Tipp: Mietwagen-Selbstbehalts­ausschluss­versicherung statt teurer Aufpreis für 0€ Selbstbeteiligung

Car rental sign

Bei vielen Autovermietern ist eine Haftpflicht- und Vollkasko-Versicherung bereits im Mietpreis enthalten. Allerdings besteht bei der Vollkasko-Versicherung dann eine hohe Selbstbeteiligung von z.T. über 1.000€ im Schadensfall. Für eine niedrigere Selbstbeteiligung wird dann oft ein Aufpreis von 10-30€ pro Miettag fällig. Bei 7 Miettagen sind das bereits 70-210€.

Genau das kann man mit einer Mietwagen-Selbstbehalts­ausschluss­versicherung umgehen. Im Schadensfall übernimmt diese Versicherung die anfallende Selbstbeteiligung. Pro Miettag kostet so eine Ausschlussversicherung i.d.R. unter 10€ z.B. 6,90€ (7 Miettage = 48,30€) bei der HanseMerkur. I.d.R. deutlich günstiger als direkt beim Vermieter.

Info

Eine Ausschlussversicherung übernimmt i.d.R. nur die Selbstbeteiligung im Schadensfall und ist kein Ersatz für eine Haftpflicht- und Vollkasko-Versicherung.

Nachteil: Ihr müsst in Vorleistung gehen

Einen Nachteil hat man aber durch eine getrennt abgeschlossene Versicherung: Im Schadensfall müsst ihr i.d.R. mit der Selbstbeteiligung in Vorleistung gehen. Anschließend müsst ihr euch den Rechnungsbetrag von der Ausschlussversicherung zurückholen.

Warnung

Leider gibt es, vorwiegend in Urlaubsregionen, einige schwarze Schafe unter den Autovermietern, die aus der Selbstbeteiligung eine Einnahmequelle gemacht haben. Meistens werden Mietwagen sehr günstig vermietet, nicht selten für unter 10€ pro Tag, aber nur mit einer hohen Selbstbeteiligung im Schadensfall.

Bei der Rückgabe wird dann das Auto komplett unter die Lupe genommen und selbst kleinste Lackschäden euch angelastet (auch wenn der Schaden schon bei der Abholung bestand). Der Schaden wird dann mit ca. der Höhe eurer Selbstbeteiligung beziffert und direkt von eurer Kreditkarte abgebucht.
Will man sich dagegen rechtlich wehren, muss man ggf. in einem fremden Land klagen, was äußerst kompliziert ist. Das ist natürlich Kalkül.

In diesem Fall greift zwar auch die Selbstbehalts­ausschluss­versicherung, trotzdem ist das erst einmal viel Stress und ggf. eine große finanzielle Belastung.

Versicherungen für einzelne Anmietungen

Eine Mietwagen-Selbstbehalts­ausschluss­versicherung bieten mehrere Versicherungen in Deutschland für einzelne Anmietungen an. Allerdings sollte man sich die Bedingungen jeweils gut durchlesen. Zum Teil z.B. bei der Allianz wird die Selbstbeteiligung nur auf 300€ reduziert und nicht komplett ausgeschlossen.

  • HanseMerkur
    Ab 6,90€ pro Miettag
    • Bis 2.500€ Versicherungssumme
    • Maximal 93 Miettage
    • Camper gegen Aufpreis
    • Zusätzlich Ergänzung der Haft­pflicht­ver­si­che­rung (Mallorca-Police) auf 1 Million Euro
  • Ergo
    Ab 6€ pro Miettag
    • Wahlweise 2.000-5.000€ Versicherungssumme
    • Maximal 31 Miettage (45 bei Campern)
    • Camper gegen Aufpreis
  • Riverside Insurence Agency Malta Ltd
    Ab 4,44€ pro Miettag
    • Bis 10.000€ Versicherungssumme
    • Ausgenommen sind Fahrzeuge, die mehr als 75.000 £ (~86.403 €) Listenpreis kosten
    • Maximal 31 Miettage
    • Camper gegen Aufpreis
    • Versicherungssitz auf Malta
  • Allianz
    Ab 10€ pro Miettag
    • Nur Reduzierung auf 300€ Selbstbeteiligung
    • Bis maximal 3.000€ Versicherungssumme
    • Maximal 93 Miettage
    • Camper gegen Aufpreis
  • Volkswagen Financial Services (ELEMENT Insurance AG)
    Ab 5€ pro Miettag
    • Nur für Anmietungen innerhalb Deutschlands
    • Nur Reduzierung auf 150€ Selbstbeteiligung
    • Bis 2.500€ Versicherungssumme
    • Maximal 30 Miettage
    • Nicht für Camper verfügbar

Jahresversicherungen

Neben Versicherungen für einzelne Anmietungen können sich auch Jahresversicherungen lohnen. Dabei zahlt man nur pro Jahr einen festen Betrag und ist bei allen Anmietungen geschützt.

