16 Dinge, die ihr über United MileagePlus wissen müsst

United Flugzeug BOS

Lange Zeit gehörte United MileagePlus – das Vielfliegerprogramm von United Airlines – zu den attraktivsten Vielfliegerprogrammen der Star Alliance. Das hat sich 2020 leider schlagartig geändert: Die bisherigen Statusmeilen (distanzbasiert) wurden von den Premier Qualifying Points orientiert, welche sich nun am Umsatz orientieren.

Zwar gibt es in Form von Flügen mit Partner-Airlines wie Lufthansa, Air Canada und Co noch Schlupflöcher, diese umsatzbasierte Gutschrift zu umgehen, die Erlangung eines Status wurde aber rund vier bis fünf mal schwerer.

Update

United hat sein Vielfliegerprogramm MileagePlus 2020 deutlich umstrukturiert. War es vorher das wohl attraktivste Programm der Star Alliance in Europa, ist es nun nur noch in wenigen Fällen interessant. Wir haben den Artikel aktualisiert und die nicht mehr aktuellen Punkte entfernt.

Während sich das Programm für Statusjäger somit kaum noch eignet, gibt es noch einen guten Grund, bei United zu sammeln: Es gibt keinen Meilenverfall und Meilen sind nun unbegrenzt gültig. Durch die Abschaffung der Meilentabelle ist der Vorteil zwar weniger greifbar als zuvor, noch sind die Einlösungen aber halbwegs fair.

Es ist nicht ganz einfach, den den Überblick über alle Vor- und Nachteile von United MileagePlus zu behalten. Wir haben daher einige Infos, Tipps & Tricks für Meilensammler und Statuskunden zusammengetragen.

Meilen sammeln

Umsatzbasierte Statuspunkte

Seit 2020 gibt es bei MileagePlus keine Statusmeilen mehr. Für den Status sind nun mehr maximal zwei Variablen interessant:

  • PQP: Premier Qualifying Points
    • Umsatzbasierte Berechnung:
      • Gilt für Flüge mit United und sämtliche Flüge mit Partner-Airlines, denen ein United-Ticket zugrunde liegt (Ticketnummer beginnt mit 016-)
      • Jeder Punkt entspricht genau einem Dollar Umsatz bei United. Die PQP berechnen sich aus dem tatsächlichen Flugpreis abzgl. Steuern & Gebühren
    • Entfernungsbasierte Berechnung:
      • Gilt für Flüge mit der Star Alliance oder anderen Partner-Airlines, wenn die Ticketnummer nicht mit 016- beginnt
      • PQP entsprechen den Prämienmeilen dividiert durch 5 oder 6 (je nach Airline)
  • PQF: Premier Qualifying Flights
    • Für jeden Flug mit United, der Star Alliance, Air Dolomiti, Azul, Edelweiss, Eurowings & Olympic Air gibt es 1 PQF
    • Einzige Ausnahme: Tickets in der United Basic Economy

Für jeden Status gibt es zwei Möglichkeiten, sich zu qualifizieren. Für den Premier Gold (= Star Alliance Gold) benötigt ihr entweder 24.000 PQF und 8.000 PQP oder einfach 10.000 PQP. Außerdem sind mindestens vier Flugsegmente mit United erforderlich.

Mehr zu den Veränderungen bei der Statuserlangung in folgendem Beitrag:

Exakte Meilengutschrift auf United.com einsehen

Ihr wollt wissen, wie viele Meilen es für die gewünschte Flugbuchung genau gibt? Wenn ihr direkt über United.com bucht, wird das direkt bei der Flugbuchung angezeigt:

UA PQP PQF

In diesem Fall gibt es für den 373€ teuren Flug rund 120 PQP je Richtung. Der Rest entspricht den tatsächlich anfallenden Steuern & Gebühren, die nicht vergütet werden.

Umsatzbasierte Prämienmeilen

Bereits deutlich vor den europäischen Airlines hat United die umsatzbasierte Prämienmeilenvergabe angekündigt. Für alle bei United gebuchten Tickets (erkennbar an der eTicket-Nummer 016-xxxxxxxxxxxx) sowie Flüge die von United durchgeführt werden (unabhängig vom Ticket-Aussteller), orientiert sich die Meilenvergabe am Flugpreis. Bedeutet: Je nach Status erhaltet ihr 5 bis 11 Prämienmeilen für jeden US-Dollar Ticketpreis inkl. Treibstoffzuschlag.

