Chargeback: Geld zurück dank Kreditkarte bei Insolvenz & Annullierung

Kreditkarte Reisepass

Durch ein Chargeback kann man im Falle einer Insolvenz einer Fluggesellschaft, Reisebüro, Hotel… sein angezahltes Geld zurückholen, für das noch keine Leistung erbracht worden ist. Außerdem kann ein Chargeback auch bei einer Annullierung/Stornierung vonseiten der Airline hilfreich sein, wenn die Fluggesellschaft sich weigert, das Geld zu erstatten und z.B. nur einen Gutschein anbietet. Voraussetzung dafür ist, dass ihr die Reise mit einer Kreditkarte bezahlt habt.

Insolvenz

Erst Air Berlin, dann Germania und jetzt Thomas Cook. Immer wieder kommt es vor, dass Fluggesellschaften oder auch Reiseveranstalter Insolvenz anmelden müssen und den Betrieb einstellen. Als Kunde ist man gleichzeitig gezwungen, den vollen Betrag oder zumindest eine Anzahlung direkt bei der Buchung zu leisten, häufig weit bevor die Leistung, d.h. die Reise oder der Flug, erbracht wird.

Im Falle eine Insolvenz steht man als Kunde blöd da: Geld weg, der Flug bzw. die Reise wird nicht stattfinden und man muss sich selber um eine Alternative kümmern und zahlt so doppelt.

Seine Forderung kann man nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens zur Insolvenztabelle anmelden. Die Erfolgschancen auch nur einen Bruchteil des bezahlten Geldes zurück zu erhalten, stehen meistens schlecht. Bei Air Berlin belaufen sich die Forderungen der Gläubiger auf über eine Milliarde Euro.

Bereits bei der Insolvenz der Air Berlin und auch Germania, hat sich gezeigt, dass man die besten Chancen auf eine Rückerstattung hat, wenn man per Kreditkarte bezahlt hat und einen sogenannten Chargeback durchführt.

Annullierung/Stornierung

Die massiven Flugstreichungen während des Coronavirus haben dazu geführt, dass Fluggesellschaften ihren Kunden häufig eine Erstattung bei Annullierungen verweigern. Dabei muss solch eine Erstattung nach der EU-Fluggastrechteverordnung eigentlich innerhalb von 7 Tage erfolgen muss. Die meisten Airlines auch in ihren Beförderungsbedingungen eine vollständige Erstattung bei Annullierungen ihrerseits vorsehen.

Lehnt die Fluggesellschaft eine Erstattung ab und bietet stattdessen nur eine Umbuchung oder Gutschein an, kann ein Chargeback euch das Geld zurück aufs Konto bringen, ohne die Airline vor Gericht zu zerren. Dafür muss aber zuerst versucht werden, eine Einigung zu erzielen. Lehnt die Fluggesellschaft eine Erstattung konsequent ab, kann man seine Bank auffordern, ein Chargeback durchzuführen.

Wie funktioniert ein Chargeback?

Ein Chargeback ist dafür gedacht, Verbraucher vor Kreditkartenbetrug, aber auch nicht erbrachten Leistungen zu schützen.

Bei einer Kreditkartenzahlung sind neben dem Verbraucher und Händler bis zu drei Parteien involviert:

  1. Kundenbank (Issuer): Eure Bank, die euch die Kreditkarte ausgestellt hat und das Geld von eurem Konto abbucht
  2. Kreditkartennetzwerk: Zahlungsdienstleister der die Zahlung durchführt und die Infrastruktur bereitstellt i.d.R. Visa, Mastercard…
  3. Händlerbank (Acquierer): Die Bank des Händlers oder auch akquirierende Bank, die die Zahlung empfängt, abwickelt und dem Händler auszahlt.

Beantragt ihr bei eurer Kundenbank (1) eine Chargeback, wird beim Kreditkartennetzwerk (2) ein Fall eröffnet und die Händlerbank (3) um Erklärung gebeten. Diese fordert dann vom Händler Belege, die beweisen können, dass die Zahlung gerechtfertigt war oder die Leistung korrekt erbracht worden ist. Kann der Händler das nicht oder nur unzureichend beweisen, entscheidet das Kreditkartennetzwerk (2) über die Gültigkeit des Chargeback.

Ein Sonderfall ist American Express. Da American Express direkt die Kreditkarten ausgibt, entfällt die Issuing Bank (1).

Woher kommt das Geld?

Im Zweifel haftet die Bank des Händlers für ungerechtfertigte Zahlungen. Deswegen ist die Bank natürlich darauf bedacht, nur mit seriösen Händlern zusammenzuarbeiten. Hat ein Händler z.B. eine zu hohe Chargeback-Quote, muss er mit einer Geldstrafe oder sogar mit einer Kontosperrung rechnen.

Außerdem hält die Händlerbank auch immer einen Teil (häufig 5-15%) der Zahlungen, die sogenannte Rolling Reserve, an den Händler zurück, um daraus mögliche Chargeback-Forderungen zu begleichen. So ist es nicht unüblich, dass die Bank des Händlers bei einer Fluglinie oder Reiseveranstalter welcher finanzielle Probleme hat, deutlich mehr Sicherheiten fordert, als bei einem Konzern, der seit Jahren schwarze Zahlen schreibt. Das ist immer abhängig vom Risikomanagement der Bank.