Aktuell gibt es folgende Anbieter mit Jahresversicherungen:

  • Carassure
    90€ für Europa oder 100€ weltweit
    • Bis 3.000€ Versicherungssumme
    • Maximale Mietdauer 60 Tage pro Anmietung
    • Für PKWs mit bis zu 9 Sitzplätzen, keine Camper, Motorräder, Nutzfahrzeuge…
    • Gegen Aufpreis auch für Carsharing möglich
  • Riverside Insurence Agency Malta Ltd
    66€ für Europa oder 76€ weltweit
    • Bis 10.000€ Versicherungssumme
    • Ausgenommen sind Fahrzeuge, die mehr als 75.000 £ (~86.403 €) Listenpreis kosten
    • Maximal 31 Miettage
    • Camper gegen Aufpreis
    • Versicherungssitz auf Malta

Kreditkarten mit Mietwagenversicherungen

Bei Kreditkarten sind nicht selten bereits Reiseversicherungen inklusive. Bei einigen ausgewählten Karten auch Mietwagenversicherungen.

  • Barclays Platinum Double (99€ pro Jahr)
    Mietwagenvollkaskoversicherung inklusive
    Weitere Details
    • Bis 100.000€ Versicherungssumme
    • 0€ Selbstbeteiligung
    • Maximal 90 Miettage
    • Bei Anmietung in Deutschland muss eine kostenpflichtige Unterkunft nachgewiesen werden
    • Mietwagen muss mit der Karte bezahlt werden
  • ADAC Kreditkarte (kostenfrei) + Paket Schutz (47€ pro Jahr) + ADAC Mitgliedschaft (54€ pro Jahr)
    Selbstbehalt-Versicherung für Carsharing und Mietwagen
    • Bis 3.000€ Versicherungssumme
    • 0€ Selbstbeteiligung
    • Maximal 31 Miettage
    • Kein Versicherungsschutz bei Anmietungen in Deutschland
    • Mietwagen muss mit der Karte bezahlt werden
    • Auch Carsharing abgedeckt
  • Hilton Honors Credit Card (48€ pro Jahr) + Versicherungspaket (35€ pro Jahr)
    Mietwagenvollkaskoversicherung inklusive
    Weitere Details
    • Bis 75.000€ Versicherungssumme
    • 200€ Selbstbeteiligung
    • Maximal 30 Miettage
    • Mietwagen muss mit der Karte bezahlt werden
    • Nicht für Camper
  • Lufthansa Miles&More Credit Card Gold (110€ pro Jahr)
    Mietwagenvollkaskoversicherung inklusive
    Weitere Details
    • Bis 75.000€ Versicherungssumme
    • 200€ Selbstbeteiligung
    • Maximal 30 Miettage
    • Mietwagen muss mit der Karte bezahlt werden
    • Nicht für Camper
  • American Express Platinum Card (660€ pro Jahr)
    Mietwagenvollkaskoversicherung inklusive
    Weitere Details
    • Bis 75.000€ Versicherungssumme
    • 200€ Selbstbeteiligung
    • Nicht für Anmietungen im Heimatland ohne Übernachtung/Flug
    • Mietwagen muss mit der Karte bezahlt werden
  • American Express Business Platinum Card (700€ pro Jahr)
    Mietwagenvollkaskoversicherung inklusive
    Weitere Details
    • Bis 75.000€ Versicherungssumme
    • Keine Selbstbeteiligung
    • Kein Karteneinsatz erforderlich
    • Auch alle Zusatzkarteninhaber (bis zu 100) sind versichert
    • Nur für Geschäftskunden
  • Eurowings Gold Card (1. Jahr beitragsfrei, danach 69€ pro Jahr)
    Mietwagenvollkaskoversicherung inklusive
    Weitere Details
    • Bis 75.000€ Versicherungssumme
    • 230€ Selbstbeteiligung
    • Bei Anmietung in Deutschland muss eine kostenpflichtige Unterkunft nachgewiesen werden
    • Mietwagen muss mit der Karte bezahlt werden
  • DKB Visa Kreditkarte (30€ pro Jahr) + Versicherungspaketen Travel (83€ pro Jahr)
    Mietwagenvollkaskoversicherung inklusive
    Weitere Details
    • Bis 75.000€ Versicherungssumme
    • Keine Selbstbeteiligung
    • Maximal 30 Miettage
    • Ab 21 Jahren
    • Mietwagen muss mit der Karte bezahlt werden
    • Nicht für Camper