Leider gilt die Regelung immer dann, wenn der Flug von United durchgeführt wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Ticket von United, Swiss oder Lufthansa ausgestellt wurde.

Wer nicht mit United fliegt, sollte unbedingt durchrechnen, wo das Ticket am besten gebucht wird. Bei teuren Atlantikflügen z.B. im Flex-Tarif der Lufthansa kann die umsatzbasierte Berechnung deutlich interessanter sein als die klassische Berechnung. Meist ist es aber sinnvoller, Flüge mit Star-Alliance-Partnern nicht bei United zu buchen.

Bucht ihr einen beispielsweise einen Lufthansa-Flug von Paris nach San Francisco (Hinweg über Frankfurt, zurück über München) für 309€, entfallen davon 140,12€ auf „echte“ Steuern & Gebühren. Als Flugpreis gelten demnach 169€ = 198$. Demnach gibt es gerade einmal 990 bis 2.178 Prämienmeilen für einen Return.

Werden die gleichen Flüge allerdings bei der Lufthansa gebucht, orientiert sich die Meilenvergabe nicht am Flugpreis, sondern wird anhand Buchungsklasse und Entfernung berechnet. Das Ticket kostet auf Lufthansa.com aber genau so viel wie direkt bei United.

cdg-sfo LH
Gebucht bei Lufthansa für 309€

Da die Flüge in Buchungsklasse K erfolgen, gibt es 25% bis 50% der Entfernung als Prämienmeilen (je nach Status). Die Rechnung für die Meilenvergabe sieht dann wie folgt aus:

  • Paris – Frankfurt: 500 Entfernungsmeilen (Mindestwert)
  • Frankfurt – San Francisco: 5.680 Entfernungsmeilen
  • San Francisco – München: 5.860 Entfernungsmeilen
  • New York EWR – Paris: 500 Entfernungsmeilen (Mindestwert)

Insgesamt ergibt sich so eine Entfernung von 12.540 Meilen. Multipliziert mit dem Buchungsklassenfaktor (25% Für Klasse K) ergeben sich folgende Werte für die Meilengutschrift:

  • statuslos: 3.135 Prämienmeilen
  • Premier Silver: 3.918 Prämienmeilen
  • Premier Gold: 4.703 Prämienmeilen
  • Premier Platinum: 5.486 Prämienmeilen
  • Premier 1K: 6.270 Prämienmeilen

Ohne Aufpreis gibt es also dreimal so viele Prämienmeilen für die gleichen Flüge. Das summiert sich schnell.

Abschaffung der Meilentabelle

Möchtet ihr die gesammelten Meilen einlösen, ist das über die Buchungsmaske direkt auf United.com unkompliziert möglich. Ihr könnt dort einfach nach der Wunschstrecke (oder sogar Multistop-Verbindungen) suchen und die Flüge dann mit wenigen Klicks direkt buchen.

Früher gab es bei United MileagePlus eine feste Meilentabelle, die darüber Auskunft gab, was ein Prämienflug kostet. Mittlerweile variieren die Preie je nach Strecke, Auslastung, Reiseklasse, Saison und weiteren Faktoren. Die Preise reichen somit von 5.000 Meilen für einen kurzen Inlandsflug bis hin zu 200.000 Meilen für einen Business-Class-Flug auf Langstrecke.

Auf einigen Strecken wurde es durch die Abschaffung der Meilen günstiger, auf den meisten aber deutlich teurer. Immerhin sind bislang nur United-Flüge betroffen, bei Star-Alliance-Awards sieht es (noch) besser aus.

Prämienmeilen sind unbegrenzt günstig

Seit 2019 verfallen die Meilen bei United MileagePlus nicht mehr – auch dann, wenn ihr mehrere Jahre gar keine Aktivität auf dem MileagePlus-Konto habt.

Dennoch ist es ratsam, große Meilenmengen nicht ewig lange zu horten. Mittlerweile gibt es keine Meilentabelle mehr und es ist davon auszugehen, dass Prämienflüge mit der Zeit immer teurer werden. Earn & Burn ist somit trotz unbegrenzer Gültigkeit die beste Devise.

