerweile ist die ganze Entwicklung zum Schaden für die kleinen Reisebüros vor Ort,
    aber als Alleinverdiener mit 2 Kids mache ich mit die „Mühe“ der Suche bei den OTA’s selbst und buche dann bei der Airline – die 300-400€ p.a. spare ich mir dann gerne.

    LG

    Rainer

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  17. Auch ich hatte mit TRIPSTA 2018 Probleme. Hatte einen Flug Business DUS/MBA mit KLM gebucht.
    TRIPSTA machte dann Pleite und KLM sagte zuerst, dass wäre mein Problem, ich muß neu buchen.
    Dann sagte KLM das sie mich doch befördern, dann hat KLM mich aber doch nicht befördert, ich habe bei den Türken einen neuen Flug gebucht.. Zurück von der Reise habe ich mich bei KLM beschwert, weil ich auch mehrmals widersprüchliche Mails in der Sache erhalten habe. Habe festgestellt, dass KLM bei der Kundenberatung völlig inkompetent ist und sehr schlechtes Personal hat. Man hat mir als Entschädigung 5000 Meilen gutgeschrieben, für den ganzen Ärger, ein mehr als schäbiges Verhalten von KLM. Den Flugpreis habe ich dann zu meiner Überraschung, von der DKB-Bank erstattet bekommen, weil ich den Flug mit der VISA von DKB bezahlt hatte. Nochmals danke an die DKB-Bank, so geht Kundendienst.

    Antwort

  18. Bis zur Air Berlin Pleite habe ich immer direkt gebucht. Mittlerweile buche ich bei Expedia die ersten beiden Hotelnächte dazu, damit es zur Pauschalreise wird. Die Argumente direkt zu buchen finde ich überzeugend, aber der Vorteil einer Pauschalreise bei Problemem mit einer ausländischen Airline, beispielsweise bei einem Vulkanausbruch, sind mir nach Abwägung wichtiger. Wobei ich skeptisch bin, ob es mir im Ernstfall wirklich etwas bringt.

    Antwort

  19. Hatte kürzlich ein lustiges Erlebnis mit travel2be (der Flug war da am günstigsten). Nach Bezahlung mit meiner Kreditkarte wurde mir der Flug bestätigt, die Tickets jedoch noch nicht ausgestellt. Einige Minuten später bekam ich ein Mail von travel2be, dass die Bezahlung nur mittels 3D-Secure akzeptiert werden kann und ich die Bezahlung mittels Klick auf einen angegebenen Link wiederholen soll, was ich dann auch gemacht habe. Zu meiner grossen Überraschung war jetzt der Preis auf einmal nochmals ca. 50 Euro günstiger und die Tickets wurden nach ca. 10 Minuten ausgestellt. Die Rechnung lautete übrigens auf Travelgenio (offenbar gehört travel2be zu Travelgenio). Ich habe somit super günstige Tickets erhalten – schon gast error fare verdächtig. Keine Ahnung wie dieser „Rabatt“ zustande kam. Ansonsten stimme ich voll überein, dass es bei geringem Preisunterschied besser ist bei der Airline direkt oder über Expedia zu buchen, war aber für unseren Flug nicht zu vernünftigen Preisen verfügbar.

    Antwort

  20. Zeitraubend kann es bei OTA Buchungen am Flughafen auch werden, wenn die Airline die zur Bezahlung des Tickets verwendete Kreditkarte sehen will (z.B. Iberia vor einigen Tagen in TFN), OTA jedoch mit eigener Kreditkarte den Betrag an die Airline weitergereicht hat. Diese Kreditkarte kann dann natürlich auch nicht vorgezeigt werden da in OTA Besitz und der Zahlungsbeleg/ Abrechnung meiner Karte an OTA wurde so ebenfalls nicht akzeptiert. Man wollte explizit die VISA von Bravofly sehen. Iberia hat mich doch tatsächlich aufgefordert OTA zu kontaktieren und mir eine Kopie von deren Kreditkarte zuschicken zu lassen! Da half auch Business check in und BA Status nichts. Nach längerer Diskussion konnte ich zumindest die Dame am Schalter überzeugen, daß eine Kontaktaufnahme so kurz vor Abflug sinnlos ist und keine Chance besteht in der Kürze der Zeit eine Kopie der OTA Kreditkarte zu erhalten. Sie war jedoch nicht befugt uns zum Flug zuzulassen, also telefonierte sie mit ihrem Supervisor und schickte uns mit der Aufforderung auf eine Entscheidung ihres Vorgesetzten zu warten wieder weg. Nach langer Wartezeit erschien dieser dann und verzichtete auf das Vorzeigen der Karte.
    Interessant war hier übrigens auch der Fakt, daß ich 55 Euro weniger gezahlt habe als lt. Beleg Airline erhalten hat! Leider gibt es Flüge wie diesen, die man eigentlich nur über OTA und nicht direkt buchen kann (LA: FRA TFN FRA), sonst würde ich natürlich auch direkt buchen, allein schon wg. Ansprechpartner bei Problemen oder Änderungen.