Über einen Vermittler buchen

Mietwagenvermittler wie Billiger-Mietwagen.de, Auto Europe, Sunnycars, TUI Cars… vermitteln euch oft einen Mietwagen zusammen mit einer Ausschlussversicherung. Das heißt dann z.B. ohne Selbstbeteiligung (durch Erstattung) und ist häufig günstiger als direkt die Selbstbeteiligung beim Vermieter zu reduzieren oder auszuschließen.

Filter für Ausschlussversicherung bei Billiger-Mietwagen

Auch in diesem Fall sollte man aber trotzdem sich Bewertungen und Erfahrungsberichte (und das nicht nur beim Vermittler) für den jeweiligen Autovermieter durchlesen, um kein schwarzes Schaf zu erwischen.

Fazit

Eine Mietwagen-Selbstbehalts­ausschluss­versicherung ist eine echte Möglichkeit, bei einem seriösen Autovermieter ordentlich Aufpreis für eine niedrigere Selbstbeteiligung zu sparen. Ob man sich für eine Versicherung für nur eine Anmietung, eine Jahresversicherung oder eine gute Kreditkarte mit Mietwagenversicherung entscheidet, muss man von dem eigenen Reiseverhalten abhängig machen.

Weitere Mietwagen-Tipps

Wie man einen Mietwagen richtig bucht und versichert, haben wir in unserem Travel-Dealz Podcast besprochen:

Titelbild: © ijzendoorn (Deposit Photos)

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Kommentare (29)

  1. Adrian sagt:

    Sehr interessanter Artikel. Ich habe mich auf der Suche vor ein paar Tage gemacht, da ich plane mein Auto zu verkaufen und einen Mietwagen zu nehmen wenn ich einen brauche.

    Was man noch einfügen sollte: Manche Versicherungen (z.B. Barclay wenn ich mich noch richtig erinnere) zahlen nur wenn es um einen Reise geht (also mindestens eine Hotelübernachtung). Wenn man nur Freunde / Eltern übers Wochenende besucht, zahlen die nichts.

    Was mich noch interessieren würde, wird so eine Erfahrungsübersicht: wie schnell / kompliziert / oft diese Versicherungen auch zahlen.

    • Johannes sagt:

      Hallo Adrian,

      bzgl. Versicherungsschutz im Inland habe ich noch einmal recherchiert und tatsächlich bei Barclays und ADAC noch Ausnahmen gefunden.

      Erfahrungsberichte zu so vielen Versicherungen sind leider schwierig zu erhalten und dann immer subjektiv.

      • Adrian sagt:

        Alle Reviews sind subjektiv. Aber wenn die getestet wurden, würde ich mich über eine Übersicht freuen mit objective Fakten:

        – wie viel hat es gedauert bis man eine Rückmeldung bekommen hat
        – wie lange es gedauert hat bis man das Geld in Konto hatte

        Ich hatte schon „Versicherung“ wo ich 6 Monate gewartet habe bis ich mein Geld zurückbekommen habe.

  2. Paddy sagt:

    Ich buche relativ regelmäßig über AutoEurope mit SuperCover. In Spanien, Irland und UK hatte ich im Laufe der Jahre Schäden die ohne Probleme durch AutoEurope erstattet wurden. Für die jeweiligen Autovermieter scheint das Routine zu sein. Sie finden – teilweise mit der Lupe – Schäden und schicken nach der Anmietung Fotos und Rechnungen wie sie von AutoEurope für die Abwicklung velangt und erwartet werden.