Statusvorteile

Kein United-Club-Zugang für Statuskunden auf Inlandsflügen

Die Lounge-Regelungen der amerikanischen Airlines sind immer etwas eigenartig. Zugang zu den United Clubs gibt es als United-Statuskunde nur auf internationalen Buchungen. Sprich: Habt ihr als nur einen Inlandsflug gebucht, bleibt euch der Zugang zu den United-Lounges verwehrt, während beispielsweise Lufthansa Senatoren der Lufthansa immer Zutritt haben.

Damit möchte die Airline den Verkauf der United Club Pässe ankurbeln, der für Statuskunden etwas rabattiert ist. Als Europäer ist dieser aber kaum lohnenswert.

Da United Mitglied der Star Alliance ist, erhalten Premier Golds, Platinums und 1Ks Zugang aber trotzdem zu allen Star-Alliance-Gold-Lounges von Partnerfluggesellschaften z. B. Lufthansa oder Air Canada sowie zu direkt durch die Allianz betriebene Lounges – und zwar auch dann, wenn ein reiner Inlandsflug gebucht ist. Das gilt natürlich nur, sofern der Zugang nicht durch bauliche Gegebenheiten eingeschränkt ist. Außerdem kann ein langer Fußweg notwendig sein.

Star Alliance Lounge LAX Fruehstueck
Frühstück in der Star Alliance Lounge Los Angeles

Nachfolgend eine Auswahl an Lounges, die auch bei Inlandsflügen recht gut erreichbar sind:

  • Los Angeles (LAX):
    • Star Alliance Lounge (~15min Fußweg)
    • Air Canada Maple Leaf Lounge
  • Washington Dulles:
    • Lufthansa Senator Lounge (Quelle)
    • Turkish Airlines Lounge (Quelle)
  • Detroit:
    • Lufthansa Senator Lounge (Quelle)
  • New York La Guardia:
    • Air Canada Maple Leaf Lounge (Quelle)

Positiver Nebeneffekt: Oft sind andere Lounges deutlich besser ausgestattet als die United Clubs, vor allem was die Verpflegung angeht. Besonders hervorzuheben ist die Star Alliance Lounge im internationalen Terminal des Flughafens Los Angeles.

United-Club-Zugang auch auf nationalen Anschlussflügen

United Club IAH
Das Buffet eines typischen United Clubs, hier in Houston.

Laut United-Website gelten für den United-Club-Zugang als MileagePlus-Statuskunde folgende Zugangsregelungen:

Eine gültige Gold-Mitgliedskarte der Star Alliance und eine Bordkarte mit Abflug am selben Tag für einen internationalen Flug, der von einer Mitgliedsfluggesellschaft der Star Alliance durchgeführt wird (Abflughafen kann von dem angegebenen United-Club-Standort abweichen)

Bisher war es so, dass als „gleicher Tag“ ein Zeitraum von 24 Stunden nach Ankunft / Abflug des internationalen Fluges definiert wurde.

Diese großzügige Regelung findet nun leider immer seltener Anwendung. Laut Auskunft bei meinem letzten Besuch muss nun eines der folgenden Kriterien erfüllt sein:

  1. Ihr könnt eine Bordkarte eines internationalen Fluges mit Ankunft / Abflug am selben Kalendertag vorzeigen (muss nicht die gleiche Buchung sein)
  2. Die internationale Ankunft erfolgte am vorherigen Tag, es gab aber keine frühere Verbindung zum gewünschten Ziel.
  3. Der internationale Weiterflug erfolgt erst am nächsten Tag, es gibt aber keine frühere Verbindung (z.B. auf einem Red-Eye-Flug HNL-SFO)

Offiziell wird das alles leider nicht kommuniziert. Im Zweifelsfall seid ihr also auf die Auskunft des Loungepersonals angewiesen.

Loungezugang & Meilen auf Eurowings-Flügen & anderen Partnern

Und noch ein dritter Punkt macht MileagePlus zu einer attraktiven Option zum Sammeln von Statusmeilen. Das Vielfliegerprogramm kooperiert mit vielen Airlines abseits der Star Alliance und ermöglicht dort das Sammeln von Status- und Prämienmeilen. Teilweise gibt es sogar weitere Vorteile wie Lounge-Zugang.