    Antwort

  21. Guter Artikel. Die 50 Euro, die man bei einer Buchung über ein Online-„Reisebüro“ spart, holt man bei Unregelmässigkeiten schnell wieder rein. Ich wähle meistens auf verschiedenen Portalen (Momondo, Google Flights, Skiplagged) gute Verbindungen und suche die dann auf der Website der Airline direkt und buche auch dort. Kann das nur empfehlen.

    Antwort

  22. Hütet euch vor eDreams/Opodo vor allem bei Error Fares und Angeboten, die eine solche sein könnten, ohne so deklariert zu sein (Preis „zu gut um wahr zu sein“). Geht etwas schief, sprich: wird euch die Buchung storniert, haben diese OTAs einen besonders schlechten Ruf was die Rückzahlung eures Geldes angeht. Bei Expedia geht auch in einem solchen Fall alles speditiv vonstatten.

    Antwort

  23. Hatte kürzlich ein massives Problem mit Tripsta, was sehr gut aufzeigt, wie es läuft, wenn’s nicht läuft: Anfang des Jahres einen supergünstigen Flug im Herbst nach Neuseeland über das günstigste Portal Tripsta gebucht. So weit auch erstmal alles im Ordnung – Ticket wurde zügig ausgestellt, und das zum angezeigten Flugpreis. Ende Juni kam dann die Nachricht: Die Airline hat Ihren Flug verlegt, ob ich die neuen Zeiten akzeptieren würde. Nach einigen Tagen Bedenkzeit und eigener Recherche kam heraus, dass die Verlegung zumindest auf dem Hinflug Blödsinn ist, da der alte Flug weiterhin existiert und buchbar ist. Das wollte ich mit Tripsta am Telefon klären, aber auf deren Website gab es ausschließlich ein Online-Formular. Also dort mein Problem geschildert und eine Standard-Mail zurückbekommen, die ich (leider) nicht näher gelesen habe – ich ging davon aus, dass mein Problem jetzt bearbeitet wird. Nachdem ich nach zwei Wochen immer noch keine Antwort bekommen hatte, habe ich mein Problem nochmals per Online-Formular geschildert – und dieses Mal die Standard-Mail genauer gelesen: In dieser Stand drin, dass Tripsta „vorübergehend“ den Service „Ausstellen von Tickets“ eingestellt hat, meine Tickets jedoch gültig blieben und ich mich bei weiteren Fragen an die Airline wenden müsse.
    Also die Airline (Air China, immerhin mit kostenloser Servicenummer und deutschsprachigem Service zu Bürozeiten) kontaktiert und mein Problem geschildert. Man konnte mein Problem nach einigen Minuten auch nachvollziehen und erklärte mir, dass die Zeitänderung nur mit der Änderung der Flugnummern zu tun habe, ich auch gerne meine alten Flugzeiten wiederbekommen könnte, meinte jedoch, für die dafür erforderliche Neuausstellung des Tickets sei der Ticketaussteller Tripsta zuständig; man könne mir daher nicht helfen…
    Da mich das nicht zufriedenstellte, suchte ich nach einer Servicenummer von Tripsta und fand in irgendeinem Website-Cache auch welche (Deutschland und Großbritannien), auf die allerdings jeweils niemand antwortete. Zusätzlich fand ich eine griechische Servicenummer der Zentrale (Tripsta hat Firmensitz in Athen). Dort meldete sich allerdings auch nur ein Anrufbeantworter oder irgendein automatisches System, ausschließlich auf griechisch, so dass ich die Durchsagen nicht verstehen konnte.
    Ich rief daraufhin nochmals bei Air China an und schilderte nochmals mein Problem mit dem Hinweis, Tripsta sei unerreichbar, so dass sie mir nicht helfen könnten. Es dauerte eine Weile (10 Minuten Wartemusik) bis sich die – tatsächlich sehr hilfsbereite – Mitarbeiterin mit der Info zurückmeldete, Tripsta hätte das Recht, Tickets auszustellen, verloren (klingt nach Pleite?!? Oder Unregelmäßigkeiten im Geschäftsablauf?!?), und daher würde Air China nun tatsächlich die Verantwortung für meine Buchung übernehmen. Es dauerte dann noch 2-3 Tage bis ich mein neues Ticket mit den „neuen-alten“ Flugzeiten hatte, aber immerhin funktionierte es dann.