Normalerweise holt sich die Bank die Forderungen aus einem Chargeback, übrigens inklusive einer Gebühr, von Händler zurück. Kann dieser die Leistungen aber nicht mehr erbringen, weil er Pleite ist bzw. Insolvenz angemeldet hat, haftet die Bank für alle ausstehenden Forderungen aus den Rückforderungen.

Die Bank des Händlers hat dann wiederum selber die Möglichkeit, ihre Forderungen beim Händler einzufordern oder bei der Insolvenz zur Insolvenztabelle anmelden. Der Verbraucher muss aber trotzdem sofort entschädigt werden.

Deswegen muss man sich keine Sorgen machen, dass man ungerechtfertigt Geld aus einem insolventen Unternehmen entnimmt, denn das ist hier nicht der Fall und wäre rechtlich auch nicht möglich.

Info

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Chargeback bei einer Insolvenz

Die Kreditkartennetzwerke wie Visa oder Mastercard haben klare Regeln definiert, wann ein Chargeback möglich ist. Im Internet findet man z.B. den über 400 Seiten starken Mastercard Chargeback Guide. Von Visa wird es so einen Guide ebenfalls geben, dieser ist aber nicht öffentlich im Internet verfügbar.

Im Falle einer nicht erbrachten Leistung findet man z.B. auf Seite 58 des Mastercard Chargeback Guides folgende Regel, nach der ein Chargeback durchgeführt werden kann. Dort wird sogar explizit auf Reiseleistungen, Reiseveranstalter und Reisebüros eingegangen:

Goods or Services Not Provided

Chargeback Condition. One of the following:

– The cardholder contacted the issuer claiming both of the following:
– – The cardholder engaged in the transaction.
– – The purchased goods or services were not received.
Travel services arranged through an online travel agency or tour operator were not received and the travel agency or tour operator is no longer in business.

Mastercard Chargeback Guide Seite 58

Demnach reicht es aus, dass der Reiseveranstalter oder das Reisebüro, das die Reisedienstleistung (z.B. einen Flug, Hotel, Pauschalreise…) arrangiert hat, den Betrieb eingestellt hat. Das trifft natürlich bei einer Insolvenz zu. Bei einer Annullierung/Stornierung vonseiten der Fluggesellschaft wurde die Leistung nicht erbracht.

Fristen

Ein Chargeback kann nur innerhalb eines bestimmten Zeitfensters durchgeführt werden. In der Regel tickt die Uhr ab dem Zeitpunkt der Transaktion oder dem Lieferzeitpunkt. Bei Reisen hat Mastercard aber ganz klar den letzten Leistungszeitpunkt definiert (i.d.R. Zeitpunkt der Abreise oder Landung des Rückfluges). Ab dann hat man bei Mastercard mindestens 120 Tage Zeit, einen Chargeback durchzuführen:

Time Frame.

Time Frame.

One of the following:

1. Maximum 150 calendar days from the latest expected service date, whether the bonding authority or similar scheme responded or not. The issuer must wait at least 30 calendar days from the date the request was sent prior to processing a chargeback, unless a negative response was received, in which case, the chargeback may be processed upon receipt of the negative reply.
The following exceptions apply:
For German Domestic Transactions: Maximum 240 calendar days from the latest expected service date, whether the bonding authority or similar scheme responded or not. The issuer must wait at least 60 calendar days from the date the request was sent prior to processing a chargeback, unless a negative response was received, in which case, the chargeback may be processed upon receipt of the negative reply.
– For Polish Domestic Transactions: Maximum 540 calendar days from the Central Site Business Date, whether the bonding authority or similar scheme responded or not. The issuer must wait at least 60 calendar days from the date the request was sent prior to processing a chargeback, unless a negative response was received, in which case, the chargeback may be processed upon receipt of the negative reply.
– For Swedish Domestic Transactions: Maximum 120 calendar days from the latest expected service date.
2. Maximum 120 calendar days after from the expected service date.
In all cases, the issuer does not have to wait for the latest expected service date before processing the chargeback. A chargeback may be processed immediately upon learning the travel services will not be provided to the cardholder (or traveler). The issuer is still obliged to meet all other applicable chargeback requirements, such as a request for reimbursement from the bonding authority or similar scheme.

Mastercard Chargeback Guide Seite 62 – Failed Travel Merchant—Intra-EEA and Domestic European Transactions Only

Den Chargeback kann man natürlich auch bereits vor dem Leistungszeitpunkt durchführen, wenn klar ist, dass die Leistung nicht mehr erbracht wird (z.B. bei einer Insolvenz des Reisedienstleisters oder bei der Annullierung eines Fluges). Zusätzlich darf der Chargeback dann direkt durchgeführt werden und man muss nicht auf die Antwort des Händlers warten.

Sicherungsschein & Versicherung gegen Insolvenz

Bevor ein Chargeback durchgeführt werden kann, muss geklärt werden, ob die Reise von einer Versicherung abgedeckt ist. Das ist vor allem bei Pauschalreisen mit dem Reisesicherungsschein der Fall. Einzelne Reisebausteine z.B. nur Flug, Hotel oder ein Mietwagen sind i.d.R. nicht gegen eine Insolvenz versichert.

Chargeback Condition.