Mit dabei sind auch die Airlines Eurowings und Edelweiss. Beide sind zwar Teil der Lufthansa Group, gehören aber zu keiner Luftfahrtallianz.

United partner
Allianzlose Airline-Partner von United

Die vollständige Übersicht der Airline-Partner mitsamt Vorteilen gibt es auf United.com. Nachfolgend ein Auszug der Vorteile für Premier-Gold-Statuskunden & höher:

  • Eurowings
    • Statusmeilen sammeln
    • Prämienmeilen sammeln / einlösen
    • Zugang zu Senator-Lounges der Lufthansa (tlw. klappt es auch im Basic-Tarif, aber nicht immer – siehe Kommentare)
    • Priority Boarding & Check-In
  • Edelweiss:
    • Statusmeilen sammeln
    • Prämienmeilen sammeln / einlösen (ausgewählte Flüge)
    • Zugang zum United Club (zumindest theoretisch)
  • Azul:
    • Statusmeilen sammeln
    • Prämienmeilen sammeln / einlösen
    • Priority Boarding & Check-In
    • ein zusätzliches Freigepäckstück
    • Loungezugang in Sao Paulo (auf internationalen Azul-Flügen)
  • Olympic Air (neu!):
    • Statusmeilen sammeln
    • Prämienmeilen sammeln / einlösen
    • Priority Boarding & Check-In & Fast Track (wo verfügbar)
    • Ein zusätzliches Freigepäckstück
  • Hawaiian Airlines:
    • Statusmeilen sammeln
    • Prämienmeilen sammeln / einlösen

Zusätzliches Freigepäck für bis zu 10 Mitreisende

Auf United-Flügen gibt es für MileagePlus-Kunden besonders großzügige Freigepäckmengen. Bis zu 3x 32 Kilogramm sind auch in der Economy möglich:

  • Premier Silver: 1x 23 kg
  • Premier Gold: 2x 32 kg (tlw. 3x 32 kg z.B. auf Strecken nach Asien)
  • Premier Platinmum: 3x 32 kg
  • Premier 1K: 3x 32 kg

Im Gegensatz zu vielen anderen Airlines gelten diese Regelungen auch für alle Mitreisenden in der gleichen Buchung (max. 10 Personen)! Wer also beispielsweise mit seiner Frau und zwei Kindern unterwegs ist, kann theoretisch 12 Koffer mit fast 400 kg Gewicht aufgeben.

Diese Regelung wird auch auf der United-Website erläutert:

Travel companions of MileagePlus Premier members will have the same exemptions as the Premier member whose status provides the benefit, as long as they are traveling on the same reservation. Exemptions do not apply to group reservations of 10 or more customers.

Beachtet aber: Sämtliche Statusvorteile gelten nicht, wenn ihr z. B. einen Lufthansa-Zubringer vor dem United-Flug habt. Auf dem Rückweg sollte es bei durchgechecktem Gepäck funktionieren – ansonsten wird es schnell teuer.

United Heavy Gepäck
Heavy: Statuskunden und ihre Begleiter können Gepäckstücke mit max. 32 kg kostenlos aufgeben

Die großzügige Freigepäckregelung gilt übrigens auch für die Basic Economy auf Flügen innerhalb der USA. Auch im Light-Tarif auf der Langstrecke über den Atlantik sollte sie Anwendung finden.

Upgrade-Punkte auch bei der Lufthansa & weiteren Partnern einlösen

Bei MileagePlus erhält jedes Platinum- und 1K-Mitglied zusätzlich zu den Complimentary Premier Upgrades (gratis-Upgrades auf Inlandsflügen) auch sogenannte PlusPoints. Mit Erreichen des Premier Platinum Status gibt es 40 PlusPoints, für den 1K dann noch einmal 280 PlusPoints.

Diese Punkte könnt ihr auch dazu nutzen, Flüge mit Lufthansa, ANA oder Copa zu upgraden. Es werden dann jeweils 40 Punkte fällig.

Beachtet aber, dass die günstigen Buchungsklassen der Economy (inkl. K, L & T) auf der Langstrecke weder bei United, noch bei Partnern per GPU geupgraded werden können. Ebenfalls sind Upgrades aus den Business-Class-Buchungsklassen P und Z auf Langstrecken nicht möglich.