  3. Blabla sagt:

    Keine extra Versicherung, aber ich hab gute Erfahrungen mit sunnycars gemacht (geht natürlich nicht spontan am Flughafen), aber in Australien haben sie anstandslos die Kosten für eine neue Scheibe inkl. Kreditkartengebür etc. übernommen (war ürbrigens gefühlt die einzige asphaltierte Straße, wo das passiert ist).
    In einem anderen Fall auch DownUnder hat der Vermieter am Flughafen behauptet, ich hätte das Auto zuspät zurück gegeben (war außerhalb der Zeiten, mit Schlüssel in Briefkasten). Auch hier problemlos die Kosten ersetzt bekommen.

  4. Ingo-Sven sagt:

    Der Artikel ist sehr interessant, insbesondere zu den Versicherungen (das werde ich mir mal genauer ansehen).
    Hier sollte unbedingt das Kleingedruckte studiert werden (auch wenn es nicht gut für die Augen ist 😉

    Spätestens wenn es zu einem Schaden gekommen ist, zeigt sich der Mehrwert.
    2017 war ich in Neuseeland und hatte über billiger-mietwagen ein Auto gemietet, mit der Option „…ohne SB, durch Erstattung“
    Der Vertrag wurde über Car Del Mol an Alamo in Auckland gegeben und dort von Redspot Car Rentals ausgeführt.
    Während der Mietzeit war eine Laterne beim ausparken an mein Auto gesprungen und es blieb ein kleiner Lackschaden.
    Die Überraschung kam später bei der Rückgabe, denn Redspot wollte direkt die SB in Höhe von 3000 NZ$ von meiner DKB Visa ziehen. Hier hatte ich aber vorgesorgt und das verfügbare Limit niedrig gehalten. Langsam hatte sich dann Redspot an das verfügbare Limit herangetastet und neben der bereits hinterlegten 200NZ$ Kaution weitere 1000NZ$ kassiert.
    Zurück in Deutschland hatte ich billiger-mietwagen kontaktiert, diese hatten sich aber weggeduckt und auf Car Del Mol verwiesen. Car Del Mol wiederum wollte erst zahlen, wenn ich Redspot bezahlt habe.
    Später kam die Rechnung von Redspot: ( – Reparatur 1180,48 NZ$, – loss of use (5 x 65,50) 327,50NZ$, – Administration Fee 110,00 NZ$, – Credit Card Fee 26,70 NZ$) 1644,68 NZ$
    Das diese Rechnung maßlos überzogen war, stand außer Frage und ich hatte mich zunächst geweigert, die Differenz in Höhe von 444,68 NZ$ zu zahlen.
    Im Schriftwechsel wurde ich unter Androhung einer kompletten Versagung der Erstattung durch Car Del Mol, zur Zahlung genötigt. Car Del Mol hatte mir in Aussicht gestellt, daß, sobald ich gezahlt habe, der komplette Betrag mir erstattet werden würde. Dem war aber nicht so, direkt nach meiner Zahlung wurde mit Hinweis auf die AGBs die Erstattung auf ca. 50 % gekürzt und ich blieb auf ca. 450 EUR sitzen (die Miete des Fahrzeugs betrug ca. 425 EUR).

    Fazit:
    Finger weg von „ohne SB durch Erstattung“!!! Hier werden nur die reinen Reparaturkosten erstattet und selbst diese nicht zu 100%. Sämtliche Nebenkosten des Vermieters werden nicht erstattet und diese können die Reparaturkosten weit übersteigen.
    Seitdem miete ich nur noch ohne Versicherung und buche direkt bei der Abholung „zero liability“ dazu. Die Kosten sind niedriger als man denkt und selbst wenn es etwas mehr kosten sollte, überwiegt der Vorteil, ich habe nur einen Vertragspartner, das schont die Nerven und das Konto.

    Und noch ein Hinweis zur Fahrzeugübernahme. Wer es hier eilig hat oder oberflächlich handelt, darf sich später nicht wundern.
    Schaut euch das Fahrzeug genau an und macht Fotos von allen Seiten (möglichst so, daß der Standort beim Vermieter erkennbar ist). Dazu gehören: alle Außenseiten, Frontscheibe (Steinschlag), das Dach, Reifen/Felgen, Kofferraum inkl. Reserverad, alle Sitze, Himmel und soweit zugänglich, der Unterboden, zumindest aber die Schweller. Eventuell erkennt ihr noch keine Schäden, habt aber den Zustand dokumentiert und seid vorbereitet, falls euch der Vermieter bei der Rückgabe zeigt, was ihr übersehen hattet. Alles was ihr gefunden habt und sei es noch so klein, dokumentiert es und laßt es euch bestätigen.

