Chargeback bei Insolvenz: Geld zurück dank Kreditkarte

Kreditkarte Reisepass

Durch einen Chargeback kann man im Falle einer Insolvenz einer Fluggesellschaft, Reisebüro, Hotel… sein angezahltes Geld zurückholen, für das noch keine Leistung erbracht worden ist. Voraussetzung dafür ist, dass ihr die Reise mit einer Kreditkarte bezahlt habt.

Erst Air Berlin, dann Germania und jetzt Thomas Cook. Immer wieder kommt es vor, dass Fluggsellschaften aber auch Reiseveranstalter Insolvenz anmelden müssen und den Betrieb einstellen. Als Kunde ist man gleichzeitig gezwunden, den vollen Betrag oder zumindest eine Anzahlung direkt bei der Buchung zu leisten, häufig weit bevor die Leistung, d.h. die Reise oder der Flug, erbracht wird.

Im Falle eine Insolvenz steht man als Kunde blöd da: Geld weg, der Flug bzw. die Reise wird nicht stattfinden und man muss sich selber um eine Alternative kümmern und zahlt so doppelt.

Seine Forderung kann man nach Eröffnung des Insolvenzverfahren zur Insolvenztabelle anmelden. Die Erfolgschancen auch nur einen Bruchteil des bezahlten Geldes zurück zu erhalten, stehen meistens schlecht. Bei Air Berlin belaufen sich die Fordernungen der Gläubiger auf über eine Millarde Euro.

Bereits bei der Insolvenz der Air Berlin und auch Germania, hat sich gezeigt, dass man die besten Chancen auf eine Rückerstattung hat, wenn man per Kreditkarte bezahlt hat und einen sogenannten Chargeback durchführt.

Wie funktioniert ein Chargeback?

Ein Chargeback ist dafür gedacht, Verbraucher vor Kreditkartenbetrug, aber auch nicht erbrachten Leistungen zu schützen.

Bei einer Kreditkartenzahlung sind neben dem Verbraucher und Händler bis zu drei Parteien involviert:

  1. Kundenbank (Issuer): Eure Bank, die euch die Kreditkarte ausgestellt hat und das Geld von eurem Konto abbucht
  2. Kreditkartennetzwerk: Zahlungsdienstleister der die Zahlung durchführt und die Infrastruktur bereitstellt i.d.R. Visa, Mastercard…
  3. Händlerbank (Acquierer): Die Bank des Händlers oder auch akquirierende Bank, die die Zahlung empfängt, abwickelt und dem Händler auszahlt.

Beantragt ihr bei eurer Kundenbank (1) eine Chargeback, wird beim Kreditkartennetzwerk (2) ein Fall eröffnet und die Händlerbank (3) um Erklärung gebeten. Diese fordert dann vom Händler Belege die beweisen können, dass die Zahlung gerechtfertig war oder die Leistung korrekt erbracht worden ist. Kann der Händler das nicht oder nur unzureichend beweisen, entscheidet das Kreditkartennetzwerk (2) über die Gültigkeit des Chargeback.

Ein Sonderfall ist American Express. Da American Express direkt die Kreditkarten ausgibt, entfällt die Issuing Bank (1).

Woher kommt das Geld?

Im Zweifel haftet die Bank des Händlers für ungerechtfertigte Zahlungen. Deswegen ist die Bank natürlich darauf bedacht, nur mit seriösen Händlern zusammen zu arbeiten. Hat ein Händler z.B. eine zu hohe Chargeback-Quote, muss er eine Geldstrafe oder sogar mit einer Kontosperrung rechnen.

Außerdem hält die Händlerbank auch immer einen Teil (häufig 5-15%) der Zahlungen, die so genannte Rolling Reserve, an den Händler zurück um daraus mögliche Chargeback-Forderungen zu begleichen. So ist es nicht unüblich, dass die Bank des Händlers bei einer Fluglinie oder Reiseveranstalter der finanzielle Probleme hat, deutlich mehr Sicherheiten fordert, als bei einem Konzern, der seit Jahren schwarze Zahlen schreibt. Das ist immer abhängig vom Risikomanagement der Bank.