    Daher meine Konsequenz für die Zukunft: Möglichst tatsächlich bei der Airline buchen – ist ein Onlineportal zwischengeschaltet, besteht leider zusätzlich die Gefahr, dass dieses Pleite geht (und ich frage mich auch, was passieren würde, wenn die wegen einer Pleite nicht den Flugpreis an die Airline weitergeleitet haben – kann die Airline dann evtl. das Ticket stornieren?!?) oder einfach nicht mehr aktiv ist. Klar, auch eine Airline kann Pleite gehen, aber dabei kann einem ein Onlineportal dann auch nicht helfen – bei Direktbuchung mit der Airline spart man sich aber Scherereien, wenn das Onlineportal Probleme macht. Und da aus meiner Sicht das Geschäftsmodell der Online-Portale (draufzahlen beim reinen Flugpreis, um dann überteuerte Service-Dienstleistungen oder Versicherungen zu verkaufen) sowieso auf relativ wackligen Beinen steht, halte ich es für gut möglich, dass auch andere Portale den Weg von Tripsta gehen…

    P.S.: Bei einem großen, seriösen Portal wie Expedia würde ich buchen.

    Antwort

  24. Letztens hatten wir über ein klassisches Reisebüro gebucht. LH hat beim Zwischenstop den Flug storniert. 300 Leute in der Schlange in FRA. Kurzer Anruf im Reisebüro und die haben den Anschlussflug freigegeben. Nur noch Aussruck am Ticketautomat.
    Übrigens haben die oft gute Preise bei den Hotels.

    Antwort

  25. Schöner Artikel! Ich buche ohne Ausnahme immer bei der Airline direkt oder bei Expedia. In beiden Fällen noch nie Probleme gehabt trotz Flugplanänderungen sowie Ausfällen.

    Antwort

  26. Auch ich bin ein bekennender Pfennigfuchser und grundsätzlich auf der Jagd nach dem billigsten bzw. günstigsten Schnäppchen, was bedeutet daß auch ich zumeist über die bekannten Suchplattformen buche. In letzter Zeit hatte ich dabei jedoch zwei negative Erfahrungen die ich euch nicht vorenthalten will.
    – 1. Manche Airlines verweigern Passagieren die nicht direkt gebucht haben Auskünfte über das Servicecenter. Jüngst passiert bei Wideroe.
    – 2. Und jetzt kommt der Hammer. Bin neulich in LHR gestrandet (erster Flug wegen Verspätung verpaßt und zweiter gestrichen) und British Airways hat sich GEWEIGERT mich selbständig auf den nächsten verfügbaren Flug umzubuchen! Ich sollte entweder das Onlinereisebüro oder BA Reservations anrufen und mich selber darum kümmern wie ich nach Hause komme (die Umbuchung selber war natürlich kostenfrei)! Wie gesagt nachdem BA den Flug gestrichen hatte!
    Man sieht also die Buchung über OTA ist nur solange problemlos solange es eben keine Probleme gibt.