  5. Jimmy sagt:

    ich vermischt hier etwas viel: die Versicherungen sind SB-Wegversicherungen, dazu braucht man eine Versicherung vom Vermieter vor Ort und deckt dann bis einem definiertet Betrag (3000-6000€) den Schadenfalls. für die allermeisten, die Autos bis „midsize mieten sollten 3000€ reichen. Wer öfter mal „luxusklasse“ mietet und dann Mercedes, BMW, Audi bekommt, sollte sicher gehen, dass die SB bei diesen Autos die 3000€ nicht übersteigt und dann ggf. extra zu buchen. Allerdings sind die Raten so hoch, dass diejenigen, die das buchen vermutlich nicht zurückschrecken die recht teueren Super-Covers der Vermieter zu nehmen (25-30€/Tag incl. USt).

    Die Kredtikarten mit Mietwagenversicherungen, die ihr hier nennt sind IMHO alle Vollkasko Versicherungen mit wenig SB, allerdings muss das Auto dann vom Vermieter ohne Versicherung vermietet werden, damit diese gilt. Hat der Vermieter bereits einen Versicherung im Mietpreis enthalten, ist die Kreditkartenversicherung wertlos!!! Ich kenne in Europa bisher keine der größeren Anbieter und in anderen Ländern wie USA auch nur für Wohnsitz USA.

    Seit kurzem gibt’s Free2Move, der wohl autos ohne Versicherung vermietet. Dann könnte man die Versicherung der Kreditkarte nutzen… selbst wenn mir der Vermieter das Auto gäbe (was ich noch bezweifeln würde), dürften Diskussionen mit Polizei im Falle eines Unfalls extrem unangehm werden (wenn die Vorgaben ähnlich denen in DE sind). Hände weg von solchen Anbietern!

    Leider fehlt wie erwartet die ADAC-Visa Karte: kostenlos für ADAC Mitglieder und zunächst: eine echte Kreditkarte (angeblich wichtig bei den günstigen Anbietern, weil die keine Debitkarte nehmen). Für 3,9€/Monat gibt’s das Paket „Schutz“ welches SB bis 3000€ pro anmietung abdeckt, bis 90 Tage Miete, egal wieviele Anmietungen pro Jahr. AXA läuft im Hintergrund.

    Keine Ahnung, weshalb ihr die nicht erwähnt, manchmal glaube ich diese Blogs sind alle gesponsort?

    • Johannes sagt:

      Hallo Jimmy,

      die Kreditkarten-Vollkaskoversicherungen gelten entweder als vollwertige Versicherung oder übernehmen die SB (abzüglich einer eigenen SB) im Schadensfall.

      Bei der Hilton Honors/Miles&More Kreditkarte z.B. unter Subsidiarität:

      Besteht Anspruch auf Leistungen aus anderen Versicherungsverträgen (z. B. aus einer Mietwagenvollkaskoversicherung im Mietvertrag), so ist der Versicherer nur für den die Leistungspflicht des Ersatzpflichtigen übersteigenden Betrag für die notwendigen Aufwendungen leistungspflichtig.

      Zu Amex siehe: https://travel-dealz.de/blog/mietwagen-selbstbehaltsausschlussversicherung/#comment-242275

      Die ADAC Visa Karte mit dem Paket Schutz habe ich noch ergänzt. War mir bisher leider nicht bekannt. Leider ist die ADAC Kreditkarte meiner Meinung nach ansonsten keine wirklich gute Reisekreditkarte mit 1,75% Fremdwährunggebühr und 3% aber mind. 7,50€ im Inland/5€ im Ausland Bargeldabhebungsgebühr. Deswegen erwähnt sie vermutlich kein Reiseblog 😉

  6. Robert sagt:

    Sinnvoll wäre ergänzend vielleicht noch der Verweis auf die Hilton Honors Kreditkarte mit Versicherungspaket. Letzteres kostet gerade mal 35€ Aufpreis pro Jahr mit (auf den ersten Blick nach grober Sichtung) vergleichbaren Leistungen wie die aufgeführten Kreditkarten.