For Intra-EEA and domestic European Transactions, when the cardholder contacted the issuer claiming a travel service has not, or will not, be provided, and when the merchant is seeking protection from creditors, insolvent, bankrupt or in liquidation, at least one of the following conditions must be met:

1. The travel service was covered by a bonding authority or similar scheme according to local law, and one of the following:
The cardholder (or traveler) requested reimbursement from the bonding authority or similar scheme and did not receive it, or the claim was declined.
– For Swedish Domestic Transactions: no additional requirement. The cardholder (or traveler) is not obligated to request reimbursement from a bonding authority or similar scheme prior to the issuer raising a chargeback. The cardholder (or traveler) does not need to request reimbursement from the bonding authority or similar scheme if the merchant, bonding authority or similar scheme publicly states that the bond is insufficient prior to the chargeback.
2. The travel service was not covered by a bonding authority or similar scheme according to local law, or neither the issuer nor the cardholder after reasonable effort can determine whether the travel service was covered by a bonding authority or similar scheme according to local law.

Mastercard Chargeback Guide Seite 62 – Failed Travel Merchant—Intra-EEA and Domestic European Transactions Only

Der Reisesicherungsschein soll im Falle einer Insolvenz eines Reiseveranstalters dafür sorgen, dass die Versicherung sich um die Rückholung der Urlauber kümmert aber auch geleistete Anzahlungen zurückerstattet. Allerdings hat der Sicherungsschein in Deutschland anscheinend einen großen Konstruktionsfehler. Nach aktuellem Stand muss der Versicherer nur für Schäden bis 110 Millionen haften. Das reicht bei kleineren Veranstaltern aber bei Riesen wie Thomas Cook wird diese Summe ganz sicher nicht ausreichen. Betroffene werden dann nur anteilig entschädigt.

Ob in diesem Fall trotzdem ein Chargeback möglich ist, ist leider nicht ganz klar. Mastercard erlaubt einen Chargeback nur, wenn der Antrag beim Versicherer abgelehnt oder die Entschädigung nicht erhalten wurde. Nicht klar ist, ob ein Chargeback auch möglich ist, wenn man nur ein Bruchteil der Summe erstattet wird. Zumindest könnte man argumentieren, dass ein Antrag auf vollständige Erstattung abgelehnt wurde, wenn nur ein Bruchteil erstattet werden wird.

Update

Die Stiftung Warentest teilt unsere Einschätzung zum Thema Chargeback bei Pauschalreisen und auch im Rahmen von COVID-19 und rügt auch viele Banken, die ihre Kunden falsch informieren.

Antrag

Einen Antrag auf einen Chargeback muss man direkt bei seiner Bank stellen. Das Prozedere läuft je nach Bank unterschiedlich ab. Meistens muss man ein Reklamationsformular ausfüllen und dort einen Grund ankreuzen. Bei American Express-Kreditkarten muss ein Antrag auf Reklamation direkt an American Express gestellt werden.

Nicht jeder Bankmitarbeiter ist gut im Umgang mit Chargebacks geschult. Bei der Air Berlin- und Germania-Insolvenzen ist es immer wieder vorgekommen, dass ein Chargeback von den Bankmitarbeitern abgelehnt worden ist. Hier sollte man unbedingt hartnäckig bleiben und ggf. selber auf die entsprechende Stelle in dem Chargeback Guide z.B. von Mastercard hinweisen.

Bevor man ein Chargeback durchführt sollte man aber versuchen, die Forderung auf anderem Wege durchzusetzen. Damit man der Bank den Versuch später vorlegen kann, sollte dies schriftlich erfolgen und nicht nur telefonisch. Das lässt sich später nur schwer beweisen.

Außerdem empfiehlt es sich auch, den Antrag auf Chargeback bei eurer Bank und die weitere Kommunikation schriftlich festzuhalten und sich nicht einfach nur am Telefon abwimmeln lassen.

Einige Banken gehen sogar sehr vorbildlich mit Insolvenzen um und informieren ihre Kunden bewusst über die Möglichkeiten eines Chargebacks. Hervorzuheben ist hier auf jeden Fall die DKB, die sowohl bei der Air Berlin-, Germania-, Thomas Cook-Insolvenz und auch beim Coronavirus ihre Kunden auf ein Chargeback hingewiesen hat.

Info

Welche Erfahrungen habt ihr mit Chargeback bei Insolvenz oder Annullierung gemacht? In unserem Forum findet ihr einige Erfahrungsberichte und könnt auch gerne eure eigene Erfahrung schildern.

Häufig gestellte Fragen

Ist auch ein Chargeback bei Lastschrift möglich?

Grundsätzlich gibt es auch bei Lastschrift die Möglichkeit, die Zahlung zu widerrufen. Sogar ohne Angabe eines Grundes! Allerdings ist hier der Widerruf nur bis 8 Wochen nach dem Zeitpunkt der Zahlung möglich. Eine Ausnahme gibt es, wenn kein Lastschriftmandat erteilt worden ist, dann ist eine Rückbuchung bis 13 Monate nach der Zahlung möglich.

Was ist, wenn ich per Überweisung bezahlt habe?