Mehr zur Umstellung auf PlusPoints findet ihr hier:

Lebenslanger Status relativ einfach

Mit United MileagePlus ist es relativ einfach, einen lebenslang gültigen Gold-Status der Star Alliance zu erlangen. Zumindest, solange United Mitglied in dieser ist – eine Änderung ist aber nicht in Sicht, zumal die Airline ja zu den Gründungsmitgliedern gehört.

Million Miler-Programm nennt sich dieser Vorteil und wird – im Gegensatz zu anderen Airlines – ganz offen kommuniziert. Er ist mit zwei Einschränkungen verbunden:

  1. Es zählen lediglich Flüge, die von United oder United Express durchgeführt werden
  2. Meilen für den Million Meiler Status entsprechen immer 100% der Flugdistanz. Faktoren der Reise- bzw. Buchungsklasse finden keine Anwendung. Es macht also keinen Unterschied, ob ihr eine Million Meilen in der (Basic) Economy oder Business Class abgeflogen habt.

Der Status variiert je nach Anzahl der Lifetime-Meilen.

  • ab 1.000.000 Meilen: Premier Gold
  • ab 2.000.000 Meilen: Premier Platinum
  • ab 3.000.000 Meilen: Premier 1K
  • ab 4.000.000 Meilen: Global Services

Als Million Miler könnt ihr außerdem den lebenslangen Status an eine Person verschenken, die im gleichen Haushalt wohnt. Diese kann einmal jährlich geändert werden.

Es ist über die Lifetime-Meilen sogar möglich, den Status Global Services zu erlangen. Dieser wird ansonsten nur auf Einladung vergeben und ist in etwa mit dem HON Circle der Lufthansa vergleichbar. Im Gegensatz zum Lufthansa-Status besteht aber kein grundsätzlicher Loungezugang. Mit Immerhin kommt man als United-First-Kunde aber in die Lufthansa First Lounges in Frankfurt und München.

Natürlich ist es gerade als Europäer nicht leicht, eine Million Meilen mit United zurückzulegen. Dennoch ein ganz netter Bonus. Die Anzahl der Lifetime-Miles könnt ihr übrigens ganz einfach im MileagePlus-Konto ansehen.

Kostenloser Snack & Getränk als 1K

Premier 1K (und Global Services) können sich bei United einen kostenlosen Snack mitsamt (auch alkoholischem) Getränk aus der Bistro-Karte bestellen.

United Snacks
Mittagsmenü für United-Flüge ab Kanada (Stand Juli 2018)

Der Wert dieses Status Benefits beträgt maximal 20$ pro Flug. Dennoch nicht verkehrt, sollte das Gratis-Upgrade mal wieder nicht durchgehen. Außerdem sind die Optionen an Bord allemal hochwertiger als das, was in vielen United Clubs angeboten wird. Alle Details gibt zu diesem Vorteil findet ihr unter diesem Link.

Kostenlose Verpflegung auf ausgewählten Coast-to-Coast-Flügen

Die übliche Verpflegung auf United-Inlandsflügen besteht aus (immerhin) kostenlosen Getränken und einer Mini-Waffel, Mini-Brezeln oder einem vergleichbaren Snack.

Eine Ausnahme dieser Regel sind sogenannte Premium-Transkontinentalstrecken. In der Economy gibt es hier zwar ebenfalls nichts umsonst, in der Economy Plus aber schon. Dort werden ohne Aufpreis warme Mahlzeiten serviert – bei 6 Stunden Flugzeit ganz angenehm.

United Essen
Frühstück in der United Economy Plus

Da die Economy Plus als Statuskunde kostenlos zugänglich ist (Premier Silver erst ab Check-In), erhaltet ihr auch die warme Verpflegung so gut wie garantiert. Außerdem ist ein In-Flight-Entertainmentsystem verbaut.

Einen Erfahrungsbericht findet ihr hier:

Kostenloser Marriott-Status

United kooperiert seit einigen Jahren mit der Hotelkette Marriott. So erhalten United-Vielflieger einen kostenlosen Gold-Status bei Marriott und für Marriott-Vielschläfer gibt es immerhin den Silver-Status bei United.