  7. Pete sagt:

    Jeder halbwegs vernünftige Anbieter, hat entsprechende haftungen für die Destinationen abgedeckt. Gleich der erste Treffer bei billiger Mietwagen kommt mit 17.000.000 Euro daher.
    Wenn man absolut keine Ahnung hat was man da bucht sollte man sowieso ins Reisebüro, für alle anderen ist snowfans gequengel (äh, Kommentar) vermutlich recht sinnlos.

  8. Rainer Haessner sagt:

    Ich bin nicht sicher.
    Mir ist vor einigen Monaten eine Diskussion untergekommen, dass auch die LH-Goldkarte nur im Zusammenhang mit einer „Reise“ die Vollkaskoversicherung mit 200 € Selbstbeteiligung bietet. Merkmal einer „Reise“ sollte u.a. sein, dass sich die Mietstation mindestens 100 km vom Wohnort entfernt befindet.

    • snowfan sagt:

      Wenn man nicht sicher ist, sollte man eine derartig falsche Info auch nicht schreiben.

      • Rainer Haessner sagt:

        Wenn man eine solche flegelhafte Antwort liest, muss halt die bisher nicht abgeschlosse Diskussion der Quelle herhalten.

        „ganz lieben Dank für die Rückmeldung. Allerdings lese ich dies so, dass sich das nur auf den Versicherungsbaustein „Telemedizin“ bezieht, der im Gegensatz zu den anderen Versicherungsleistungen unabhängig von der Kartennutzung ist, aber eben an eine Reise gebunden ist, der Absatz beginnt mit den Worten:

        „Für die Telemedizin gilt:
        Reise im Sinne dieser Bedingungen ist eine Reise ins Inland oder Ausland.
        […]
        Eine Inlandsreise im Sinne dieser Bedingungen ist eine Reise innerhalb des Landes, in welchem die
        versicherte Person Ihren Wohnsitz hat, sofern das Ziel der Reise mindestens 100km vom Ort des
        Wohnsitzes der versicherten Person entfernt ist und die Reise mindestens eine Übernachtung
        beinhaltet.“

        Dies unterscheidet sich von der weiter oben auf gleicher Seite stehenden allgemeinen Definition einer „Reise“:

        „Eine Reise ist eine private oder geschäftliche Reise in Verbindung mit der Nutzung der Lufthansa
        Miles & More Credit Card oder eine beruflich bedingte Reise in Verbindung mit der Lufthansa
        Miles & More Credit Card Business (Geschäftsreise).
        Die Leistungen im Inland können sich von den Leistungen im Ausland unterscheiden, bitte beachten
        Sie hierzu die besonderen Versicherungsbedingungen.
        Als versicherte Reise gelten sowohl Pauschalreisen, als auch einzeln gebuchte Transport- oder
        Mietleistungen. Als eine Reise gelten alle Reisebausteine und Einzelleistungen, die zeitlich und
        örtlich aufeinander abgestimmt genutzt werden. Zusatzbausteine, bei denen es sich um Transport oder Mietleistungen handelt, z.B. Mietwagen sind mitversichert.“

        Schlussendlich wird diese Frage wohl nur durch eine Anfrage zu klären sein…“

  9. Rainer Haeßner sagt:

    Vielen Dank für diese schöne Aufstellung.

    Wir haben eine solche Versicherung bei einer Rundreise in Schottland einmal in Anspruch genommen. Welche Firma das war, weiß ich nicht mehr, abgesehen davon würde ich sowieso keine Werbung betreiben. 🙂

    Zunächst einmal, es hat funktioniert.

    Wir sind zu nah an einem parkenden Auto vorbeigefahren und haben dabei unseren Außenspiegel beschädigt. Den des parkenden Fahrzeugs sinnigerweise nicht. Bei der Rückgabe wurde das Ganze in 20 Sekunden mit einem Pauschalpreis berechnet, vermutlich waren wir nicht die ersten, denen so etwas im nicht alltäglich gewohnten Linksverkehr unterlief.

    Aber die Rückerstattung war dann schon sehr aufwendig und wenn man seine Arbeitszeit mit 25 € berechnet, auch nicht lohnend. das war ein ziemlicher Formularkrieg, dazu kamen dann noch Rückfragen zu Polizeiberichten.

    Wenn der Mietvertrag 200 € Selbstbeteiliugung vorsieht, würde ich das Ganze nicht wiederholen, bei 1500 € Selbstbeteiligung natürlich schon.