Eine Zahlung per Überweisung wurde bewusst von euch ausgeführt und kann nicht rückgängig gemacht werden. Im Falle einer Insolvenz ist die einzige Möglichkeit etwas von eurem Geld zurück zu erhalten, der Eintrag eurer Forderung in die Insolvenztabelle. Bzw. der Reisesicherungsschein bei Pauschalreisen.

Ist ein Chargeback trotz Sicherungsschein bei Pauschalreisen möglich?

Das ist aktuell leider rechtlich nicht geklärt. Eigentlich muss zuerst die Versicherung, die den Sicherungsschein ausgestellt hat, für den Schaden aufkommen. Allerdings gibt es hier die Haftungsgrenze von 110 Millionen Euro, die voraussichtlich nicht ausreichen wird, eine 100%ige Erstattung für alle Urlauber zu ermöglichen. Legt man eine Teilerstattung als Ablehnung des Antrags aus, wäre auch hier ein Chargeback möglich.

Was wenn ich die Reise schon vor mehreren Monaten bezahlt habe?

Bei Reisen ist der Leistungszeitpunkt ausschlaggebend für die Frist. Deswegen ist es auch kein Problem, wenn ihr die Reise vor einem halben Jahr gebucht habt und jetzt wegen Insolvenz storniert worden ist.

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Kommentare (59)

  1. Christian sagt:

    Wie sieht es eigentlich mit der Buchung eines Fluges über einen Reisevermittler aus (in meinem Falle Jetbeds). Habe gehört, dass die rechtliche Lage bez. Charge back hier durchaus unklar ist. Ist wahrscheinlich auch nicht ganz fair, da dieser das Geld ja bereits an die Fluggesellschaft weitergeleitet hat (in meinem Falle Thai Airways).

    • Johannes sagt:

      Ja das ist leider noch nicht abschließend geklärt. Trotzdem wurde die Flug-Leistung nicht erbracht. Vermutlich darf man Vermittlungsgebühren nicht sich über den Chargeback erstatten lassen. Gibt einige Berichte wo diese dann von OTA zurückgefordert wurden. Trotzdem immer noch besser als kein Geld.

  2. Lars sagt:

    Guten Tag,
    Gestern kam die Nachricht rein, dass das Mietwagenunternehmen HERTZ in den USA Insolvenz angemeldet hat. Nun ist es für mich noch etwas undurchschaubar, ob und inwieweit zukünftige Mietwagenbuchungen stattfinden können.
    Ich habe für eine geplante Reise in die USA Ende des Jahres einen Mietwagen über den Mietwagenvermittler CarDelMar (Teil von Expedia) beim Mietwagenanbieter Thrifty (Teil von Hertz) gebucht.
    Momentan gehe ich davon aus, dass das Mietwagengeschäft wie geplant weiterläuft und der Mietwagen wie geplant abgeholt werden kann (sollte man bis dahin wieder in die USA reisen können).
    Sollten aber alle Stricke reißen…sollte Thrifty das Geschäft einstellen…sollte CarDelMar ebenfalls Insolvenz anmelden…sollte die ganze Branche Probleme bekommen…

    …stellt sich mir die Frage, inwieweit ich mein Geld (immerhin fast 1.000€!) wiederbekommen könnte.

    Ich buche generell nur über Kreditkarte, meist inlands über die Amazon LBB-VISA und auslands über die Hanseatic Genial VISA.

    Bekomme ich im Falle einer Insolvenz über meine Kreditkarte nun die volle Summe erstattet? Oder ist das auch abhängig von der jeweiligen ausgebenden Bank? Gibt es da andere Fristen oder beginnt die Frist erst ab geplantem Abholdatum des Autos?

    VIELEN DANK!

    • Johannes sagt:

      Die Chargeback-Bedingungen werden von Visa/Mastercard vorgegeben. Problem könnte es geben, weil CarDelMar als Vermittler/Veranstalter drin hängt aber trotzdem sollte der Chargeback die beste Option im Fall einer nicht erbrachten Leistung sein.

  3. Christian Wieland sagt:

    Guten Tag.
    Hatte bei Thai-Airways ein Rückflugticket für März/April 2020 gebucht und mit Mastercard bezahlt. Hinflug getätigt, Rückflug von Thai Airways storniert. Neues Rückflug-Ticket Oneway bei LH für Mai neu gekauft und genutzt. Auf die Erstattung bei Thai (via Reisebüro) warte ich schon mind. 3 Wochen und werde vertröstet, ferner war das Rückflugticket mit LH teurer als der gesamte Flug mit Thai Airways.

    Wie kann ich hier Charge Back nutzen und über welchen Betrag? Bezahlt wurde per Kreditkarte an das Reisebüro als Vermittler, nicht an Thai Airways.