Normalerweise holt sich die Bank die Forderungen aus einem Chargeback, übrigens inklusive einer Gebühr, von Händler zurück. Kann dieser die Leistungen aber nicht mehr erbringen, weil er Pleite ist bzw. Insolvenz angemeldet hat, haftet die Bank für alle ausstehenden Forderungen aus den Rückforderungen.

Die Bank des Händlers hat dann wiederum selber die Möglichkeit, ihre Forderungen bei der Insolvenztabelle anzumelden. Der Verbraucher muss aber trotzdem sofort entschädigt werden.

Deswegen muss man sich keine Sorgen machen, dass man ungerechtfertigt Geld aus einem insolventen Unternehmen entnimmt, denn das ist hier nicht der Fall und wäre rechtlich auch nicht möglich.

Info

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Chargeback bei einer Insolvenz

Die Kreditkartennetzwerke wie Visa oder Mastercard haben klare Regeln definiert, wann ein Chargeback möglich ist. Im Internet findet man z.B. den über 400 Seiten starken Mastercard Chargeback Guide. Von Visa wird es so einen Guide ebenfalls geben, dieser ist aber nicht öffentlich im Internet verfügbar.

Im Falle einer nicht erbrachten Leistung findet man z.B. auf Seite 49 des Mastercard Chargeback Guides folgende Regel, nach der ein Chargeback durchgeführt werden kann. Dort wird sogar explizit auf Reiseleistungen, Reiseveranstalter und Reisebüros eingegangen:

Goods or Services Not Provided

Chargeback Condition. One of the following:

– The cardholder contacted the issuer claiming both of the following:
– – The cardholder engaged in the transaction.
– – The purchased goods or services were not received.
Travel services arranged through an online travel agency or tour operator were not received andthe travel agency or tour operator is no longer in business.

Mastercard Chargeback Guide Seite 49

Demnach reicht es aus, dass der Reiseveanstalter oder das Reisebüro, das die Reisedienstleistung (z.B. einen Flug, Hotel, Pauschalreise…) arrangiert hat, den Betrieb eingestellt hat. Das trifft natürlich bei einer Insolvez zu.

Fristen

Ein Chargeback kann nur innerhalb innerhalb eines bestimmten Zeitfensters durchgeführt werden. In der Regel tickt die Uhr ab dem Zeitpunkt der Transaktion oder dem Leiferzeitpunkt. Bei Reisen hat Mastercard aber ganz klar den letzten Leistungszeitpunkt definiert (i.d.R. Zeitpunkt der Abreise oder Landung des Rückfluges). Ab dann hat man bei Mastercard mindestens 120 Tage Zeit, einen Chargeback durchzuführen:

Time Frame.

One of the following:

1. Maximum 150 calendar days from the latest expected service date, whether the bonding authority or similar scheme responded or not. The issuer must wait at least 30 calendar days from the date the request was sent prior to processing a chargeback, unless a negative response was received, in which case, the chargeback may be processed upon receipt of the negative reply.
The following exceptions apply:
For German Domestic Transactions: Maximum 240 calendar days from the latest expectedservice date, whether the bonding authority or similar scheme responded or not. The issuermust wait at least 60 calendar days from the date the request was sent prior to processing achargeback, unless a negative response was received, in which case, the chargeback may be processed upon receipt of the negative reply.
– For Polish Domestic Transactions: Maximum 540 calendar days from the Central Site BusinessDate, whether the bonding authority or similar scheme responded or not. The issuer must waitat least 60 calendar days from the date the request was sent prior to processing a chargeback,unless a negative response was received, in which case, the chargeback may be processedupon receipt of the negative reply.
– For Swedish Domestic Transactions: Maximum 120 calendar days from the latest expectedservice date.
2. Maximum 120 calendar days after from the expected service date.
In all cases, the issuer does not have to wait for the latest expected service date before processingthe chargeback. A chargeback may be processed immediately upon learning the travel services will not be provided to the cardholder (or traveler). The issuer is still obliged to meet all otherapplicable chargeback requirements, such as a request for reimbursement from the bondingauthority or similar scheme.