United Marriott RewardsPlus

USeite September 2018 gibt es leider nur noch den neuen Gold-Status. Dieser bietet u.a. kein Frühstück und keinen Loungezugang mehr.

Außerdem gibt es zusätzliche United-Meilen, wenn ihr über eine spezielle Angebotsseite das passende Marriott-Hotel für eure Reise bucht. Pro Aufenthalt sind bis zu 1.500 Prämienmeilen drin:

United Marriott Bonus

Kostenloser Hertz-Status

Außerdem gibt es noch eine Partnerschaft mit der Hertz-Autovermietung. Das Highlight ist der Status Match bis zur Stufe „President’s Circle“ Status:

  • Premier Platinum und 1K: Hertz President’s Circle
    • Garantierte Fahrzeugverfügbarkeit
    • Garantiertes Upgrade in die nächsthöhere Fahrzeugklasse
    • 25% mehr Punkte für jede Anmietung
  • Premier Silver & Gold: Hertz Five Star
    • Upgrade in die hächsthöhere Fahrzeuge (vorbehaltlich der Verfügbarkeit)
    • 10% mehr Punkte für jede Anmietung

Über die Statusvorteile hinaus gibt es noch einen Rabattcode für Hertz-Anmietungen (offiziell bis zu 40% Rabatt) und bis zu 1.250 MileagePlus-Meilen für jede Anmietung.

United Hertz Partnerschaft

Weitere Informationen zur Partnerschaft findet ihr hier.

Weitere Tipps

Ihr seid (noch) kein Statuskunde bei United? Auch dann haben wir ein paar Vorschläge für eine etwas angenehmere Flugerfahrung.

United-App nutzen

Die United-App für iOS und Android ist zwar nicht ganz fehlerfrei, insgesamt aber recht gut brauchbar. Vor allem im Vergleich zu dem, was andere Airlines abliefern.

Folgende Punkte sind erwähnenswert:

United App Upgrade
Kostenloses Upgrade in der Android-App sichtbar
  • Per Inflight-WiFi kostenlos nutzbar
    Auch ohne zu bezahlen, sind sämtliche Inhalte der App (und United.com im Browser) im Flug kostenlos abrufbar. Diese liefert nicht nur Bordkarten und jede Menge Lektüre zum Vielfliegerprogramm, sondern bspw. auch Infos zum Anschlussflug.
  • Seat Map, Upgrade-Liste und mehr
    Die Informationen zum kommenden Flug sind sehr umfangreich. Ihr könnt z.B. die komplette Verfügbarkeit nach Klasse und die jeweilige Upgrade-Liste einsehen. Die Seat Map ist selbst nach Abflug noch einsehbar – sehr praktisch, um bei einem weniger stark gebuchten Flug eine freie Sitzreihe zu finden.
  • Bequeme Sitzplatzauswahl
    Über die United-App könnt ihr auch kurz vor Abflug noch den Sitzplatz ändern. Als Vielflieger lohnt es sich, regelmäßig die Seat Map zu checken. Etwaige Upgrades werden dort sofort sichtbar und je früher ihr über das Upgrade informiert seid, desto mehr Wunschplätze in der Domestic First Class sind noch frei.
  • Kostenloses Video-Streaming
    Auf vielen Inlandsflügen gibt es zur Bordunterhaltung keine Bildschirme mehr, sondern nur noch Halterungen für das Tablet. Immerhin werden über die App aber einige Filme zum Streaming bereit gestellt. Das Ganze nennt sich dann „United Private Screening

Übrigens verfügen viele United-Flugzeuge (zumindest in der Eco Plus) über Steckdosen zwischen den Sitzen. Diese akzeptieren meist auch EU-Stecker und laden Smartphone oder Tablet deutlich schneller als etwaige USB-Anschlüsse.

Vom Status Match profitieren

Für alle, die regelmäßig mit United (oder der Star Alliance) fliegen und einen Status bei Oneworld oder SkyTeam haben, bietet sich der Status Match zu MileagePlus an. Es handelt es sich dabei um eine recht einfach zu erfüllende Status Challenge.

Den Status gibt es zuerst für drei Monate auf Probe. Erfliegt ihr innerhalb dieses Zeitraums die geforderten 7.000 bis 18.000 Meilen in United-Flugzeugen, ist der Status anschließend bis zu 19 Monate lang gültig.