    Vielen Dank
    Christian

  4. Heidi Förstel sagt:

    Hallo,
    Thomas Cook insolvent. Von KAERA 17,5% zurück bekommen. Anmeldung beim Insolvenzverwalter HWW getätigt. Chargeback eingeleitet. 82,5% zurück gebucht auf meine Mastercard (unter Vorbehalt). Muss ich trotzdem über HWW einen Antrag stellen, um von der Bundesregierung Geld zu bekommen (wäre jetzt doch alles erledigt)?
    Danke für eine Nachricht.
    Heidi

  5. Markus sagt:

    Hallo Johannes,
    wie verhält es sich denn, wenn die Fluggesellschaft die Rückerstattung nach Stornierung zwar nicht ablehnt, jedoch trotzdem nicht zahlt und ihre selbst angekündigten Aussagen nicht einhält. Mehrmals wurde ich hingehalten per email „in einigen Tagen“, telefonisch „nächste Woche“, schließlich hatte ich einen Mitarbeiter am Telefon, welcher mir berichtete, daß das Ticket noch gar nicht storniert und zur Erstattung weiter geleitet worden sei!
    Fristsetzung nach FR Vero. 261 Art 8, erfolgt, seit über 1 Monat in Verzug, jedoch interessiert sie das nicht. Andere Airlines schaffen das momentan auch!
    Denkst Du, ist hier chargeback (AMEX) mögl., obwohl die Rückerstattung ja angekündigt, nur eben nicht – und schon gar nicht in angemessener Frist – durchgeführt wird?
    Vielen Dank

  6. Stephan sagt:

    Hallo,

    ich habe ebenfalls über comdirect eine reine Flugbuchung mit meiner Visakreditkarte reklamiert.
    Diese Reklamation wurde abgelehnt. Begründung:
    Eine Rückbuchung wäre nur möglich, wenn der Dienstleister eine Gutschriftzusage erteilt hat und sich dann aber an diese nicht hält.
    (logischerweise bekommt man von keiner Airline eine solche Gutschriftzusage).
    Ich wollte mich damit nicht abwimmeln lassen und wurde dann in die Fachabteilung bei comdirect weitergeleitet.
    Auch hier wurde mir diese Vorgehensweise bestätigt.
    Man könne mir nur helfen, wenn ich diese Zusage vorlegen würde.
    Ansonsten bliebe mir nur der zivilrechtliche Weg.
    Meine Umsatzreklamation wurde somit also abgelehnt!

    Mir ist das Vorgehen neu und ich würde mich über Tipps oder Hinweise von euch freuen.
    Bei Fragen gerne melden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Stephan

  7. Michael Lehmann sagt:

    Habe im November 2019 einen Flug bei Eurowings gebucht. Der Flug sollte im Juli 2020 stattfinden und wurde nun Ende April 2020 annulliert. Eurowings bietet im Moment nur Flugverschiebung oder Gutschein, der 1 Jahr gültig ist, an. Also keine Rückzahlung des Flugpreises.
    Bezahlt hatte ich mit meiner Amerivcan Express Kreditkarte.
    Bei Amex stehtin den FAQs unter dem 8. Eintrag:
    „… Umsätze können nicht mehr als rund 3 Monate nach Erscheinen auf Ihrem Kartenkonto reklamiert werden.“
    https://www.americanexpress.com/germany/disputes/print_faq.shtml
    Das würde ja bedeuten, dass ich keine Chance auf eine Erstattung bei einer Reklamation bekommen würde! 🙁
    Hat da jemand Erfahrungen?

  8. Markus Eugster sagt:

    Eigentlich eine gute Sache. Nur: müssen sich die Banken an den Eurocard Guide halten oder gilt der lediglich als Empfehlung?

  9. Markus Eugster sagt:

    Wer „diese“ stellt sich stur? Thomas Cock oder American Express?

  10. Peter sagt:

    Chargeback eingeleitet (LH M&M Kreditkarte), Rückzahlung binnen Tagen ohne Probleme. LH war zwar schriftlich willens alles zurückzuzahlen, aber nicht innerhalb der gesetzlichen Frist von 7 Tagen.

  11. Lutz sagt:

    Im August 2019 hatte ich bei Flugladen.de Flüge mit Thai Airways MUC – SGN gebucht und den Hinflug Ende November genutzt. Der für Ende Mai 2020 gebuchte Rückflug wurde von Thai Airways ersatzlos storniert und taucht auch trotz gegenteiligem e-Ticket auch Online nicht mehr auf.

    Thai Airways verweist auf der Webseite zur Regulierung an den Reisevermittler Flugladen.de.
    Die haben trotz mehrfacher Reklamation aber seit Ende Februar 2020 keinerlei Antwort geschickt, ausser dem Hinweis, dass man überlastet sei.
    Eine Rückforderung über die Advanzia Mastercard wurde nicht erstattet, da der genaue anteilige Betrag für den stornierten Rückflug nicht beziffert werden kann.

    Hat jemand eine Idee, wie man in einem solche Fall – Teil-stornierung – zu seinem Geld kommen könnte?

  12. Philipp sagt:

    Wäre es möglich, dass ihr einen entsprechenden Artikel über Chargebacks bei Hotel Buchungen erstellt? Ist ja für viele von uns die Flug und Hotels getrennt buchen sehr wichtig.
    Lg

    • Johannes sagt:

      Wenn das Hotel insolvent gegangen ist oder während eures gebuchten Aufenthalts geschlossen, rechtfertigt das meiner Meinung nach auch einen Chargeback wegen nicht erbrachter Leistungen. Anders sieht es aus, wenn das Hotel offen ist aber ihr z.B. nicht einreise dürft. Das liegt nicht im Verantwortungsgereich des Hotels.

  13. Jimmy sagt:

    es gibt einen Fred hier im Forum zum Thema!

    Aufwand ist notwendig, aber meist erfolgreich, vorallem wenn man mit EU-Airlines zu tun hat, die unter die EU-Bestimmungen fallen.