  10. Nicolas B sagt:

    Ist was besonderes in Südkorea zu beachten? Sind zu 4 Erwachsene auf Jeju Island unterwegs und würden dort ein Mietwagen für 5 Tage mieten.
    Würde mit der Barclay Platinum bezahlen und vielleivht über adac (plus) oder billerger mietwagen buchen.
    Internationaler Führerschein ist bereits besorgt worden.
    Ich wollte ins Internet eh gucken aber da ihr das hier bereits bespriht ^^

  11. snowfan sagt:

    Ich hätte noch ein anderes viel wichtigeres Thema für euch: Wenigen ist wahrscheinlich die Gefahr bewußt trotz Vollkaskoversicherung ruiniert zu werden: Dann nämlich, wenn man ein Auto z.B. in Australien oder Neuseeland anmietet und dort nur die gesetzliche Haftpflichtversicherung gilt. Die ist nämlich meist verschwindend gering, ein paar tausend Euro. Hier einen Vermieter zu finden, der hier nicht wirklich abzockt, ist schwierig. Da werden für „normale“ Haftpflichtsummen ab 10 Mio. Euro teils horrende Beträge aufgerufen. Hier mal einen deutschen Versicherer zu finden, der diese Lücke abdeckt, wäre mal eine tolle Leistung. Oder vielleicht gibt es auch eine Kreditkarte dazu – habe aber noch keine gefunden.

    • Sven sagt:

      Soweit ich es sehe, wird auch in Australien / Neuseeland über die Versicherung bspw. der Amex oder in den besagten Vergleichsportalen abgedeckt. Bei letzteren schwanken die Summen zwischen 1 Mio und 7,5 Mio. Tatsächlich sollte man hier etwas aufpassen. 1 Mio sind bei Personenschäden schnell erreicht.

      • snowfan sagt:

        Mietwagenhaftpflicht bei AMEX: 750.000 Euro. Das ist genau der Grund, warum ich darauf hingewiesen habe, man meint, passt schon, tut es aber nicht.

        • Jimmy sagt:

          seid ihr sicher,dass die Kreditkartenversicherungen aktiv werden, wenn der Vermieter vor Ort in seiner Rate eine Versicherung drin hat?

          IMHO werden die Kreditkartenversicherungen nur dann gültig, wenn man OHNE anmietet. Dann muss der Vermieter aber die Versicherung der Karte anerkennen, sofern er die gesetzliche Pflicht hat, Autos mit Versicherung heraus zu geben.

          Mir wäre das alles zu kompliziert, die Kreditkarten-vollkaskoversicherungen sind für die Katz!

        • Johannes sagt:

          Bei American Express übernehmen sie auch eine mögliche Selbstbeteiligung:

          Mietwagen-Kasko (Fahrzeugversicherung)
          Wird Ihr Mietwagen gestohlen oder beschädigt, so bezahlt der Assistance- Service-Erbringer alle Beträge, für die Sie nach dem Mietwagenvertrag verantwortlich sind, einschließlich der Selbstbeteiligung. Dies trifft zu, gleichgültig ob Sie für den Unfall verantwortlich sind oder nicht. Sie erhal- ten höchstens den Wert des Mietwagens bis zu EUR 75.000 je Unfall oder versichertes Ereignis (z. B. Diebstahl oder Haftpflichtfall).

          Und

          Aufgrund der Leistungen müssen Sie beim Mietwagenunternehmen keine zusätzlichen oder optionalen Versicherungen abschließen, die Folgendes beinhalten:
          – Verzicht auf Ansprüche wegen Unfallschäden (CDW)
          – Verzicht auf Ansprüche wegen Verlustschäden (LDW)
          Wegfall/Reduzierung der Selbstbeteiligung (Super-CDW/-LDW)
          – Diebstahlschutz (TP)

        • Silke sagt:

          Greift die Mallorca Police nur in Europa?

    • Johannes sagt:

      Zumindest die HanseMerkur ergänzt eine Haftpflichtversicherung auf 1 Million Euro. 10 Millionen wäre sicherlich besser, aber immerhin.

  12. Ingo sagt:

    Interessante Idee;
    Wisst Ihr ob diese Versicherungen auch bei Car-Sharing verwendet werden kann?

    Danke

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