Um das Meilenziel für den Premier Gold-Status zu erreichen, genügt (mit je einem Umstieg im Süden oder Osten der USA) bereits ein Return von Europa nach San Francisco. Diesen könnt ihr ab 300€ buchen.

Alle Details zum Match findet ihr nachfolgend:

Eure Ergänzungen?

Diese Liste ist noch lange nicht vollständig und da ich 2020 zum Asiana Club gewechselt bin, fehlen möglicherweise die neuesten Tipps und Tricks.

Euch fallen noch weitere Tipps für United-Vielflieger ein? Schreibt diese gerne in die Kommentare!

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Kommentare (20)

  1. Gilt die generelle Begrenzung auf 50% Statusmeilen tatsächlich in der Lufthansa „Economy Basic“ (mit Freigepäck) oder doch eher in der „Economy Light“ (kein Freigepäck?). Ein United Basic Economy Tarif entspricht ja eher dem Lufthansa Economy Light Tarif…

    Antwort

    • Tatsächlich ist die Namensgebung des Tarifs ziemlich verwirrend. Ich habe es jetzt mal abgeändert und „Light-Tarif“ draus gemacht.

      Antwort

  2. und noch zwei Anmerkungen: das Essen gibt es jetzt auf jedem Coast to Coast Flug in der Eco Plus, auch wenn es während der Buchung nicht explizit erwähnt wird.

    Und mit den GPU kann man keine LH Flüge aus P upgraden (obwohl es bei LH selbst ja jetzt geht). Über die United GPU geht das definitiv leider nicht.
    „Folgende Lufthansa-Buchungsklassen sind für Global Premier Upgrades berechtigt: B, C, D, E, G, H, J, M, Q, U und Y“

    https://www.united.com/ual/de/de/fly/mileageplus/premier/global-upgrades.html

    Antwort

  3. Business P gibt nur noch 150% PQM ab 1.1.2019 🙁

    Ab diesem Zeitpunkt ist Air Canada Business Class und LH Premium Eco die effektivste Möglichkeit eine vernünftige Ratio aus Prämien und Statusmeilen zu erhalten

    Antwort

  4. leider wurde neulich veröffentlicht, dass man jetzt nur noch Elite Gold bei Marriott ist bis auf diejenigen die bereits vorher die Verlängerung erreicht haben.

    Antwort

    • Ja, hat sich leider verschlechtert. 🙁 Habe das im Artikel aktualisiert und gleich noch eine Neuerung beim UA-Club-Zugang ergänzt.

      Antwort

    • Man findet mich auf Twitter genau so unter dem echten Namen, von daher zumindest nicht schlimm. 🙂 Aber danke, dass du aufpasst.

      Antwort

  5. Hallo Peer!
    1x in TXL mit Basic in die Löunge gekommen.
    9x in MUC abgelehnt.
    Auch Eurowings bei Twitter behauptet das!
    2.) Im Eurowings-Handling-Manual steht, dass die UA*G keinen Prio-CKI haben, sondern nur Prio-Boarding. Hat man mir in TXL erklärt (von einem sichtlich kompetenten MA). Dieser MA hat mich übrigens auch auf die Lounge Situation hingewiesen, und darauf dass das Angebot nur in LH Lounges gilt. Les dir mal den FAQ thread von EW im VFT durch.
    In Praxis natürlich kein Problem, aber inhaltlich falsch.

    3) es gibt keine UA First mehr, und selbst normale F Pax kommen in die SEN und nicht kn das FCT in FRA.

    Antwort

    • Danke für die Antworten. 🙂

      1) Ich hatte bisher tatsächlich nur Erfahrungen in TXL und LHR – anscheinend genau die Stationen, die bezüglich Lounge mit Basic weniger Probleme machen. Die Lufthansa meinte vor einigen Monaten mal „sollte möglich sein, aber letztlich entscheiden die Lounge-Mitarbeiter“…

      Den Abschnitt habe ich jetzt angepasst, um keine falschen Erwartungen zu erwecken. Wäre schön, wenn LH, EW oder UA dazu mal eindeutige Informationen veröffentlichen würden, abseits von internen Manuals…

      2) Auch das ist interessant. Da ist die United-Website wohl wieder mal nicht ganz auf dem aktuellen Stand.