Mastercard Chargeback Guide Seite 53 – Failed Travel Merchant—Intra-EEA and Domestic European Transactions Only

Den Chargeback kann man natürlich auch bereits vor dem Leistungszeitpunkt durchführen, wenn klar ist, dass die Leistung nicht mehr erbracht wird (z.B. bei einer Insolvenz des Reisedienstleisters). Zusätzlich darf der Chargeback dann direkt durchgeführt werden und man muss nicht auf die Antwort des Händlers warten.

Sicherungsschein & Versicherung gegen Insolvenz

Bevor ein Chargeback durchgeführt werden kann, muss geklärt werden, ob die Reise von einer Versicherung abgedeckt ist. Das ist vor allem bei Pauschalreisen mit dem Reisesicherungsschein der Fall. Einzelne Reisebausteine z.B. nur Flug, Hotel oder ein Mietwagen sind i.d.R. nicht gegen eine Insolvenz versichert.

Chargeback Condition.

For Intra-EEA and domestic European Transactions, when the cardholder contacted the issuer claiminga travel service has not, or will not, be provided, and when the merchant is seeking protection from creditors, insolvent, bankrupt or in liquidation, at least one of the following conditions must be met:

1. The travel service was covered by a bonding authority or similar scheme according to local law, and one of the following:
The cardholder (or traveler) requested reimbursement from the bonding authority or similarscheme and did not receive it, or the claim was declined.
– For Swedish Domestic Transactions: no additional requirement. The cardholder (or traveler) isnot obligated to request reimbursement from a bonding authority or similar scheme prior tothe issuer raising a chargeback. The cardholder (or traveler) does not need to requestreimbursement from the bonding authority or similar scheme if the merchant, bondingauthority or similar scheme publicly states that the bond is insufficient prior to the chargeback.
2. The travel service was not covered by a bonding authority or similar scheme according to locallaw, or neither the issuer nor the cardholder after reasonable effort can determine whether the travel service was covered by a bonding authority or similar scheme according to local law.

Mastercard Chargeback Guide Seite 53 – Failed Travel Merchant—Intra-EEA and Domestic European Transactions Only

Der Reisesicherungsschein soll im Falle einer Insolvenz eines Reiseveranstalters dafür sorgen, dass die Versicherung sich um die Rückholung der Urlauber kümmert aber auch geleistete Anzahlungen zurückerstattet. Allerdings hat der Sicherungsschein in Deutschland anscheinend einen großen Konstruktionsfehler. Nach aktuellem Stand muss der Versicherer nur für Schäden bis 110 Millionen haften. Das reicht bei kleineren Veranstaltern aber bei Riesen wie Thomas Cook wird diese Summe ganz sicher nicht ausreichen. Betroffene werden dann nur anteilig entschädigt.

Ob in diesem Fall trotzdem ein Chargeback möglich ist, ist leider nicht ganz klar. Mastercard erlaubt einen Chargeback nur, wenn der Antrag beim Versicherer abgelehnt oder die Entschädigung nicht erhalten wurde. Nicht klar ist, ob ein Chargeback auch möglich ist, wenn man nur ein Bruchteil der Summe erstattet wird. Zumindest könnte man argumentieren, dass ein Antrag auf vollständige Erstattung abgelehnt wurde, wenn nur ein Bruchteil erstattet werden wird.

Antrag

Einen Antrag auf einen Chargeback muss man direkt bei seiner Bank stellen. Das Prozedere läuft je nach Bank unterschiedlich ab. Meistens muss man ein Reklamationsformular ausfüllen und dort einen Grund ankreuzen. Bei American Express-Kreditkarten muss ein Antrag auf Reklamation direkt an American Express gestellt werden.