    Wer bei DKB oder LH- Miles&More ein chargeback mit dem Grund „Stornierung“ einreicht muss

    Entweder

    1. eindeutiger Nachweis der kostenlose Stornierung (hier also z.B. Art. 8 Abs. 1 lit. a der VO 261/2004/EG (“Fluggastrechteverordnung”) wegen Stornierung seitens der Airline)

    oder

    2. eindeutiger Nachweis der Nichterbringung der Leistung (hier wiederum Stornierung des Fluges durch Flugplan oder Stornobestätigung)

    Fristsetzung 7 Tage ist immer gut, weil das in 99% der Fälle nicht einhalten werden wird, ist allein hier bereits ein chargeback rechtens.

  14. Thorben sagt:

    Ist hier jemand bei der Consorsbank und hat da Erfahrungen mit dem Chargeback bei der Visa card von denen?
    Stellen sich aktuell stur und sagen es geht nicht. Wurde jetzt schon mehrmal mit fadenscheinigen Ausreden abgewimmelt…

  15. Thomas sagt:

    Eurowings hatte meinen Hinflug am 21.03.2020 annulliert und hierfür die Vorauszahlung erstattet.
    Der Rückflug wurde nicht erstattet. Er wurde auf von CGN nach DUS umgebucht, 10 Stunden später als ursprünglich gebucht.
    Wegen der Verstpätung von mehr als 3 Stunden bin ich vom Vertrag zurückgetreten.
    Nach den Auslegungsleitlinien zu den EU-Verordnungen über Passagierrechte vor dem Hintergrund der sich entwickelnden Situation im Zusammenhang mit Covid-19 gilt folgende Regelung:
    Wenn Hin- und Rückflug Teil derselben Buchung sind, müssen die kompletten Kosten erstattet werden.
    Lediglich wenn ein Fluggast den Hin- und Rückflug getrennt gebucht und der Hinflug wird annulliert, hat er nur Anspruch auf Erstattung des annullierten Flugs, also in diesem Fall des Hinflugs.

    Wegen der Ankunftsverspätung hatte ich noch 250 EUR Schadenersatz gefordert.
    Trotz mehrer Fristen hat Eurowings bisher nicht auf meine Mails geantwortet!

    Daher habe ich ein Chargeback an VISA-Barclaycard gefaxt. Die haben sich seit 2 Wochen auch noch nicht gerührt…

  16. Ollipolli sagt:

    Im Zuge der Corona-Krise ist der Rückflug von Emirates nie eingetreten, kann man über Chargeback auch eine Teilrückforderung (=50%) für den nicht erfolgten Rückflug verlangen??

    • Johannes sagt:

      Das sollte auch möglich sein, wird aber sicherlich deutlich komplizierter, weil ja ein Teil der Leistung erbracht worden ist. Ich würde versuchen das erst einmal mit Emirates zu klären. Die wollen jetzt Erstatten.

  17. wp sagt:

    Da AUA meine Aufforderungen zur Rückerstattung (per Fax mit Sendungsverfolgung) innerhalb von 14 Tagen ohne jegliche Reaktion verstreichen hat lassen, hab ich diese Woche auch für 6 Flüge ein Chargback bei Amex eingeleitet.

    Wie im Artikel beschrieben, will Amex dann den Nachweis,
    – dass man der Fluggesellschaft eine Frist gesetzt hat,
    – die originale Buchung, wo das Leistungserbringungsdatum drauf steht und
    – einen Nachweis, wie die Pressemitteilung oder Annullierung, dass die Airline derzeit nicht fliegt oder der Flug ausgefallen ist.

    Der Mitarbeiter bei der Amex-Hotline war sehr zuversichtlich, das ich mein Geld wieder bekomme.

    Bearbeitungszeit meinte er 2-3 Wochen.

  18. Guntram sagt:

    Ich kann hier immer wieder die Advanzia Bank mit der kostenlosen Kreditkarte sehr positiv hervorheben. Sowohl die inbegriffene Reiserücktrittsversicherung als auch das Chargeback hat schon mehrmals sehr unkompliziert geklappt. Chargeback sowohl bei Neckermann Pleite als auch jetzt stornierte Flüge bei Latam.

  19. Hydro sagt:

    Was hier fehlt ist eindeutig der Hinweis darauf, dass Tickets die nicht direkt bei der Airline, sondern über einen Reisevermittler (Online Reiseportal, Expedia…) gebucht wurden, wie sie das mit Sicherheit zu 50% hier getätigt wurden, NICHT mit einem Kreditkarten-Chargeback „geheilt“ werden können.

    Die Vermittler widersprechen dem Chargeback oder, falls sie das versäumen, werden Inkasso-Aufträge gegen den Kunden durchgesetzt….

    • Johannes sagt:

      Das ist noch nicht abschließend geklärt. Meiner Meinung nach ist auch ein Chargeback bei Annullierung und Abbuchung durch das Reisebüro möglich. Die Leistung wurde nicht erbracht. Punkt.