      Den vft- Thread dazu kannte ich tatsächlich noch nicht, ist ja anscheinend auch ganz frisch. 🙂 Auch dort ist aber noch für Loungezugang mit Basic + UA *G + Prio Check-In die Rede. Dazu passt wohl der Abschnitt „Alles natürlich ohne Gewähr“. 😉

      Antwort

      • Ein weiterer Hinweis übrigens:
        für UA*G gibt es auch Zugang zur LX Arrival Lounge, den Zugang gibt es ja sonst nur für Lufthansa-Statuskunden und C/F Pax.

        Was die Lounge bei EW angeht: man scheint sich selbst nicht so ganz sicher zu sein

        Antwort

        • Interessante Info mit der Arrival Lounge. Allerdings scheint das nur für Global Services zu gelten?

          Bei Frankfurtflyer steht:
          „Zusätzlich erhalten auch United Global Service Member mit einem in Frankfurt landenden United Economy Class Flug Zugang.“

  6. Sind durch die Umstellung bei der LH nicht auch die Buchungsklassen P etc. mit den vouchern upgradefähig?

    Antwort

  7. Um schneller an den SA Gold zukommen würde es somit Sinn machen, wenn ich meine inlands LH Business flüge auf United gutschreiben lassen würde?

    Antwort

    • Auf jeden Fall ist MileagePlus dafür eine ziemlich interessante Wahl. 1.000 Statusmeilen für jedes Segment, ein Return mit Umstieg wären dann also sogar schon 4.000 Statusmeilen. Ab 50.000 im Kalenderjahr gäbe es dann den *A Gold – vorausgesetzt, du schaffst die 4 United-Flüge im Jahr.

      Antwort

  8. Mehrere Inhaltliche Fehler:
    1.
    Lounge bei Eurowings.
    Gilt nur für Lufthansa-Lounges und nicht in Basic.
    Auch den Prio-CKI gibt es theoretisch nicht

    2.
    Wenn ein LH Tix mit nem UA Flug gebucht wird, gibt es dennoch Unsatzbasierte Meilen! Das steht sehr deutlich auf der UA Website und ist mir auch in Praxis schon passiert.

    Antwort

    • Hi David,

      Danke für das Feedback.

      1)Hast du mit einem Basic-Ticket i.V.m. United-Status praktische Erfahrungen der letzten Wochen? Stand Mai funktionierte es auch mit Basic-Ticket und UA *G, nicht hingegen mit Basic und LH SEN.

      „Gilt nur für Lufthansa-Lounges “
      Meines Wissens auch z.B. in der LX-Lounge in ZRH – auch, wenn vereinzelt Kunden abgelehnt wurden. Oder stimmt das so nicht mehr?

      Prio Check-In wird auf der UA-Seite klar aufgeführt:
      „Premier-Gold-, Platinum- und 1K®-Mitglieder sind zu bevorzugtem Einchecken und Einsteigen berechtigt, falls verfügbar“
      Meine Erfahrungen damit sind ebenfalls positiv, wurde noch nie abgelehnt. Einmal wurde allerdings nach der Vielfliegerkarte gefragt, die ich vorzeigen konnte.

      2) Da hast du Recht, habe die Information jetzt auch in der Tabelle auf United.com entdeckt. Ich werde den Abschnitt aktualisieren.

      Antwort

    • Am 5. Mai wurde ich mit UA Premier Gold (Trial) auf EW Basic in beiden Richtungen in die SEN Lounge gelassen.
      Status Match completed am 5. July, jetzt Premier Gold bis 2020 😉 Danke an Travel Dealz für die Status Match Infos.
      Wurde von United bei meinem 2. US Inlandsflug schon mit CPU nach Business upgraded…
      Marriot Gold hat ebenfalls sofort funktioniert.
      Gratis-Gepäck inklusive Prio Tag ebenfalls kein Problem.

      Bin mit dem United Premier Gold mega zufrieden.
      Dieser Artikel ist eine Goldgrube für alle die das auch in Erwägung ziehen.
      Das einzige was etwas blöde ist dass die Flüge von United operated sein müssen. Viele US Vebindungen für mich sind mit LH besser.

      Antwort

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