Nicht jeder Bankmitarbeiter ist gut im Umgang mit Chargebacks geschult. Bei der Air-Berlin- und Germania-Insolvenzen ist es immer wieder vorgekommen, dass ein Chargeback von den Bankmitarbeitern abgelehnt worden ist. Hier sollte man unbedingt hartnäckig bleiben und ggf. selber auf die entsprechende Stelle in dem Chargeback Guide z.B. von Mastercard hinweisen.

Außerdem empfielt es sich den Antrag und die weitere Kommunikation schriftlich festzuhalten und sich nicht einfach nur am Telefon abwimmeln lassen. Das lässt sich später nur schwer beweisen.

Einige Banken gehen sogar sehr vorbildlich mit Insolvenzen um und informieren ihre Kunden bewusst über die Möglichkeiten eines Chargebacks. Hervorzuheben ist hier auf jeden Fall die DKB, die sowohl bei der Air Berlin-, Germania– und auch Thomas Cook-Insolvenz ihre Kunden auf einen Chargeback hingeweisen hat.

Bezüglich der aktuellen Situation bei Thomas Cook, kann auch auf die Aussage des Zurich-Sprecher Bernd Engelien verweisen werden. Dieser hat am 1. Oktober gesagt: „Sie können davon ausgehen, dass dies bei weitem nicht reicht“. Sollte euer Antrag abgelehnt werden, widersprecht der Ablehnung und konfrontiert die Bank erneut, wenn die Höhe der Auszahlung aus der Insolvenzversicherung klar ist.

Am besten auch schriftlich und nicht telefonisch versuchen und einer Ablehnung mit Hinweis auf die Aussage widersprechen wenn endgültig klar ist, dass nur ein Bruchteil erstattet

Häufig gestellte Fragen

Ist auch ein Chargeback bei Lastschrift möglich?

Grundsätzlich gibt es auch bei Lastschrift die Möglichkeit die Zahlung zu widerrufen. Sogar ohne Angabe eines Grundes! Allerdings ist hier der Widerruf nur bis 8 Wochen nach dem Zeitpunkt der Zahlung möglich. Eine Ausnahme gibt es, wenn kein Lastschriftmandat erteilt worden ist, dann ist eine Rückbuchung bis 13 Monate nach der Zahlung möglich.

Was ist wenn ich per Überweisung bezahlt habe?

Eine Zahlung per Überweisung wurde bewusst von euch ausgeführt und kann nicht rückgängig gemacht werden. Im Falle einer Insolvenz ist die einzige Möglichkeit etwas von eurem Geld zurück zu erhalten, der Eintrag eurer Forderung in die Insolvenztabelle. Bzw. der Reisesicherungsschein bei Pauschalreisen.

Ist ein Chargeback trotz Sicherungsschein bei Pauschalreisen möglich?

Das ist aktuell leider rechtlich nicht geklärt. Eigentlich muss zuerst die Versicherung, die den Sicherungsschein ausgestellt hat, für den Schaden aufkommen. Allerdings gibt es hier die Haftungsgrenze von 110 Millionen Euro, die voraussichtlich nicht ausreichen wird, eine 100%ige Erstattung für alle Urlauber zu ermöglichen. Legt man eine Teilerstattung als Ablehnung des Antrags aus, wäre auch hier ein Chargeback möglich.

Was wenn ich die Reise schon vor mehreren Monaten bezahlt habe?

Bei Reisen ist der Leistungszeitpunkt ausschlaggebend für die Frist. Deswegen ist es auch kein Problem, wenn ihr die Reise vor einem halben Jahr gebucht habt und jetzt wegen Insolvenz storniert worden ist.

Titelbild: © pic3d - Fotolia.com
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Kommentare (23)

  1. Bei der LBB (Visa + Mastercard) steht auf der Homepage: Kein Chargeback – nutzen Sie Ihren Sicherungsschein – toll.

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  2. Ich habe folgende Info bei der DKB zu chargeback im Falle von Thomas Cook gefunden https://www.dkb.de/info/thomascook/
    Von meiner Bank habe ich telefonisch ebenfalls mitgeteilt bekommen, dass das Ablehnungsschreiben oder die Teilregulierung mitgeschickt werden muss. Offenbar gilt die 120 Tage Frist nicht. Hat jemand ähnliche Infos?