  20. Alex sagt:

    Alex 16.02.20 @ 09:57 

    4 Monate sind bereits vergangen. Sie haben mir keinen Cent zurückgegeben. Sie gehen nicht ans Telefon. Sie schickten 3 Briefe mit Informationen für Ideoten. schrieb das gleiche. Der Februar geht bereits zu Ende und ich kann keinen neuen Urlaub vereinbaren. Sie haben das Geld nicht zurückgegeben, es gibt kein Geld für einen neuen Urlaub. Kinder fragen. Ich weiß nicht, was ich antworten soll. Was zu beantworten ??? Die Versicherungsgesellschaft hat uns getäuscht. Es gibt kein Geld sowie Urlaub.

  21. Hermi sagt:

    Leider muss ich J.Brell zustimmen. Die Erfahrung hat inzwischen gezeigt, dass das Chargeback zunächst erfolgreich ist aber die Händlerbank (von Thomas Cook) danach in Widerspruch geht. Das ist deren gutes Recht.
    Woher sollen sie auch mehrere hundert Millionen Euro nehmen. Das zurückgezahlte Geld wird also sofort wieder eingezogen. Chargeback mag bei kleinen Händlern, die sich nicht wehren können, funktionieren. Aber nicht bei Großkonzernen.
    So ist es meinen Bekannten ergangen und wird bestimmt auch mir so gehen.
    Ich habe heute von der Bank Bescheid bekommen, dass das Geld zwar da ist aber noch 8 Wochen gesperrt bleibt wegen möglichem Widerspruchs.

  22. Max sagt:

    Ich hatte über die Lufthansa Miles & More Kreditkarte (Business Gold) Kreditkarte nach vielen Jahren der Treue ein Chargeback für eine nichterbrachte Leistung (Hotelübernachtung, weil kein Zimmer mehr frei) beantragt. Es kam eine fadenscheinige Ausrede und keinerlei Hilfe zurück. Habe anschließend die Karte gekündigt…

  23. Torsten sagt:

    Bei der LBB (Visa + Mastercard) steht auf der Homepage: Kein Chargeback – nutzen Sie Ihren Sicherungsschein – toll.

  24. Tanja sagt:

    Ich habe folgende Info bei der DKB zu chargeback im Falle von Thomas Cook gefunden https://www.dkb.de/info/thomascook/
    Von meiner Bank habe ich telefonisch ebenfalls mitgeteilt bekommen, dass das Ablehnungsschreiben oder die Teilregulierung mitgeschickt werden muss. Offenbar gilt die 120 Tage Frist nicht. Hat jemand ähnliche Infos?

    • Daniel sagt:

      Mir wurde bei der Telefonhotline der DKB gesagt das man in diesem Falle ein Schreiben dazu machen soll dass die Kaere Versicherung innerhalb der 60 Tagesfrist nicht reagiert hat. Das soll dann ausreichen. Ich hoffe das reicht auch. Meine Frist ist erst in einer Woche abgelaufen.

  25. Hermann sagt:

    Hallo,

    wir haben eine Reise ab 5.1.2020 gebucht. Laut Vereinbarung hat Bucher Reisen die Anzahlung über meine Kreditkarte abgebucht.
    Der Rest soll laut Vertrag am 04.12.2019 ebenfalls über die Kreditkarte abgebucht werden.

    Da inzwischen Insolvenz eingetreten ist, stelle ich mir die Frage, ob diese Abbuchung am 04.12.2019 stattfinden darf.
    Laut meiner Bank kann ich diese Abbuchung nicht beeinflussen.

    Ist überhaupt mit dieser Abbuchung bei Insolvenz zu rechnen?

    Wer kann mir hier weiterhelfen?

  26. W. Feit sagt:

    Habe am 31.08.19 eine Reise in die Dom Rep. Gebucht und am 09.09.19 eine Anzahlung geleistet. 2 Wochen später Insolvenz bekomme ich die Anzahlung zurück ?

  27. Dyrk sagt:

    Ich musste das Hotelzimmer vor Ort nochmals mit der MasterCard von Consors bezahlen, obwohl ich eine Pauschalreise mit Sicherungsschein gebucht und bezahlt hatte. Kann ich für die doppelte Zahlung des Hotels einen Chargeback durchführen lassen?

  28. Martin sagt:

    Amex führt keine Chargebacks durch:

    https://www.americanexpress.com/germany/disputes/print_faq.shtml

    – – – siehe erste Frage + Antwort – – –

    • Johannes sagt:

      Das ist eine sehr merkwürdige Formulierung. Gleichzeitig geht es unter der ersten Frage + Antwort genau um den Fall einer Reklamation…

      Bei Air Berlin und Germania hat American Express auf jeden Fall Chargebacks durchgeführt. Vor allen unter diesem Hintergrund finde ich die Aussage von American Express missführen. Gefühlt soll es die Kunden nur davon abbringen einen Antrag zu stellen.

      • Martin sagt:

        Da gebe ich dir Recht.
        Vielleicht muss man bei Amex einfach nur von „Reklamation“ statt von „Chargeback“ sprechen, damit sie tätig werden.

  29. juergen sagt:

    Rechtlich sollte Cashback (kompletter Anzahlungsbetrag) möglich sein – aber das ist die Theorie. Aber auch bei mir verweigert die DKB die Rückerstattung, da ich ja Anspruch beim Versicherer habe. Sie wollen zur weiteren „Bearbeitung“ die schriftliche Bestätigung der ZURICH, daß diese nicht (!) zahlt. DKB gibt dazu ein Zeitfenster von 14 Tagen vor für die Rückmeldung der durch die ZURICH erstatteten Beträge. So schnell werden die aber nicht sein. Mal sehen was in dem durch die DKB angebenen Zeitfenster von 2 Wochen passiert.