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  27. Danke für den aufschlussreichen Artikel.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei opodo direkt die Preise besser sind als bei opodo via momondo. Man sollte also individuell vergleichen…

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  28. Schreenshot von?? „Diese Zusatzgebühr kann man nach dem Kauf dann einfordern und natürlich kann jedes Marktteilnehmer, der in Konkurrenz zu den OTAs steht die OTA auf Wettbewerbswidrigkeit abmahnen.
    Erfolgreich habe ich schon von opodo/edreams mir die Gebühr zurück erstatten lassen, per Telefon kam nur der Hinweis, ich könnte kostenlos stornieren, mein Anliegen war natürlich die Erstattung der 50€, die es dann nach Aufforderung per email bei Einreichen eines Screenshots gab.
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  29. Ich habe aber auch noch ein Gegenbeispiel für neg. Erfahrungen bei Buchung direkt bei Airlines:
    QR = Es wird der Pass + geschwärzte Kreditkarte per email angefordert mit Fristsetzung von 48h
    AA = Tickets sind oft in der ticketing queue und werden nicht automatisch vom robot geticketed, manual ticketing ist dann nötig, macht natürlich keiner bei denen von alleine, d.h. man muss anrufen. Es wird dann immer darauf verwiesen, dass Ticketing 48h dauern kann, nach Hinweis, dass doch bitte es jetzt sofort gemacht werden soll, kommt:“Sie haben recht, hätte ich es jetzt nicht manuell gemacht, wäre es gar nicht gegangen und die Buchung wäre verfallen.“ Hatte ich regelmäßig mit AA.
    LH = Warteschlange bis zu 90 Minuten an der Hotline bei Umbuchungen + schlecht trainierte Mitarbeiter

    Mein Tipp:
    Wer den niedrigsten Preis haben möchte und generell nie was umbuchen möchte etc., dann nehmt die billigste OTA
    Wer Service haben möchte und dafür bereit ist ein bisschen drauf zu bezahlen, bucht nicht direkt bei den billigen OTAs und auch nicht bei den Airlines, sondern wirklich bei einem Travel Agent, der richtig Ahnung hat – viele schlagen zu dem Public Tarif auch keine zusätzlichen Gebühren drauf.

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  30. Schön geschriebener Artikel, vorallem mit dem Aufpreis zu den Zusatzleistungen, wie Sitz, Gepäck, …

    Ich hatte mich mal zum Thema PSD2 + unerlaube Zuschläge bei Zahlung einer anderen Kreditkarte eingelesen gehabt und habe auch den Fachanwalt gefragt.
    „Das Problem ist hier, dass speziell für eine Zahlungsvariante ein Rabatt gewährt wird und nicht für die anderen Zahlungsmethoden eine Gebühr verlangt wird. Meiner Meinung nach ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Praxis gerichtlich verboten wird“
    Dies ist soweit rechtlich erlaubt und sogar ganz klar vom Gesetzgeber niedergeschrieben, ich sehe also nicht, dass es demnächst eine Änderung geben wird.
    Der Händler darf einen Rabatt für eine Zahlungsmethode geben, der Rabatt muss aber wirklich dem Ersparnis gegenüberstehen. Es ist also nicht erlaub Flüge mehrere hundert € billiger zu machen bei einer bestimmten Bezahlmethode. Und, der Rabatt muss eine gängige Bezahlmethode sein (Lastschrift, Überweisung, Visa, MasterCard, Sofort-Überweisung), für AmEx und bestimmte Kreditkarte, z.B. fluege.de MasterCard oder auch ansonsten eine Kreditkarte, die von einem bestimmten Institut herausgegeben wird, ist nicht erlaubt.
    Diese Zusatzgebühr kann man nach dem Kauf dann einfordern und natürlich kann jedes Marktteilnehmer, der in Konkurrenz zu den OTAs steht die OTA auf Wettbewerbswidrigkeit abmahnen.
    Erfolgreich habe ich schon von opodo/edreams mir die Gebühr zurück erstatten lassen, per Telefon kam nur der Hinweis, ich könnte kostenlos stornieren, mein Anliegen war natürlich die Erstattung der 50€, die es dann nach Aufforderung per email bei Einreichen eines Screenshots gab.

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