    Antwort

  3. Hallo,

    wir haben eine Reise ab 5.1.2020 gebucht. Laut Vereinbarung hat Bucher Reisen die Anzahlung über meine Kreditkarte abgebucht.
    Der Rest soll laut Vertrag am 04.12.2019 ebenfalls über die Kreditkarte abgebucht werden.

    Da inzwischen Insolvenz eingetreten ist, stelle ich mir die Frage, ob diese Abbuchung am 04.12.2019 stattfinden darf.
    Laut meiner Bank kann ich diese Abbuchung nicht beeinflussen.

    Ist überhaupt mit dieser Abbuchung bei Insolvenz zu rechnen?

    Wer kann mir hier weiterhelfen?

    Antwort

  4. Habe am 31.08.19 eine Reise in die Dom Rep. Gebucht und am 09.09.19 eine Anzahlung geleistet. 2 Wochen später Insolvenz bekomme ich die Anzahlung zurück ?

    Antwort

    • Leider ist noch nicht klar, was mit Reisen nach dem 31. Oktober passiert. Warte noch etwas ab.

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  5. Ich musste das Hotelzimmer vor Ort nochmals mit der MasterCard von Consors bezahlen, obwohl ich eine Pauschalreise mit Sicherungsschein gebucht und bezahlt hatte. Kann ich für die doppelte Zahlung des Hotels einen Chargeback durchführen lassen?

    Antwort

    • Das ist eine sehr merkwürdige Formulierung. Gleichzeitig geht es unter der ersten Frage + Antwort genau um den Fall einer Reklamation…

      Bei Air Berlin und Germania hat American Express auf jeden Fall Chargebacks durchgeführt. Vor allen unter diesem Hintergrund finde ich die Aussage von American Express missführen. Gefühlt soll es die Kunden nur davon abbringen einen Antrag zu stellen.

      Antwort

      • Da gebe ich dir Recht.
        Vielleicht muss man bei Amex einfach nur von „Reklamation“ statt von „Chargeback“ sprechen, damit sie tätig werden.

        Antwort

  6. Rechtlich sollte Cashback (kompletter Anzahlungsbetrag) möglich sein – aber das ist die Theorie. Aber auch bei mir verweigert die DKB die Rückerstattung, da ich ja Anspruch beim Versicherer habe. Sie wollen zur weiteren „Bearbeitung“ die schriftliche Bestätigung der ZURICH, daß diese nicht (!) zahlt. DKB gibt dazu ein Zeitfenster von 14 Tagen vor für die Rückmeldung der durch die ZURICH erstatteten Beträge. So schnell werden die aber nicht sein. Mal sehen was in dem durch die DKB angebenen Zeitfenster von 2 Wochen passiert.

    Antwort

    • Ich würde auf jeden Fall die DKB auf die Aussage des Zurich-Sprechers Bernd Engelien „Sie können davon ausgehen, dass dies bei weitem nicht reicht“ hinweisen.

      Antwort

  7. sehr interessanter artikel, danke!

    ich würde gern wissen, wie „german domestic transactions“ definiert ist?

    wann ist es eine, und wann nicht…kann da jemand helfen?
    danke!

    Antwort

  8. Ich denke, dass das mit dem Charge-Back Verfahren schwierig bis gänzlich unmöglich ist. Der Insolvenzverwalter wird sogar Jahre danach das erstattetes Geld von der ausgebenden Bank zurückverlangen. Dazu ist er gem. geltendem, deutschem Insolvenzrecht verpflichtet. Die ausgebende Bank wird das nicht übernehmen wollen und Ihrerseits entsprechende Beträge von dem Karteninhaber zurückverlangen. Das werden die sich in den AGB`s sehr wohl vorbehalten ! Das wäre nur anders, wenn eine Leistung widerrechtlich nicht geleistet wurde. Das ist aber im Rahmen einer Insolvenz nicht der Fall, da die Leistung bereit gestellt werden sollte, dann aber wegen der Insolvenz nicht mehr erbracht werden konnte. Diese Feinheiten sollten mal von einem Juristen geklärt werden, um nicht falsche Hoffnungen zu erwecken.