  30. micha sagt:

    sehr interessanter artikel, danke!

    ich würde gern wissen, wie „german domestic transactions“ definiert ist?

    wann ist es eine, und wann nicht…kann da jemand helfen?
    danke!

  31. J.Brell sagt:

    Ich denke, dass das mit dem Charge-Back Verfahren schwierig bis gänzlich unmöglich ist. Der Insolvenzverwalter wird sogar Jahre danach das erstattetes Geld von der ausgebenden Bank zurückverlangen. Dazu ist er gem. geltendem, deutschem Insolvenzrecht verpflichtet. Die ausgebende Bank wird das nicht übernehmen wollen und Ihrerseits entsprechende Beträge von dem Karteninhaber zurückverlangen. Das werden die sich in den AGB`s sehr wohl vorbehalten ! Das wäre nur anders, wenn eine Leistung widerrechtlich nicht geleistet wurde. Das ist aber im Rahmen einer Insolvenz nicht der Fall, da die Leistung bereit gestellt werden sollte, dann aber wegen der Insolvenz nicht mehr erbracht werden konnte. Diese Feinheiten sollten mal von einem Juristen geklärt werden, um nicht falsche Hoffnungen zu erwecken.

  32. Christian 6 sagt:

    Leider kann ich dem positiven Tenor des Artikels nicht zustimmen. Ich hatte damals, bei der Air Berlin Pleite, zwei Tickets mit der DKB Karte bezahlt. Die Dkb hat sich stur gestellt, erst gar nicht reagiert und dann auf mehrfache Nachfrage nur fadenscheinige Ausreden gesucht, bewusst auf Zeit gespielt. Hat funktioniert, hab dann irgendwann aufgegeben. Seitdem sind die allerdings auch gestorben für mich.

  33. David Zaugg sagt:

    Super Artikel ! Wie gut, dass es solche gibt, vielen herzlichen Dank !!!

  34. Patrick sagt:

    Hallo Johannes,
    erstmal danke für deine ganzen Infos. Ich hatte auch eine Pauschalreise über Thomas Cook für Oktober gebucht (>10000€), bezahlt mit Amex. Diese stellen sich bekanntlich stur. Ich bleibe aber hartnäckig. Meine Frage ist, sollte ich mich jetzt parallel trotzdem bei der Versicherung melden? Du hattest in dem anderen Artikel zu Thomas Cook geschrieben, dass man sich nicht auf das Chargeback berufen kann, sofern man seinen Schaden schon bei der Versicherung geltend gemacht hat. Oder hatte ich das falsch verstanden? Möchte jetzt ungern meine Chance auf das Chargeback verspielen um dann eventuell 11,50€ von der Versicherung wieder zu kriegen.
    Vielen Dank

    • Silvia LASER sagt:

      Ich würde noch kurz warten. AMEX prüft noch und nächste Woche sollte es diesbezüglich eine Antwort geben.
      In Österreich hat der Konsumentenschutz Verein informiert, falls es einen Urlauber mit Sicherungsschein gibt, der mangels Deckung der Versicherung sein Geld nicht zurück bekommt, dann wird die Republik geklagt. Gibt es in D keinen Konsumenten Schutzverein?

      • Hannelore Möller sagt:

        Ich war beim Verbraucherschutz, habe nachgefragt, ob man nicht eine Sammelklage anstrengen kann, aber die machen da nichts. Ich sollte seit 8. Okt, in Indien sein, 10 Tage vorher hat Tour Vital sich an das Thomas Cook Insolvenzverfahren angeschlossen und 5 Tage vor Reisebeginn wurde ich informiert das meine Reis nicht statfindet. Die Bundesregierung hat durch die Deckelung der Summe ja erst zu dem Dilemma geführt. Wäre die Summe nach oben offen, würden wir alle unser Geld wieder bekommen.

  35. haikai sagt:

    Hallo Johannes,
    wie ist deine Einschätzung bei folgendem Fall:
    Ich habe eine Sitzplatzreservierung separat bei der Fluggesellschaft (sundair) gebucht und per Lastschrift bezahlt aber der Flug ja jetzt wegen der Thomas Cook Insolvenz nicht stattfinden wird.

    Ist da diese Sitzplatzgebühr über Chargeback erstattungsfähig?

    Vielen Dank
    Gruß Kai

  36. Sabine sagt:

    Leider stellt Amex sich hier stur. Ich habe schon telefonisch angefragt und die Möglichkeit des Chargeback wurde leider verneint.

    • Johannes sagt:

      Ich würde es mit Hinweis auf die Aussage des Zurich-Sprecher Bernd Engelien „Sie können davon ausgehen, dass dies bei weitem nicht reicht“ noch einmal versuchen. Am besten auch schriftlich und nicht telefonisch versuchen und einer Ablehnung mit Hinweis auf die Aussage wiedersprechen. Wenn dann endgültig klar ist, dass nur ein Bruchteil erstattet wird, würde ich damit erneut meine Bank konfrontieren.

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