    Antwort

  9. Leider kann ich dem positiven Tenor des Artikels nicht zustimmen. Ich hatte damals, bei der Air Berlin Pleite, zwei Tickets mit der DKB Karte bezahlt. Die Dkb hat sich stur gestellt, erst gar nicht reagiert und dann auf mehrfache Nachfrage nur fadenscheinige Ausreden gesucht, bewusst auf Zeit gespielt. Hat funktioniert, hab dann irgendwann aufgegeben. Seitdem sind die allerdings auch gestorben für mich.

    Antwort

  10. Hallo Johannes,
    erstmal danke für deine ganzen Infos. Ich hatte auch eine Pauschalreise über Thomas Cook für Oktober gebucht (>10000€), bezahlt mit Amex. Diese stellen sich bekanntlich stur. Ich bleibe aber hartnäckig. Meine Frage ist, sollte ich mich jetzt parallel trotzdem bei der Versicherung melden? Du hattest in dem anderen Artikel zu Thomas Cook geschrieben, dass man sich nicht auf das Chargeback berufen kann, sofern man seinen Schaden schon bei der Versicherung geltend gemacht hat. Oder hatte ich das falsch verstanden? Möchte jetzt ungern meine Chance auf das Chargeback verspielen um dann eventuell 11,50€ von der Versicherung wieder zu kriegen.
    Vielen Dank

    Antwort

    • Ich würde noch kurz warten. AMEX prüft noch und nächste Woche sollte es diesbezüglich eine Antwort geben.
      In Österreich hat der Konsumentenschutz Verein informiert, falls es einen Urlauber mit Sicherungsschein gibt, der mangels Deckung der Versicherung sein Geld nicht zurück bekommt, dann wird die Republik geklagt. Gibt es in D keinen Konsumenten Schutzverein?

      Antwort

      • Ich war beim Verbraucherschutz, habe nachgefragt, ob man nicht eine Sammelklage anstrengen kann, aber die machen da nichts. Ich sollte seit 8. Okt, in Indien sein, 10 Tage vorher hat Tour Vital sich an das Thomas Cook Insolvenzverfahren angeschlossen und 5 Tage vor Reisebeginn wurde ich informiert das meine Reis nicht statfindet. Die Bundesregierung hat durch die Deckelung der Summe ja erst zu dem Dilemma geführt. Wäre die Summe nach oben offen, würden wir alle unser Geld wieder bekommen.

        Antwort

  11. Hallo Johannes,
    wie ist deine Einschätzung bei folgendem Fall:
    Ich habe eine Sitzplatzreservierung separat bei der Fluggesellschaft (sundair) gebucht und per Lastschrift bezahlt aber der Flug ja jetzt wegen der Thomas Cook Insolvenz nicht stattfinden wird.

    Ist da diese Sitzplatzgebühr über Chargeback erstattungsfähig?

    Vielen Dank
    Gruß Kai

    Antwort

  12. Leider stellt Amex sich hier stur. Ich habe schon telefonisch angefragt und die Möglichkeit des Chargeback wurde leider verneint.

    Antwort

    • Ich würde es mit Hinweis auf die Aussage des Zurich-Sprecher Bernd Engelien „Sie können davon ausgehen, dass dies bei weitem nicht reicht“ noch einmal versuchen. Am besten auch schriftlich und nicht telefonisch versuchen und einer Ablehnung mit Hinweis auf die Aussage wiedersprechen. Wenn dann endgültig klar ist, dass nur ein Bruchteil erstattet wird, würde ich damit erneut meine Bank konfrontieren.

      Antwort

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